Streiten verbindet
Projekt
Nele Ewert beobachtet in der Gesellschaft und in ihr selbst eine immer geringer werdende Bereitschaft, mit Menschen zu diskutieren, dessen Meinung von ihrer abweicht. Diese geringer werdende Kommunikation zwischen politischen Positionen befeuert eine zuspitzende Polarisierung in der Gesellschaft. Steven Levitsky und Daniel Ziblatt beobachten in ihrem Buch Wie Demokratien sterben: «Wenn die Zusammenbrüche von Demokratien in der Geschichte uns eines lehren, dann, dass extreme Polarisierung für Demokratien tödlich sein kann.»[^Levitsky, Steven, and Daniel Ziblatt. Wie Demokratien sterben. Translated by Andreas Wirthensohn. Munich: DVA, 2018] Um dem entgegenzuwirken, ist es essentiell, mehr demokratischen Meinungspluralismus und Diskussionen zuzulassen sowie emphatisch mit anderen Meinungen und Lebenssituationen umzugehen. Dabei ist zu beachten, dass dies nicht grenzenlos passieren muss oder sollte.
Die Plakatreihe Streiten verbindet ist ein Plädoyer dafür, Streitkultur zu fördern, Uneinigkeit zu normalisieren und die Nähe von andersdenkenden Menschen zu suchen.
Autor:in(en):
Kurs: