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| Titel | Bilder | Text | Autor*in | Kurs | Ausstellung | Supervision |
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| ~ Experiments in (In)Visibility Design |
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Experiments in_visibility ist eine Bachelorarbeit, die untersucht, wie Grafikdesign für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglicher gestaltet werden kann. Grafikdesign basiert stark auf dem Sehsinn, wodurch Menschen mit Sehbehinderungen von dieser Erfahrung ausgeschlossen sind. Dies gilt insbesondere für die abstrakteren und schwerer erklärbaren Aspekte des Designs im Vergleich zu textbasierten Informationen. Durch die Integration taktiler Muster neben visuellen Elementen erhalten sehbehinderte und blinde Menschen die Möglichkeit, sich auf ihre eigene Weise mit Design auseinanderzusetzen, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. |
Autor*in Jana Konrad |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Simon Thiefes Prof. Heike Grebin |
| Call Me #8 | |
Als Grafikdesigner:innen beschäftigen wir uns immer wieder mit Themen, die uns bewegen, suchen den Austausch mit Gleichgesinnten, wollen Netzwerke knüpfen oder eigene Plattformen aufbauen. Dafür gilt es, Räume zu schaffen und die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit zu gewinnen. Als angehende Kulturproduzent:innen braucht ihr also ein praxisnahes Skillset – Fähigkeiten, die ihr euch bei der Entwicklung und Umsetzung der Call Me erarbeiten könnt. Die Call Me ist ein besonderes Ausstellungformat, in dem die Absolvent:innen des Studiengangs Kommunikationsdesign ihre Bachelor- und Masterabschlussarbeiten präsentieren – stets zu Beginn des Sommersemesters. Unter welchen Aspekten möchtet ihr den Übergang vom Studium in die berufliche Praxis beleuchten? Wie gestaltet ihr die räumliche Wirkung? Welches Programm könnte die Ausstellung ergänzen? Wie stark bezieht ihr die Aussteller:innen in den Prozess ein? Durch die Organisation der Ausstellung habt ihr die Möglichkeit, in die Hamburger Kulturpolitik einzutauchen. Ihr werdet euch mit dem Kuratieren eines Rahmenprogramms, dem Schreiben von Ausstellungstexten und den Feinheiten der Öffentlichkeitsarbeit beschäftigen. Dazu laden wir Expert:innen ein, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit uns teilen. Und das diesjährige Erscheinungsbild wird selbstverständlich von euch gestaltet! |
Autor*in Carlotta Brodesser Louise Madeleine Fabian Fam-Catherine Löber Antje Loka Lidia Margiciok Leonie Sannemüller |
Kurse Call Me |
Ausstellungen Call Me #8 |
Supervision Sina Gösele Prof. Heike Grebin |
| 16 Wochen bis zur Abgabe |
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16 Wochen bis zur Abgabe dokumentiert den Prozess der Web Realisierung. Diese Website dokumentiert die wöchentliche Recherche, Entwicklung der unterschiedlichen Denkrichtungen, Entwürfe und Gestaltungen, die am Anfang des Kurses bis zur Abgabe Woche entstanden sind. Der Fokus liegt darauf, den Prozess zu zeigen und wie dynamisch sich die Entwürfe im Laufe der Zeit entwickelten. |
Autor*in Shaghayegh Galeshialiabadi |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision |
| 20 Fuß über dem Meer |
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Ein Buch, das dem Wesen des Frachtcontainers auf den Grund geht. Die recherchierten Beiträge stellen den Container und seine Auswirkungen auf Logistik und Weltwirtschaft ausführlich vor. Ziel der Arbeit ist es, den vielseitigen Inhalt entsprechend vielgestaltig und anschaulich zu erklären. Ein besonderer Augenmerk liegt hierbei auf den zahlreichen Informationsgrafiken. Die Gestaltung folgt einem funktionalen Konzept, das sich auf die elementaren Eigenschaften des Containers beruft. |
Autor*in Ulla Oberdörffer |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Stefan Stefanescu |
| 100-B-aG-BI-H |
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Wer eine Behinderung hat, kann einen Antrag auf einen Behindertenausweis beim Versorgungsamt stellen. Das vermeintliche Ausmaß der Behinderung wird von einer Zahl auf einer Skala von 10 bis 100 eingestuft und ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 liegt laut Gesetz eine Schwerbehinderung vor und ein Schwerbehindertenausweis wird ausgestellt. Auf die grün-rosa Karte werden zusätzlich zum Grad der Behinderung bis zu sieben verschiedene Merkzeichen, wie zum Beispiel G für Gehbehindert, BI für Blindheit oder absurderweise auch H für hilflos gedruckt. Natürlich ist es richtig, Menschen mit Behinderung besondere Leistungen, wie Steuerentlastungen und verschiedene Vergünstigungen, zu gewähren, aber braucht es dazu einen Ausweis, der ihre vermeintlichen Schwächen beweist? Statt einen Menschen als „hilflos“ zu stigmatisieren, könnte man auch einfach die Leistungen definieren, die diesem zusteht. „Behinderung“ ist etwas Soziales und Gesellschaftliches. Behindert wird man von Barrieren, Gesetzen, von Diskriminierung, Stigmatisierung und Ableismus. Die allermeisten behinderten Menschen verstehen das Wort nicht als beleidigend, sondern als passend. Die Existenz des Schwerbehindertenausweises zeigt jedoch, wie wenig Verständnis unsere Gesellschaft für unterschiedliche Bedürfnisse hat und reduziert Betroffene stattdessen auf die vom Staat angehefteten Merkmale. Anstatt sie durch einen Ausweis zu kategorisieren und weiter auszugrenzen, muss die Möglichkeit zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen des öffentlichen Leben ermöglicht werden. |
Autor*in Emely Farnow |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| 100 Posters |
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100 Plakate — 100 Ideen — 100 kreative Prozesse und die Frage: Wie funktioniert das jetzt eigentlich genau mit der Kreativität? Aus einer Unsicherheit heraus, als Designerin möglicherweise nicht gut genug zu sein und den Erwartungen, auf Knopfdruck gute Ideen entwickeln zu können, nicht gerecht zu werden, entstand die Idee zu diesem Projekt. Im Fokus dieser Art experimentellen Ideentrainings standen Produktivität und Schnelligkeit: Jedes Plakat entstand innerhalb eines einzigen Tages, so dass der Reiz darin lag, jeden Tag ein neues weißes Blatt mit neuen Möglichkeiten vor sich zu haben. Inspiriert von Alltagsbeobachtungen entstanden 100, zum Großteil animierte Plakate, die mit Humor auf das Leben schauen. In Form einer digitalen, bewegten Plakatwand sind sie zu sehen auf piaosterloh.com |
Autor*in Pia Osterloh |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Alice Lagaay |
| 100stel Sekunde |
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Veranstaltungsdaten werden mit einer visuellen Interpretation einer bestimmten Musik verbunden. Die Herausforderung bestand neben der technischen Umsetzung darin, das System so flexibel wie nötig, den Wiedererkennungswert aber so groß wie möglich zu halten. Die Informationen wurden mithilfe von basil.js aus einer Tabelle ausgelesen und in InDesign positioniert. Durch einen p5.js-converter wurden die MP3-daten der Songs in JSON-Dateien umgewandelt und für jede 100stel Sekunde wurde die Lautstärke erfasst. Die Veranstaltungsdaten ordnen sich in einem Rahmen an, die grafische Figur ist eine Visualisierung des bekanntesten Liedes der jeweiligen Künstler:in. Je lauter ein Part in dem Musikstück ist, desto größer wird die einzelne Form. Für jede Veranstaltung entsteht ein einzigartiges Plakat. |
Autor*in Friderike Höft |
Kurse Ordnung des Wissens |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| 10,39 t |
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Jeder Deutsche verursacht durchschnittlich 10.39 Tonnen Kohlendioxid im Jahr durch Konsum, Energie, Mobilität und Ernährung. Im Dezember 2015 unterschrieben 196 Staaten das Pariser Klimaabkommen: Ein Abkommen über die Einhaltung gemeinsamer Klimaziele: Die Erderwärmung soll auf 2° begrenzt werden. In Zahlen sieht das wie folgt aus: Der Pro-Kopf-Ausstoß von Kohlendioxid muss bis zum Jahre 2030 auf 4,2 Tonnen pro Jahr gesenkt werden; und bis zum Jahre 2050 dürfen es nur noch 1,34 Tonnen sein. Lasst uns das bewusst machen. |
Autor*in Melanie Schwarz |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| 2654 Jahre |
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Das Projekt 2654 Jahre befasst sich mit der Sichtbarkeit von lesbischer Liebe und Frauen. Frauenliebende Frauen erhalten auch im Jahr 2024 noch keine ausreichende Aufmerksamkeit. Die Geschichte Homosexueller wird häufig mit Fokus auf den Kampf und die Rechte von Schwulen erzählt. So steht das Projekt sowohl in einem feministischen Moment als auch für Sichtbarkeit in der eigenen Community. Das Farbspektrum, welches rosa und pink umfasst, steht hier neben der Auflösung einer negativ weiblichen Konnotation, auch für die Flagge der lesbischen Bewegung. Eine weitere Darstellungsform entsteht über Glitzer. In der LGBTQIA+ Community wird Glitzer oft als Ausdrucksmittel genutzt. Auch bei unterschiedlichen Protesten findet Glitzer immer wieder Einzug. Im Kontext von dem Weiblichen im Allgemeinen hat Glitzer, ebenso wie rosa oder pink, eine negative Konnotation und wird nicht als Protestmittel wahrgenommen, sondern eher verharmlost. Um mit dieser Zuschreibung zu brechen und den Protest weiter fortzusetzen, wird in der Arbeit 2654 Jahre Glitzer als stilistisches Mittel genutzt und so Aufmerksamkeit auf die Problematik gelegt. Neben den Protestslogans werden 2654 Jahre abgebildet. Diese spielen an auf eine neue „Zeitrechnung”. Ca. 630 v. Chr. stand die antike griechische Dichterin Sappho am Beginn der lesbischen Sichtbarkeit. Über die Jahrtausende einer männlich dominierten Geschichtsschreibung, wurden jedoch FLINTA* Personen immer wieder aus dieser herausgeschrieben und fanden keine Beachtung. So zeigt die letzte Animation die Jahreszahl nach einer sapphischen Geschichtsschreibung. |
Autor*in Lara Kranich |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| A/B Manifesto |
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Im Jahre 2009 veröffentlichen die Hochschullehrer und Designer Anthony Dunne und Fiona Raby mit A/B das erste Manifest des Critical Designs. In einer simplen Tabelle stellen sie zwei unterschiedliche Perspektiven der Designpraxis gegenüber. In der (a) Spalte finden sich Begriffe wie Benutzerfreundlichkeit, Ergonomie und Konsument, die eng mit dem industriell dominierten Designverständnis verbunden werden. In der zweiten Spalte stellen Dunne & Raby Antithesen wie Ethik, Rhetorik und Bürger auf. (b) soll (a) keines Falls ersetzen, sondern einfach eine andere Dimension aufzeigen, welche diskutiert und verglichen werden kann. Mit diesen Gegensatzpaaren umreißen die beiden Autor:innen in äußerst reduzierter Form ein gestalterisches Programm, in dem Design nicht mehr bloß dazu dient, Produkte sexy, konsumierbar und benutzerfreundlich zu machen. Sondern viel mehr wird es zu einem kritischen Medium, in dem technologische, politische und soziale Entwicklungen thematisiert und reflektiert werden. Innerhalb der Plakatserie wird die Diskussion bzw. das Gespräch von Postion (a) mit Postion (b) dargestellt. |
Autor*in Laura Küchenthal |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| A Bit of a Grid |
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Quelle zur Inspiration war für die Gruppe das wegweisende Poster von April Greiman, welches in der Ausstellung The F*Word im MK&G Hamburg zu sehen war. Daraus entwickelte sich das Thema Raster und Bitmap, wozu die Studierenden forschten. In ihrer Druckpublikation und auf der Webseite sind ihre Untersuchungen, Erkenntnisse und der konzipierte Workshop dokumentiert. Das umschlagende Plakat entstand in einem kollektiven Entwurfsprozess und bezieht sich auf Greimans lebensgroßes Poster für das Design Quarterly in 1987. |
Autor*in Alena Grönwoldt Cortes Valeria Mendez Moreno Schima Köchermann Jan Michaelsen |
Kurse Annoying Toolkit |
Ausstellungen Exhibitions The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lukas Siemoneit Lea Sievertsen |
| A Study of Motion and Motivation |
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Diese Posterserie untersucht die Möglichkeiten kinetischer Typografie. Wie kann Bewegung eine Botschaft verstärken? Außerdem werden die Auswirkungen des Leistungsdrucks auf die eigene Motivation untersucht. Die Ergebnisse sind grafische Experimente und als Momentaufnahmen zu verstehen. Sie gehen der Frage nach, in welchem Spannungsverhältnis Zeit- und Leistungsdruck, Motivation und Kreativität zueinander stehen. Denn in unserer Welt ist ein gewisser Leistungsdruck allgegenwärtig. Er ist in vielen verschiedenen Lebensbereichen zu finden. Fast jede:r von uns hat schon mal den psychischen Druck gespürt, zu hohe Anforderungen erfüllen zu müssen. Leistungsdruck entsteht oft dadurch, dass wir uns ständig mit anderen vergleichen. Wir haben immer das Gefühl, dass wir besser sein müssen als die Menschen um uns herum. Und selbst wenn wir zu den ‹Besten› gehören, haben wir Angst, diese Position wieder zu verlieren. Mit der Motivation verhält sich das oft anders. Einige Leute können unter Druck viel effektiver arbeiten, andere kommen mit dem Druck nicht zurecht, sie werden unsicher und ihre Motivation geht verloren. Es ist wie eine Abwärtsspirale: Je mehr Druck, desto weniger Motivation. Je mehr Druck, desto mehr Selbstzweifel. Es ist ein gesellschaftlicher Irrtum, dass extremer Druck alle antreibt und voranbringt. Unter Druck entstehen Diamanten. Allerdings nur sehr, sehr selten — viel häufiger erzeugt Druck Hühneraugen oder Hämorriden. |
Autor*in Justice Hirsch |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| A Theory of Justice |
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Stell dir vor, du wüsstest nichts über deine körperlichen und geistigen Eigenschaften, deinen Stand in der Gesellschaft und deinen materiellen Besitz. Alle Eigenschaften, die dich von anderen Menschen unterscheiden, wären verschleiert. Wie würde aus dieser Perspektive eine gerechte Gesellschaft in unserer heutigen Welt aussehen? In seinem bekanntesten Werk A theory of justice nutzt der amerikanische Philosoph John Rawls dieses Gedankenexperiment, um seine Gerechtigkeitstheorie darzustellen. Freie und vernünftige Menschen vereinbaren in einem Zustand der totalen Gleichheit einen Gesellschaftsvertrag über die Grundsätze des Zusammenlebens. Dieser Gesellschaftsvertrag wird hinter einem ‹Schleier des Nichtwissens› (veil of ignorance) geschlossen, in dem niemand seine Stellung in der Gesellschaft, seine Klasse oder seinen Status kennt. Privilegien wie Geld, Macht, Intelligenz, Persönlichkeit, Moralvorstellung usw. sollen hinter dem Schleier des Nichtwissens vollkommen ausgeblendet werden. Dabei handelt es sich um ein rein theoretisches Konstrukt, das verhindern soll, dass Menschen durch Zufälle benachteiligt werden. In diesem Zustand völliger Gleichheit wäre niemand in der Lage, Gesetze vorzuschlagen, die ihn als Individuum bevorzugen. In diesem Urzustand hinter dem Schleier des Nichtwissens sieht Rawls den notwendigen Ausgangspunkt für die Festlegung von Gerechtigkeitsprinzipien. |
Autor*in Simon Bode |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Access to Books |
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Das Projekt Access to books setzt sich mit der Zugänglichkeit von Büchern auseinander. Es geht einerseits um das Bemühen, Bücher für Leser:innen möglichst einfach und kostengünstig zur Verfügung zu stellen und andererseits darum, Websites als ein Tool zu verstehen, das gerade diesen Zugang ermöglicht.
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Autor*in Johann König |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes Jan Vincent Dufke |
| Akira |
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Was ist Akira? ...fragen sich viele, nachdem sie den japanischen Animationsfilm von 1988 gesehen haben, die Verfilmung des gleichnamigen Mangas von Otomo Katsuhiro. Diese Frage liegt auch der Plakatserie zugrunde, die sich mit der Symbolik Akiras beschäftigt, nicht nur als Phänomen des Kults selbst, sondern auch mit der kulturellen Relevanz des Films. |
Autor*in Marcel Kwapich |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Dorothée Schraudner |
| Akte Humboldt |
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Das vorliegende Buch widmet sich den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt. Insbesondere Alexander gelang es, einen komplexen Wissensschatz an zukünftige Generationen weiterzugeben. In Anlehnung an seine Arbeit des Systematisierens und Archivierens orientiert sich die Gestaltung des Katalogs an Akten und Formulare. Der Inhalt des Katalogs ist klar strukturiert. Die Kapitel sind durch farbige Seiten getrennt. Die verwendeten Pastelltönen erinnern an Aktendeckel, die im Laufe der Jahre verblasst sind. Die klare Form wird durch bewusst platzierte Kommentare und Markierungen aufgebrochen. Neues Wissen wird schon vorhandenem Wissen hinzugefügt. Auf diese Weise werden Untersuchungen, Ergebnisse und Erkenntnisse gesammelt, die bis heute relevant ist. |
Autor*in Fritzie Hahm |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Algorithmische Programme |
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Zwei Hefte, die die Recherche zur parametrischen Gestaltung festhalten. Das erste Heft bietet einen historischen Überblick, das zweite einen Ansatz für eine gestalterische Anleitung — einen ‹Designlösungsprozess-Algorithmus›. Die Hefte befassen sich mit der Geschichte und der Bedeutung von parametrischer Gestaltung in Kunst und Design, von Armin Hofmann über die frühe Computerkunst bis heute, und deren praktischen Nutzen für den Gestaltungsprozess — vom Konzept über den Entwurf bis zum Ergebnis. |
Autor*in Jens Schnitzler |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Alienation |
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Seit vor wenigen Jahren erste Anzeichen von flüssigem Wasser auf dem Mars entdeckt wurden, beschäftigen wir uns mit der Frage, ob es möglich ist, die Menschheit auf den roten Planeten umzusiedeln. Doch wie steht es um die Zukunft unserer Erde? Mit einer Wassermenge von 1,386 Milliarden km3, einer Distanz von 149.600.000 km zur Sonne und einer Durchschnittstemperatur von etwa 15°C bietet der blaue Planet immer noch unsere besten Überlebenschancen. Hierher sollten wir unsere Energie zuerst lenken. |
Autor*in Julia Liese |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Dorothée Schraudner |
| All Inclusive |
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unter palmen |
Autor*in Maria Pätzold |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Allesraum |
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Gibt es Raum für alle? Gibt es Raum für niemanden? Wir nehmen ihn uns, wir gründen, wir reißen ab, wir bauen neu, wir nutzen um. Ob für uns oder für andere. Wir schaffen unsere eigene Insel inmitten vom Strom des bisher als fertig bestimmtem. Wir entfalten uns und schaffen eine neue Art von Leben, immer im Dialog mit dem was war und dem was noch sein wird. Der Allesraum verfügt über genug Platz und Entfaltungsraum für alle und somit für eine neue, eigenbestimmte Art zu leben. Es gibt in unseren modernen und ausgebreiteten Städten viel Raum der immer noch ungenutzt bleibt und viel Möglichkeit in sich birgt, um kreativ von Menschen genutzt zu werden um kleine Inseln zu schaffen, sowohl Künstlerisch als auch politisch. Diese Inseln können mitten zwischen uns existieren und sind für alle Menschen frei. |
Autor*in Lorenz Wendt |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Alone. Self Experimentation |
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Jedem Menschen sind Momente des Alleinseins bekannt. Der Begriff kennt viele Gesichter. Einerseits ist es der Aussteiger, der aus seinem Alltag flüchtet, weil er sich nach Stille sehnt, oder die alleinstehende Seniorin, die Strategien entwickelt, um die Zeit, die sie alleine hat, zu füllen. Um herauszufinden, wie die Studentin mit dem Alleinsein im Alltag lebt und fühlt, verfolgt sie eine Woche lang ihre Empfindungen – jeden Tag, alle paar Stunden. Sie untersucht, in welchen Situationen und wie oft sie sich im Alltag einsam fühlt und wann sie den Drang verspürt, allein sein zu wollen. |
Autor*in Andrea Jokic |
Kurse I Am a Museum of No Particular Type |
Ausstellungen |
Supervision Björn Jeske Tim Rausch |
| Aluhut weg, Verstand her |
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In Zeiten schneller Informationsverbreitung nimmt der Glaube an Verschwörungstheorien zu. ‹Aluhutträger› lehnen offizielle Informationen ab und glauben an extreme, unbegründete Erklärungen. Schon vor 1933 wurden Litfaßsäulen zur Verbreitung politischer Ideen genutzt; die Nazis machten sie zum Propagandainstrument. Heute verbreiten sich Desinformation und Verschwörungstheorien durch soziale Medien schneller und schüren Hass. Sie gefährden Demokratie und Zusammenhalt. Kritisches Denken ist wichtig, doch sollte man sich an Fakten und Wissenschaft halten und nicht alles glauben, was im Netz kursiert. |
Autor*in Nele Heinsohn |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Amalia Pipeline |
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Seit sie Design studiert, hat die Studentin eine Menge Fotos von zufälligen Dingen gemacht, die sie inspirierend, bedeutsam, lustig oder interessant findet. Im Laufe der Zeit hat sie begonnen, sich zu fragen, wie sie die Bilder so ordnen kann, wie sie sie sieht und versteht. Diese Website mag wie ein zufälliges Labyrinth aussehen, aber sie zeigt, wie das Gehirn der Studentin jedes Bild in Kategorien einordnet und miteinander verbindet. Sie lädt alle zu ihrer Gehirn-Pipeline ein. |
Autor*in Amalia Gärtner |
Kurse I Am a Museum of No Particular Type |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| Analog Digital |
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Die Forschung der Studentinnen beginnt mit der Schnittstelle zwischen dem Analogen und Digitalen. Inspiriert durch die Arbeiten von Paula Troxler, Rebecca Stephany und den Zines in der F*Word Ausstellung im MK&G, wählen sie den Scanner als Tool, welches sie untersuchen wollen. Das sehr einfach zugängliche Reproduktionswerkzeug möchten sie zweckentfremdet einsetzen, Gegenstände abstrahieren, Schrift dekonstruieren und Glitch und Zufälle willkommen heißen. Sie beschäftigen sich mit der Geschichte der Zines und stoßen dabei auf Punk-Fanzines von prägenden feministischen Bands, wie Riot Grrrls und Bikini Kill. Nach einem Workshop und weiteren Experimenten mit unterschiedlichen Scan-Methoden spielen sie mit dem entstandenen Material im Digitalen weiter. |
Autor*in Salya Fink Jana Konrad Lotte Lange Marike Sauvant |
Kurse Annoying Toolkit |
Ausstellungen The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen Lukas Siemoneit |
| Analoge Kinetische Typografie |
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Angestiftet von den Arbeiten der Grafikdesignerin Ariane Spanier, welche die Gruppe in der Ausstellung The F*Word im MK&G entdeckte, experimentierten die Studentinnen mit analog bewegter Typografie. Sie beschäftigten sich mit den geschichtlichen Hintergründen und fanden analoge kinetische Typografie in vielen verschiedensten Bereichen — Schattenspiele von Bronzelettern an Denkmälern oder Flaggen mit Schrift, die im Wind wehen. Ihre Experimente, das Workshop-Konzept und analog sowie digitale Animation veröffentlichten die Studentinnen in ihrer Publikation und der Webseite. |
Autor*in Karin Krech Zoe Rygus Enka Springub Kaja Wetzel |
Kurse Annoying Toolkit |
Ausstellungen The F*Room |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen |
| And a Reader |
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«Das Lesen mag in dem Moment aufhören, wenn man die gesamte Struktur des Buches verstanden hat.» (Ulises Carrión, 1975) Im Projekt And a reader wird der Begriff des Überblicks aus mehreren Perspektiven beleuchtet und gestalterisch verhandelt. Während die Website es ermöglicht, gleichzeitig mehrere Inhaltsebenen zu betrachten und zu lesen, hat die gedruckte Sammlung einen linearen Aufbau. Beide Medien umfassen die gleichen Inhalte. Die betrachtende Person entscheidet selbst, wie weit sie sowohl im Raum des Buches als auch im Raum des Internets gehen möchte. Ab wann haben wir das Gefühl, genug gesehen zu haben? Wann haben wir überblickt, was wir sehen? Muss das überhaupt als Ziel gelten? |
Autor*in Niklas Schönemann |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes Jan Vincent Dufke |
| Arbitrarius |
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Die Verbindung von Lautbild und Bedeutung eines sprachlichen Zeichens ist beliebig, so Ferdinand de Saussure. Angelehnt an diese These stellt die interaktive Installation die Frage nach dem Zusammenhang von Form und Inhalt — und vor allem deren individuelle Deutung: Der Computer bittet die Proband:innen, ihre Namen in die Tastatur zu tippen, um dann die Formen der einzelnen Buchstaben aufzulösen und virtuos zu verändern, bis schließlich nur noch zwei deren wirkliche Bedeutung kennen: der Mensch und der Computer. |
Autor*in Sofia Star |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Arme Reiche |
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Ob Bezos oder Musk, ob Zeitungsverlag oder Waffenhersteller: Reiche und Konzerne müssen sich nicht für die Machenschaften rechtfertigen, mit denen sie ihr Vermögen aufgebaut haben. Im Gegenteil: Sie werden respektiert und als Vorbild gefeiert. Sie verkörpern eine heuchlerische neoliberale Ideologie, die behauptet, dass die Arbeitsleistung darüber entscheidet, wo mensch in dieser Gesellschaft steht. Doch Reichtum kann nur durch Armut existieren. Der kleine Teil der Menschen der Welt, der nur von seinem Besitz lebt, baut eben diesen Besitz auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung auf. Wir erarbeiten den Mehrwert, den sie sich aneignen – wir erarbeiten ihn in ihren Fabriken, ihren Wohnungen, ihren Supermärkten, in ihren Agenturen. Die Besitzenden, die Reichen, die Bonzen, handeln nicht aus Boshaftigkeit, sie vertreten schlicht ihre Klasseninteressen. Die logische Konsequenz daraus ist: Immer größer werdender Reichtum neben immer größerer Armut und eine völlig ausgehöhlte Demokratie. Erst in einer klassenlosen Gesellschaft, in der der Besitz demokratisiert ist, kann ein gutes Leben für alle garantiert werden. «Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an. Da sagt der Arme bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.» — Bertolt Brecht [^Brecht, Bertholt. Hauspostille. Berlin: Propyläen Verlag, 1927] |
Autor*in Flo Büchel |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Aroc Nerhek |
