Digital Mess
Projekt
Täglich konsumieren wir digitale Inhalte. Seitdem wir unsere Smartphones überall mitnehmen können, scheint es keine Langeweile mehr zu geben, keine Zeit der Ruhe. Die Kurzvideos in sozialen Netzwerken lassen uns immer mehr den digitalen Abhang herunter rutschen und entziehen uns der Realität. Ununterbrochen lassen wir uns mit belanglosem Inhalt fremder Personen berieseln, die unsere screentime und ihren Profit maximieren wollen. Seit TikTok sind die Inhalte zunehmend schneller geworden, was unsere Aufmerksamkeitsspanne weiter verkürzt. Gleichzeitig stehen wir in Deutschland vor einer großen politischen Herausforderung. Durch den Rechtsruck in ganz Europa wird unsere Demokratie angegriffen.
Angesichts dieser Themenpunkte stellt sich Frage: Vernebeln wir uns durch soziale Netzwerke kollektiv die Realität?
Das Projekt Digital mess von Frida Höft zeigt genau dieses Spannungsfeld. Unaufhörlich laufen TikTok-Videos aus ihrem persönlichen Browsing-Verlauf und vermischen sich mit den darüber liegenden aktuellen politischen Artikeln deutscher Zeitungen. Die Videos können verzerrt und fragmentiert werden, um die Wirkung des Digital mess zu verstärken. Als Kontrast zu den schnellen Bildabfolgen wird bei den Zeitungsartikeln bewusst auf die Schriftform gesetzt. Für die Lesenden wird es fast unmöglich, reale Themen klar zu erfassen und nachhaltig zu verinnerlichen.
Vielleicht lassen wir uns doch lieber ins Digital mess ziehen?
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