The Society of the Spectacle
Projekt
Mit ihrer Plakatserie möchte Sophie Bohne auf den französischen Philosophen Guy Debord aufmerksam machen. Obwohl sein gesellschafts- und medienkritisches Werk Die Gesellschaft des Spektakels schon 1967 erschien, ist es heute aktueller denn je. Die gesellschaftlichen Probleme, die Debord kritisiert, lesen sich wie Beschreibungen unserer Zeit — unseres ständigen Vernetztseins und Konsumierens von Eindrücken. «Das ganze Leben der Gesellschaften, in welchen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Sammlung von Spektakeln. Alles, was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine Vorstellung entwichen.» Das Spektakel sind die Massenmedien, die uns die Welt erklären und den Eindruck einer über Raum und Zeit hinweg verbundenen Gesellschaft schaffen. Das reale Leben wird durch eine gefährliche Simulation ersetzt, in der Authentizität verdrängt wird. Im Spektakel hat die Wirtschaft sich verselbstständigt und durch generierte Bilder und Ideen wird eine Vorstellung verkauft. Auf der Suche nach Erfüllung durch Konsum von Bildern, Ideen, Waren, ist die Interaktion mit dem Spektakel, die Aufmerksamkeit selbst zur Ware geworden. Mit ihrer Arbeit möchte sie unser Bewusstsein für unsere Teilnahme am Spektakel schärfen — durch unser permanentes Instagram-Scrollen oder unserem ‹ein Youtube-Video nach dem anderen Ansehen›. Denn das Spektakel verändert aktiv unsere Wahrnehmung, Interaktion und Entscheidung.
Autor:in(en):
Kurs:
Supervision:
Programm/Technik:
After effects, Illustrator, Indesign, Photoshop
Genre:
Plakat, Bewegt