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Dieser Katalog zeigt die Arbeit der fiktiven Künstlerin Aroc Nerhek. In drei Serien zum Thema System & Individuum testet die Künstlerin die Grenzen des von ihr geschaffenen Systems aus. Was ist systematisch und wann beginnt das Chaos? Neben diesen Überlegungen, die in abstrakten Skulpturen und Collagen sichtbar werden, spielt das Projekt auch mit der Frage, ob etwas Kunst ist, wenn sie glaubhaft präsentiert wird. |
Autor*in Cora Kehren |
Kurse Stil System Methoden 2.0 |
Ausstellungen System trifft Utopie |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Associations on John Cage |
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Was steckt dahinter, wenn John Cage ein Musikstück schreibt, in dem kein einziger Ton enthalten ist? Welche Assoziationsräume eröffnen sich in einem Vortrag, der von sich behauptet, inhaltslos zu sein? Unter der Stille oder dem Nichts versteht Cage keinesfalls eine vollkommene Leere oder Abwesenheit der Dinge, sondern vielmehr eine Möglichkeit, die Umgebung — ihre Struktur, aber auch ihre Zufälligkeit — neu wahrzunehmen. Texte von John Cage werden innerhalb eines (Kompositions-)Systems positioniert. Die Simultanität der Texte löst sich immer wieder auf und ermöglicht Blicke hinter das vermeintlich Vordergründige. |
Autor*in Milena Bolland |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Auf die Plätze, unfertig, los! |
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Warum werden gestalterische Projekte und Ideen von Kreativen im Studium oder im Beruf oft nicht weitergedacht oder sogar ganz verworfen? Die häufigsten Gründe hierfür scheinen Zeitdruck, mangelnde Kenntnisse in Fachbereichen/Tools und Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb von Gruppen zu sein. Die Studentinnen haben sich diesen Faktoren bewusst abseits des Grafikdesigns ausgesetzt. So haben sie sich zum Beispiel gefragt: Was passiert, wenn man versucht, einen komplizierten Origami Schwan ohne Anleitung zu falten? Ist das unvollendete und unperfekte Ergebnis nicht vielleicht sogar spannender und interessanter als ein perfekter Schwan? Die ‹unfertigen› Objekte inspirieren mit unerwarteten, kuriosen Formen und Farben und bieten spannende Gestaltungsansätze, die sich zurück ins Grafikdesign übertragen lassen. Entstanden sind drei experimentelle Plakatreihen, die zeigen, wie schöpferisch Unvollendung sein kann. |
Autor*in Katharina Wanke Barbara Fröhlich Elisabeth Werdermann |
Kurse No Human Is an Island |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge |
| Aura |
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Aura generiert und visualisiert emotionale Grafiken basierend auf aktuellen Wetterdaten. Aus einer aktuellen Wetterdatenbank werden die vier verschiedenen Wetterdaten abgerufen: Temperatur. Feuchtigkeit. Windgeschwindigkeit. Wolken. Dabei handelt es sich jeweils um zugewiesene Objekte, die abhängig von den Wetterdaten immer kleiner werden. Die Multiplikation schafft neue Farben und einen Eindruck vom aktuellen Wetter. Es soll die ‹Aura› des Wetters vermittelt werden. Die Grafiken sind vom amerikanischen Maler Mark Rothko inspiriert. Er war bekannt für den Abstrakten Expressionismus und ebnete den Weg für die Farbfeldmalerei. Unter Aura versteht man eine Studie zur emotionalen Visualisierung von Wetterdaten. |
Autor*in Paulina Wetzel |
Kurse Ordnung des Wissens |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| AUTO. Ein Bilderbuch zum scrollen |
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Machen Autos überhaupt Sinn? Sie gelten als Inbegriff von Freiheit und sind als Fortbewegungsmittel in den letzten 100 Jahren so selbstverständlich geworden, dass sich die meisten Menschen von ihnen transportieren lassen. In den Städten nehmen sie durch ihre schiere Menge viel Platz ein, sowohl auf den Straßen im laufenden Verkehr als auch parkend am Straßenrand. Ihr Aussehen hat sich verändert von klein und niedlich zu groß und bedrohlich. Manchmal so groß, dass das Einsteigen ohne Hilfsmittel gar nicht möglich ist. Die Website ist als erweiterbares Bilderbuch konzipiert, dass sich durch Scrollen bedienen lässt. Analoge Malereien werden mit Adobe Illustrator ins Digitale übertragen und mit CSS und JavaScript animiert. |
Autor*in Antje Loka |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Back to 1969, But Make it Polish |
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Was passiert, wenn zwei Generationen, zwei Gesellschaften und zwei völlig unterschiedliche politische Realitäten in einer einzigen Bildsprache aufeinandertreffen? Das Projekt Back to 1969, but make it Polish verbindet ikonische Aufnahmen des legendären Woodstock-Festivals von 1969 mit Bildern der ersten fünf polnischen Woodstock-Festivals der 1990er Jahre. So entsteht ein visueller Dialog zwischen zwei historischen Momenten, die sich ästhetisch, kulturell und politisch stark unterscheiden. Woodstock 1969 war Symbol für Freiheit, Protest und den Geist der Hippie-Bewegung. Sechsundzwanzig Jahre später, im Jahr 1995, erlebte das Woodstock Festival in Polen eine Wiedergeburt, die jedoch in einem völlig anderen Kontext stattfand — Nach dem Fall des Kommunismus versammelten sich tausende junge Menschen, die sich mit Themen wie Freiheit und Identität auseinandersetzten — jedoch unter den neuen Bedingungen einer postkommunistischen Gesellschaft. Die Bilder aus 1969, die oft von Idealismus, Zusammengehörigkeit und einem starken Gefühl der Hoffnung auf eine bessere Welt geprägt sind, stehen im Kontrast zu den polnischen Woodstock-Bildern der 90er Jahre, die von einer Generation geprägt sind, die gerade erst die Freiheit entdeckt. Die Collagen werden nicht nur zu einem visuellen Experiment, das zeigt, wie sich die Ideale von Freiheit, Protest und Gemeinschaft im Laufe der Zeit verändert haben, sondern auch zu einer Plattform, um die polnische Musikszene zu erkunden. Das Projekt verbindet die Vergangenheit und Gegenwart der Woodstock-Bewegung. Es wird deutlich, wie sich der Kampf um Freiheit und gesellschaftlichen Wandel je nach Zeit und Ort unterschiedlich gestaltet — und dennoch eine gemeinsame Sehnsucht verbindet. |
Autor*in Lidia Margiciok |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Barockbuch #4 |
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In Auseinandersetzung mit der systematischen Buchgestaltung des 16. und 17. Jahrhunderts und ihren komplexen Verweissystemen entstand ein vielschichtiges Layout für eine fiktive Neugestaltung des Katalogs, der die Ausstellung Barock im Vatikan – Kunst und Kultur im Rom der Päpste (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 2005) begleitete. |
Autor*in Daniel Behrens |
Kurse Baroque Revisited |
Ausstellungen |
Supervision |
| Barockbuch #1 |
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Autor*in Antje Krüger |
Kurse Baroque Revisited |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Barockbuch #2 |
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Autor*in Christina Maria Klein |
Kurse Baroque Revisited |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Barockbuch #5 |
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Autor*in Felix Bonge |
Kurse Baroque Revisited |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Barockbuch #6 |
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Autor*in Lana Bragina |
Kurse Baroque Revisited |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Barockbuch #7 |
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Autor*in Marein Kasiske |
Kurse Baroque Revisited |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Barockbuch #9 |
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Autor*in Michael Beck |
Kurse Baroque Revisited |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Barockbuch #10 |
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Autor*in Sophie Heins |
Kurse Baroque Revisited |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Berlin. Gegensätzliche Gegenwart |
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Die Stadt, die Janna Thaden am besten kennt, Berlin, die ihr schon lange ein Zuhause gibt, scheint sich seit ein paar Jahren städtebaulich und architektonisch schnell zu verändern. Städte können als soziale Organismen begriffen werden, dessen gebaute Zeitschichten sich aufeinander häufen und deren geschichtliche Ereignisse sich materiell ablagern und ablesen lassen. Insbesondere das Stadtbild Berlins ist aufgrund ihrer Historie von früheren Zerstörungen, Modernisierungsschüben und wechselnden Leitbildern in gekennzeichnet. Die dabei einwirkenden Mechanismen liefen dabei meist konträr ab. Auch die aktuelle Entwicklung ist von großem Widerspruch geprägt: Linke Räume werden polizeilich geräumt und aufgelöst, es herrscht großer Bedarf nach bezahlbarem Wohnbau oder Sozialwohnbauten. Zur gleichen Zeit werden vermeintlich historische Gebäude rekonstruiert. Rekonstruktionsprojekte, wie das Berliner Stadtschloss, oder auch Humboldtforum dient hier als prominentes Beispiel. |
Autor*in Janna Thaden |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Aram Bartholl |
| Bewegte Buchstaben |
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Die interaktive Installation Bewegte Buchstaben lädt spielerisch in die Welt der Schriftgestaltung ein. Es ist nicht nur faszinierend zuzusehen, wie die sich stets verändernden Linien Buchstaben und Worte formen, man kann ihren Bewegungslauf auch selbst beeinflussen. |
Autor*in Martin Rosenthal |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Bilder für den politischen Kampf |
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Das Projekt orientiert sich gestalterisch und konzeptionell an der Isotype, der Wiener Methode der Bildstatistik, die von Otto Neurath und Gerd Arntz ab 1925 entwickelt wurde. Isotype ist eine international verständliche Zeichen- und Symbolsprache, die komplexe Inhalte durch einfache grafische Darstellungen für Menschen mit niedrigem Bildungsniveau, zugänglich macht. Sie ermöglicht Einblicke in ökonomische Zusammenhänge und bietet Aufklärung über gesellschaftliche, soziale und politische Umstände. Mit Hilfe des figurativen Konstruktivismus wollten Neurath und Arntz direkt in die Gesellschaft hineinwirken. Besonders Arntz stellte die gesellschaftlichen Zusammenhänge von Kapitalismus und Krieg stets kritisch dar. Inhaltlich hat die Studentin sich in diesem Projekt mit der Notwendigkeit einer solidarischen Arbeiter:innenklasse auseinandergesetzt. Diese beruht auf der Theorie, dass die Kämpfe der Arbeiter:innen global verbunden werden müssen. Sie braucht eine starke lokale Basis, um so international überzugreifen und den Kapitalismus zu zerschlagen. Der Kampf um Befreiung ist international und kann nur gemeinsam, als vereinigte Klasse, bestritten werden. Dafür braucht es nicht nur eine Solidarität auf theoretischer Basis, sondern in einer kämpferischen Praxis auf einer übernationalen Ebene. «Damals war in der Tat noch Hoffnung, dass man die Oberklasse wegfegen würde, und diese Hoffnung lag auf den Arbeitern.»[^Dorn, Anja. Die Gesellschaft der Zeichen: Piktogramme, Lebenszeichen, Emojis. Freiburg: Verlag der Buchhandlung Walther König, 2021.] Er habe ‹Lehrbilder› machen wollen, die die nächsten Aufgaben anzeigten, «Kasernenbesetzung, Fabrikbesetzung und solche Dinge.»[^ebd.], sagte Gerd Arntz 1980 in einem Interview. |
Autor*in Emilia Heeren |
Kurse |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Bildschirmzeit |
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Wie lange sitze ich vor dem Bildschirm? Wie lange benutze ich die Apps der Kategorien Soziale Netzwerke, Produktivität und Kreativität? Vergeht ein Tag am Bildschirm schnell oder langsam? Diese Installation zeigt die persönliche Bildschirmzeit der Autorin. Ein Tag besteht aus drei Kreisen mit drei Farben: Weiß für soziale Netzwerke, Rosa für Produktivität und Blau für Kreativität. Die unregelmäßigen Abstände zwischen den Kreisen beantworten die ‹Wie lange?›. Wenn ein Tag vorbei ist, kommt ein neuer Tag. Der Illusionseffekt der im Loop laufenden Kreise entspricht der Wahrnehmung der Zeit. Der Bildschirm scheint uns zu verschlucken. |
Autor*in Khanh Ha Tong |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Ian Warner |
| Black Helix |
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Black helix ist eine eine assoziative Visualisierung klinischer Depression. Klinische Depressionen werden noch immer häufig tabuisiert oder nicht ernst genommen. Ausdruck dieses Unverständnisses ist auch, dass es kaum klischeebefreite Darstellungen der Krankheit gibt. Durch dieses Projekt soll ein Ansatz gefunden werden, Depressionen visuell Ausdruck zu verleihen, ohne auf generische Darstellungsformen zurückzugreifen. Die Angaben einer Depressionspatientin dienen dabei als Daten, aus denen assoziative Plakate generiert werden, die die Gefühle und Gedankenspiralen der betroffenen Person als auch die Sensibilität des Themas einfangen sollen. |
Autor*in Franzisca Krapp |
Kurse Stil System Methoden 2.0 |
Ausstellungen System trifft Utopie |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Bleibt bewegt |
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”Es bewegt sich alles, Stillstand gibt es nicht.“ forderte der Künstler Jean Tinguely 1959 in seinem Manifest Für Statik. Eine Aufforderung, den Lauf der Dinge anzunehmen und mit der Bewegung des Kosmos mitzuhalten. Durch den Einfluss von Medien und Technologie ist unser Leben zunehmend von Geschwindigkeit geprägt. Für Designer:innen bedeutet das, auf diese Entwicklungen zu reagieren und sie in ihre Entwurfsprozesse mit einzubeziehen. Wie wichtig ist dabei das Verweilen im Augenblick, um uns der Details und Umstände als Gestalter:innen bewusst zu werden, sie zu hinterfragen und aktiv mit- und umzugestalten? Wie setzen und beeinflussen wir Parameter im Sinne eines spannungsvollen Moments? Welche Rolle spielt die Irritation des Raumes, das Gefühl, Zeit zu erfahren, oder das Eintauchen in andere Perspektiven? Indem wir das Gewesene in unsere Experimente miteinbeziehen, kann etwas Neues entstehen. Bleibt bewegt — eine künstlerische Untersuchung von Bewegungsformen und deren Wandelbarkeit, in der Bewegungen unterschiedlicher Art, Geschwindigkeit und Ausdehnung miteinander kombiniert, eine Einheit ergeben. Im Changieren der Mitteltöne und der Interaktion mit Schrift wird die Bewegung in einem spannungsvollen Moment festgehalten und erfahrbar. |
Autor*in Janka Wiesenberg |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Alica Pfister Prof. Heike Grebin Verena Kiesinger |
| Blow Out |
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Das Designprojekt Blow out visualisiert drei Songs, mit denen die Autorin persönliche Momente verbindet. Die digitalen Daten der Songs sprengen die Grafik in Zeitlupe — in Form einer Slow Motion Explosion. Die Betrachter:in kann das Plakat durch Steuerung mit der Maus editieren. So entstehen Linien, an denen ein Pendel entlangläuft, das den Text des Songs zufällig auf dem Plakat verteilt. Die generierten und jeweils einzigartigen Plakate können gespeichert werden. Die Arbeit verbindet klassisches Grafikdesign mit den Prinzipien des Creative Codings. |
Autor*in Kaja Nikolaus |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| building |
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Da die Grenzen zwischen Mensch und Maschine immer mehr verschwimmen, ist <body>building eine Sammlung an Projekten und Ideen, die darauf abzielen, den menschlichen Körper durch Technologie zu überwinden und zu erweitern. Von bionischen Gliedmaßen und Augen über die Entwicklung neuer Sinne bis hin zur Verlängerung der Lebenserwartung — diese Projekte definieren neu was es heißt, Mensch zu sein. Die Projekte sind auf einer virtuellen Fläche angeordnet, einer Body-Surface-Area, die anhand der eigenen Körperoberfläche berechnet wurde. Auf ihr wurden die Projekte entsprechend der jeweiligen Körperteile platziert, mit der Frage im Hintergrund: how could I build my body? |
Autor*in Clara Grass |
Kurse I Am a Museum of No Particular Type |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| Bonus! Go in and Win! |
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Sammeln Sie Punkte? Nein?! Wieso nicht? Wollen Sie etwa nicht von den tollen Prämien, den vielen Vorteilen und Vergünstigungen profitieren? Wollen Sie nicht gesammelt und gespeichert werden? Weiterverkauft für Werbezwecke oder für Analysen benutzt? Wie viel persönliche Informationen würden Sie für einen Rabatt preisgeben? Haben Sie sich schonmal gefragt, ob der Wert der Punkte für Ihre Daten überhaupt angemessen ist? Mit diesem Thema setzt sich die Webseite Bonus(punkt)de auseinander. Einen Monat lang wurden die Einkaufsgewohnheiten verschiedener Konsument:innen betrachtet und mithilfe verschiedener Webseiten, Artikel oder anderer Quellen analysiert, welche Erkenntnisse sich aus der Einkaufsfrequenz, der Einkaufszeiten oder der Auswahl der Produkte ermitteln lassen. Das Ergebnis: Je umfangreicher oder privater der Datensatz wird, desto wertvoller wird dieser für das ermittelnde Unternehmen. Je größer und diverser die Zielgruppen, desto mehr Informationen lassen sich aus diesen Daten entnehmen. Je länger der betrachtete Zeitraum, desto mehr lässt sich über die Liquidität, den Geschmack und quasi die gesamte Persönlichkeit ermitteln — man wird zum gläsernen Menschen. So lassen sich zusätzlich zur generellen Rabattaktion individuelle Werbung zur Kundenbindung einsetzen, gezielt Produkte ins Portfolio aufnehmen und zusätzlich noch Geld mit den ermittelten Daten am Markt verdienen. Lassen Sie sich inspirieren und denken Sie darüber nach, ob Sie den nächsten Einkauf wirklich über Ihr Payback-Konto laufen lassen. |
Autor*in Lisa Lenkersdorf |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| Borockbuch #3 |
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Autor*in Christoph Lohse |
Kurse Baroque Revisited |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Brainstorm |
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Auf metaphorische Weise untersucht dieses Projekt den assoziativen Weg unserer Gedanken — den Daten unserer Wahrnehmung. Ein Gedanke führt zum nächsten und wieder nächsten, bis ein unaufhaltsamer Schwung eine neue Komplexität bildet, in der der ursprüngliche Impuls nicht mehr erkennbar ist. |
Autor*in Mert Ekinci |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Ian Warner |
| Buckminster Fuller. Texte |
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Die einzigartige Sprache Richard Buckminster Fullers, irgendwo zwischen Science-Fiction, Wissenschaft und Tagebucheintrag, lieferte den Impuls zu dieser Arbeit von Eva Mitschke. Markante ‹Bucky-Worte› wurden aus den Texten gefiltert, gezählt und ihrer Häufigkeit entsprechend vergrößert, so dass sie aus den Texten hervortreten. Mind-Maps und assoziative Bilder visualisieren die größeren Zusammenhänge der Texte und eröffnen dem Leser einen optischen Zugang zum Universum Buckminster Fuller. |
Autor*in Eva Mitschke |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Bucky Bible |
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Bucky Bible kreist um die Figur Richard Buckminster Fullers. Selbiger war vieles: Schriftsteller, Designer, Architekt, Philosoph und Visionär seiner Zeit, ein Guru für die Hippies — ihr Prophet. In Anlehnung an diese besondere Stellung, die Buckminster ‹Bucky› Fuller in der Gegenkulturbewegung der 1960er Jahre einnahm und daran, dass viele seiner Ideen auch heute noch inspirierend sind, entstand eine Bibel mit seinen Schriften — unterbrochen durch ein Psalmbuch mit ausgewählten Zitaten. |
Autor*in Meike Stoll |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Burning Questions |
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Burning questions ist ein Publikationsprojekt, das Fragen mit Fokus auf Diversität, Inklusion und Pluralismus im Kontext von Designlehre und -theorie sammelt. Über einen Open Call wurden feministische Mitstreiter:innen, Kollektive sowie Einzelpersonen eingeladen, Plakate mit Fragen, Texte, Referenzen und Projekte einzureichen, die diese Themen kritisch beleuchten. Als eine Art Kompendium ermöglicht die Publikation Personen, Bücher, Texte und andere Quellen zu referenzieren, die zu diesem Projekt und den Fragen inspiriert haben. Das Ziel der Publikation ist es, bestehende Strukturen zu hinterfragen und einen Austausch anzustoßen, der Relationalität in der Designpraxis diskutiert. |
Autor*in Amyra Radwan Sina Gösele |
Kurse Listen to the Choir |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Lea Sievertsen Jan Vincent Dufke |
| Cage Machine |
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Mit der Cage-Maschine können sich die Ausstellungsbesucher:innen Kurzvorträge im Stile von John Cage per Knopfdruck erstellen lassen: Ein Zufallsalgorithmus generiert aus den beiden Vorträgen von Cage Lecture on Nothing[^Cage, John. Silence: Lectures and Writings. Middletown, CT: Wesleyan University Press, 1961.] und Lecture on Something[^ibid.] neue Texte. Der Besuchende kann am Bildschirm mitverfolgen, wie die Wörter aus den beiden Vorträgen zu einem neuen, individuellen Text zusammen gesetzt werden. Jeder Text wird mit Laufnummer, Datum und Uhrzeit der Herstellung sowie dem Foto des Besuchenden versehen und kann von ihm mitgenommen und (vor)gelesen werden. Alle Texte werden gesammelt und in einem Buch zusammengefasst. So wird das Buch, das bei jeder Ausstellung aufs Neue produziert wird, von den Besucher:innen der jeweiligen Ausstellung definiert. |
Autor*in Timo Rychert |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin Christoph Lohse |
| Cahiers |
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Drei Cahiers, drei Themen. Die wiederkehrende Struktur der Inhalte bestimmt die grundsätzliche typografische Form, die Farbe der Hefte darf sich verändern. Aufmerksame Betrachter:innen entdecken die Abweichungen innerhalb des Gestaltungssystems. Systeme leben dadurch, dass sie entworfen und umgesetzt werden. Aber damit sie (über)leben, müssen sie flexibel und anpassungsfähig sein. |
Autor*in Finn Reduhn |
Kurse Stil System Methoden 2.0 |
Ausstellungen System trifft Utopie |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Call Me #1 |
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Autor*in |
Kurse Call Me |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Call Me #2 |
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Autor*in |
Kurse Call Me |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Call Me #3 |
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Autor*in Elena Dick Lena Genzel Nele Neubauer Antonia Rodriguez Pia Schröer |
Kurse Call Me |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Call Me #4 |
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Autor*in Janusz Beck Tom-Lucas Säger Dorothée Schraudner Katharina Spegel Simon Wahlers Patricia Wirth |
Kurse Call Me |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Call Me #5 |
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Autor*in Sophia Weider Paulina Mohr Emil Kowalczyk Julian Kobes |
Kurse Call Me |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Call Me #6 |
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Die Abschlüsse, die in der CallMe #6 präsentiert werden, entstanden in einer Zeit, in der die Orte des Zusammenkommens fehlten und vertraute Kommunikationswege unterbrochen waren. Wo sonst Austausch und Zufall Begegnungen ermöglichten, blieb nur die digitale Verbindung – effizient, aber ohne Umwege. Diese Ausstellung will die unsichtbaren sozialen Energien sichtbar machen, die uns dennoch verbunden haben: wie sie zirkulieren, uns tragen und ein Netzwerk bilden.Wir fragen: Wer hat wen beeinflusst, gestützt, erinnert? Wächst dieses Netzwerk nach dem Abschluss weiter oder löst es sich auf? Wir machen die Wege und Umwege der Absolvent:innen sichtbar und geben dem sozialen Geflecht unserer Studienzeit eine Gestalt – als Reflexion über Verbindung, Kommunikation und Gemeinschaft. |
Autor*in Melanie Schwarz Saskia Kühnemund Lisa Lenkersdorf Antine Karla Yzer Telke Jungjohann |
Kurse Call Me |
Ausstellungen Call Me #6 |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Call Me #7 |
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Autor*in Leonie Appold Regina Moll Gina Peschel Lena Schlechte Lennie Zimmer |
Kurse Call Me |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Can You Read Me? |
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Können Inhalte auch ohne konventionelle Gestaltungsregeln erfahrbar gemacht werden? Ist Lesbarkeit der Maßstab für Designerfolg? Diese Dissertation untersucht Lesbarkeit durch dekonstruktive Gestaltungsstrategien. Mithilfe von Eye-Tracking-Software visualisiert der Student Leseprozesse in einer Reihe von Experimenten, in denen sich die Teilnehmer mit unterschiedlich gestalteten Texten auseinandersetzen. Durch die Beobachtung von Augenbewegungen und die Durchführung von Interviews eröffnen sich neue Perspektiven auf Lesbarkeit. Diese Visualisierungen hinterfragen traditionelle Gestaltungspraktiken und fördern eine interaktivere Beziehung zwischen Designer und Leser. |
Autor*in Rebecca Söhlke |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #7 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Pierre Pané-Farré |
| Cash Rules Everything Around Me |
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Mit seinem Projekt Cash rules everything around me möchte der Student die allgegenwärtige Macht des Geldes und unsere davon bestimmte Realität auf eine humoristische Art und Weise abbilden. Der Titel seiner Arbeit stammt aus dem Song Cream der Gruppe Wutang Clan, dessen Refrain sich durch die Serie zieht. Die zugrunde liegende Maxime dieses Wirtschaftssystems und der daraus entstandenen Demokratie und Gesellschaft ist die Profitmaximierung; Häuser werden nicht gebaut, damit Menschen in ihnen leben können, sie werden gebaut, um Profite zu generieren. Waffen werden nicht für Friedensmissionen oder für die Verteidigung der sogenannten westlichen Werte gebaut, sie werden gebaut, um Profitinteressen durchzusetzen. Diese bürgerliche Demokratie ist die Verwaltung dessen: wir dürfen entscheiden, welche Kapitalfraktion uns regiert, und unsere Mitbestimmung endet, wo der Besitz der herrschenden Klasse anfängt, der Kapitalismus wird sich nicht abwählen lassen. Es reicht nicht gegen Obdachlosigkeit, für Friedensverhandlungen oder für mehr Demokratie zu sein. Julian Ebel möchte eine klassenlose Gesellschaft, einen totalen Bruch mit dem Kapitalismus und seiner bürgerlichen Demokratie, für die Gesellschaft, in der alle Menschen gut leben können. Frieden, Zukunft, Sozialismus! |
Autor*in Julian Ebel |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Channeling McLuhan |
