Ermittlungen im Untergrund
Projekt
, Bachelor
Eine räumliche Installation aus Videoscreenings und großformatigen Drucken. Eine Vielzahl von Öffnungen und Schächten, die mit Kanaldeckeln verschlossen sind, sind sichtbare Hinweise auf das unterirdische (und daher unsichtbare) System der Kanalisation in der urbanen Landschaft. Der Kanaldeckel ist somit gleichzeitig eine Schnittstelle zwischen zwei Welten — zwischen oben und unten. Zwischen dem Alltäglichen und dessen grundlegenden Infrastruktur. Er markiert den Moment des Übergangs, die Möglichkeit eines Seitenwechsels und damit vielleicht auch eines Perspektivwechsels. Ermittlungen im Untergrund erkundet auf assoziative Weise die Parallelen und Schnittstellen der beiden Systeme — über und unter der Oberfläche. Darüber hinaus stellt es die Frage nach der Relevanz scheinbar beiläufig gestalteter Objekte. Durch die Unsichtbarkeit des Systems gibt es im Alltag nur wenige Berührungspunkte. Sichtbar wird es vor allem dann, wenn Probleme auftreten und eine Auseinandersetzung stattfindet. Welche Themen erhalten unsere Aufmerksamkeit, und warum wollen wir manche Dinge nicht (sehen)?
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