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Grid Mondrian

Projekt

Responsive Design trifft auf Piet Mondrian: Raster sorgen für Ordnung und Harmonie in der Gestaltung. Sie können aber auch dynamisch genutzt werden. Die Interaktion von Farbflächen, Textboxen und Weißraum, gleichmäßig oder unregelmäßig platziert, baut Spannung auf. Schwarz umrandete Textboxen beziehen sich auf die schwarzen Linien in Mondrians Flächenkompositionen. Mit Schrift gefüllt, ergeben sich schnell konsumierbare, kurze Leseabschnitte. Die Texte sind auf wesentliche Aussagen oder wichtige Zitate reduziert. So sind sie schnell zu erfassen und werden der kürzeren Aufmerksamkeitsspanne im Web gerecht. Das Layout ist flexibel: Beim Vergrößern und Verkleinern des Browserfensters ordnen sich die Flächen und Textboxen immer wieder neu an. In der Gestaltung werden nicht nur die Primärfarben Gelb, Rot und Blau, sondern auch ausschließlich rechteckige Flächen verwendet. Die gesamte Gestaltung setzt auf Abstraktion und Einfachheit: Klare Formen, Farben und große Schrift. Ein gewisser Zufall sorgt für ein wenig Chaos: das flexible Design ist nicht komplett kontrollierbar.

In der Printpublikation wird sichtbar, dass sich das responsive Design nicht einfach auf die gedruckten Seiten übertragen lässt. Die umrandeten Textboxen weichen schmaleren Kolumnen, die sich auch in einem flexiblen Raster anordnen. Unterschiedliche Schriftgrößen und Textanordnungen unterstreichen das flexible Gestaltungskonzept – auch im statischen Print.

«It is safe to say that no form within the whole of modern aesthetic production has sustained itself so relentlessly while at the same time being so impervious to change. It is not just the sheer number of careers that have been devoted to the exploration of the grid that is impressive, but the fact that exploration could never have chosen less fertile ground. As the experience of Mondrian amply demonstrates, development is precisely what the grid resists. It is what art looks like when it turns its back on nature.»[^Krauss, Rosalind. “Grids.” In The Originality of the Avant-Garde and Other Modernist Myths. Cambridge, MA: MIT Press, 1985.]