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Marshall McLuhan gilt als Begründer der modernen Medienwissenschaften. Er hat mit Sicht auf unsere heutige mediale Umwelt und ihrer Auswirkungen nahezu prophetische Vorhersagen getroffen. Der Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit ist ein fiktives Interview der amerikanischen Zeitschrift Wired aus dem Jahre 1996, 16 Jahre nach McLuhans Tod.[^Gary Wolf. Channeling McLuhan. Wired: 1996] Gary Wolf befragt darin McLuhan nach seinen Ansichten zu unserer heutigen digitalen Gegenwart. Die Gestaltung der Broschüren bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Geisterbeschwörung und medialer Welt; mit düsterem Schwarz für die Cover und in Anlehnung an die Ästhetik der digitalen Welt mit einer monospaced Schrift (Referenz: Coding) und der blauen Auszeichnungsfarbe (Referenz: Hyperlinks). Das Heft besteht aus fünf A3-Bögen, die ineinander gelegt und mit einem Gummiband fixiert sind. Um das komplette Interview lesen zu können, müssen die Leser:innen sich auf die Publikationsform einlassen und eigene Verbindungen herstellen. |
Autor*in Lynn Dormann |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Chaos |
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In einer Welt, die immer schneller, lauter und anspruchsvoller wird, sind psychische Probleme weit verbreitet. Die Gründe dafür sind vielfältig und komplex. Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sind etwa 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung jedes Jahr von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das sind rund 17,8 Millionen Menschen. Trotz der hohen Anzahl an Menschen, die unter psychischen Problemen leiden, ist der Zugang zu Therapieplätzen begrenzt. Die Wartezeiten sind lang, die bürokratischen Hürden hoch und die Zahl der Therapeut:innen oft zu gering, um den Bedarf zu decken. Diese Engpässe sind eine direkte Folge von politischen Entscheidungen darüber, wie viele Ressourcen in die Ausbildung und Finanzierung von Psychotherapeut:innen investiert werden. Die Plakate sollen nicht nur die Aufmerksamkeit auf das Problem lenken, sondern auch eine emotionale Reaktion hervorrufen, um ein tieferes Verständnis für das Leben mit psychischen Problemen in einer Welt mit strukturellen Hindernissen zu schaffen. Wir müssen sicherstellen, dass psychotherapeutische Behandlung für alle zugänglich ist. Wir müssen das Bewusstsein für die psychische Gesundheit schärfen und das Stigma abbauen, das nach wie vor mit psychischen Erkrankungen verbunden ist. Wir müssen die Notwendigkeit von Therapie ernst nehmen. Wir müssen darüber sprechen, zuhören und unterstützen. Wir müssen eine Kultur der Offenheit und Akzeptanz fördern, in der es in Ordnung ist, nicht in Ordnung zu sein. |
Autor*in Annabelle Treuheit |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Claiming Public Cyberspace |
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Wir treffen uns auf der Straße, im Park, am Kiosk und im Internet. Einem Netzwerkkonzept, das in seiner Grundidee offen für alle sein sollte, Kommunikation und gemeinschaftliche Entwicklungen auf revolutionäre Weise zu fördern versprach. Wenige Jahre nach ihrer Entstehung wurde bereits klar: Digitale Räume bieten einen fruchtbaren Boden für Kommerzialisierung. Heute sind Netzwerke und Plattformen aus dem Alltag kaum wegzudenken. Wir erstellen kostenlose Accounts und geben im Gegenzug unsere Daten an Betreiber:innen ab. CPCS.live verfolgt das Ziel, aufzuzeigen, wie wir eine öffentliche und unentgeltliche Plattform aufbauen können. Immer wenn privatwirtschaftliche Interessen über ein gemeinschaftliches Miteinander gestellt werden, lassen wir uns die Technik nicht nehmen und bauen selbst mit. |
Autor*in Niklas Schönemann |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes |
| Co-Learning |
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Co-Learning ist eine Online-Lernplattform für Design mit Tausenden von inspirierenden Tutorials und kreativen Veranstaltungen für die kreative Gemeinschaft. Mit Co-Learning können Mitglieder von unserer Bibliothek profitieren und gleichzeitig spenden, um Menschen in Not während Covid-19 zu helfen. |
Autor*in Thi Tra Giang Nguyen |
Kurse Move the System |
Ausstellungen |
Supervision Martin Lorenz Verena Kiesinger Alica Pfister |
| Colored Humboldt |
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Die Humboldt-Brüder arbeiteten in der Tradition der europäischen Aufklärung. Alexander wurde als Naturwissenschaftler und empirischer Wissenschaftler international bekannt, Wilhelm als Diplomat, Philosoph und Bildungstheoretiker. Beide waren an Veränderungen beteiligt, die bis heute unsere liberale Weltordnung beeinflussen. Mit ihren fortschrittlichen Ansichten und Forschungsergebnissen prägten die Brüder die Schnittstelle zwischen der alten und neuen Welt. |
Autor*in Janna Thaden |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Computerkunst |
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In einer Welt, in der digitale Technologien und Algorithmen zunehmend kreative Prozesse formen, untersucht Computerkunst die Verbindung zwischen Code und Kunst. Das Projekt macht die Entwicklung der algorithmischen Kunst erfahrbar — von den ersten computergenerierten Werken der 1960er bis zu den heutigen digitalen Ausdrucksformen. Der interaktive Zeitstrahl zeigt, wie sich Computerkunst über Jahrzehnte verändert hat, während das Tool Nutzern ermöglicht, eigene generative Kunstwerke zu erschaffen. Mathematische Strukturen treffen auf kreative Intuition, Zufall auf Berechnung — und stellen die Frage: Ist der Computer nur ein Werkzeug oder ein kreativer Akteur? Computerkunst schafft einen Raum, in dem Algorithmen nicht als Konkurrenz, sondern als Erweiterung künstlerischer Möglichkeiten verstanden werden. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine, zwischen Regelwerk und künstlerischer Freiheit wird ausgelotet — und dabei sichtbar gemacht, wie Kunst aus Code entstehen kann. |
Autor*in Nathalie Graß |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Concepting Chaos |
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Die meiste Zeit ihres Lebens hielt sich Amalia Gärtner für einen Menschen, der nicht gerne (oder überhaupt nicht) liest. Aber es fasziniert sie, darüber nachzudenken, wie ein Text präsentiert werden kann. Natürlich fühlt sie sich eher zu chaotischen und spannenden Layouts hingezogen. Deshalb beschloss sie, einige Nachforschungen zur Typografie-Theorie über Chaos und Ordnung anzustellen. Ziemlich schnell fand sge heraus, dass der eigentliche Inhalt nicht vermittelt werden kann, wenn die Typografie zu kunstvoll ist. Daher setzte sie sich folgendes Ziel für dieses Projekt: Es sollte überschaubar sein, aber auch den unwiderstehlichen Look des Chaos haben. Sie experimentierte und versuchte, ein System zu finden, aber nichts sah zufriedenstellend aus. Eines Tages versuchte sie, einige Absätze mit CSS Grid zu layouten und machte aus Versehen etwas, das gut aussah. Und sie dachte bei sich: Ist es das, was Chaos ausmacht? Etwas, das man nicht absichtlich macht? Daraus hat sie ihre Lektion gelernt: Man kann das Chaos nicht kontrollieren. Man muss es umarmen. Aber Chaos entsteht nicht aus dem Nichts; man muss es irgendwie in Gang setzen. Amalia benutzte HTML, CSS und Paged.js als Werkzeuge und wollte die Möglichkeiten, die sie zu bieten haben, demonstrieren. Die Website enthält auch Bilder, die durch den Hover-Effekt aufpoppen. Allerdings kann man sich immer nur ein Bild auf einmal ansehen. Wenn man alle Bilder sehen will, muss man die Website ausdrucken. Dieser Effekt beruht auf der Idee, dass es einfach ist, online zu bleiben, während man Inhalte konsumiert. Auf Websites kann man über Hyperlinks oder verschiedene Registerkarten ein Bild nachschlagen, wenn man es braucht. Im Gegensatz dazu ist ein Buch nicht flexibel; es ist auf sich selbst beschränkt, sobald es gedruckt ist. Wenn man sich also zwischen einer Website und einem Buch entscheiden müsste, wäre eine Website natürlich die wertvollere Option. |
Autor*in Amalia Gärtner |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision Prof. Heike Grebin Jan Vincent Dufke Simon Thiefes |
| Constellation of Oppression |
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«The idea that we experience life, sometimes discrimination, sometimes benefits, based on a number of identities.» — Kimberlé Crenshaw Constellation of oppression ist ein grafisches Kunstwerk, das auf wissenschaftlichen Studien basiert, die sich mit der Dimensionalität von Diskriminierung in Deutschland befassen und hinterfragen, wie die Anzahl der Identitäten eines Individuums seine Erfahrungen in einer Gesellschaft der westlichen Welt beeinflussen kann. Intersektionalität ist eine Methodologie, die die Wahrnehmung von Macht, die sich in sozialen und beruflichen Beziehungen überschneidet oder verschränkt, untersucht. Dieser Ansatz weist darauf hin, dass Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Klasse oder sexuelle Orientierung miteinander verknüpft sind. Mit dieser Theorie soll gezeigt werden, dass Ungerechtigkeit und soziale Ungleichheit auf Identitätsmerkmalen beruhen. Das Ziel dieses Projekts mit feminisitischem Ansatz ist es, durch die Visualisierung von Daten ein Bewusstsein für Intersektionalität zu bekommen. Die in diesem Projekt verwendeten Daten stammen aus dem Bericht Diskriminierungserfahrungen in Deutschland - Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Betroffenen im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2017). Leider werden bei einer Studie, die sich auf Frauen und Männer bezieht, Menschen, die nicht der Geschlechterbinarität angehören, bei der Datenerhebung fast vollständig ausgeschlossen. |
Autor*in Valeria Mendez Moreno |
Kurse Annoying, Too Loud, Too Messy |
Ausstellungen The F*Room The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen Sofia Star |
| Cookie Island |
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Willkommen auf Cookie Island! |
Autor*in Kim Laßen |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Copia |
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Wofür steht der Begriff Kopie und welche Rolle spielt das Original? Was bedeutet Originalität in Zeiten des Internets? Die Arbeit Copia untersucht, welche kreative Relevanz das Kopieren für zeitgenössische Grafikdesigner:innen hat. Angelehnt an die eigene Vorgehensweise im Gestaltungsprozess wird anhand von Arbeiten ausgewählter Designer:innen der Prozess des Kopierens durchlaufen und anschließend für das Schaffen eigener Variationen genutzt. Ausgangspunkt ist hierbei die Auseinandersetzung und Erfahrbarkeit des jeweiligen Gestaltungsansatzes, um diesen weiterführend als Impuls für die eigene Arbeit zu verstehen. |
Autor*in Mona Osterkamp |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #2 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| Island Hamburg. Corporate Design |
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Corporate Identity Relaunch für die Galerie und den Kunstraum Island in Hamburg. Seit 2012 bietet das Island eine neue Plattform für Ideen und Konzepte in Hamburg. Der 156 Quadratmeter große Ausstellungsraum mit zwei Ebenen ist im Grunde ein ‹White Cube›, der die kulturelle oder private Veranstaltung, die in ihm stattfindet, nicht beeinträchtigt. Aus diesen Überlegungen heraus, das Island als gesichtsloser Off-Raum, wurde das Konzept für den Relaunch der Corporate Identity geboren. Die Identität basiert auf einem einfachen Konzept: Unsichtbarkeit. Die Menschen sehen das Island als einen weißen Würfel, einen leeren Raum, der von seinem temporären Besitzer genutzt und umgestaltet werden kann. Entsprechend dieser Erkenntnis testeten die Studentinnen die Grenzen des Grafikdesigns in Print und Web aus — immer unter Berücksichtigung des Konzepts. |
Autor*in Lena Musmann Cristina Poelk |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Sven Vogel |
| Dis[play] the System. Exhibition Design |
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Wir erforschen die Potenziale parametrischen Gestaltens, um ein durchdachtes und überraschendes Ausstellungskonzept zu entwickeln – und umzusetzen. Ausgangspunkt ist Play the System, ein Archiv mit über 300 studentischen Projekten aus zwanzig Jahren Forschung zum regelbasierten Entwerfen. Die Sammlung zeigt, wie vielseitig und inspirierend systemisches Gestalten sein kann – von Büchern über animierte Plakate bis zu eigens programmierten Tools. In experimentellen Workshops entwickeln wir dynamische Systeme, die Gestaltung nicht nur strukturieren, sondern auch anregen. Durch spielerische Manipulation von Parametern entstehen neue, oft unerwartete Varianten. Wir kuratieren das Archiv, sprechen mit den Gestalter:innen über ihre Erfahrungen und entwickeln daraus ein Ausstellungskonzept, das wir selbst realisieren – im Juli 2025 im Kultur&Gut Altona. |
Autor*in Olivia Bayne Benedikt Klüpfel Kostiantyn Lakhtionov Leontine Adler Hanna-Sophie Bresgott Lisa Brüning Thanh Chi Tong Bennet de Boer Elisabeth Ferneding Julian Rottstegge Andreas Ruhl Adrian Davids Emmely Schmidt-Siebrecht Marlene Storm Marieke Grupen Charlotte Krüger Annika Oerding Mira Pfeuffer Sabrina Reiners |
Kurse [Dis]Play the System |
Ausstellungen Dis[Play] the System Dis[play] the System. On Screen |
Supervision Katharina Wanke |
| Crossing Circles |
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Die Signale der Ampelschaltung auf dem Potsdamer Platz in Berlin beeinflussen den visuellen und akustischen Rhythmus der Installation Crossing Circles. 1924 stand hier, auf dem damals verkehrsreichsten Platz in Europa, die erste Ampel Deutschlands. Das unbändige Leben der Großstadt wird durch modernste Technik reguliert. Die Ampel wird im wahrsten Sinne zu einer ‹Lichtgestalt› der Moderne. Und sie ist ein früher Protagonist, ein Pionier in der gerade sehr aktuellen Erzählung über die Hassliebe von Mensch und Maschine – der Regulierung des gesellschaftlichen Lebens durch Technik – als Verheißung, Alltag, aber auch als Fluch des Fortschritts. Crossing Circles verwandelt die Daten der Lichtsignalanlage Potsdamer Straße/Ebertstraße/Stresemannstraße, wie sie korrekt heißt, in ein sinnliches, audiovisuelles Erlebnis, das nur noch entfernt seinen Ursprung und damit konkrete Informationen preisgibt. Crossing Circles ist eine Einladung zur spielerischen Erkundung, bei der Neugier und Lust das Regelwerk bestimmen. |
Autor*in Prof. Heike Grebin Daniel Schröder Andreas Trogisch |
Kurse |
Ausstellungen Ein Paradies von einer Stadt! |
Supervision |
| Cry—Cleanse—Care |
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CRY—CLEANSE—CARE ist ein research-basiertes Projekt und untersucht die Frage, was Ruhe und Erholung in einer kapitalistischen und patriarchalen Gesellschaft für marginalisierte Personen bedeutet. Wie können wir zeigen, dass Erholung auch ein Akt des Widerstands ist? Wie schaffen wir einen dekolonialen, heilenden Raum? Als eine Gruppe von drei Designstudierenden mit postmigrantischen und dekolonialen Perspektiven erforschen wir Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede unserer eigenen Erfahrungen und arbeiten interdisziplinär. Der Appell CRY—CLEANSE—CARE ist die Grundlage unseres nichtlinearen Manifestes. Wir laden Besucher*innen ein, das Land der Verletzlichkeit zu betreten—verflochten in einen Teppich. Um zu heilen— zu sein—zu entspannen. «Justice for lazy immigrants!» war ein Zitat von ALOK (Alok Achkar Peres Petrillo) während deren Show in Hamburg im Oktober 2022. ALOK ist ein:e international gefeierte:r Autor:in, Dichter:in, Comedian und Redner:in und erforscht in deren Arbeiten Themen wie Trauma, Zugehörigkeit und den Zustand des Menschen. |
Autor*in Hani Wibowo Alena Grönwoldt Cortes Ngọc Anh Phan |
Kurse Annoying, Too Loud, Too Messy |
Ausstellungen The F*Room The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen Sofia Star |
| Danke Paul |
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Eine Hommage an eine der beliebtesten Schriften Futura und seinen Gestalter Paul Renner, basierend auf dem von ihm geschriebenen Buch Die Kunst der Typographie. Der Student hatte das Bedürfnis sich bei Renner für sein theoretisches und praktisches Werk zu bedanken. Bei der Gestaltung verzichtet er bewusst auf die mathematische Zerlegung der Futura, um stattdessen die Freude zu visualisieren, die er empfindet wenn er mit dieser Schrift arbeitet. Besonders beim Arbeiten im kreativen Metier funktioniert so gut wie nichts ohne einen Gegenspieler. Ob bei der schon etwas verstaubten Vorstellung einer Muse oder das uns allen bekannte ‹Ping Pong Spielen› der Ideenfindung, geht es immer um die kreative Interpretation mit dem Umfeld. Man spielt sich Ideen zu, klaut und verändert sie, bis etwas Neues entsteht. Im Kontext der Manifeste ist diese Animation übrigens auch mit dem Aufstellen und Brechen designrelevanter Regeln zu verstehen. |
Autor*in Nicolas Papayanis |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Alica Pfister Prof. Heike Grebin Verena Kiesinger |
| Das Archipel des Strafvollzugs |
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Du hast dich aufgemacht zu diesem Archipel, du bist auf direktem Wege und doch versuchst du es mit aller Kraft zu umschiffen. Letztendlich führt für dich aber kein Weg daran vorbei. Du weißt warum du hier bist und doch hast du gehofft nie anzukommen. Auf dieses Archipel machst du keinen kurzen Ausflug. Du wirst verurteilt und bleibst. Vielleicht kannst du es eines Tages verlassen, vielleicht kehrst du kurz darauf wieder. Auf dem Festland sagt man, hier sammelt sich das Böse. Betrittst du diese Inseln, wirst du offiziell ein Aussätziger, Vergessener, Gefürchteter oder ein Mythos. Hier gibt es eigene Gesetze und Regeln. In diesem Machtgefüge stehst du ganz unten. Ganz sicher hinterlässt diese Zeit Spuren. Doch auf welcher Insel wirst du stranden und wie wird sie dich verändern? Insel 03 — Offener Vollzug Wenn du dich bemühst, und dein bisheriger Weg es zulässt, kommst du auf Insel 03 nahe des Festlandes, welches du besuchen darfst. Du hast Kontakt zur Außenwelt. Hier kannst du dich frei bewegen und relativ selbstbestimmt arbeiten. Trotzdem musst du dich an strenge Regeln halten und verbringst die Nächte auf der Insel. Aber du hast eine Perspektive. Du hast ein Ziel vor Augen. Insel 02 — Geschlossener Vollzug Die meisten landen auf Insel 02. Hier bleibt man unter sich. Machtkämpfe, Aggressionen und Angst, aber auch Disziplin und Struktur gehören an die Tagesordnung. Dies ist kein sicherer Ort. Du sehnst dich nach Kontakt zur Außenwelt und anderen Eindrücken. Es ist eintönig und beklemmend. Die Zeit vergeht langsam. Wenn du die Zeit gut überstehst, hast du eine Perspektive, doch die meisten kommen nicht unbeschadet davon. Insel 01 — Einzelhaft Insel 01 ist zwar eine Privatinsel, allerdings eine der übelsten Sorte. Ein Käfig. Nur du allein, mit deinen Gedanken, ohne Ausweg und Kontrolle. Die meisten verlieren hier ihren Verstand, verletzen sich selbst oder werden zu Tieren. Die Zeit scheint stehen zu bleiben. Jeder Tag ist gleich. Es ist traumatisierend. Dein Körper wehrt sich — sträubt sich. Es ist Folter. Du hast keine Chance. Stufen der Isolation in deutschen Justizvollzugsanstalten. Wie verhält sich die Realität zum im Gesetz festgeschriebenen Vollzugsziel und wie viel Freiheit haben Häftlinge der einzelnen Vollzugsarten? Anhand der Tagesabläufe verschiedener Insassen zeigt das Projekt die Flexibilität oder Eintönigkeit des Alltags in Haft und die gravierenden Unterschiede zwischen den Vollzugsarten. Abseits typischer Gefängnisklischees möchte lädt das Projekt zum Auseinandersetzen und Hinterfragen der Haftsituation in Deutschland ein und zeigt, was die meisten Verurteilten tatsächlich erwartet. |
Autor*in Anika Menzel |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Das Boston-Attentat |
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Julia Wrages Bachelorarbeit untersucht den Umgang dreier Zeitungen – der Süddeutschen Zeitung, der taz und der BILD – mit demselben Thema. Um Unterschiede und Gemeinsamkeiten erkennbar zur machen, wurde eine exemplarische Untersuchung an der Berichterstattung zum Attentat vom Boston-Marathon am 15. April 2013 vorgenommen. |
Autor*in Julia Wrage |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Michaela Diener |
| Das Gefängnisarchipel. Ein Machtapparat |
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Die Entscheidung ist gefallen. Du wirst gegen deinen Willen auf eine Insel verfrachtet. Schon direkt bei der Ankunft spürst du, dass die Strukturen dieser Insel bis in die feinsten Details deiner Existenz eindringen. Ab jetzt hast du zu gehorchen, sonst wirst du nie wieder Land sehen. Deine Individualität muss einer Nummer weichen. Wie du behandelt wirst, hängt von der Stufe ab, die dir zugewiesen wird. Grenzen und Zwang beherrschen deinen Alltag und ersetzten Freiheit und Selbstbestimmung. Du bist gefangen in einem gewaltigen Machtapparat, aus dem kein Entkommen mehr ist, dem jede Handlung und jedes Verhalten unterworfen wird. Willkommen auf dem Gefängnisarchipel. In einem Gefängnis sind komplexe Machtstrukturen erforderlich, um den Gefangenen Disziplin und Ordnung einzuprägen, damit sie wieder Teil einer funktionierenden Gesellschaft werden können. Doch wie weit dringen diese Strukturen in die Existenz der Gefangenen ein? Anonymität, Grenzen und Zwang beherrschen deren Alltag und ersetzten Individualität, Freiheit und Selbstbestimmung. Es entsteht ein gewaltiger Machtapparat, aus dem kein Entkommen mehr ist, dem jede Handlung und jedes Verhalten unterworfen wird. |
Autor*in Jasmin Cathor |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Das Leben eine Gebrauchsanweisung |
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Literatur ist ein Spiel — ein Spiel mit einem unendlich formbaren Material: der Sprache. Auch Gestaltung ist ein spielerischer Prozess, und jedes Spiel folgt bestimmten Regeln. Bei der Wahl ihres Diplomthemas waren für Doro Sthamer zwei Aspekte entscheidend: Zum einen wollte sie ihren fachlichen Schwerpunkt, die Infotypografie, weiter vertiefen. Zum anderen interessierte sie die Rolle von Regeln im Designprozess — insbesondere, wie sie Gestaltungsabläufe transparenter machen können. Welche Funktion haben Regeln in der Gestaltung? Brauchen wir sie, um kreativ zu sein? Begrenzen sie uns, oder ermöglichen sie uns durch das Spiel mit ihren Grenzen neue Freiheiten? Der Roman Das Leben Gebrauchsanweisung des französischen Autors Georges Perec basiert auf einem komplexen, teils mathematischen Regelwerk, das dem Lesenden jedoch verborgen bleibt. Man muss diese Struktur nicht kennen, um die eigensinnige Geschichte zu genießen — doch wer sich mit den Regeln auseinandersetzt, entdeckt eine neue Dimension des Lesens. |
Autor*in Doro Sthamer |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Jovica Veljović |
| Das Parlament |
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«Wer hin und wieder auf dem Informationskanal Phoenix in eine Bundestagsdebatte gerät, der schaltet bald, hat er nicht ganz spezielle Neigungen, wieder woanders hin.» schreibt Kurt Kister in der Süddeutschen Zeitung. |
Autor*in Melanie Schwarz |
Kurse Stil System Methoden 2.0 |
Ausstellungen System trifft Utopie |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| de/con-struct |
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Erschaffen, Zerstören, Entdecken, Verwerfen, Erweitern, Versuchen, Scheitern, Verstärken, Stören, Zerfallen, Bewegen, Entfernen, Drehen, Kopieren, Ordnen, Wiederholen: Motivierende Sprüche und oberflächliche Ratschläge sollen uns in unserem Schaffen bestärken und weiterhelfen. Werden jedoch solche Aussagen umgekehrt, offenbaren sich oft unerwartet positive, tröstende oder inspirierende Botschaften: Lege deine Selbstsicherheit ab! Gib dein Streben nach Perfektion und Anerkennung auf! Habe keine Angst! Schönheit liegt in deinen Fehlern, im Unerwarteten, im Scheitern! Jegliche Formen und Muster bieten unerwartetes Potenzial für die Gestaltung: Das Poster erwacht zum Leben, es macht sich selbstständig und widerspricht letztendlich seinem Schöpfer.[^Inspiriert durch: Kessels, Erik. Failed it!. New York: Phaidon, 2016] |
Autor*in Nils Hölscher |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Dorothée Schraudner |
| De/Kon/Text |
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DE/KON/TEXT — ein Live-Feed von Twitter — konfrontiert uns mit der Dynamik der aktuellen digitalen Debatte. Tweets werden ungefiltert in Echtzeit gestreamt, in einzelne Wörter zerlegt und nacheinander gezeigt. Dadurch werden verschiedene, oft konträre Positionen — und besonders ihr sprachlicher Ausdruck — gleichzeitig sichtbar. Zudem werden die Wörter aus ihrem syntaktischen und semantischen Kontext gerissen und neu ins Verhältnis gesetzt. Durch die Schnelligkeit der eingehen Tweets wandeln sich diese flüchtigen Wortkonstellationen und deren Bedeutung ständig und sind anhand der jeweils eigenen Sicht auf die Welt zu prüfen. |
Autor*in Lucas Kramer |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Demokratie |
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Jede Generation entwickelt ihr eigenes demokratisches Verständnis. Demokratie darf kein staubiges Thema sein, das Deutsche alle vier Jahre an ihre Existenz erinnert. Das eigene demokratische Verständnis sollte ständig hinterfragt und entwickelt werden: in Diskussionen wie auch im Streit. Die Poster sind eine persönliche Auseinandersetzung mit der Demokratie. |
Autor*in Patricia Wirth |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Dorothée Schraudner |
| Der Bau |
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Der Bau ist eine audiovisuelle Installation, die in Zusammenarbeit mit Studierenden aus dem Studiengang Kommunikationsdesign und dem Masterstudiengang Sound-Vision im Wintersemester 2012/13 an der HAW Hamburg entstanden ist. Ausgehend von der gleichnamigen Erzählung von Franz Kafka verbindet die Installation Typografie, Animation und Sounddesign und lässt mithilfe von 360°-Projektionen und 3D-Audiotechnologie einen begehbaren, medialen Raum entstehen. Mitarbeit und Unterstützung: Stefan Troschka, Niklas Söder, Efrén Parra (Design), Iwer Petersen, Janina Schlichte, Axel Groot, Indra Schreiber, Hanjo Müller (Technik), Prof. Thomas Görne und Asmus Tietchens (Beratung). |
Autor*in Janina Luckow Stefan Troschka |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Almut Schneider Prof. Heike Grebin |
| Der mentale Rückwärtsgang |
