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Satire und Grafik

Projekt

, Master

Schreiben ist Design. Humor ist Kommunikation und Grafikdesign ist auch immer visuelle Übersetzung politischer und gesellschaftlicher Sachverhalte.

Text ist nicht nur Inhalt, sondern auch Idee, Form, Rhythmus und Komposition.

Diese Arbeit untersucht die Schnittstelle von Satire und Grafikdesign: ihre Wechselbeziehung, ihre ästhetischen Prinzipien und im Besonderen die Rolle weiblicher Perspektiven in der Satire. 
 
Visualisiere ich einen Text oder verbalisiere ich ein Bild? Wie funktioniert das Timing und die typografische Hierarchie einer visuellen Pointe? Und welche gestalterische Reduktion braucht eine Pointe, um zu gelingen? 

Dazu werden auch die humoristischen Ästhetiken von Künstler:innen wie Klaus Staeck und Barbara Kruger, aber auch Bewegungen wie die Guerilla Girls und das Aufkommen des Internet Ugly untersucht. 

Das Buch Ridendo formare verum (Im Lachen die Wahrheit gestalten) versammelt eigene humoristische Grafiken: Collagen, Illustrationen, Infografiken, Memes und Wortkunst. Sie zeigt, wie Sprache und Bild sich gegenseitig verstärken können – und wie Satire dabei als gestalterische Praxis funktioniert. 

Abschließend lädt die Arbeit Kommunikationsdesigner:innen ein, konzeptionelles und kreatives Schreiben als Werkzeug für ihre Gestaltungspraxis zu nutzen. Denn Satire und Humor sind Übersetzung – sie wollen entschlüsseln, unterhalten und aufdecken. Satire übersetzt das Komplizierte ins Einfache. Das Schmerzhafte ins Erträgliche. Humor vermittelt auf der emotionalen Ebene und gilt deshalb nicht nur in dieser Arbeit als fester Bestandteil des zeitgenössischen Kommunikationsdesign.