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Bilder für den politischen Kampf

Projekt

Das Projekt orientiert sich gestalterisch und konzeptionell an der Isotype, der Wiener Methode der Bildstatistik, die von Otto Neurath und Gerd Arntz ab 1925 entwickelt wurde. Isotype ist eine international verständliche Zeichen- und Symbolsprache, die komplexe Inhalte durch einfache grafische Darstellungen für Menschen mit niedrigem Bildungsniveau, zugänglich macht. Sie ermöglicht Einblicke in ökonomische Zusammenhänge und bietet Aufklärung über gesellschaftliche, soziale und politische Umstände. Mit Hilfe des figurativen Konstruktivismus wollten Neurath und Arntz direkt in die Gesellschaft hineinwirken. Besonders Arntz stellte die gesellschaftlichen Zusammenhänge von Kapitalismus und Krieg stets kritisch dar. Inhaltlich hat die Studentin sich in diesem Projekt mit der Notwendigkeit einer solidarischen Arbeiter:innenklasse auseinandergesetzt. Diese beruht auf der Theorie, dass die Kämpfe der Arbeiter:innen global verbunden werden müssen. Sie braucht eine starke lokale Basis, um so international überzugreifen und den Kapitalismus zu zerschlagen. Der Kampf um Befreiung ist international und kann nur gemeinsam, als vereinigte Klasse, bestritten werden. Dafür braucht es nicht nur eine Solidarität auf theoretischer Basis, sondern in einer kämpferischen Praxis auf einer übernationalen Ebene. «Damals war in der Tat noch Hoffnung, dass man die Oberklasse wegfegen würde, und diese Hoffnung lag auf den Arbeitern.»[^Dorn, Anja. Die Gesellschaft der Zeichen: Piktogramme, Lebenszeichen, Emojis. Freiburg: Verlag der Buchhandlung Walther König, 2021.] Er habe ‹Lehrbilder› machen wollen, die die nächsten Aufgaben anzeigten, «Kasernenbesetzung, Fabrikbesetzung und solche Dinge.»[^ebd.], sagte Gerd Arntz 1980 in einem Interview.

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