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Entschuldigen Sie bitte, aber wir haben einen Knoten im Hirn! Situationen, die fast jede:r Kreativschaffende:r in Gruppenarbeiten und Kollaborationen schon erlebt hat. Begleitet wird diese Erscheinung oft von zähen Diskussionen, Frustration, Verzweiflung und einem klaren Fluchtinstinkt — Wieso habe ich mir das nur angetan? Genau für solche Momente und Pattsituationen gibt es das Projekt Der mentale Rückwärtsgang. Ein Methodenkatalog für den Weg raus aus der Schwarmdummheit. Eine Hilfestellung, um kreative Verknotungen und Uneinigkeiten spielerisch zu lösen. Den mentalen Rückwärtsgang kann man immer dann einlegen, wenn man sich beim kollektiven kreativen Arbeiten in einer Sackgasse wiederfindet. Ein Treiber dieser Sackgassen ist unter anderem eine festgefahrene hierarchische oder demokratische Struktur, die Gruppen innerhalb ihres kreativen Schaffens an ihre Grenzen treiben kann. Warum halten wir also an ihnen fest, wenn eine Umverteilung der Rollen den Durchbruch bringen könnte? Warum nicht mal einen unkonventionelleren Weg hin zu einer Entscheidung wagen? Brecht aus euren gewohnten Strukturen aus und wagt etwas anderes — wir zeigen euch wie: Inspiriert von Organisations- und Ordnungssystemen aus Politik, Technik, Kultur und Natur bieten wir Interventionsanweisungen, die euch aus eurer aktuellen Gruppendynamik befreien und zu ganz neuem Output verhelfen. Du bist eher introvertiert und kommst bei Diskussionen nicht dazwischen? — Kein Problem! Mit etwas Losglück kannst Du als absolutistische:r Herrscher:in das Zepter in die Hand nehmen und endlich mal alles allein entscheiden. Ätsch! Eigentlich sind all eure Entwürfe total fabelhaft und ihr wisst nicht, wie ihr jetzt allen gerecht werdet? Kein Problem! Künstliche Intelligenz regelt: Morpht eure Outputs zusammen und umgeht unschönes Rumgeeier und gekränkte Egos. Diese Publikation bietet euch neben diesen zwei Beispielen insgesamt 29 Methoden zum Ausprobieren, die exemplarisch an jeweils einem Beispiel-Plakat veranschaulicht sind. Für die bessere Nachvollziehbarkeit ist der Entstehungsprozess festgehalten. Begleitet wird die Publikation von einer Website, die neben den Methoden und Informationen Mitschnitte unserer Prozesse in Echtzeit beinhaltet. |
Autor*in Moniek Wiese Celina Vervoort Jonas Lerch Lukas Wörn |
Kurse No Human Is an Island |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge |
| Designer als Produkt |
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Designer als Produkt. Selbstexperiment und Untersuchung anhand von ‹Dailies/Everydays›, eine Selbstoptimierungs Methode im Social Media Umfeld. |
Autor*in Marcel Kwapich |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Alice Lagaay |
| Designing Systems Designing |
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Diese Publikation verhandelt die Frage nach der Systematisierbarkeit gestalterischer Prozesse. Dazu kann man im ersten Teil systemtheoretische Essays lesen, die den Systembegriff und seine ästhetischen Dimensionen einzufangen versuchen. Der zweite Teil versucht aus typografisch-gestalterischer Perspektive die Möglichkeiten und Gefahren der systematischen Gestaltung aufzuzeigen. Auch auf gestalterischer Ebene wirkt das System: Die einzelnen Kapitel werden jeweils durch gescriptete, also systematisierte Grafiken voneinander getrennt und das Spiel zwischen Ein- und Zweispaltigkeit — das nicht zuletzt in die Konstitution des Textes eingreift — wirft die Frage nach der Autorität des Systems auf. |
Autor*in Lucas Kramer |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| The Bible. On Women |
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Die christliche Bibel ist nicht nur das meistgedruckte, am häufigsten übersetzte und am weitesten verbreitete Buch der Welt, sondern auch das schwärzeste – im Sinne von dicht bedruckten Seiten. Diese Bibel jedoch ist ein weißes Buch: eine typografische Untersuchung des Frauenbildes in der Schrift. Mithilfe eines basil.js-Skripts wird der Text des Alten und Neuen Testaments nach Wörtern und Wortgruppen durchsucht, die Frauen benennen oder beschreiben, und in schwarzer Schrift gesetzt. Diese Begriffe sind zusätzlich unterstrichen. Alle übrigen Texte werden durch Weißfärbung getilgt, wodurch das Verhältnis beider Textgruppen unübersehbar wird. „Durch das automatische Verfahren wird eines sichtbar – gewissermaßen als Positivzensur – die magere Ausbeute des femininen Extrakts.“ (Stiftung Buchkunst, Begründung der Jury, 2020) Fotos: Stiftung Buchkunst Video: Choreo (Roman Häbler, Lars-Ole Bastar), www.choreo.info |
Autor*in Paulina Mohr |
Kurse Ordnung des Wissens |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Die Blumen in Politik |
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Blumen begleiten uns durch alle Lebensphasen. Wir werden mit Blumen in der Welt willkommen geheißen, sie schmücken unsere wichtigsten Feierlichkeiten und oft unser Grab. Blumen werden aber auch als Symbol für unsichtbare Ereignisse und Dinge verwendet, um sich diese besser vorstellen zu können. «Erst die physische Präsenz vieler im Realraum schafft jene Bilder, die über ihre globale Zirkulation den Druck aufbauen, der überkommene Strukturen erodieren lässt.»[^AJermolaewa, Anna. The Penultimate. Installation, 2017. Exhibited at the Austrian Pavilion, 60th International Art Exhibition, Venice Biennale 2024. http://www.jermolaewa.com/penultimate.html]. Viele friedliche Revolutionen wurden nach Blumen (und Früchten) benannt, was für die Gewaltfreiheit im Kampf für Demokratie steht. ‹Blumenrevolutionen› (manchmal auch ‹Farbrevolutionen›) waren eine Serie von meist gewaltfreien Protesten und begleiteten zum Teil erfolgreiche Regierungs- und Gesellschaftswechsel, die in post-sowjetischen Staaten (Armenien, Georgien, Ukraine und Kirgisistan) sowie in der Bundesrepublik Jugoslawien zu Beginn des 21. Jahrhunderts stattfanden. Später breitete sich diese Blumensymbolik auch nach Asien und Afrika aus (Myanmar, Tunesien und Ägypten) und wurde zu einem globalen Symbol. «Angefangen mit dem von der Bevölkerung mit roten Nelken begrüßten Militärputsch gegen die Diktatur in Portugal 1974 repräsentieren positiv konnotierte Blumen und eine Identität stiftende Farbe seit dem Millennium meist friedlich verlaufende, vom Volk initiierte Regimewechsel. Der Nelkenrevolution folgte 2003 die Rosenrevolution in Georgien, 2004 die orangene Revolution in der Ukraine, 2005 die Zedernrevolution im Libanon und die Tulpenrevolution in Kirgisien sowie 2007 die (gescheiterte) ‹Kornblumenrevolution› in Weißrussland. Auch die ‹Safranrevolution› 2007 in Myanmar, die Jasminrevolution 2010 in Tunesien und die ‹Lotusrevolution› 2011 in Ägypten wurden von internationalen Medien als ‹Farbrevolutionen› charakterisiert.»[^ebd.] Die Serie will an die gewaltfreien Revolutionen erinnern und Blumen als Teil unseres Lebens feiern. |
Autor*in Thuy Linh Dang |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Die Freiheit ist beweglich |
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Freiheit ist wandelbar – politisches Ideal, gesellschaftliche Ordnung, persönliche Haltung. Sie kann verbinden oder spalten. Wer definiert sie, wer begrenzt sie? Ist sie bedingungslos oder an Konventionen gebunden? Freiheit verlangt Balance zwischen Selbstbestimmung und Verantwortung. Sie ist räumlich, zeitlich, ein Prozess, ein Experiment. Politische Systeme formen ihr Verständnis: Demokratien versprechen Mitbestimmung, autoritäre Systeme fordern Unterordnung. Liberalismus betont das Individuum, Neoliberalismus reduziert Freiheit auf Marktlogik. Mit ihrer Arbeit möchte Lotta Wolfinger die Auseinandersetzung mit dem Freiheitsbegriff aufzeigen und zum selbst Definieren anregen. Um die Komplexität und Vielschichtigkeit des Begriffs zu verdeutlichen, stehen sich insgesamt 30 Zitate aus philosophischen Texten, Interviews, Schlagzeilen und aktuellen Kolumnen zufällig gegenüber. |
Autor*in Lotta Wolfinger |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Die große Ohnmacht |
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Schon lange gilt die Ohnmacht nicht mehr nur als bloßes medizinisches Phänomen, welches in den vergangenen Jahrhunderten besonders den Frauen zugesprochen wurde. Sie beschreibt auch ein Gefühl der Hilflosigkeit und Angst, die zu mangelnder Einflussnahme und Tatenlosigkeit führt. Gerade in der heutigen Zeit mit ihren politischen und gesellschaftlichen Krisen fühlen sich immer mehr Menschen unfähig den Geschehnissen etwas entgegenzusetzen. In der Literatur finden sich viele Beispiele dafür, wie Ohnmacht im letzten Jahrhundert gefühlt und beschrieben wurde, unter welchen Ereignissen sie auftrat und wer besonders unter ihr litt. Für das Projekt wurden Romanzitate von drei Autorinnen aus den letzten hundert Jahren ausgewählt. Sie zeigen, wie sowohl die Protagonistinnen als auch die Schriftstellerinnen selbst unter der von patriarchalen Strukturen ausgelösten Ohnmacht, leiden. Jedes der drei Poster stellt eine Facette des Ohnmachtsgefühl dar. In Virginia Woolfs Zitat zieht die Protagonistin ein Leben in Gewalt dem Leben in Ohnmacht vor und verdeutlicht so, wie viel gewaltvoller die Ohnmacht selbst sein kann. In Roxane Gays Zitat zeigt sich, wie schwer es sein kann, die passenden Worte für ein Leben in Ohnmacht zu finden und Ingeborg Bachmann ringt in ihrem Zitat mit der Kraft, eben diese zu überwinden. Das Projekt steht genau für diese Überwindung der Ohnmacht, um daraus neue Kraft zu schöpfen. |
Autor*in Vanessa Köwing |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen |
Supervision |
| Die krumme Rippe wird gerade |
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Um einen perspektivischen Zugang zur Gesellschaft und deren Normen, Rollen und Verhaltensweisen zu bekommen, bedienen wir uns dem Medium der literarischen Werke. Denn was bietet sich besser als Schlüssel zur Vergangenheit an, als das geschriebene Wort in der Lyrik? «Behandelt die Frauen mit Nachsicht! Aus krummer Rippe ward sie erschaffen, Gott konnte sie nicht ganz grade machen. Willst du sie biegen, sie bricht.» Johann Wolfgang von Goethe[^Goethe, Johann Wolfgang von. West-Eastern Divan. Stuttgart: Cotta, 1819.] Laut Goethe ist die Frau, oder auch ‹die krumme Rippe› genannt, nicht mehr geradezubiegen, da sie sonst ‹bricht›. Diese Aussage impliziert, dass dem Wesen Frau eine natürliche Falschheit inne liege und nicht mehr geradezurichten sei. In vielen Kulturen wird dem Weiblichen Zerbrechlichkeit und eine Unterlegenheit gegenüber dem männlichen Geschlecht zugeschrieben. Wir schärfen den Blick auf bekannte Lyriker, welche ihren Anblick auf die Schönheit einer Frau nur zu gerne kundtaten. Das binäre Geschlechterkonstrukt wird entlang historisch und kulturell modifizierter Regeln immer wieder hergestellt und ist keineswegs natürlich gegeben. Unser soziales Geschlecht ist ein gesellschaftliches Konstrukt und unterliegt von Menschen gemachten Vorstellungen, Erwartungen und Gesetzen. Doch wird in der heutigen Gesellschaft die geschlechtliche Vielfalt zunehmend anerkannt und das binäre Geschlechtersystem als veraltetes Modell angesehen. Trotz aller Reformen, bleibt die Gesellschaft mit der zweigeteilten, heteronormativen Ordnung konstitutiv verwoben, welche sich auf unser Denken von Identität, sowie die Funktionsweise unserer Identitätskonzeption auswirkt. ‹Schönheit› ist ein Mythos und übernimmt die Funktion sozialer Kontrolle. Die äußere Gestaltung ist seit jeher die Inszenierung einer erfolgreichen Partizipation an der Gesellschaft. Es ist Zeit, ‹Schönsein› neu zu definieren! |
Autor*in Salya Fink Saskia Macht |
Kurse Annoying, Too Loud, Too Messy |
Ausstellungen The F*Room The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen Sofia Star |
| Renaissance weiblicher Stereotypen |
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Die Arbeit setzt sich mit der Renaissance von weiblichen Stereotypen der 1950er Jahren in den heutigen sozialen Medien auseinander. Die identifizierten Idealbilder der Frau der 1950er Jahren werden mit der (Selbst)-Darstellung der Frau in der heutigen Zeit verglichen. In den 1950er Jahren geschieht eine Kommerzialisierung der Frau. Ein vergleichbarer Prozess findet heute in dem Medienwechsel zu den sozialen Netzwerken statt. Dieses Phänomen wird am Beispiel Instagram näher untersucht. Es werden Schönheitsideale und Rollenklischees hinterfragt und eine Fixierung in den sozialen Medien auf Themenfelder, wie Beauty, Mode und Ernährung festgestellt, wie auch Studien beweisen. Eine eindeutige Parallele dessen beschreibt der Dr.Oetker-Werbefilm aus den 1950er Jahren mit den angeblich entscheidenden Lebensfragen der Frau: „Was soll ich anziehen, was soll ich kochen?“. |
Autor*in Robin Detterbeck |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Michaela Diener |
| Die Suche nach dem Wert der Dinge |
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Alles hat einen bestimmbaren Wert. Alles braucht einen bestimmbaren Wert, wenn es getauscht, gehandelt, beurteilt oder benutzt werden soll, wenn es marktwirtschaftlich, gesellschaftlich oder sozial relevant ist. Wir schaffen Dinge, wir schaffen Werte, wir geben Dingen Wert (oder beurteilen sie danach), um sie vergleichen, ordnen und katalogisieren zu können. Diesem Prozess wird hier eine Plattform gegeben. Damit auch alles seine Richtigkeit hat. Zwei Ebenen sind nötig, um der Wertesuche Struktur zu geben: eine gerade so zurechtgerückte Auflistung der Berechnungsschritte, und der chaotische, ungefilterte Rechercheprozess im Hintergrund. So entsteht eine Wertesammlung unterschiedlichster Dimensionen, damit endlich alles kalkulierbar ist. |
Autor*in Frederik Engelbrecht |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| Digital Mess |
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Täglich konsumieren wir digitale Inhalte. Seitdem wir unsere Smartphones überall mitnehmen können, scheint es keine Langeweile mehr zu geben, keine Zeit der Ruhe. Die Kurzvideos in sozialen Netzwerken lassen uns immer mehr den digitalen Abhang herunter rutschen und entziehen uns der Realität. Ununterbrochen lassen wir uns mit belanglosem Inhalt fremder Personen berieseln, die unsere screentime und ihren Profit maximieren wollen. Seit TikTok sind die Inhalte zunehmend schneller geworden, was unsere Aufmerksamkeitsspanne weiter verkürzt. Gleichzeitig stehen wir in Deutschland vor einer großen politischen Herausforderung. Durch den Rechtsruck in ganz Europa wird unsere Demokratie angegriffen. Angesichts dieser Themenpunkte stellt sich Frage: Vernebeln wir uns durch soziale Netzwerke kollektiv die Realität? Das Projekt Digital mess von Frida Höft zeigt genau dieses Spannungsfeld. Unaufhörlich laufen TikTok-Videos aus ihrem persönlichen Browsing-Verlauf und vermischen sich mit den darüber liegenden aktuellen politischen Artikeln deutscher Zeitungen. Die Videos können verzerrt und fragmentiert werden, um die Wirkung des Digital mess zu verstärken. Als Kontrast zu den schnellen Bildabfolgen wird bei den Zeitungsartikeln bewusst auf die Schriftform gesetzt. Für die Lesenden wird es fast unmöglich, reale Themen klar zu erfassen und nachhaltig zu verinnerlichen. Vielleicht lassen wir uns doch lieber ins Digital mess ziehen? |
Autor*in Friderike Höft |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Divine Descendant |
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Divine descendant entfaltet sich als eine filmische Neuinterpretation von Dantes Göttliche Komödie, indem sie den paradigmatischen Abstieg in die Hölle umdreht und in eine Reise in die digitale Unsterblichkeit verwandelt. Betrachter:innen werden aufsteigend durch mehrere symbolische Ebenen geführt, welche jeweils eine Phase im Prozess der digitalen Transzendenz veranschaulicht. Die Reise beginnt im Tiefenraum der Erde, der die gnadenlose Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen repräsentiert, und windet sich angetrieben durch menschliche Arbeit abwärtspiralförmig empor zu den lichtdurchfluteten Clouds der vermeintlichen digitalen Unsterblichkeit. |
Autor*in Lukas Besenfelder |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Aram Bartholl |
| Don’t Worry |
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Aus aktuellem Anlass: Plakatkampagne für den Covid-19 Lockdown im Frühjahr 2020. |
Autor*in Lisa Grüb |
Kurse Move the System |
Ausstellungen |
Supervision Martin Lorenz Verena Kiesinger Alica Pfister |
| Dymaxion Chronofile |
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Ein halbes Jahrhundert lang dokumentierte Richard Buckminster Fuller alle 15 Minuten seinen Tagesablauf in einem Tagebuch, dem Dymaxion chronofile. Er sammelte Korrespondenzen, Rechnungen und Skizzen. Inspiriert von der Konsequenz und Sorgfalt Fullers begann ein Selbstversuch: Pia dokumentierte einen Monat lang detailliert ihr Leben: Sie sammelte Mails, Fotos, den Whatsapp-Verlauf und notierte ihre Gedanken — oft mit Hilfe der App Reporter, die zusätzlich Wetter und Standorte trackte. Aus den gesammelten Daten entwickelte sie eine Ordnerstruktur und ein Skript, das ihr Tagebuch komplett automatisch in InDesign generierte. |
Autor*in Pia Schröer |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| E-Motions in Politics |
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Die digitale Welt ist wo unsere Identität hinter Bildschirmen verborgen ist, wo wir regelmäßig Fake News und KI-generierte Inhalte sehen, wo Emotionen durch Großschreibung, Memes, provokative Emojis und rasante Kommentare intensiv zum Ausdruck kommen und wo die Grenze zwischen ‹engage› (Engagement) und ‹enrage› (Wut) leicht verwischt ist. Ich frage mich: wie manifestiert die Empörung sich in der digitalen Welt ? Wenn ich das Scrollen einmal stoppe, finde ich mich in Zweifeln wieder: Are we just witnessing distorted truths? Do digital emotions foster unity or deepen polarization? Are our political opinions shaped more by algorithms than by critical thinking? Der Titel E-motions in politics bezieht sich auf das Zusammenspiel von elektronischer Kommunikation und Emotionen in der politischen Arena. |
Autor*in Thuy Linh Dang |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Ein System der Ordnung |
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Basierend auf den sorgfältigen Studien der Humboldts sind die Texte und Bildobjekte im Katalog in Form von Tabellen strukturiert. Die Gestaltung basiert auf einem achtteiligen Rastersystem. Wissenschaftliche Genauigkeit und kreative Offenheit werden sorgfältig geprüft. Einzelne Elemente wagen es immer wieder, aus dem starren System auszubrechen. |
Autor*in Mareike Stromenger |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Eine Haltung zur Haltung |
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Design ist nie objektiv oder neutral. Designer:innen arbeiten stets mit persönlichen Vorprägungen, sei es die eigene Herkunft, die gesellschaftlichen Verhältnisse oder ihre Ausbildung. Zudem entsteht Design in sozialen, technologischen, wirtschaftlichen und politischen Kontexten und unterliegt dadurch stetiger Veränderung und Ausdehnung. GestalterInnen arbeiten in Wechselwirkung mit diesen Entwicklungen. Unter ihnen fallen besonders diejenigen auf, die die Grenzen des Designs ausreizen, ihre Arbeitsmethoden (weiter)entwickeln, sich intensiv mit der Designpraxis und der eigenen Rolle auseinandersetzen — also Haltung entwickeln. Als Designerinnen fragten wir uns, wie genau sich Haltung im Designkontext äußert und definiert werden kann. |
Autor*in Alica Pfister Derya Borteçen |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Dr. Anke Haarmann Prof. Heike Grebin |
| Embrace the Chaos |
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Bei dieser Plakatreihe wird das Spannungsfeld, sowie die Abhängigkeit der zwei Designphilosophien Konstruktivismus und Dekonstruktivismus erarbeitet. Stellvertretend für das Konstruktive Design steht das Conditional Design Manifesto des Studios Moniker, welches Explizit auf Regeln und Logik bei der Gestaltung setzt. Auf der anderen Seite steht Neville Brody mit der Aussage «Embrace the chaos — evolution doesnt come from pattern.» |
Autor*in Lukas Besenfelder |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Emotion Now |
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Emotion Now ist ein experimenteller Versuch, den jeweiligen emotionalen Zustand des Betrachters zu erfassen und zu visualisieren. Komplexe Emotionszustände werden durch einen interaktiven Fragebogen in Daten übertragen und anhand von generativer Gestaltung individuell in vielschichtige Muster übersetzt. |
Autor*in Linda Rammes |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Entblößen & Verdecken |
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Die Thesis setzt sich mit der Zensur von Nacktheit in Kunstwerken auseinander. Von der Steinzeit bis zu zeitgenössischen Abbildungen werden die Werke sowohl graphisch als auch kunsthistorisch betrachtet. |
Autor*in Anna Wank |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #7 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Michaela Diener |
| Equal Systems |
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Das Buch versucht sich dem Thema wissenschaftlicher Arbeit und Forschung durch ein strenges Gestaltungssystem und einer farblichen Gliederung zu nähern und kombiniert dies mit der klassizistischen und eleganten Ästhetik historischer Folianten. Auch im Satzspiegel ist die Verknüpfung dieser beiden Systeme durch den dynamischen Wechsel des zugrundeliegenden Rasters sichtbar. |
Autor*in Julia Löffler |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| ER |
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Er kam mir zu nah, starrte mich an und hörte nicht auf. Ich stand an der S-Bahn, als ein Mann auf mich zukam. Er kam mir sehr nah und sprach eine Sprache, die ich nicht verstand. Ich signalisierte ihm, dass ich keine Lust auf eine Konversation habe. Mehrmals ging ich einige Schritte von ihm weg, doch er folgte mir. Keine einzige Sekunde ließ er mich aus den Augen. Als die Bahn kam ging ich sehr schnell in das vorderste Abteil. Er setzte sich gegenüber von mir in den Vierersitz. Ich blieb sitzen, starrte aus dem Fenster und versuchte Blickkontakt zu meiden. Während der Fahrt redetet er mit mir, starrte mich an und versuchte mich zu berühren. Ich ignorierte ihn, doch er hörte nicht auf. Die Fahrt fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Mein ganzer Körper war angespannt. Dieses Erlebnis ist kein Einzelfall, sondern Alltag für viele. |
Autor*in Jana Rienhardt |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Erinnerung |
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Mit dem Ziel, schönen Erinnerungen einen Raum zu geben, entstand diese Sammlung von einigen persönlichen Erinnerungen. Es war wichtig, nicht einfach ‹perfekte› Momente aufzuschreiben, sondern jeden einzelne Erinnerung selbst mit Worten und Typographie zu gestalten und dadurch auch in der ‹Unperfektheit› und Einfachheit die Schönheit zu entdecken. |
Autor*in Meret Lafin |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision Björn Jeske Tim Rausch |
| Ermittlungen im Untergrund |
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Eine räumliche Installation aus Videoscreenings und großformatigen Drucken. Eine Vielzahl von Öffnungen und Schächten, die mit Kanaldeckeln verschlossen sind, sind sichtbare Hinweise auf das unterirdische (und daher unsichtbare) System der Kanalisation in der urbanen Landschaft. Der Kanaldeckel ist somit gleichzeitig eine Schnittstelle zwischen zwei Welten — zwischen oben und unten. Zwischen dem Alltäglichen und dessen grundlegenden Infrastruktur. Er markiert den Moment des Übergangs, die Möglichkeit eines Seitenwechsels und damit vielleicht auch eines Perspektivwechsels. Ermittlungen im Untergrund erkundet auf assoziative Weise die Parallelen und Schnittstellen der beiden Systeme — über und unter der Oberfläche. Darüber hinaus stellt es die Frage nach der Relevanz scheinbar beiläufig gestalteter Objekte. Durch die Unsichtbarkeit des Systems gibt es im Alltag nur wenige Berührungspunkte. Sichtbar wird es vor allem dann, wenn Probleme auftreten und eine Auseinandersetzung stattfindet. Welche Themen erhalten unsere Aufmerksamkeit, und warum wollen wir manche Dinge nicht (sehen)? |
Autor*in Julia Löffler |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Normal |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Aram Bartholl |
| Ersatzteilewelt |
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Die Ersatzteilewelt ist eine Welt der unglaublichen Möglichkeiten. Verlieren wir etwas? Geht etwas kaputt? Brauchen wir ein Upgrade? Hier finden wir für alles einen Ersatz! Für materielle wie auch menschliche Verluste. In unserer Welt des Überschusses und Reizüberflutung ist es überhaupt nicht schwierig, unsere Begehren zu befriedigen. Aber ist alles ersetzbar? Und ist alles was wir ersetzten, wirklich ersetzt? Wenn wir aufmerksam sind, merken wir die Unterschiede: Wir differenzieren sehr wohl zwischen bereits Erlebtem und dem Wert des Substituts. Trotzdem sind wir ständig auf der Suche nach Ersatz: Vielleicht ist er ja sogar besser als das, was wir vorher hatten? Der ‹Ersatz› schleicht als Konzept auf verschiedenste Arten durch unser Leben. Wir machen uns das viel zu selten bewusst. |
Autor*in Amyra Radwan |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| 1% Unordnung |
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In dem Projekt 1% Unordnung haben die Student:innen mit der computergenerierten Kunst von Manfred Mohr und Vera Molnár befasst. Während Mohr sich auf Algorithmen und Mathematik konzentriert, spielt in Molnárs Arbeiten auch die zufällige Unordnung eine wesentliche Rolle. Ausgehend von einem sechsachsigen Diagramm haben die Student:innen mit einem Würfel Formen bestimmt, die dann in einem quadratisch angelegten Raster nach mathematischen Methoden, wie sie auch Manfred Mohr verwendete, eingefügt wurden: Drehung, Clipping, Mengenlehre, Graphentheorie. Und wie Vera Molnár haben sich die Student:innen erlaubt, eine Unordnung von 1% zu verursachen. Im Experiment, die durch eine Form und eine Methode bedingten Möglichkeiten auszuschöpfen, ist eine Vielzahl an Mustern entstanden. |
Autor*in Jane Froh Martha Jokiel Sarah Eller Daniel Kreutz |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Emotionen |
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Was fühlst du? Das ist oft nicht leicht zu verbalisieren. Die Student:innen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Gefühle zu visualisieren. Emotionale Zustände, Stimmungen oder Gefühle sichtbar und damit erfahrbar machen. Dabei liegt der Fokus auf den physiologischen Reaktionen des Körpers, um Emotionen zu messen und den Menschen als Datenbank zu nutzen, um die Sinnesebene greifbar zu machen. Die dynamische Darstellung ermöglicht das simultane Nachvollziehen der Zustandsentwicklung. Das Vorgehen ist eine parametrische Übersetzung biochemischer Prozesse des Körpers in Form von Körpertemperatur, Blutdruck, Herzratenvariabilität, Elektrodermale Aktivität (Schweißausbruch), von denen ausgewählte Parameter die Darstellung definieren. So können die komplexen Vorgänge innerhalb des Körpers wertfrei kommuniziert werden. |
Autor*in Janna Thaden Laura Villegas Elika Lakner Oskar Nehry |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Konkrete Formen. Lo(h)se Gedanken |
