Concepting Chaos
Projekt
Die meiste Zeit ihres Lebens hielt sich Amalia Gärtner für einen Menschen, der nicht gerne (oder überhaupt nicht) liest. Aber es fasziniert sie, darüber nachzudenken, wie ein Text präsentiert werden kann. Natürlich fühlt sie sich eher zu chaotischen und spannenden Layouts hingezogen. Deshalb beschloss sie, einige Nachforschungen zur Typografie-Theorie über Chaos und Ordnung anzustellen. Ziemlich schnell fand sge heraus, dass der eigentliche Inhalt nicht vermittelt werden kann, wenn die Typografie zu kunstvoll ist. Daher setzte sie sich folgendes Ziel für dieses Projekt: Es sollte überschaubar sein, aber auch den unwiderstehlichen Look des Chaos haben. Sie experimentierte und versuchte, ein System zu finden, aber nichts sah zufriedenstellend aus.
Eines Tages versuchte sie, einige Absätze mit CSS Grid zu layouten und machte aus Versehen etwas, das gut aussah. Und sie dachte bei sich: Ist es das, was Chaos ausmacht? Etwas, das man nicht absichtlich macht? Daraus hat sie ihre Lektion gelernt: Man kann das Chaos nicht kontrollieren. Man muss es umarmen. Aber Chaos entsteht nicht aus dem Nichts; man muss es irgendwie in Gang setzen.
Amalia benutzte HTML, CSS und Paged.js als Werkzeuge und wollte die Möglichkeiten, die sie zu bieten haben, demonstrieren. Die Website enthält auch Bilder, die durch den Hover-Effekt aufpoppen. Allerdings kann man sich immer nur ein Bild auf einmal ansehen. Wenn man alle Bilder sehen will, muss man die Website ausdrucken. Dieser Effekt beruht auf der Idee, dass es einfach ist, online zu bleiben, während man Inhalte konsumiert. Auf Websites kann man über Hyperlinks oder verschiedene Registerkarten ein Bild nachschlagen, wenn man es braucht. Im Gegensatz dazu ist ein Buch nicht flexibel; es ist auf sich selbst beschränkt, sobald es gedruckt ist. Wenn man sich also zwischen einer Website und einem Buch entscheiden müsste, wäre eine Website natürlich die wertvollere Option.
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