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Richard Paul Lohse beschäftigte sich bereits in den 1940er Jahren mit reglementierten Methoden und übertrug sie in seine Kunst. Er schuf modulare und serielle Farbfelder, die erst durch ihre strenge Systematik ihre Dynamik entfalten und dem Betrachter den Eindruck von Bewegung vermittelten. Gemälde, die man heute als Programme bezeichnen würde. Lohse erdachte, was heute ist. Was würde geschehen, wenn wir die von ihm bereits vor Jahrzehnten festgelegten Regeln auf die Gestaltung mit neuen Technologien übertragen? Was passiert, wenn wir einen oder mehrere Parameter seiner Gemälde verändern oder sie auf freie Ausdrucksformen übertragen? Sind wir durch strenge Systematik effizienter, sogar kreativer oder fühlen wir uns eingeschränkt? Die Student:innen haben ausgewählte Werke Lohses analysiert und mit den innewohnenden Methoden und Regeln experimentiert. Es war ein Versuch, Richard Paul Lohses Denkmodell und Entwurfsmethoden in die heutige Zeit zu übertragen und daraus eigenständige Gestaltungen zu generieren. |
Autor*in Lukas Besenfelder Franzisca Krapp Un Teng Akiko Baldridge-Hohn |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Modulaat |
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Ausgehend von dem Workshop Paramat und der Recherche zum systemischen Grafikdesign in den 1960/70er Jahren haben die Student:innen ein System entwickelt, mit dem sie spielerisch — zunächst analog, dann digital – ein Schriftzeichensystem entwickeln haben. Herausgekommen ist eine Workshop-Anleitung, ein Formenkatalog und eine Schrift. Im Laufe unseres Projekts haben sie vieles ausprobiert, Unerwartetes entdeckt und wichtige Erkenntnisse gewonnen: |
Autor*in Rebecca Söhlke Robin Detterbeck Liliana Schätzl Leon Ley |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Morphologischer Musterbausatz |
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Inspiriert von Karl Gerstners mehrdimensionalen Rastersystem entsteht eine fiktive Maschine zur Erforschung von Formen und Mustern. Die sukzessive Überlagerung mehrerer Rasterebenen generiert schnell eine Eigendynamik, die einfache Formen in komplexe Gebilde und visuelles Rauschen verwandelt. |
Autor*in Saskia Kühnemund Godje Loof Sebastian Hagen Ziemann Daniel Schröder |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Synthetische Identitäten |
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In dem Projekt Synthetische Identitäten geht es um die Übersetzung von persönlichen Informationen in grafische, abstrakte Formen und Farben. Dabei werden die Informationen auf verschiedene Raster übertragen. Rückwirkend ist es jedoch kaum möglich, diese Informationen wieder aus der Grafik zu entnehmen. Durch die Kombination der Informationen verschiedener Personen entstehen grafische, komplexe, synthetische Identitäten. |
Autor*in Julia Löffler Lisa Lenkersdorf Mustafa Zammar Stefano Dealessandri |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| 5×5 |
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Das Projekt 5×5 ist ein visuelles Audiotagebuch. Aus der Überlagerung von gesprochenen Sequenzen entsteht ein abstraktes Klangwerk mit grafischen Elementen. Die Kombination von Bild und Ton schafft eine neue Atmosphäre — einen „Klang” eines Moments in unserem Alltag. Im Mittelpunkt steht die Dokumentation eines Tages durch Tonaufnahmen unter der Einhaltung von fünf festgelegten Regeln. Der Tag wird in fünf Abschnitte aufgeteilt: Morgens, Vormittags, Mittags, Nachmittags, Abends. Aus jedem dieser Abschnitte ergibt sich eine aufgenommene Tonspur. Die Tonaufnahmen werden zur Weiterverarbeitung auf exakt fünf Sekunden gekürzt und anschließend in einem Audioprogramm mit jeweils fünf unterschiedlichen Effekten verfremdet. Pro verfremdeter Tonspur werden fünf unterschiedliche Nahaufnahmen per Zoomfunktion und Screenshot erstellt. Das Ergebnis aus fünf Tonspuren je fünf Screenshots sind 25 Visualisierungen. Ziel des Projektes war es, die unterschiedlichen Tagesabläufe zu untersuchen und für die gesprochenen Texte eine spannende visuelle Darstellung zu finden. Als Endprodukt wurden die verfremdeten Tonspuren und visuellen Experimente in abstrakten Animationen zusammengefügt. |
Autor*in Jane Froh Martha Jokiel Un Teng Liliana Schätzl |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Hypo |
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Hypo ist eine modulare Schrift, die aus einer Reihe von Rasterexperimenten entstanden ist. Die verschiedenen Schriftschnitte und stylistic Sets basieren auf einem System aus miteinander verbunden Punkten und sind so variabel miteinander kombinierbar. Durch Veränderung des Zeilenabstands, der Laufweite und der Position entstehen neue Zeichen und Muster und typografische Bilder. Der Inhalt selbst wird zur Form. Anwendbar als Displayschrift auf Plakaten sowie in Animationen und interaktiven Arbeiten. |
Autor*in Leon Ley |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Konstruierte Schriftbilder |
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Inspiriert durch die Künstler Sol LeWitt und Vera Molnár wurde in diesem Experiment das lateinische Schriftsystem durch ein anderes grafisches System, bestehend aus der Kombination von Linien in einem Quadrat, ersetzt. Durch das Quadrat wird ein Raport (ein sich wiederholendes Muster) ermöglicht: die Endpunkte der Linien können aufeinander treffen und so ein Schriftbild generieren. Bei dem von der Studentin gewählten System hat sie 36 Kombinationsmöglichkeiten der Linien entdeckt. Da jedoch nur 30 für das Schrift-System benötigt wurden, mussten sechs Möglichkeiten aus dem System weichen. Wird nun ein Text in dieser Schrift gesetzt, entsteht ein Teppich aus Linien und Formen. Gerade weil es nicht leserlich und verständlich ist, wird allein das grafische Bild betrachtet. Wir entdecken neue Formen und Zeichen – es entstehen konstruierte Schriftbilder. Ob zentrierter, links- oder rechtsbündiger Satz, große oder kleine Schriftgrößen, wiederholte Wörter, ganze Sätze oder umfangreiche Texte, spielerisch können immer neue Muster und Konstrukte oder komplexe Gebilde erstellt werden. |
Autor*in Lisa Lenkersdorf |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| OK |
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Bei einem Spaziergang im Grunewald hat die Studentin einen Pflasterstein in Form eines Achtecks mit quadratischer Aushöhlung gefunden. Sofort assoziierte sie den Buchstaben ‹O› mit diesem Objekt. Die Einfachheit der Form brachte sie auf die Idee, daraus lesbare Gehwegplatten zu machen. Es ist zwar noch kein Gehweg, aber immerhin schonmal die modulare Schrift dafür entstanden. Die quadratischen Buchstaben werden weniger den formal ästhetischen Anforderungen eines Fonts gerecht, aber sie sollen ja zum Muster werden und als Textur lesbar sein. |
Autor*in Janna Thaden |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Christoph Lohse Simon Wahlers |
| Quattro Formaggi |
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Quattro Formaggi ist ein Literaturband, angelehnt an das Werk Il Decamerone von Giovanni Boccaccio. In seinem Werk erzählt Boccaccio von zehn Frauen und Männern, die 1348 vor der Pest aus Florenz aufs Land flüchten und sich dort zum Zeitvertreib tagtäglich Geschichten erzählen. Die Corona-Pandemie hat uns in eine ähnliche Lage gebracht und gemeinsam haben wir uns über zwölf Tage lang tagtäglich jeweils eine Geschichte zu den Themen Liebe, Religion, Zukunft und Konserven überlegt. Das Besondere an den Texten ist die Methode des Schreibens, die sich von Tag zu Tag ändert. So bietet der Literaturband ein kleines Sammelsurium an zum Teil analog geschriebenen und zum Teil von computergestützten Tools generierten Texten. |
Autor*in Stefano Dealessandri Sarah Eller Lukas Besenfelder Robin Detterbeck |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Spaziergang |
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Auf einem Spaziergang im Hamburger Stadtpark wurden Spaziergänger:innen und Passant:innen nach dem ersten Wort gefragt, das ihnen spontan einfällt. Die daraus entstandenen kurzen Gespräche wurden dokumentiert, nach verschiedenen Aspekten analysiert und anschließend visuell übersetzt. Aus Worten, Gesprächspausen, Zeit- und Standpunkten entstand eine typografische Kartierung, die sowohl in einer Publikation als auch auf einem herausnehmbaren Plakat festgehalten wurde. |
Autor*in Rebecca Söhlke Laura Villegas Mustafa Zammar Sebastian Hagen Ziemann |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Synesthesia |
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Ausgangspunkt des Projekts war die Auseinandersetzung mit verschiedenen systematischen Ansätzen zur Textgenerierung. Unter anderem inspiriert durch die französische Künstlergruppe Oulipo basiert Synesthesia auf Alltagsfragmenten, aus denen durch festgelegte Regeln neue Texte entstehen, die schrittweise in Musik und Bild umgewandelt wurden. Angeregt von John Cage‘s Theorie, dass alles Musik sei und überall Schönheit zu erkennen wäre, versuchten die Student:innen diesen Gedanken auszuweiten: alles ist Musik, alles ist Text und alles ist Form. Die generierten Texte bilden dabei den Ausgangspunkt und die Basis für das gesamte Album. Hierbei spielte die formale Ästhetik der drei Komponenten erst einmal eine untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es um ihre Synthese und die Erstellung eines schlüssigen Systems, das interessante und überraschende Ergebnisse hervorzubringen vermag. Bei der Entwicklung dienten folgenden Fragen als Orientierung: lässt sich Text auf logische Weise in Sound übersetzen und wenn ja, wie? Wie kann Sound aussehen? Ist es möglich, ein Gestaltungssystem intermedial anzuwenden? Spiegeln sich die Eigenschaften der Ausgangstexte im Endprodukt wider und sind Unterschiede oder Gemeinsamkeiten in den einzelnen akustisch-visuellen Stücken erkennbar? |
Autor*in Saskia Kühnemund Daniel Kreutz Franzisca Krapp Elika Lakner |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| UNmute |
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11. November 2020, Mittwoch. Ein mittlerweile ganz normaler Tag. Um Punkt 9:30 Uhr sind alle 24 Studierenden im Call. Ungeduschte, verschlafene Pünktchen mit Initialen. Frische, frühstücksverpflegte Oberkörper teilen sich den Screen. Ich vergesse, meine Stummschaltung aufzuheben und spreche und gestikuliere eine knappe Minute vor meinem Computer. Es kommt keine Resonanz, ich fühle mich alleine in meinem Schlaf-, Wohn- und Arbeitszimmer. Ich schalte das Mikrofon an und den Ton an und werde mit einem warmen Geschmunzel wieder in die Gruppe integriert und wiederhole das eben Gesagte. Meine Kurskolleg:innen verstehen mich. Wie versteht mich der Computer? Die Studierenden laden die anderthalbstündige Aufzeichnung hoch und lassen sie transkribieren. Wie oft endet ein Satz mit «also», wie oft wird «nicht» gesagt und was passiert, wenn ich mit dem Zeilenende die nächste Zeile anfange? Sie haben Texte schreiben lassen und – mit Screenshots aus der Session illustriert — in einem kleinen Gedichtband zusammengefasst. |
Autor*in Julia Löffler Akiko Baldridge-Hohn Godje Loof Oskar Nehry |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Anti Kanti |
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Abgeleitet vom Kursnamen EXPO und inspiriert von der Voyager Golden Record, entwarfen die Student:inenn die runde Weltausstellung, um außerirdischem Leben unsere runde Utopie vorzustellen. Mit dem Manifest Anti Kanti, in dem sie die runde Form rühmen, stellen sie Konzept ‹Weltausstellung gleich Leistungsschau› auf den Kopf. Endlich bekommt der Kreis als vollkommene, aber völlig unwirtschaftliche Form, die in unserer normierten und rechtwinkligen Welt nicht ausreichend Platz hat, den ihr gebührenden Raum. |
Autor*in Julia Löffler Martha Jokiel Lukas Besenfelder Janna Thaden |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Die Entdeckung des Wasserlings |
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An Bord der Raumsonde Voyager 1 wurde in den 1970er Jahren eine goldene Schallplatte mit Bild- und Tonmaterial von der Erde ins All geschickt. Die Hoffnung auf eine Antwort erfüllte sich, denn tatsächlich entdeckte eine fremde Existenz diese Nachricht. Aufgrund der außergewöhnlichten Inhalte, die auf dem Datenträger gespeichert waren, begaben sich die Aliens neugierig auf die Suche nach unserem Heimatplaneten. Als sie ihn schließlich ausfindig machten, nahmen sie unsere Spezies genauestens unter ihre Lupe. Entstanden ist ein dokumentarischer Kurzfilm mit unterschiedlichen Sequenzen und Kuriositäten aus dem Alltag des Menschen. Der Text wird von einer KI gesprochen, die den Betrachtenden zwischen gefühlter Vertrautheit und Fremdartigkeit balancieren lässt. Der Perspektivwechsel zeigt, dass das Bildmaterial nicht nur für Aliens aufklärend ist, sondern uns selbst zum Staunen bringen kann. Schließlich ist der Mensch (oder vielmehr der Wasserling?) schon ein sehr eigenartiges Wesen… |
Autor*in Liliana Schätzl Mustafa Zammar Sebastian Hagen Ziemann Daniel Kreutz |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Invisible Movements |
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Bei der Dauernutzung des Computers während der Covid-Pandemie entstand die Idee zu dieser Studie über unsere täglichen Mausbewegungen. Messungen ergaben bis zu 9000 Mausbewegungen in 24 Stunden. Die Übertragung von analogen in digitale Bewegungen und schlussendlich in grafische Bilder standen im Fokus der Experimente. Die unsichtbare Spuren unserer unbewussten Bewegungen wurden sichtbar. |
Autor*in Akiko Baldridge-Hohn Un Teng Lisa Lenkersdorf |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Modula |
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Für Wesen, die noch nie auf unserer Erde waren, wirken unsere Gewohnheiten und die Alltagsgegenstände wahrscheinlich völlig verwunderlich. Inspiriert von den Golden Records und vom Whole Earth Catalog gibt Modula spielerisch einen kleinen Einblick in unsere Welt und stellt Gegenstände unseres Alltags in einen neuen Kontext. Die Spieler:innen werden eingeladen, vertraute (oder auch unvertraute) Dinge neu kennenzulernen und ihre Eigenschaften und ihre Bedeutung zu hinterfragen. Noch ist Modula ein Prototyp, aber natürlich so flexibel und erweiterbar, dass in den nächsten Versionen verschiedenste Lebensrealitäten und Kulturen aufeinandertreffen können. |
Autor*in Robin Detterbeck Rebecca Söhlke Jane Froh Franzisca Krapp Godje Loof Saskia Kühnemund |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Probus A21.1.0 |
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Uns umgeben täglich Milliarden Keime. Damit wir funktionieren, haben wir ein ausgetüfteltes biologisches Abwehrsystem entwickelt, das Immunsystem. Zusätzlich umgeben uns jedoch auch etliche digitale Keime, die zu Krankheiten führen können. Wir erfahren gerade eine extreme Radikalisierung der digitalen Keime: Fake News, Rassismus, Sexismus, Cancel Culture, Ghosting und mehr. Leider ist unser digitales Immunsystem noch nicht ausreichend angepasst. Evolution braucht Zeit, wesentlich mehr Zeit. Also: Wie intervenieren? Sensibilisieren durch Aufklärungskampagnen? All dies reicht schon lange nicht mehr aus. Eine medizinische Intervention gegen das Böse im Internet und dessen digitalsomatische Krankheitsfolgen ist zwingend notwendig. Deshalb präsentieren die Studierenden ProbusA21.1.0: Das erste Probiotikum der Heilungsserie gegen digitale Krankheiten und für ein starkes digitales Immunsystem. |
Autor*in Oskar Nehry Stefano Dealessandri Sarah Eller |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| The Message |
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A message to outer space. Im Jahre 2012 verließ die 1977 gestartete Raumsonde Voyager 1 unser Sonnensystem und betrat den interstellaren Raum. An Bord eine goldene Schallplatte mit Bild- und Tonaufnahmen, die als Definition der Menschheit dienen sollten. Aus heutiger Sicht wirkt die Zusammenstellung des Materials seltsam selektiv und befremdlich. Doch die Frage ‹Wer sind wir eigentlich?› beschäftigt die Menschen nach wie vor. ‹The Message› sucht nach Antworten im Fragment. In der animierten Collage von unzähligen visuellen und akustischen Versatzstücken entsteht ein psychedelischer ‹Stream of Consciousness›, der ohne festgeschriebenes Narrativ zwischen Wahrheit, Ironie und Kritik mäandert. Die fortlaufende Transformation der menschlichen Büsten verweist dabei auch ironisch auf die aktuelle Selbst- und Fremdwahrnehmung in den Zoom-Calls der Pandemie. |
Autor*in Elika Lakner Laura Villegas Daniel Schröder |
Kurse ExPo. Experiment + Position |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Wahlers Christoph Lohse |
| Facebook & Me |
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Persönliche Daten werden immer wertvoller, aber man geht auch immer leichtfertiger mit ihnen um. Der Student wollte untersuchen, welche Daten überhaupt gesammelt werden, wie relevant oder ‹gefährlich› sie sind. Dazu hat er alles, was Facebook über ihn weiß und speichert, als JSON-Dateien ausgelesen und visualisiert. Auch die Dinge, die er schon gelöscht oder vergessen hatte. Es wurde mit Sublime-Text gearbeitet und hauptsächlich die Loop- und Random-Funktionen benutzt. Am liebsten hätte der Student sein Tool öffentlich zugänglich gemacht, aber leider gelang die technische Umsetzung nicht. Auch die anfängliche Idee, alle Daten auszuwerten und daraus ein ganzes Buch oder einen Katalog zu gestalten, wurde letztendlich verworfen, da der Umfang einfach zu gewaltig und die Umsetzung nicht realisierbar war. |
Autor*in Vincent Lange |
Kurse Ordnung des Wissens |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Fake Your Vacation |
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Scroll durch den Feed mit 180 km/h Alles wird geliked, alles wird gehyped #Cenote und #Trolltunga im Überfluss Du willst verreisen? Dann schau nach der Instagramability! Die Einsamkeit der Orte sieht man nur noch durch die Linse Schließe deine Augen und schon bist du allein Eine Pause von den Massen Auf der Jagd nach dem besten Schnappschuss 3 Stunden Anstehen für 30.000 Klicks Was kostet die Welt? Es kostet die Welt! 10 Müllberge hoch & 15 Staus lang Im Wasser schwimmt Plastik und Bäume gibts nicht mehr Souvenirläden wie Sand am Meer, aber wo ist der nächste Supermarkt? Hotels im Überfluss, aber kein bezahlbarer Wohnraum Kreuzfahrtschiffe sind so praktisch, da sieht man alles von der Welt! Ich mach’ mal lieber meine Augen zu. Bei einer Umfrage im Jahr 2018 gaben zwei drittel der befragten Reisenden im Alter von 18-34 Jahren an, dass die sogenannte ‹Instagramability› der Destination ein ausschlaggebender Faktor in ihrer Reiseentscheidung sei. Darüber hinaus gaben 40% der befragten Männer und 20% der Frauen zu, dass sie sogar so weit gehen würden gefälschte Urlaubsfotos auf Social Media zu teilen. Die negativen Auswirkungen des Hypes (z.B. Umweltverschmutzung, Abhängigkeit vom Tourismus) sind nicht auf Instagram sichtbar. |
Autor*in Anna Wank |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Fakten gegen Desinformation |
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Desinformation und Falschaussagen sind ein großer Teil des öffentlichen Diskurses geworden und werden von vielen Menschen auf Anhieb geglaubt. Die AfD hat im Vergleich zu anderen Parteien den größten Anteil an Wähler:innen, die ihre Informationen hauptsächlich aus Sozialen Medien beziehen. Eine einseitige Informationsbeschaffung führt allerdings zu einer höheren Anfälligkeit für Falschinformationen und extremen Positionen. Viele Forderungen der AfD dienen nicht dazu, Probleme nachhaltig zu lösen, sondern zielen darauf ab, möglichst viele Wähler:innen auf emotionaler Ebene anzusprechen und die Schuld einer gesellschaftlichen Minderheit zuzuweisen. Gerade aufgrund der aktuellen Fülle an Informationen und politischen Meinungen, ist es wichtig, sich regelmäßig durch verschiedene Quellen zu informieren und eine eigene faktenbasierte Meinung zu bilden. |
Autor*in Friederike Temme |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Femme Savage |
|
Die Zeitung Femme Savage ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit verschiedener Literatur zu den Themen Feminismus und Arbeit. Die Zeitung ist eine Sammlung von Textbausteinen aus den gelesenen Büchern, Aufsätzen und Interviews, die typografisch interpretiert und zusammengesetzt wurden. |
Autor*in Fanny Pokrant |
Kurse Listen to the Choir |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Lea Sievertsen Jan Vincent Dufke |
| Cinema Figura |
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Cinema figura untersucht Spielfilme auf typische Attribute wie Farbigkeit oder Lautstärke, sammelt diese Daten und überträgt sie simultan in eine Farbcollage. Die Betrachter:innen verfolgen über die gesamte Spieldauer, wie sich der Film in ein abstraktes Plakat verwandelt, dessen Farbwelt der des Originalplakats verblüffend ähnlich wird. Die sich auflösenden Untertitel lassen Dialoge erahnen, aber nie ganz erfassen. Und schließlich sind sogar einzelne Filmszenen in der abstrakten Farbkomposition erkennbar. |
Autor*in Lukas Siemoneit |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Form und Formel |
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Regeln und Formeln für eine gute Gestaltung zu formulieren, beschäftigt Designer:innen immer wieder. Diese Plakatserie stellt konträre Positionen ironisch gegenüber. Das Wesen der Dinge, das Walter Gropius als zentrales Mittel zum Bestimmen der äußeren Form benennt sowie die Funktion, die nach Louis Sullivan die Gestaltung dominieren soll, lassen sich nicht auf widerspruchsfreie Weise definieren. Wie lässt sich dann eine allgemeine Formel ableiten? Kesselskramer konstatiert «Formulas work for scientists and mathematicians (…) We are too messy for white coats»,[*] «Make it meaningful. Meaningful communication. Because nobody wants to have meaningless communication.»[*] |
Autor*in Julia Löffler |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| Formfrage |
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Formfrage ist eine digitale Textsammlung mit Texten von und über Max Bill. Anhand eines fiktiven Interviews werden die vielseitigen Wirkungsgebiete von Max Bill als Gestalter, Designer, Typograf, Künstler und Architekt informierend vorgestellt. Alle Quelltexte, die für das Interview verwendet wurden, sind im digitalen Archiv der Webseite als PDF hinterlegt. Zur Vertiefung der einzelnen Themenfelder oder zur weiteren Recherche können diese Texte linear gelesen werden — je nach Vorliebe am eigenen Bildschirm oder ausgedruckt auf Papier. Bei diesem Projekt wurde insbesondere auf die verschiedenen Arten des Lesens nach Hans Peter Willberg[^Willberg, Hans Peter. Lesetypografie. 4th expanded ed. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2005.] eingegangen. Die Webseite wurde sowohl für das lineare als auch für das informierende Lesen konzipiert. |
Autor*in Rebecca Schmidtke |
Kurse |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Freiraum vertikal denken |
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Ein Blick nach oben erweitert den Horizont und eröffnet inspirierende Sichtweisen: Wenn horizontale Freiräume ins Vertikale erweitert werden, können neue städtische Freiräume entstehen. In Zusammenarbeit mit der Landschaftsarchitektin Isabel Zintl und Studierenden der TU München wurde für das Forschungsprojekt Vertikaler Freiraum ein visuelles Erscheinungsbild entwickelt, das über das ursprüngliche Kernprojekt ‹Publikation› hinaus alle Aktivitäten rund um das Thema begleitet und kommuniziert. Im Mai 2018 wurde der Vertikale Freiraum als Teil einer Gruppenausstellung an der Akademie der Künste Berlin präsentiert. Ein wesentlicher Bestandteil des grafischen Konzepts ist die nichtproportionale Display-Schrift Vertikal. Ihre Gestaltung basiert auf dem Schreiben mit einer senkrechten Breitfeder, das einen starken Strichwechsel zwischen den vertikalen und horizontalen Linien erzeugt. Die Schrift besteht aus vier geometrisch konstruierten Grundformen und ist auf einem Gestaltungsraster aufgebaut. Durch dieses modulare System ergeben sich neben dem versalen Standard-Schriftsatz zahlreiche alternative Buchstabenformen. Der Form-Schriftsatz beinhaltet die vier Grundformen in verschiedenen Ausrichtungen und Positionen. Somit lassen sich über die Tastatur in jedem beliebigen Textverarbeitungsprogramm Grafiken, Texturen und wiederum neue Schriftzeichen ‹schreiben›. |
Autor*in Simon Wahlers |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #4 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Henning Kles |
| From Sleep |
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Sleep ist ein achtstündiges Werk des britischen Komponisten Max Richter. Mit seinem Wiegenlied entschleunigt Richter unsere überdrehte, hektische Welt. Die leisen und sanften Töne wiegen die Zuhörer:innen in einen extra dafür hergerichteten Konzertsaal in den Schlaf. Das erste Plakat ist eine visuelle Übersetzung des siebenteiligen Auszugs From sleep. Das zweite Plakat macht die weichen Tonschritte sichtbar: Seine grafischen Elemente reagieren auf die Musik der einstündigen Werk-Passage. |
Autor*in Alica Pfister |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Dorothée Schraudner |
| Für Anna |
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Die Plakatserie Für Anna setzt sich mit dem dadaistischen Gedicht An Anna Blume von Kurt Schwitters auseinander. Es handelt sich um ein Liebesgedicht, das anhand vieler Paradoxe die Person der Anna Blume beschreibt. Kurt Schwitters selbst ernannte Kunstgattung Merz bestimmt nicht nur sein Schaffen, sondern auch seine Lebenshaltung und Person. Schwitters will mit Merz dazu aufrufen, Neues zu schaffen und nicht abermals den alten Konventionen zu gehorchen. Durch seine außergewöhnliche Gegenüberstellungen verschafft er Banalitäten eine neue Wertung, wie in dem Gedicht An Anna Blume deutlich zu erkennen ist. Schwitters sagt selber, Kunst sei nichts anderes als Gestaltung mit beliebigem Material. Das Material der Dichtung beschreibt Schwitters folgendermaßen: «Elemente der Dichtkunst sind Buchstaben, Silben, Worte, Sätze. Durch das Werten der Elemente gegeneinander entsteht die Poesie.»[*] Jedes Plakat der Serie visualisiert einen Vers des Gedichts und soll die Eigenart des Gedichts deutlich machen. |
Autor*in Robin Detterbeck |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| Für die Mehrdeutigkeit |
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Das Thema ist die Mehrdeutigkeit der Dinge und deren Akzeptanz. Also die Ambiguitätstoleranz. Es geht um die Fähigkeit, eine widersprüchliche oder nicht eindeutig einzuordnende Situation zu tolerieren und zunächst zu akzeptieren. Dem gegenüber steht die Eindeutigkeit: Klare Sachverhalte und Situationen, die wir benennen und in Schubladen stecken können, was für uns sehr bequem ist. Deshalb neigen wir oft dazu, Situationen, in denen es Mehrdeutigkeiten gibt, nicht auszuhalten. Wenn es um strukturelle Diskriminierung geht, stoßen wir sehr oft auf Unklarheiten. Nehmen wir das Thema Mansplaining, denn hier zeichnet sich aus feministischer Sicht ein wiederkehrendes Phänomen unserer Streitkultur deutlich ab. Die Grenzen des Mansplaining sind fließend und schwer zu definieren. Es geht darum, die Situation sensibel zu betrachten und Signale wahrzunehmen. Wenn eine Erklärung auf Augenhöhe stattfindet und erwünscht ist, ist es kein Mansplaining. Aber Augenhöhe ist keine definierte Größe und dieselbe Erklärung kann unter anderen Umständen als diskriminierend wahrgenommen werden. Es gibt kein klares Richtig und Falsch, da eine Beurteilung gemessen an den Umständen variiert. Es geht darum, diese Ambiguität wahrzunehmen und auszuhalten. Es scheint sehr wichtig zu sein, Mehrdeutigkeit als Teil der Komplexität unserer sozialen Interaktionen zu erkennen und akzeptieren zu können. Ambiguität relativiert nicht, sie erfordert nur einen komplexeren Umgang. |
Autor*in Marike Sauvant |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Furore. Online-Magazin für Klimagerechtigkeit |
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Furore ist ein Online-Magazin, das eine Vielfalt von Klimaprotesten sichtbar macht. Das Magazin bildet eine Bühne für Erfahrungen, Perspektiven und Aktionen von Aktivist:innen sowie Themen, die im Rahmen von Klimagerechtigkeit bedeutend sind. Es ist im Austausch mit den Aktivist:innen und in Zusammenarbeit mit freien Autor:innen und Fotograf:innen entstanden. Furore setzt motivierende Impulse — für eine politische Teilhabe, für Widerstandshandlungen und für kritische Reflexionen des gesellschaftlichen Status quo. |
Autor*in Linda Rammes |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| Gated Freedom |
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Gated Communities sind bewachte, meist privat geführte Wohnanlagen, welche durch ihre bauliche Eigenschaften Sicherheit und Schutz versprechen. «Von einer Minderheit gebildete, in einem Land neben der Gesellschaft der Mehrheit existierende Gesellschaft» — Parallelgesellschaften. Sicherheit und Komfort sind die Erwartungen, allerdings werden aufgrund der Existenz dieser Wohnanlagen soziale Unterschiede oft deutlich sichtbarer als ohne. Soziale und politische Abgrenzung findet nicht nur sichtbar durch Zäunen und Mauern statt, sondern sind ein Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklungen, welche nun eben in Beton und stahl manifestiert wurden. Wie zukunftssicher sind diese Wohnmodelle in einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft? Ist die Entstehung von Parallelgesellschaften Teil der Lösung oder Teil des Problems? Wenn der öffentliche Raum privatisiert wird und der Zugang nur gewährt wird, wenn das Portemonnaie den entsprechende Inhalt aufweist, wird Wohlstand zur Insel. |
Autor*in Tim Petter |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Gefühlsexpansion |
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Es wurde der Versuch gewagt, die individuellen Gefühlen, die in ihrer Subjektivität kaum greifbar sind, über ein visuelles Bild darzustellen und diese somit für sich selbst und andere erfahrbarer zu machen. Dies geschieht über ein Programm, welches die persönlichen Emotionen durch vordefinierte Primär- und Sekundärgefühle abfragt und anhand dieser und der jeweiligen Intensität ein Gefühlsbild erstellt. Dabei entspringt jedes ausgewählte Gefühl mit einer eigenen festgelegten Form und Farbe aus dem Zentrum und sprießt so weit nach außen, wie durch die angegebene Intensität definiert wurde. |
Autor*in Sarah Preuß |
Kurse No Human Is an Island |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge |
| Generated Reality |
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Jeden Tag bewegen wir uns in einer generierten Realität. Sie wird von Algorithmen geschaffen und sortiert, indem sie versuchen, uns zu interpretieren und manipulieren. Mit jedem Klick erfahren die Programme angeblich mehr über unsere Interessen, unsere Vorlieben und Gefühle. Wie wir uns online verhalten, definiert, wer wir sind. Das Projekt beschäftigt sich mit der Diskrepanz zwischen dem realen und dem generierten Leben. Ist man die Person, für die der Algorithmen einen hält? Der Student hat das Gefühl, den Kontakt zu sich selbst zu verlieren, denn er bewegt sich in einer Welt, in der für ihn entschieden wird, was er sehen will und was er mag. Er gibt die Kontrolle aus der Hand. Anstatt das Internet und seine Algorithmen generell zu verteufeln, soll das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass sie einen Einfluss darauf haben, wie wir wahrnehmen und denken. Es soll motivieren, einen gesunden Abstand zur digitalen Welt zu wahren, um zu persönlichen Gefühlen und Entscheidungen zurückzufinden. |
Autor*in Johannes Mohr |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision |
| Scripted Variations |
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Die Plakatserie wurde für die Ausstellung Stil, System, Methoden gestaltet, bei der die Ergebnisse des gleichnamigen Seminars präsentiert wurden, das sich mit generativen visuellen Systemen auseinandersetzte. Das Plakat besteht aus drei Ebenen deren Elemente sich unter Beeinflussung bestimmter Wahrscheinlichkeiten, innerhalb eines Rasters auf der Seite verteilen. Die Buchstaben S, S, M sind die Initialen des Kurs- und Ausstellungstitels und werden durch ein basil.js-Script gezeichnet. Sie erstrecken sich horizontal oder vertikal über unterschiedlich große Bereiche, wobei zwei der Buchstaben immer gleich große Rasterbereiche ausfüllen. Elemente jedes Buchstabens variieren in Gewicht und Füllung (gefüllt/konturiert). Textliche Informationen zur Ausstellung, wie Titel, Adresse, Datum, Teilnehmer usw., werden auf der Seite unter Einfluss der im Hintergrund liegenden Formen verteilt. Bieten die Formen nicht genug Fläche oder reicht der Raum nicht, sind die Texte bewusst unvollständig. Auf alle zufälligen Faktoren wurde Einfluss genommen, um eine möglichst interessante Mischung aus Unerwartetem, Spannendem und (in der Serie) noch Funktionierendem zu erhalten. |
Autor*in Jens Schnitzler |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Gespenster |
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Das Manifest der Kommunistischen Partei wurde 1848 von Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlicht. Es fordert die Abschaffung des Kapitalismus — den Sturz der Bourgeoisie — und die Befreiung des Proletariats von Ausbeutung und Unterdrückung. Es benennt auch wirkmächtige Werkzeuge: den anhaltenden Klassenkampf und die internationale Solidarität der Arbeiterklasse. «Ein Gespenst geht um in Europa — das Gespenst des Kommunismus». Marx und Engels wollen dieses Gespenst für die Arbeiter greifbar machen, indem sie den Kapitalismus als Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung erklären. Ihr Ziel ist es, die Grundlagen für ein Klassenbewusstsein zu schaffen, mit dem sich alle Arbeiter der Welt zusammenschließen und der international agierenden Bourgeoisie entgegentreten können. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Amerika entdeckt und die halbe Welt kolonisiert. Die bisherigen Produktionsverfahren reichten nicht mehr aus, um den steigenden Warenbedarf auf den sich entwickelnden Weltmärkten zu decken. Die Erfindung der Dampfmaschine, die die Produktivität in fast allen Bereichen der Produktion maximierte, löste eine industrielle Revolution aus. Die hohen Anschaffungskosten für die neuen Maschinen konnten jedoch nur von Großkapitalisten aufgebracht werden, die neben dem Besitz der Maschinen (Produktionsmittel) auch das Eigentum an den Produkten beanspruchten. Für die neuen Fabriken kauften die Großkapitalisten Ackerland auf, machten Bauern besitz- und obdachlos und drängten sie an die Fließbänder in den Städten. Als Arbeiter wurden sie selbst zum Produkt — sie verloren ihren gesamten Besitz und tauschten ihre Arbeitskraft gegen einen geringen Lohn ein. Bisher hat sich nicht viel geändert. Wir verkaufen unsere Arbeitskraft und das Kapital vermehrt sich von selbst. Es ist wichtig, dafür ein Bewusstsein zu schaffen. Denn das Kapital hat heute mehr Macht als je zuvor und wir als Gestalter:innen agieren in diesem System. |
Autor*in Jan Michaelsen |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Gestrige Weisheiten |
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Gestrige Weisheiten ist eine Installation, die die Verbreitung und den Einfluss von Geschlechterstereotypen und Frauenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft hervorheben soll. Die Installation besteht aus einer Webcam, die das Bild des Betrachters aufnimmt und in ASCII-Kunst umwandelt, die dann auf eine Wand projiziert wird. Über dem ASCII-Code wird eine Sammlung von Kreuzstich-Mustern mit frauenfeindlichen Botschaften angezeigt. Durch die Verwendung von Kreuzstichmustern verweist Gestrige Weisheiten auf eine ältere, traditionelle Kunstform, die seit Jahrhunderten verwendet wird, um Botschaften zu übermitteln. Durch die Darstellung dieser Muster neben moderner Technologie betont die Installation jedoch die Zeitlosigkeit und anhaltende Relevanz dieser Botschaften. Die ASCII-Kunst fügt dem Projekt eine zusätzliche Ebene hinzu und stellt eine moderne Ausdrucksform dar, die sich von den traditionellen Kreuzstich-Mustern abhebt. Das Projekt soll das Bewusstsein für die schädlichen Auswirkungen von Geschlechterstereotypen und Frauenfeindlichkeit auf unser Leben schärfen. |
Autor*in Lotte Lange |
Kurse Annoying, Too Loud, Too Messy |
Ausstellungen The F*Room The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen Sofia Star |
| Gleiches Recht auf Gestaltung |
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Design zeigt, wie Dinge aussehen und was wichtig ist. Nicht alle Menschen können mit gestalten. Menschen mit Behinderungen werden oft ausgeschlossen. In dieser Arbeit gestalten Schüler:innen mit Lernschwierigkeiten Plakate. Der Prozess ist auf einer Webseite und als Heft zu sehen. Design prägt unsere Gesellschaft, indem es beeinflusst, welche Werte, Informationen und Normen vermittelt werden. Doch wer gestaltet, hat auch die Kontrolle darüber, wie Dinge wahrgenommen werden. Der Zugang zur Designarbeit ist ungleich verteilt, da marginalisierte Gruppen, darunter Menschen mit Behinderungen weniger Einfluss haben. Die Disability Studies formulieren ihren Anspruch zur Teilhabe mit dem Motto ‹Nichts über uns — ohne uns›. Menschen mit Behinderungen sollten nicht nur Thema, sondern aktiv Beteiligte in gesellschaftlichen Prozessen sein — auch im Grafikdesign. In dieser Bachelorarbeit wird ein partizipativer Gestaltungsprozess mit Schüler:innen mit Lernschwierigkeiten durchlaufen und dokumentiert, um ihnen den Zugang zur Gestaltung zu öffnen. Gemeinsam gestalten wir Plakate für eine Clubveranstaltung — ein realer Designauftrag, bei dem alle gestalterischen Entscheidungen in den Händen der Schülerinnen liegen. In einem unterstützenden Umfeld beschäftigen wir uns zunächst mit gestalterischen Grundlagenübungen, bevor wir analoge Plakatentwürfe entwickelten. Diese Arbeiten entwickeln wir anschließend digital weiter, bis schließlich die finalen Plakate entstanden. Der gesamte Prozess der gemeinsamen Gestaltung ist auf einer Website dokumentiert und kann über ein Webtool gestaltet, ausgedruckt und als Heft gebunden werden. |
Autor*in Emely Farnow |
Kurse No Human Is an Island |
Ausstellungen Call Me #8 |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes |
| Glitch Manifesto |
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Glitch ist ein Fehler im System, eine Form der Verweigerung, eine Strategie der Nichterfüllung. «Wir müssen den Glitch mit offenen Armen empfangen, um Binaritäten und Begrenzungen zu überwinden, die Gender, ethnische Zugehörigkeit und Sexualität definieren.»[^Russell, Legacy. Glitch Feminism: A Manifesto. London and New York: Verso, 2020.] schreibt Legacy L. Russell in dem Manifest Glitch Feminism. In diesem Sinne zielt der Glitch darauf ab, zu feiern, was Unbehagen verursacht. Es gilt, den Glitch — ursprünglich eine Bezeichnung für einen digital-technischen Fehler — weiterzudenken und in die reale AFK-Welt (away from keyboard) zu übertragen. Die digitale Welt wird dabei zum Medium einer spekulativen Kreativität. Es entstehen neue Ideen und Ressourcen für die permanente (R)evolution der Körper, die sich schneller verändern als die Gesellschaften, die sie produzieren und denen wir ‹offline› ausgeliefert sind. Wir müssen dazu ermutigen, falsch zu sein in einem System, das nicht für uns alle gedacht ist. Wir müssen zum Experimentieren anregen, mit der Möglichkeit, sich im Scheitern entfalten zu können. Um das Patriarchat zu stören, müssen wir den Glitch empfangen als etwas, das in unserer westeuropäisch geprägten Sozialisierung als Fehler erlernt wird, aber im intersektionalen Feminismus ein grundlegender Ansatz für eine Veränderung sein kann. tear it all open! usurp the body! be the glitch! |
Autor*in Godje Loof |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Grafische Filmtranskription |
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Mit der Grafischen Filmtranskription wurde ein Darstellungssystem entwickelt, das einen Spielfilm anhand seiner Parameter visualisiert. Das Resultat ist eine Infografik, die eine neue Perspektive auf den jeweiligen Spielfilm eröffnet. Parameter wie Handlung, Dialoge, Szenenwechsel oder Kameraführung werden entlang einer Zeitachse massstabsgetreu dargestellt: Filmminuten werden zu Zentimetern und alle Eigenschaften und Informationen werden zu grafischen Elementen und Texten. Während der ‹Filmbetrachtung› verschiebt sich der Fokus: Es treten Aspekte des Films in den Vordergrund, die bei der einmaligen Rezeption oft unbewusst wahrgenommen werden. Ähnlich wie bei der Notation von Musik oder einzelnen Piktogrammen einer Landkarte, ist das Darstellungssystem mit Hilfe einer Legende erlern- und lesbar. Exemplarisch wurden die beiden Spielfilme Men in Black (1997) und Chungking Express (1994) in Form der grafischen Filmtranskription in jeweils ein Plakat und ein Buch transferiert. Ein Streifen auf einem der Plakate entspricht einem Kapitel (die größtmögliche inhaltliche Zusammenfassung eines Abschnittes). Der jeweilige Timecode 00:00:00:00 (Filmstart) befindet sich in der oberen linken Ecke des Plakats, das Filmende am unteren Ende des ganz rechten Streifens. Auf beiden Plakaten entspricht eine Filmminute einer Strecke von 300 pt (= 105,81 mm). In den Büchern entspricht eine Filmminute einer Buchseite. |
Autor*in Christoph Lohse |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Almut Schneider |
| Graphic Analysis of the US President’s Language |
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Ausgehend von Trumps provokanten Auftritten während seiner Amtszeit als Präsident der USA stellte sich die Frage, ob sich seine aggressive Rhetorik und sein populistischer Stil anschaulich darstellen lassen und inwiefern er sich von seinen Vorgängern bzw. seinem Nachfolger unterscheidet. Grafische Experimente wurden durchgeführt, um die Struktur von Wahlkampfreden der letzten vier US-Präsidenten visuell zu untersuchen. Ausgewählte Reden von George W. Bush (2001—2009), Barack Obama (2009—2017), Donald Trump (2017—2021) und Joe Biden (2021—2025) werden in fünf Kategorien analysiert (Wortlänge, Wortarten, Emotionalität, Anzahl der Silben und Umgebungsgeräusche) und in verschiedenen grafischen Systemen und Formaten dargestellt. |
Autor*in Alina Stegemann |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Grenzgeschäfte Europa |
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Welchen Wert hat die Europäische Außengrenze? Abstrakt, systematisch und versachlicht wird in der Publikation Grenzgeschäfte Europa auf 132 Seiten der Fokus auf den äußersten Rand der europäischen Wertegemeinschaft gesetzt. Der Apparat des Grenzhaften wird dem Betrachtenden als zugespitzt entmenschlichte Interpretation der Außengrenzen vorgesetzt. In drei Kapiteln — Territorium, Akteur:innen, Artefakte — stellt die Masterarbeit eine Sammlung des Status Quo der Grenzen Europas 2022 dar. Von geopolitischen Aspekten, über persönliche Aussagen, hin zum Objekthaften. |
Autor*in Lilli Scheuerlein |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| Grid Mondrian |
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Responsive Design trifft auf Piet Mondrian: Raster sorgen für Ordnung und Harmonie in der Gestaltung. Sie können aber auch dynamisch genutzt werden. Die Interaktion von Farbflächen, Textboxen und Weißraum, gleichmäßig oder unregelmäßig platziert, baut Spannung auf. Schwarz umrandete Textboxen beziehen sich auf die schwarzen Linien in Mondrians Flächenkompositionen. Mit Schrift gefüllt, ergeben sich schnell konsumierbare, kurze Leseabschnitte. Die Texte sind auf wesentliche Aussagen oder wichtige Zitate reduziert. So sind sie schnell zu erfassen und werden der kürzeren Aufmerksamkeitsspanne im Web gerecht. Das Layout ist flexibel: Beim Vergrößern und Verkleinern des Browserfensters ordnen sich die Flächen und Textboxen immer wieder neu an. In der Gestaltung werden nicht nur die Primärfarben Gelb, Rot und Blau, sondern auch ausschließlich rechteckige Flächen verwendet. Die gesamte Gestaltung setzt auf Abstraktion und Einfachheit: Klare Formen, Farben und große Schrift. Ein gewisser Zufall sorgt für ein wenig Chaos: das flexible Design ist nicht komplett kontrollierbar. In der Printpublikation wird sichtbar, dass sich das responsive Design nicht einfach auf die gedruckten Seiten übertragen lässt. Die umrandeten Textboxen weichen schmaleren Kolumnen, die sich auch in einem flexiblen Raster anordnen. Unterschiedliche Schriftgrößen und Textanordnungen unterstreichen das flexible Gestaltungskonzept – auch im statischen Print. «It is safe to say that no form within the whole of modern aesthetic production has sustained itself so relentlessly while at the same time being so impervious to change. It is not just the sheer number of careers that have been devoted to the exploration of the grid that is impressive, but the fact that exploration could never have chosen less fertile ground. As the experience of Mondrian amply demonstrates, development is precisely what the grid resists. It is what art looks like when it turns its back on nature.»[^Krauss, Rosalind. “Grids.” In The Originality of the Avant-Garde and Other Modernist Myths. Cambridge, MA: MIT Press, 1985.] |
Autor*in Antje Loka |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes Jan Vincent Dufke |
| Hab ein vielleicht geschluckt, war salzig, seitdem bin ich scharf auf morgen |
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In diesem Block wurde durch den Poesie-Workshop neue Inspiration gewonnen. Grundlage war ein eigener Text, der durch eine schlichte Gestaltung bewusst klar lesbar gehalten wurde. In der analogen Umsetzung kam InDesign zum Einsatz: Der Weißraum wurde vergrößert, Abstände gezielt verschoben, Buchstaben leicht versetzt und verändert. Auf diese Weise entstand ein experimentelles Spiel mit Weißraum und bewusst gesetzten ‹Fehlern›. Die digitale Arbeit wurde mit HTML und CSS entwickelt. Dabei überlagerten sich bewegende, farbige Balken immer wieder mit dem Text. Durch diese temporären Überdeckungen entstand eine neue, klare und zugleich farbige Form. |
Autor*in Lotta Wolfinger |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
| Haben oder Sein |
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Um in diesem System zu überleben, muss man gierig und egoistisch sein. Alles, auch non-physische Konstrukte und Beziehungen, werden zu toten Dingen, die man sich aneignen muss. Dadurch entwickelt sich die Haltung, sich durch all jene gehorteten Dinge zu definieren. So entsteht die Existenzweise des Habens; man identifiziert sich durch das, was man hat. Jeder denkt so, weil das System es nicht anders hergibt. So beneidet man die über sich, die mehr haben als man selbst, und fürchte die unter sich, die das haben wollen, was man hat. Dies führt dazu, dass man einander misstraut und man zu all seinen Mitmenschen Abstand einnimmt. Man entfremdet voneinander, da man in dem anderen nur noch sieht, was er einem geben oder nehmen kann. In der Existenzweise des Habens zählt einzig die Aneignung und das uneingeschränkte Recht, das Erworbene für sich zu behalten. Das Ideal ist immer mehr, weshalb man nie zufrieden damit sein wird, was man bereits hat. Man muss lernen, Frieden und Seligkeit, statt Reichtum zu verlangen; auf lange Sicht zu planen und zu bauen, mit den Zielen der Gemeinschaft und Solidarität. Dies ist es, was die Existenzweise des Seins ausmacht. Ihre höchsten Werte sind das Geben, das Teilen, das Lieben. In der Existenzweise des Seins definiert man sich durch das, was man ist, was man kann und was man tut. Das entfremdete Selbst gilt es zu transzendieren und die fast verlorenen zwischenmenschlichen Verbindungen wieder aufzubauen. Um den tief verwurzelten Antagonismus zwischen einander beseitigen zu können, muss man seinen Ursprung, den Kampf um alle Dinge, das System, beseitigen. Es muss nicht nur der Einzelne aus seinem Wahn erweckt werden, sondern das gesamte System der Habgier in seinen hypnotischen Versprechen revolutioniert werden. Der Text basiert auf dem Buch Haben oder Sein von Erich Fromm, 1979. |
Autor*in Merit Bendler |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Häckermäuse FFC |
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Hacken ist kein Verbrechen! Meistens wird Hacken mit den Cyberangriffen verwechselt von den man hin und wieder in den Nachrichten hört. Hacken ist weit mehr als das unerlaubte Eindringen in fremde Computersysteme. Ein Hacker ist jemand, der die Technologie, die Systeme und die Welt um sich herum verstehen und erforschen will. Es geht darum Prozesse, die meist im Verborgenen bleiben, zu hinterfragen. Neues zu entdecken und erforschen. Neue Wege zu finden und Alte zu hinterfragen. Hacken ist eine Lebensphilosophie, die einen mit offenen Augen, Wissensdurst und voller Neugier durchs Leben gehen lässt. Im Buch Hackers beschreibt Steven Levy im Jahr 1984 die neuen Cyberkulturen und fasst ihre Meinungen und Ansichten in sechs Grundsätze der Hackerethik zusammen. In Deutschland wurde die Hackerethik später um zwei Sätze erweitert. Die Grundsätze der Hackerethik wurden zwar vor dreißig Jahren aufgeschrieben doch sind auch jetzt noch aktuell. Wenn nicht sogar noch mehr wie damals. Mittlerweile sind Computer, egal in welcher Größe oder in welchem Anwendungsgebiet nicht mehr wegzudenken. Sie erleichtern uns den Alltag, die Kommunikation, sorgen für Unterhaltung und ermöglichen uns den Zugang zum Internet. Doch so wirklich verstehen, wie ein Computer funktioniert oder wie man das Internet bestmöglich nutzen kann, ohne mit seinen Daten zu bezahlen wissen die wenigsten. Unser Projekt ist eine Einladung sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen Was genau die Hackerethik bedeutet wollen die Studentinnen auf ihrer Häckermäuse FFC Website weiter erforschen. Vor allem aber wollen sie diese Themen und ihre Begeisterung dafür den Menschen nahebringen, die sich sonst nicht damit beschäftigen. Das Ziel ist also die Website so zu gestalten, dass sie zum entdecken einlädt und vor allem spaß macht. Inhaltlich und visuell. Ästhetisch haben sie sich an einer Mischung aus Websites, Betriebssystemen der 80er, 90er und dem bunten Blinken des Chaos Comunication Congress orientieren. |
Autor*in Lena Kurtz Jana Konrad |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Hall of Fame of Neoliberals |
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In der Arbeit Hall of fame of neoliberals geht es um die Entstehungsgeschichte der Wirtschaftsidee des Neoliberalismus. Dabei soll auf der Website sowohl die Akteur:innen beleuchtet werden, die hinter dieser Idee standen und bis heute stehen, als auch die Beziehungen, in denen sie zueinander stehen. Wichtig ist dabei zu betonen, dass es nicht den einen Neoliberalismus gibt, sondern dass im Laufe der Zeit immer wieder verschiedene Strömungen mit unterschiedlichen Ausprägungen entstanden sind. Diese Arbeit ist zunächst als Modell zu verstehen – ein Versuch, die Geschehnisse rund um die Entstehungsgeschichte des Neoliberalismus visuell zusammenzutragen. |
Autor*in Moritz Schaffitzel |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Handwriting as a Story |
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Where Phuong Dang grew up, learning to write was one of the earliest and highly regarded lessons. ‹Handwriting reflects character›—a proverb that every child must remember when practicing writing. This means that just by looking at someone’s handwriting, you can discern their personality. If the handwriting is neat and clean, then undoubtedly the writer is orderly and straightforward, and vice versa. This concise proverb is enough to reflect the Vietnamese way of life through writing. In this collection, Phuong—someone who was born and raised in Vietnam—seeks the origins of the script she grew up with and still uses every day. The texts are compiled from various sources and may still be incomplete, for which she asks for your understanding. Finally, she introduces a typeface font that she designed—no one is writing (English) / ‹Nét chữ nết người› (Vietnamese)—as a result distilled from the sources she provided above combined with experiences from her own life. The two stylistic sets of the typeface embody the daily struggles and thoughts within herself. Between the concept of «everything must be refined, standardized, and beautiful» (like how she was taught to write in Vietnam as a child) and the idea that «anything can be right, life is a culmination of trials and experiences» (like the process of ‹playing around› with her own portrait). She found herself in a space of combination in which she herself is like a mix, a mix of everything. |
Autor*in Phuong Dang |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision |
| Harmonie der Formen |
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Wilhelm Ostwald (1853—1932) war ein deutscher Chemiker und Nobelpreisträger. Er gehört zu jenen Naturwissenschaftlern, die sich den Grundlagen der visuellen Gestaltung widmeten und die Protagonisten der Moderne stark beeinflussten. Ostwald entwickelte eine grundlegende Lehre der Farben und der Form-Harmonik. Sein Werk ‹Harmonie der Formen›, in dem er die Gesetzlichkeiten harmonischer Formen systematisch untersucht, steht und dem Credo Gesetzlichkeit gleich Harmonie — einem Lehrsatz alter Baumeister — und einem Gedanken von Goethe: «Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben». Die vorliegende Neugestaltung der Harmonie der Formen entspricht in ihrer Struktur der Ausgabe von 1924. Das Buch ist in acht Kapitel unterteilt: Raumharmonik, Linien, Flechten, Bänder, Unbegrenzte Flächen, Begrenzte Flächen, Bildkunst und Körperformen. Die Ausführungen Wilhelm Ostwalds werden durch 106 Illustrationen im Text unterstützt. Für die Überschriften wird die Schrift Klang MT benutzt. Ihre handwerklich-kalligrafischen Formensprache erinnert an die Ästhetik der Jahrhundertwende. Auch die Auszeichnungsfarbe Rot stellt einen historischen Bezug her. Für den Fließtext wird die URW Grotesk benutzt, deren dunkles Schriftbild den konstruktivistischen Moment jener Zeit reflektiert. Insgesamt wird mit einer historisierend-biederen Optik experimentiert, die durch den konstruierten Satzspiegel und den üppigen Weißraum wieder aufgebrochen wird. Die systematisch konstruierten Muster für die Kapiteltrenner basieren auf der Kombination verschiedener Gesetzmäßigkeiten, die Ostwald in dem Buch aufzeigt. |
Autor*in Martina Scupin |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Hauntologie und Anemoia |
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Der moderne Mensch nähert sich der Welt über Ausdrucksprägungen, die begraben aber niemals aus seinem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind. Das ‹Fatale Muster› ist eine Auseinandersetzung mit diesen Ausdrucksprägungen. Diese Arbeit strebt einen thematischen Vergleich zwischen der zeitgenössischen Popkultur und der Bildersammlung Aby Warburgs an und entblößt diese Fatalen Formen, als die patriarchalen Geister, die uns umgeben. Der Fokus der Thesis ist die Hauntologie und das Mnemosyne Verfahren Warburgs. Warburg sah in den Bildern gestalterische Energien, die ewigen Ausdrucksformen menschlichen Seins, menschlicher Leidenschaft und menschlichen Schicksals. Die Motive sind mehrere Ausdrucke, die mit Aceton auf den Kalkstein transferiert wurden und durch ihre Rasterung, das fatale Druckmuster des Moirees bilden. |
Autor*in Celina Vervoort |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #8 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Ellen Sturm |
| #hawehrtsich |
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#hawehrtsich — gegen die Unterfinanzierung! ist das Motto einer Plakatkampagne, die sich gegen die Folgen der Sparmaßnahmen an der HAW Hamburg richtet. Die Serie umfasst 218 gedruckte RISO-Plakate mit Aussagen zur Situation von insgesamt 58 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Hinzu kommen 25 handgeschriebene Plakate, die bei einer Aktion auf dem Weihnachtsmarkt des FSR Design entstanden sind. Im Verlaufe des Wintersemesters 2023/24 wurden die insgesamt 243 unterschiedlichen Plakate an den Wänden der Fakultät DMI der HAW Hamburg aufgehangen, um Aufmerksamkeit auf die sogenannte Unterfinanzierung und ihre Auswirkungen auf die Studierendenschaft zu lenken. Die Kampagne wurde dokumentiert auf dem dazugehörigen Instagram-Account @hawehrtsich. |
Autor*in Leon Ley |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Pierre Pané-Farré |
| Herrenloswerden |
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Vor einiger Zeit stolperte Niklas Schönemann im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) über die Thematik des sogenannten ‹Herrenloswerden› von Bienenschwärmen: § 961 Eigentumsverlust bei Bienenschwärmen. Dabei handelt es sich um die juristische Einordnung verschiedener Eigentumsverhältnisse von Bienenschwärmen. Demnach haben sie das Recht, sich von ihren Besitzer:innen und ihrem aktuellen Aufenthaltsort zu trennen. Es überrascht, mit welcher Leichtigkeit sich Bienen aus einem Besitzstand lösen können, wann und wo immer sie wollen. Diese sehr dynamische Möglichkeit, Freiheit und Unabhängigkeit wählen zu können, soll als Metapher für die Gestaltung genutzt werden. Die Idee reizt, die Gesetzestexte wörtlich aus dem BGB zu übernehmen, um sie alleine schon irritierend erscheinen zu lassen. Der wilde Bienenschwarm hat vor allem visuellen Charakter und ist ein Symbol für das Streben nach Unabhängigkeit und Freiheit. Dabei stellt sich die Frage, wie weit man den Vergleich der ‹herrenlosen› Bienenschwärme mit der Suche nach Unabhängigkeit treiben kann. Das Projekt soll Mut machen, sich in Richtungen zu bewegen, die wir interessant finden. Es soll ermutigen, unsere ‹Herren› — also Schwierigkeiten und Unsicherheiten — hinter uns zu lassen. Die Bienen sollten uns Vorbild sein. Sie sind in Bewegung und fordern uns zum Mitfliegen auf. Das steht sogar im BGB. |
Autor*in Niklas Schönemann |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| HN2W. Commandments of Procrastination |
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Mit seiner Plakatserie möchte der Student den Konsens einer auf Selbstoptimierung ausgerichteten Arbeitsethik konterkarieren. Eine Arbeit des Zürcher Künstlerduos Peter Fischli und David Weiss aus dem Jahr 1991 ist dafür der antagonistische Ausgangspunkt. In How To Work Better stellten Fischli und Weiss zehn Regeln für zielorientiertes Arbeiten auf. Angeregt von einer, in einer thailändischen Fabrik entdeckten Arbeitsanweisung, entwickelten sie für die Fassade eines Züricher Bürogebäudes ihr monumentales typografisches Pendant, das seit 2016 auch eine Fassade in Manhattan schmückt. In der Parallele zu den Zehn Geboten des Alten Testaments erscheint hier der Arbeitgeber als Gott und das Künstlerduo als Moses, der zwischen ihm und der arbeitenden Menschheit vermittelt. Diese Regeln, die für einen kapitalistischen Unternehmer unter dem Aspekt der erhofften Produktivitätssteigerung optimal sind, weben ein Narrativ der Selbstoptimierung, das jedoch selten der Realität entspricht. Um ein Gegengewicht zu dieser Erzählung zu schaffen, wird das Thema der Prokrastination aufgegriffen und typografisch umgesetzt. Dazu thematisiert der Student Strategien der Prokrastination, deren allgemeine Bekanntheit den subversiven Geist von Fischli und Weiss betont und die Gebote How To Work Better als unternehmerische Ideologie entlarvt, obwohl sie idealistisch geschönt daherkommt. Denn wer möchte nicht besser arbeiten können? Die Zehn Gebote für unkonzentriertes und ineffizientes Arbeiten sind ein ironischer Kontrapunkt, der einen humorvollen, aber realistischen und nicht idealistisch verzerrten Einblick in den Arbeitsprozess von Menschen mit Konzentrations- und Antriebsschwäche gibt. Abschließend ließe sich die These formulieren, dass sich prokrastinierende Arbeiter*innen mehr oder weniger bewusst der zwingenden Logik von Ausbeutung und Optimierung entziehen. |
Autor*in Noah Kortenbruck |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| How Do You Think |
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Die kinetische Plakatserie How do you think bietet mögliche Gegenpositionen zur Heteronormativität an, um das eigene Konzept von Freiheit zu reflektieren und neu zu definieren. Das alltägliche Leben ist oft von Heteronormativität geprägt: Gesellschaftliche Klischees und Stigmata sowie die ganzheitliche digitale Vernetzung schränken unsere Eigenverantwortung für Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ein. So stellen wir vorgegebene gesellschaftliche Strukturen über uns selbst. Um neue Impulse zu setzen, müssen wir das Potenzial unserer eigenen Freiheit wieder entdecken. |
Autor*in Paul Eslage Deborah Flierl |
Kurse Move the System |
Ausstellungen |
Supervision Martin Lorenz Verena Kiesinger Alica Pfister |
| How to Pop the Bubble |
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Das Projekt How to pop the bubble beschäftigt sich mit der Frage, wie das Wissen über feministische Themen aus der eigenen sozialen Blase an andere Gruppen weitergetragen werden kann, ohne Vorurteile, Angst vor Fremdwörtern oder dem Gefühl einer Belehrung. Die erstellten Gesprächskarten umfassen Fragestellungen aus feministischen Bereichen und sollen eine Brücke bilden, die es ermöglicht, sich spielerisch über die Themen und neuen Begriffe auszutauschen. Dabei ist vor allem entscheidend, dass man seinen Gesprächspartner:innen zuhört und Raum für Nachfragen lässt. Der für die Ausstellung gestaltete Esstisch soll eine Familiensituation widerspiegeln, in der Personen aus unterschiedlichsten sozialen Gruppen dazu eingeladen sind, die Karten selbst einmal auszuprobieren. |
Autor*in Vanessa Köwing |
Kurse Annoying, Too Loud, Too Messy |
Ausstellungen The F*Room The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen Sofia Star |
| How to Resist Capitalism in Design? |
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Basierend auf den Text What is queer typography? by Paul Soulellis versucht die Studentin sich von den kapitalistischen Prinzipien des Design, wie es uns als westliche Disziplin beigebracht wird, zu lösen und zu erforschen, welche neuen konzeptionellen Möglichkeiten sich dadurch ergeben. Im Zentrum der Website wird die von ihr gestalteten Font Denormalizer frei zur Verfügung gestellt. Anstatt die Verwendung durch Geld zu regulieren, muss Zeit investiert werden, indem man sich mit dem thematischen Kontext der Schrift befasst, um das Downloaden der Schrift zu ermöglichen. |
Autor*in Saige Hippeli |
Kurse I Am a Museum of No Particular Type |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| HTML häkeln |
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Häkelschriften und Programmiersprachen sind Anleitungen, die von Menschen oder Maschinen gelesen und umgesetzt werden. Jedes dieser Systeme besitzt eigene Regeln und Logiken, die das Aussehen des Endresultats (Häkelstück oder Website) bestimmen. Welche Ergebnisse entstehen, wenn diese Anleitungen vermischt werden? Dafür wurden nach Analogien in diesen Sprachen gesucht und eigene Übersetzungsregeln entwickelt. Als Grundlage dienten Häkelanleitungen für einige Buchstaben, die in HTML und CSS übertragen wurden. Jedes <div> stellt eine Masche dar, die ineinander gehäkelt/verschachtelt sind. Angaben wie Nadelstärke oder Maschenart werden in CSS übersetzt und können von den User:innen angezeigt oder ausgeblendet werden. Die Farbnummer der Wolle wird beispielsweise zum HEX-Code für die Border-Color. Je nach Einstellungen entstehen auf diese Weise unterschiedliche Muster. |
Autor*in Saskia Hess |
Kurse I Am a Museum of No Particular Type |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| Humb Catalog |
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«Es wird wahrscheinlich eine Zeit geben, in der die Menschen auf ferne Planten reisen werden. Wenn das passiert nehmen wir unsere tödliche Mixtur aus Arroganz, Gier und Gewalt mit und werden diesen Planeten genauso zerstören wie wir es schon mit unserer Erde getan haben.»[^Wulf, Andrea. The Invention of Nature: Alexander von Humboldt’s New World. New York: Alfred A. Knopf, 2015.] so schreibt Andrea Wulf in Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur. Humboldt hat das Band zwischen Natur und Mensch erfasst und in seinen Studien beschrieben. Sind diese Tier- und Pflanzenarten, die Humboldt damals entdeckt und katalogisiert hat, vom Wandel unserer Umwelt betroffen? Dieser Frage widmet sich der Humb catalog. 127 der von Humboldts katalogisierten Tier- und Pflanzenarten wurden anhand der IUCN Red List für gefährdete Arten kategorisiert. |
Autor*in Isabell Henninger |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Humboldt erforschen |
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Alexander und Wilhelm von Humboldt gehören zu den bekanntesten und erfolgreichsten Wissenschaftlern aller Zeiten. Sie recherchierten, beobachteten und notierten. Und schrieben all ihre Erkenntnisse nieder, im Versuch die Welt zu begreifen. An diesen unstillbaren Wissensdurst hat hier die Gestaltung angeknüpft. Als Inspiration dienten die Notizbücher von Alexander von Humboldt, in denen er alles in strikter Ordnung und dennoch kreuz und quer notiert und festgehalten hat: Seiten wurden eingeklebt, Skizzen hinzugefügt oder lose eingelegt. Diese Idee hat die Studentin sich für ihre Gestaltung zueigen gemacht, so dass man innerhalb des Kataloges hin und her blättern muss, das Buch drehen und in gewisser Weise erforschen muss, um mehr Informationen zu einem Objekt, einem Text oder Bild zu erlangen. |
Autor*in Hanna Diercks |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Humboldt Katalog |
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Die Gebrüder Humboldt waren reiselustige Intellektuelle, stets auf der Suche nach neuen Erkenntnissen und oftmals ihrer Zeit weit voraus. Ihr Verstand arbeitete ständig, Gedanken wurden aufgeschrieben, neue Erkenntnisse notiert und immer wieder als Einschübe hinzugefügt. Davon inspiriert, zeichnet sich das Gestaltungskonzept des Katalogbuches durch Einschübe, Verschübe sowie Drehungen des Textes und der Abbildungen aus. Um auf die Aktualität der Gedanken von den Humboldt-Brüdern hinzuweisen, werden ihren Zitaten Fotos aus der heutigen Zeit gegenübergestellt. Die Wahl der blaue Auszeichnungsfarbe ist eine Hommage an das Schloss Tegel, dem Ort ihrer Kindheit und Jugend und dem Ursprung ihres Forschergeistes. |
Autor*in Franziska Fröstl |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Humboldt. Ordnung und Chaos |
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Wie ein Kaleidoskpo würfeln die üppigen Kollagen zu Beginn eines jeden Kapitels die entsprechenden Abbildungen durcheinander. Sie symbolisieren das vermeintliche Chaos der Welt. Im Gegensatz dazu stehen die Weißräume auf den Textseiten für die innere Leere des Nichtwissens. Die Leere wird erst am Ende der Kapitel mit den Objekten gefüllt. Die Texte sind im strengen Blocksatz gesetzt. Die Differenzierung von Fließtext und untergeordneten Informationen bricht die Strenge des Layouts. Die offene Fadenheftung macht die innere Struktur des Buches sichtbar. |
Autor*in Philipp Ruschke |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Hope You Like It #1 |
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Autor*in Ana Molina Caminero |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #2 |
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Autor*in Annabelle Treuheit |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #3 |
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Autor*in Carl Riesselmann |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #4 |
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Autor*in Carlotta Ramson |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #5 |
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Autor*in Hannah Matern |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #6 |
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Autor*in Joschka Wagner |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #7 |
|
Autor*in Julian Ebel |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #8 |
|
Autor*in Lara Schwiegelshon |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise |
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Die Aufgabe bestand darin, Typografie unter den Aspekten Grid, Transformation, Poesie und Sound – analog wie digital – in Bewegung zu versetzen. Die analoge Transformation erzeugt die Illusion echter Bewegung: Ein Transparentpapier mit dreizeiliger Typografie wird gebogen und verformt. Im digital animierten Plakat läuft die Zeile ‹Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise› aus Hermann Hesses Gedicht Stufen (1877–1962) über das Format und bilden wie eine Treppe die visuelle Entsprechung zur Metapher des Gedichts. Beim Thema Grid inspirierten mich die systematischen Gestaltungen von Herbert W. Kapitzki (1925–2005). Ich drehte einfache Formen immer wieder im Raster, bis ein neues Muster entstand. Im digitalen Arbeitsprozess animierte ich daraufhin Pixelbuchstaben – inspiriert von den Namen verschiedener Eissorten – so, dass eine wellenartige Bewegung sichtbar wurde. |
Autor*in Leo Hülsmann |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
| Hope You Like It #10 |
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Autor*in Matija Resman |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #11 |
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Autor*in Neele Peters |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #12 |
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Autor*in Pino Roloff |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #13 |
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Autor*in Quentin Haller |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #14 |
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Autor*in Tabea Prante |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hope You Like It #9 |
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Autor*in Viola Säger |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
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| Hyperpanoptical Times |
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Hyperpanoptical times ist eine Text-Installation, die das Interface und seine immanenten Machtdimensionen thematisiert. Sie ist zugleich das Interface zur ihr vorangegangenen design- und machttheoretischen Forschung und den durch sie hervorgebrachten Erkenntnissen und Gedanken, die über sie vermittelt werden. Den Rezipierenden erschließt sich die Installation nicht durch die übliche Interaktion mit einer grafischen Benutzeroberfläche, sondern indem sie sich im Raum und zu ihren einzelnen Erscheinungen positionieren. Ziel der Installation ist es, die mittlerweile als natürlich erachtete Wahrnehmung von und den Umgang mit Interfaces zu irritieren, zu reflektieren und daraus neue Erkenntnisse zu generieren. Dies geschieht sowohl auf inhaltlicher Ebene, auf der die Rezipierenden mit Fragen, Gedankenexperimenten und Thesen konfrontiert werden, als auch auf gestalterischer Ebene, indem die Installation als Interface behandelt wird, das seine eigene Konstruiertheit darstellt. |
Autor*in Lucas Kramer |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #4 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| I Ging 2.0 |
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Das chinesische Buch der Wandlungen enthält 64 Hexagramme, die über 5000 Jahre alt sind. Ihr Aufbau gleicht dem der DNA und sie sind in der Lage jedes Phänomen im Kosmos darzustellen. Ein visuelles Remake unterstützt deren Bedeutung. Das in den Hexagrammen enthaltene System einer Baumstruktur wird visuell als Frequenz dargestellt. Hierzu wurden sechs Parameter der Bewegung (Hexagramm 1) und sechs der Form (Hexagramm 2) zugewiesen. Hexagramm 1 und 2 beschreiben zusammen eine Wandlung. Insgesamt ergeben sich 4096 Kombinationen. 32 Farben wurden sinngemäß zugeordnet (Wasser – blau, Feuer – rot, Erde – braun, Himmel – weiß, Berg – purpur, Donner – gelb, Holz, bzw. Wind – grün, See – Pastell). |
Autor*in Annelen Sachse |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| I Ging . Buch der Wandlungen |
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Das Buch der Wandlungen ist das älteste und — in der Übersetzung von Richard Wilhelm — weltweit bekannteste chinesische Buch. Es besteht aus 64 Hexagrammen, die ein geschlossenes philosophisches System bilden und einen Ansatz liefern, die Welt intuitiv und poetisch zu erfassen. Das Werk hat Persönlichkeiten wie Hermann Hesse und Bob Dylan inspiriert, John Cage nutzte es für seine Kompositionen, Texte und grafische Arbeiten. Hier liegt das Buch der Wandlungen in einer neuen grafischen Konzeption vor, die sich gleichzeitig dem System wie dem Mythos des Werkes verpflichtet fühlt. |
Autor*in Simon Wahlers |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin Christoph Lohse |
| Ich chill hier auf unangenehm mit meinem Chef |
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„Das Internet vergisst nichts!“ Wir alle kennen diese Aussage, die uns warnen soll, welche persönlichen Informationen wir ins Internet stellen. An sich sagt diese Aussage aber gar nicht aus, dass es gefährlich ist; Flo Büchel erkennt in digitalen Inhalten ein optimales Langzeitspeichermedium. Die Inhalte, mit denen sie sich auseinandersetzten, waren kleine Botschaften an sie selber. Da sie sich zur Zeit des Kurses viel mit sich selber auseinandersetzten, haben sie die gelernten Lektionen festhalten wollen. Es fungiert als Zeitkapsel und hält deren Fortschritt fest. Analoge Plakate, die intuitiv und experimentell entstanden, gepaart mit ihren digitalen Memoiren: Zusammen sollen sie sie daran erinnern, dass sie mit Kunst ein Werkzeug hat, immer weiter wachsen zu können. |
Autor*in Flo Büchel |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
| Ich sag, Klaus … |
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… wir hätten damals mehr die Omi fragen müssen! Um die Erinnerungen ihrer Großfamilie festzuhalten, interviewte Eva Mitschke ihre Großmutter und ihren Großonkel und übersetzte deren mündliche Zeitzeugenberichte in einen typografisch modellierten Erzählstrom, der sich durch Gedächtnislücken, Gedankensprünge, Widersprüche und Abschweifungen auszeichnet. Die Erzählungen der beiden Hauptprotagonisten werden durch Nachfragen und Kommentare der Autorin unterbrochen und durch nachträglich hinzugefügte Informationen sowie Verweise auf zugehörige Bilder und Textstellen ergänzt. Es werden Erinnerungsorte und Begriffe hervorgehoben, die für die Familie von Bedeutung sind, Gedächtnislücken und Gedankensprünge gekennzeichnet. Sinnzusammenhänge, die im Erzählen auseinandergerissen wurden, werden durch gebogene Linien neu verbunden. Die typografische Bearbeitung des fließenden Stroms erleichtert es einerseits, den Gedankengängen zu folgen. Andererseits offenbaren sich dadurch Zusammenhänge in der Familiengeschichte, die im Zuhören nur schwer zugänglich sind. Mit dieser Arbeit wurde eine Darstellungsform für ein Familiengedächtnis erarbeitet, die anregt, zwischen den Zeilen zu lesen. |
Autor*in Eva Mitschke |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #2 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| If ( ) { } Else { } |
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Indem der sonst unsichtbare Filterprozess sichtbar gemacht wird, möchte die Designarbeit If ( ) { } Else { } mehr Bewusstsein für personalisierende Algorithmen im Internet schaffen. Die Installation simuliert das Filtern von Daten, indem persönliche Gesichtsmerkmale wie Abstand der Augen oder Größe der Nase der Betrachter:innen per Face-Tracking ausgelesen werden und Informationen entsprechend personalisiert zugeordnet werden. |
Autor*in Sarah Klingenberg |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| Impostor Phänomen. Ein feindliches Selbst |
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Stell dir vor, du hast gerade ein erfolgreiches Projekt abgeschlossen. Glückwünsche und Lob erreichen dich von allen Seiten. Doch inmitten des Jubels taucht der leise Gedanke auf, ob nicht vielleicht einfach nur glückliche Umstände zum Erfolg geführt haben und ob du es nicht hättest besser machen können. Du wirst das Gefühl nicht los, ein:e Hochstapler:in zu sein. Diesen Zustand nennt man Impostor-Phänomen. In dem Semesterprojekt Impostor-Phänomen. Ein feindliches Selbst hat sich die Studentin sowohl inhaltlich als auch gestalterisch mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. |
Autor*in Lena Schlechte |
Kurse Listen to the Choir |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Lea Sievertsen Jan Vincent Dufke |
| In Spiral Dance |
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Cyborgs sind laut Donna Haraways Cyborg Manifesto Geschöpfe einer Post-Gender Welt. Sie überspringen die Stufe einer ursprünglichen Einheit und definieren so Natur und Kultur neu. Cyborgs sind oppositionell, ohne Unschuld und zeichnen sich durch Parteilichkeit, Intimität und Perversität aus. Ebenso sind sie Abkömmlinge des Militarismus und patriarchalen Kapitalismus und vereinen so auch Systeme der Unterdrückung in sich. Die Cyborg als Lebensform ist als Regeneration statt Wiedergeburt zu verstehen, als Rekonstruktion einer Welt mit dem utopischen Traum des Verzichts auf jegliche Form von Dualismus. Durch die Konstruktion dieses Mythos stellt Haraway bestehende Macht- und Herrschaftsverhältnis in Frage. Sie unterstreicht, dass Verantwortung für soziale Beziehungen Gedankenspiele anti wissenschaftlicher Metaphysik an der Grenze zu Science Fiction bedeutet, ebenso wie die Zurückweisung der Dämonisierung der Technologie und das bereitwillige Erlernen neuer Aufgaben, die mit den neuen Techniken einhergehen. Die Metaphorik der Cyborg nutzt sie um einen Ausweg aus dem Labyrinth der Dualismen aufzuzeigen. Laut Haraway bedeutet dies gleichzeitig den Aufbau und die Zerstörung von Maschinen, Identitäten, Kategorien, Verhältnissen, Räumen und Geschichten. Wie lässt sich diese Utopie aus heutiger Sichtweise bewerten? Verspricht die Mythologie tatsächlich die Verheißung einer neuen besseren Welt? Wie können wir die Begrifflichkeit und Ideen nutzen, um uns gesellschaftlich weiterzuentwickeln und Grenzen dualistischer Herrschaftsverhältnisse zu überwinden? Und ist das die neue Welt so wie wir sie uns wünschen? |
Autor*in Anna Roidl |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| In the Digital Age |
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Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Es bestimmt die Weise, in der wir Informationen rezipieren und prägt unsere Gesellschaft maßgeblich. Es ist deshalb naheliegend, dass Netztheorien wichtiger Bestandteil vieler moderner Designmanifeste sind. In der Auseinandersetzung mit diesen Theorien sind acht bewegte Plakate entstanden, welche nicht nur die Komplexität des Internets, sondern auch dessen Einfluss auf unsere Gesellschaft, thematisieren. |
Autor*in Gina Bartzok |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| Information Overload |
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Noch nie waren wir so vielen Informationen gleichzeitig ausgesetzt wie jetzt. Wir verbringen acht bis zehn Stunden pro Tag vor einem Bildschirm und lassen uns von morgens bis abends das kognitive Bewusstsein von Bildern und Informationen überschwemmen. Information overload bzw. die Informationsüberflutung hat durch technologische Entwicklungen, soziale Medien, Werbung und propagandistische Absichten einen neuen Höchststand erreicht. Die tägliche Verarbeitung und Selektierung tausender Informationen erfordert hohe Anstrengungen und kann das menschliche Gehirn stark belasten: von Entscheidungsunsicherheit, alltäglichem Stress, schlechterem Schlaf und Erschöpfung bis zu Migräneattacken und psychischen Erkrankungen. Als Schutzmechanismus reagiert das Gehirn mit Abschottung gegenüber Umweltreizen. Ganz zum Bedauern der Werbeindustrie: Bei der Recherche zu diesem Thema begegnet man vielen Quellen, die die Informationsüberflutung als Problem für Marketer erklären und Strategien entwickeln, die Wahrnehmungsschwelle trotzdem zu durchdringen. Um ins Langzeitgedächtnis zu gelangen, sollen Kampagnen kürzer, emotionalisierend und provokant sein und eine hohe Reizintensität haben. Im Gegensatz zum Zeitgeist des digitalen Zeitalters, in dem Synapsen frittiert und Sinne bombardiert werden, steht die Natur. Die Natur will nichts von uns, versucht nicht, uns etwas zu verkaufen oder uns zu manipulieren. ‹Touch Grass› steht für den Rückzug aus der Informationsflut und fordert auf, Tempo rauszunehmen, die persönliche Reizbombardierung zu reflektieren und sich auf die Suche nach Bewältigungsstrategien und Bedürfnissen zu begeben. |
Autor*in Keno Löwenherz |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Irre Typo |
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Das Wichtigste in der Typografie ist die Lesbarkeit. Um diese zu gewährleisten, folgen wir (angehenden) Designer und Designerinnen den Regeln der Typografie. Das Projekt Irre Typo setzt sich mit diesen Regeln auseinander, um mehr Bewusstsein im Umgang mit ebendiesen zu entwickeln. Folgende Regeln wurden genauer untersucht: die Regeln zu einem guten Block-, und Flattersatz, wie man richtig trennt, was eine gute Laufweite ist und wie man Wortzwischenräume korrekt setzt. Dabei kam die Frage auf , ob nicht auch ein gutes Design entstehen kann, wenn man diese Regeln bewusst bricht. Also wurde aus dem Thema: Regeln der Typografie das Thema Irreguläre Typografie. |
Autor*in Leona Labusch |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| Is This Love? |
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Die Musik der 60er und 70er klingt nach Freiheit, Liebe und Gleichheit. Doch hinter groovigen Melodien und scheinbarer Gleichberechtigung verstecken sich oft problematische Botschaften: Frauen werden sexualisiert, kontrolliert und auf stereotype Rollen reduziert. Songs wie Under My Thumb oder Run for Your Life erzählen nicht von Liebe, sondern von Besitz, Macht und Unterwerfung — romantisiert als Leidenschaft. Mädchen werden zu Objekten gemacht und Gewaltandrohungen klingen wie Liebesbekenntnisse. Is this Love? hinterfragt Frauenbilder dieser Ära — und was davon bis heute unreflektiert weiterlebt. Das Projekt lädt dazu ein, bekannte Songs neu zu hören — mit offenem Blick auf das, was zwischen den Zeilen steht. |
Autor*in Saskia Kühnemund |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Island of Dreams |
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Ein Ort, der nur dir gehört. Du hast die Kontrolle über alles. Mit deiner Vorstellungskraft kannst du alles erreichen. Du kannst unmögliches möglich machen. Kannst du den Weg zu deiner Insel finden? Suche sie und du wirst dafür belohnt. Du kannst fliegen, Du kannst schwerelos sein, Du kannst Naturgesetzte aushebeln, Du kannst erschaffen, Du kannst Wunschorte zum Leben erwecken. Eine Insel, die man durchs luzide Träumen erreicht. Man kann seine Insel selbst gestalten und seine Träume ausleben, egal ob simple oder abstraktere. |
Autor*in Charlotte Mader |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Island of Happiness |
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Tote Pflanzen gießen Hässliche Häuser blau anmalen Rosen an unfreundliche Menschen verschenken Erdbeeren an Fremde verschenken Bushaltestellen dekorieren Den Eltern sagen, dass sie recht haben Süßigkeiten für Ameisen sammeln Spinnen das Schwimmen beibringen Tanzen beim Einkaufen Blumen pflanzen, wo immer es möglich ist Montags Cowboyhüte tragen |
Autor*in Kathrin Reichelt |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Ist das vielleicht verflixt |
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In vier Sessions befasste sich die Gestalterin mit Raster, Transformation, Poesie und Sound. In Session eins entstand ein analoges Plakat, inspiriert von Müller-Brockmanns Beethoven-Plakat, das auf einem radialen Raster basiert und Ordnung mit Dynamik verbindet. Digital wurden Buchstaben aus Rastermodulen animiert, bis sie unlesbar zerfielen. In Session zwei nutzte sie Netzstoff, Schablonen und Licht, wodurch Texturen und Schatten entstanden. Digital führten zufällige typografische Verschiebungen zu bewegten Kompositionen. Session drei zeigte analog einen zerschnittenen und versetzten Schriftzug, der Rhythmus aufbrach, während digital laute Farben und starke Animationen dominieren. In Session vier verband sie variable Fonts mit Audioverfremdung, wodurch Überlagerungen, Unschärfe und fragmentierte Bewegungen das Plakat prägten. |
Autor*in Hanna Ott |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
| It's Complicated and Stressful |
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In seinem Projekt hat Jan Michaelsen sich mit dem Kapitalismus auseinandergesetzt. Ein Thema war das Verhältnis von Kapitalismus und Demokratie. Diese beiden Systeme sind überwiegend unvereinbar, da politische Gleichheit nur mit wirtschaftlicher Gleichheit einhergeht: Wer hat die Zeit und die Ressourcen (Geld, Energie), sich politisch weiterzubilden und eigene politische Ziele und Bedürfnisse zu setzen? In einer kapitalistischen Gesellschaft sind auch diese Mittel ungleich verteilt. Ein weiterer Punkt ist die Vereinbarung von Antikapitalismus und Design. Mara Recklies bringt es in ihrem Essay Über die schwierige Beziehung von Design und Kapitalismus auf den Punkt: «Design verleiht dem Kapitalismus das magische Funkeln, das so gar nicht nach Elend, Ausbeutung und Katastrophe aussieht.»[^Recklies, Mara. Über die schwierige Beziehung von Design und Kapitalismus. Frankfurt am Main: Form, 2023.] Diese Aussage spiegelt wider, was der Student in den letzten Jahren gefühlt hat und was ihn daran gehindert hat, sich selbst als Designer wahrzunehmen. Design folgt größtenteils kapitalistischer Logik und selbst vermeintlich ‹antikapitalistische› Alternativen, wie nachhaltige Produkte oder gemeinnützige Arbeit, haben letztlich das Ziel, zu verkaufen oder durch schlecht bezahlte Arbeit weiter auszubeuten. Recklies spekuliert in ihrem Essay auch über mögliche Auswege aus dem Kapitalismus, gesteht sich aber ein, dass sie keine funktionierende ‹Exit-Strategie› kenne. Antikapitalistisches Arbeiten in einem kapitalistischen System ist eine große Herausforderung. Ein Umsturz muss in vielen kleinen Schritten erfolgen und ein Erster wäre, kapitalismuskritisch zu arbeiten, auch wenn man sich ein einer kapitalistischen Umgebung bewegt. |
Autor*in Jan Michaelsen |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen |
Supervision |
| It's Not About Me |
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It’s not about me ist eine Plakatserie von Thuy Linh Dang. Die Arbeiten bewegen sich zwischen analogem Druck, experimenteller Typografie und digitaler Animation. Linienraster – inspiriert von Kapitzkis parametrischem System – bilden die Grundlage für animierte Kantenstrukturen. Transformationen wurden fotografisch untersucht, indem Typografie durch Licht und Schatten verformt und verzerrt wurde. Das poetische Wortsystem entstand aus dem egozentrischen Achsen-System, in dem Wörter nach drei Kriterien bzw. Achsen bewertet wurden. Schließlich experimentierte die Studentin mit verschiedenen Aussprachen einer KI-Stimme in unterschiedlichen Sprachen und übersetzte die Rhythmen in visuelle Reaktionen. So verschränken sich Raster, Transformation, Sprache und Klang zu einer visuellen Sprache, die ständig in Bewegung bleibt. |
Autor*in Thuy Linh Dang |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
| Ja, Dein Tisch ist fein gedeckt. Du brauchst kein Besteck. |
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Textsammlung zu Kultureller Aneignung Als reiche, westliche Gesellschaft bedienen wir uns ausgiebig an anderen Kulturen. Designschaffende tragen aktiv zu dieser unreflektierten Nutzung anderer Kulturgütern bei. In dieser Schweizer Broschur bündeln sich Texte einer Recherche zum Begriff Kulturelle Aneignung. Sie sollen zum Verständnis beitragen und auf das Thema in unserem gestalterischen, designerischen Umfeld aufmerksam machen, dafür sensibilisieren und zum eigenen Reflektieren anregen. Gezeigt wird eine ganz persönliche Recherche, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Allgemeingültigkeit erhebt. Nach dieser Recherche stellt sich verstärkt die Frage nach der Position und Haltung von uns Designer:innen. |
Autor*in Lisa Lenkersdorf |
Kurse Listen to the Choir |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Lea Sievertsen Jan Vincent Dufke |
| J’adore Venise. On Disappearing Bodies |
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Die öko-kritische Multimedia-Installation J’adore Venise untersucht die Verflechtung von Hypertourismus, Überwachungskapitalismus und Simulationen mit dem Schwerpunkt auf der komplexen Sozio-Ökosphäre von Venedig. Was passiert, wenn der Tourismus zum Haupterzähler wird? Wenn die touristische Erzählung die lokale Wirtschaft infiltriert und zum wichtigsten Instrument der Ortsgestaltung wird? In dieser Hinsicht ist der virtuelle Konsum eines Raums eine praktikable, nachhaltigere Alternative? Wie können wir das extraktive Narrativ des Überwachungskapitalismus mit Hilfe digitaler Werkzeuge neu formulieren, um den (Stadt)Nutzer:innen und Erzählungen vor Ort ihre Handlungsfähigkeit zurückzugeben? |
Autor*in Stefano Dealessandri |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Aram Bartholl Prof. Heike Grebin |
| Jahrbuch |
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Kein Tag ist wie der andere: Kaum wahrnehmbar schwankende Körpertemperaturen oder offensichtlichere Werte wie die Anzahl der Sonnenstunden am Tag haben Auswirkung auf unseren Biorhythmus und damit auf unser Gemüt: sie bestimmen unseren Alltag. Auf Basis einer Datenbank aus meteorologischen und biologischen Daten entsteht eine organische Form, die sich aufgrund verschiedener Parameter von Tag zu Tag verändert und somit Rückschlüsse auf 365 Tage eines Jahres zulässt. |
Autor*in Eva Heidenreich |
Kurse Stil System Methoden 2.0 |
Ausstellungen System trifft Utopie |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| JukeJamPix |
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Per Knopfdruck erstellt JukeJamPix ein Bild von einem Song deiner Wahl – eine ungewöhnliche Interpretation digitaler Musik. JukeJamPix analysiert Parameter wie Tondauer, Lautstärke, Takt und Klang in einzelnen Zeiteinheiten und überträgt sie in Formen und Farben. JukeJamPix eröffnet eine neue Perspektive auf das Verhältnis von musikalischen und visuellen Strukturen. |
Autor*in Anna Heinrich |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Katalysator Comic Sans |
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Der Siegeszug des Personal Computers, der Mitte der Neunzigerjahre mit beispielloser Geschwindigkeit in die Haushalte der westlichen Welt eingezogen ist, rekurriert zumeist auf zwei Aspekte: Virtualisierung von Wirklichkeit und weltumspannende Vernetzung. Dass der PC aber auch eine Vervielfältigung von Ausdrucksformen und -formaten mit sich brachte, ist ein Aspekt, der manchmal eher stiefmütterlich betrachtet wird. Im Zuge der Digitalisierung[^Der Begriff der Digitalisierung bezieht sich in der vorliegenden Arbeit in der Hauptsache auf den Einzug des Personal Computers in den alltäglichen Haushalt. Der Gebrauch digitaler Geräte in der Gestaltung in den vorangegangenen Jahren davor wird, sofern nicht anders gekennzeichnet, ausgeblendet.] hielt die Comic Sans als im Betriebssystem Windows 95 vorinstallierte Schrift im Sommer 1995 Einzug in viele Haushalte und ist seither aus der alltäglichen Gestaltung nicht mehr wegzudenken. Nach ihrer Einführung fand sie erst rasch Verbreitung, später wurde sie eher verächtlich beäugt. In jüngerer Zeit erlebt die Comic Sans nun aber eine neuerliche Konjunktur, die maßgeblich mit dem aktuellen Revival der Jahrtausendwendezeit in vielen Bereichen der (Jugend-)Kultur zu tun hat. So werden persönliche Fragen nach Prägung und Geschmacksbildung aufgeworfen: Was ist meine Auffassung von Gestaltung? Wie und vor welchem Hintergrund positioniere ich mich als Gestalterin? Und wie beeinflussen äußere Umstände, wie der Fakt, die erste Generation zu sein, die mit digitalen Medien aufwuchs, meine Herangehensweisean Gestaltung? In dieser Bachelorarbeit steht der Versuch im Vordergrund, die Comic Sans historisch und gestalterisch einzuordnen, was auch bedeuten muss, sie als eine Schrift ernst zu nehmen, die unseren Alltag ganz wesentlich mitbestimmt. Anhand unterschiedlicher Techniken und mit Hilfe der Helvetica als formaler Gegenspielerin wird die Comic Sans auf ihre Eigenschaften untersucht. Die Analyse läuft auf die Gestaltung einer neuen Schrift hinaus: Dopamin ist eine variable (Bügelperlen-)Rasterschrift, die sich momentan noch in der Entstehung befindet und bald als Open-Source-Schrift verfügbar werden soll. |
Autor*in Lucia Köhn |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Normal |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Pierre Pané-Farré |
| Kein Konstrukt |
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DAS KAPITAL IST KEIN KONSTRUKT Der Kapitalismus bringt zwei einander antagonistisch entgegengesetzte Klassen hervor: Bourgeoisie und Proletariat.Eine Klasse, die über das Eigentum an Produktionsmitteln verfügt und eine, die nichts außer ihrer Arbeitskraft besitzt und somit gezwungen ist, diese zu ver-kaufen. Die Bourgeoisie vermehrt ihren Reichtum durch die Ausbeutung des Proletariats. Sie zahlt den Arbeitern und Arbeiterinnen einen Lohn für die Benutzung ihrer Arbeitskraft und eignet sich das Produkt ihrer Arbeit an. Sie versucht am laufenden Band, die Produktionskosten zu senken. Deshalb drückt sie den Lohn, intensiviert die Arbeit und macht ständig Arbeiter und Arbeiterinnen überflüssig. DER STAAT IST KEIN KONSTRUKT Der bürgerliche Staat ist die organisierte Gewalt der Bourgeoisie. Er ermöglicht die Ausbeutung des Proletariats, indem er das Privateigentum durchsetzt. Er vertritt die Interessen des nationalen Kapitals nach innen und außen und verschafft ihm gute Bedingungen zur Vermehrung. Durch die Einziehung von Steuern finanziert er die Mittel zur Durchsetzung seiner Interessen. Deshalb ist er vom Erfolg des nationalen Kapitals abhängig. Außerdem verwaltet er die durch die kapitalistische Produktionsweise entstehenden Widersprüche mit dem Zweck, diese und seine Herrschaft aufrechtzuerhalten. DAS PATRIARCHAT IST KEIN KONSTRUKT Frauen werden im Kapitalismus doppelt, als Arbeiterinnen und durch Männer, unterdrückt. Sie sind für die kapitalistische Produktion weniger brauchbar als Männer, wegen möglicher Schwangerschaft und durchschnittlich geringerer körperlicher Leistungsfähigkeit. Sie sind für das Kapital nützlich, indem sie die Reproduktion der Arbeitskraft durch unbezahlte Hausarbeit sicherstellen und die Reproduktion der Klasse gewährleisten — das heisst, die zukünftigen Arbeiter und Arbeiterinnen gebären. Aus dieser gesellschaftlichen Stellung der Frau resultiert die patriarchale Ideologie. Will man Unterdrückung und Ausbeutung abschaffen, muss man das Kapital und den bürgerlichen Staat abschaffen. (Marx & Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, 1848) |
Autor*in Leon Ley |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Kiosk 3000 |
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Das Projekt Kiosk 3000 beschäftigt sich mit dem Thema Lokalität im virtuellen Raum. Von der Idee geleitet, wie ein digitaler Kiosk in Zukunft aussehen und funktionieren könnte, stellte sich die Frage, ob ein Ort der sozialen Begegnung überhaupt ins Internet übertragbar ist, da Lokalität und Nachbarschaft maßgebende Faktoren dafür darstellen. Obwohl der Zufall bestimmt, wo eine Person geboren und sozialisiert wird, bildet ebenjener Raum eine fundamentale Ordnung für das jeweilige Leben. So ist auch die eigene Perspektive immer geprägt von unserem Umfeld. Raum im klassischen Sinne eines reellen Ortes existiert virtuell nicht, ebenso wenig wie Lokalität. Jede Person kann egal wo sie sich befindet auf das Internet zugreifen. Ist es daher erstrebenswert diese Kategorien nachzubauen und aufrecht zu erhalten? Welche Möglichkeiten eröffnen sich wenn Räumlichkeit im virtuellen an Bedeutung verliert? Bietet das Aufbrechen von Raum als gliederndes Element die Möglichkeit zur Neuordnung gängiger Hierarchien und Perspektiven? Um diese Gedanken zu übertragen, sammelt Website Kiosk 3000 Bilder, die die Studentin selbst von ihrer Umgebung aufgenommen, zerschnitten, verfremdet und neu zusammengesetzt hat. Es ist ein Versuch, die eigene Perspektive zu visualisieren und gleichzeitig zu dekonstruieren. |
Autor*in Fanny Pokrant |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| KiSS. Kinetics in Sound and Space |
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Hinter dem Akronym KiSS verbirgt sich das 2019 gegründete Graduiertenkolleg der Partnerhochschulen HfMT Hamburg und HAW Hamburg. Die Autor:innen beleuchten den Themenkomplex aus unterschiedlichen Fachrichtungen im Sinne einer Transdisziplinarität. Rund um Kinetics in Sound & Space treten künstlerische und wissenschaftliche Disziplinen in einen kritischen Diskurs miteinander und legen so den Grundstein für diesen fachlich breit aufgestellten Band. Herausgegeben von Thomas Görne, Georg Hajdu, Benjamin Helmer und Jacob Richter, mit Beiträgen von Alessandro Anatrini, Greg Beller, Kristin Kuldkepp, Jacob Richter, Elise Schobeß, Stefan Troschka, Thomas Görne, Gerriet K. Sharma und Georg Hajdu. Die Auseinandersetzung mit den Dynamiken von Raumklängen und Klangräumen prägte auch die Gestaltung dieser Publikation: Claudia, Leoni und Liad – Masterstudentinnen des Kommunikationsdesigns – entwickelten ein reduziertes, zugleich virtuoses gestalterisches Konzept. |
Autor*in Liad Shadmi Leoni Roosen Claudia Schulz |
Kurse KiSS. Kinetics in Sound and Space |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen |
| Koloniale Amnesie |
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Kommt her auf unsere Insel, schaut mal vorbei. Schwimmt rüber zu uns, in eine Welt die sich schmückt mit wunderschönen Federn, fremden Federn. Schwimmt rüber zu uns, wo das fremd sein bestaunt wird, auf unserer Insel hat man den Rundumblick. Schwimmt rüber zu uns, der Eintritt ist frei, bezahlt dafür haben andere. Schaut sie euch an, die Kunst, die fremde Kunst, sie wird euch den Atem rauben. So wie wir sie anderen raubten. Die Kunst? Oder den Atem? Oder den Atem für die Kunst? Schwimmt rüber zu uns, durch den Nebel der Geschichtsklitterung, danach habt ihr die beste Sicht, historische Gerechtigkeit gibt es hier nicht. |
Autor*in Annika Halbsgut |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Konstrukt Gefängnisinsel |
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Seit jeher interessieren wir uns für die dunklen Abgründe der Menschheit. Streamingplattformen sind gefüllt von Dokumentationen über den Handel mit Drogen und Waffen, kriminelle Klans und ihre Machenschaften oder auch die so geheimnisvoll erscheinenden Gefängnisinseln. Einige Insassen wurden durch ihre spektakulären Ausbruchversuche oder besonders skrupellose Verbrechen zu Legenden, andere werden von der Gesellschaft komplett verurteilt. Straftaten werden nach unterschiedlichem Maßstäben von uns be- und gewertet. Doch was lösen das Konstrukt und die damit einhergehenden Strafen, Regeln und Vorgehensweisen der juridikativen Institution eigentlich in uns aus? Haben wir eine Meinung oder Empfindung dazu? Strafe und Resozialisierung Ethik und Moral Recht und Gerechtigkeit Das Konstrukt Gefängnisinsel soll mit Gegenüberstellungen von Begriffen zum Nachdenken bei dem/der Betrachter:in anregen. Was passiert eigentlich in der Institution? Finden das Recht und die Gerechtigkeit ein Zusammenspiel? Empfinden wir die Bestrafung und Resozialisierung als angemessen? Sind die Vorkehrungen ethisch und moralisch vertretbar? |
Autor*in Undine Meinke |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Kultur |
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Was ist die soziale Verantwortung eines Grafikers oder einer Grafikerin innerhalb der Gesellschaft? Nach dem französischen Grafikdesigner Pierre Bernard basiert die soziale Verantwortung des Grafikers auf dem Wunsch, an der Schaffung einer besseren Welt mitzuwirken. Design ist Teil von Kultur, welche durch menschliche Einflüsse gemeinsam aufgebaut und verändert wird und sich dadurch im ständigen Wandel befindet. Der Designer oder die Designerin übernimmt durch seine oder ihre Arbeit eine soziale Rolle als Mitgestalter:in der Kultur, geprägt durch seinen oder ihren persönlichen kulturellen Hintergrund. |
Autor*in Luisa Kiendl |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| Layer It! |
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Mit Layer it haben die Studentinnen die vielfältigen Möglichkeiten des Layerings erforscht. Inspiriert von den Arbeiten der Designerinnen Anja Kaiser und Andrea Tinnes, haben sie sich intensiv mit der Komposition und Überlagerung von Formen, Typografie und Mustern auseinandergesetzt. Sie betrachten diese Gestaltungstechnik als ein kreatives Werkzeug und untersuchen, wie vielseitig sie anwendbar ist und was man dabei beachten sollte. Angelehnt an die Library of Shapes, Texts, and Structures von Andrea Tinnes, ein Archiv verschiedenster Materialien, auf das die Designerin zur Gestaltung und Inspiration zugreifen kann, haben sie selbst eine Vielzahl von Ebenen erstellt und miteinander kombiniert. Ziel ist es, die Möglichkeiten einer solchen Sammlung zu erkunden und wie sich dieses Vorgehen für die Plakatgestaltung eignet. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stand die Frage, welche Vorgaben und Parameter für die Gestaltung nötig sind und inwiefern sich das auf die Ästhetik und den Ausdruck der Plakate auswirkt. |
Autor*in Emely Farnow Julia Biedasiek Julia Reinhardt Justice Hirsch |
Kurse Annoying Toolkit |
Ausstellungen The F*World The F*Room |
Supervision |
| Lectures |
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Vier Vorträge, unter dem Titel Lectures gesammelt, setzen sich mit Werk und Arbeitsweise des Komponisten und Musiktheoretikers John Cage auseinander. Basierend auf dessen Gedanken zur Musik, zum Experimentieren und zur Aneignung des Zufalls werden vier musiktheoretische Aussagen Cages aufgegriffen und nicht musikalisch, sondern typografisch umgesetzt. Diese visuelle und gestalterische Fortführung versucht zu einer experimentellen Typografie zu gelangen, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat – getreu Cages Aussage: «Meine Lieblingsmusik ist die, die ich noch nicht gehört habe. […] Ich schreibe, um die Musik zu hören, die ich noch nicht gehört habe.»[*] Alle vier Experimente basieren auf Cages Vorträgen Lecture on Nothing und Lecture on Something. Im Rahmen des Projekts entstanden dann die noch fehlenden Vorträge Lecture on Anything und Lecture on Everything, die die Vortragsreihe komplettieren. |
Autor*in Timo Rychert |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin Christoph Lohse |
| Ludovicscript |
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Die Arbeiten von Ludovic Balland* inspirierten; er hat für das Weltformat 217 verschiedene Plakate gescripted. Sein System wurde analysiert und in Plakate übersetzt. (Auf jedem Plakat steht ein Satz. Dieser Satz wird in Wörter unterteilt, nach jedem Wort wird die Fläche um 45 Grad gedreht. Parallel dazu entsteht eine schwarze Linie, die die Leserichtung angeben soll. Beginnend nach jeder Drehung ist ein Dreieck und am Ende ein Quadrat.) Die Studentin erstellte eine Tabelle mit sechs Rubriken (Titel, Ort, Datum, Uhrzeit, Beschreibung, Webseite) – eine eigene kleine Datenbank mit möglichst sinnvollen Parametern. Für jede Rubrik wurde eine eigene Form erstellt, die sich immer an der Länge der einzelnen Wörter anpasst. So gibt es zum Beispiel den Titel ‹Plakat›, der sechs Buchstaben hat. Die Zahl sechs wird dann mal zwei multipliziert, damit die Form größer auf dem Plakat erscheint. Ist ein Feld nicht ausgefüllt, so wird die Form auch nicht auf dem Plakat zu sehen sein. Die Plakatentwürfe wurden in InDesign gestaltet. So konnten Ideen ausprobiert und Elemente schnell angeordnet werden. Diese Anordnung wurde dann mit basil.js nachgebaut. Für die Studentin war es eine große Motivation, zu wissen, wie die Plakate am Ende aussehen sollen und ‹nur noch› zu scripten müssen . Die Schwierigkeit bestand darin, ein System zu entwickeln, in dem die Entwürfe sich auch ‹bewegen› können und mit viel wie auch wenig Text funktionieren. Die Studentin musste sich stets zwingen, nicht statische, sondern flexible Plakate zu denken. |
Autor*in Sophia Weider |
Kurse Ordnung des Wissens |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Männlich/Weiblich/Toaster |
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m/w/t ist eine experimentelle Videoarbeit und eine kritische Betrachtung des linearen Fernsehprogramms. Sowohl im öffentlich-rechtlichen Rundfunk als auch im Privatfernsehen werden häufig problematische Inhalte gezeigt. Die Inspiration für dieses Projekt ist die Hinterfragung, weshalb bestimmten Personen eine dauerhafte Plattform im öffentlichen Fernsehen gegeben wird, trotz vorhergehender Vorwürfe. Ein Teil der Personen, mit denen sich m/w/t beschäftigt, waren bereits in der Vergangenheit auffällig mit ihren Aussagen. Einige Beispiele sind Witze über K.-o.-Tropfen, stereotypische Frauenbilder und sexuelle Übergriffigkeiten. Sexismus in der Comedy ist ein Problem. Meist wird die Satire- und Kunstfreiheit als Argument herangezogen, um problematische Aussagen zu rechtfertigen und zu schützen. Ziel der Installation ist es nicht, auf eine spezifische Fragestellung einzugehen, sondern vielmehr den Rezipient:innen darzulegen, wie alltäglich zweifelhafte Inhalte im linearen Fernsehen ausgestrahlt werden. Aussagen der ausgewählten Programme werden auf das Wesentliche reduziert wiedergegeben. Die Thematik, die aufgezeigt werden soll, ist, inwiefern problematische Personen weiterhin eine Laufbahn in der Unterhaltungsbranche führen können und warum sexistischer und diskriminierender Humor sogar vom öffentlich rechtlichen Fernsehen gefördert wird. Um Aussagen humoristisch nachzuzeichnen und abstrahieren zu können, ohne dabei die Aussagen der Sprechenden in ihrer Bedeutung innerhalb des Videos zu untergraben, werden unterschiedliche, experimentelle Methoden getestet. Die Clips der Videoinstallation beinhalten Aufnahmen, die in der ersten Januarwoche 2023 im linearen Fernsehen zu sehen waren. Um die stetige Präsenz dieser Problematik zu betonen und aufzuzeigen, wurde bewusst eine zufällige Programmwoche bearbeitet und nicht über einen langen Zeitraum Inhalte kuratiert. Durch dieses Vorgehen vermeiden wir Cherry-Picking und bestätigen unsere These, dass sexistische Aussagen keine Ausnahmen darstellen. |
Autor*in Celina Vervoort Jonas Lerch |
Kurse Annoying, Too Loud, Too Messy |
Ausstellungen The F*Room The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen Sofia Star |
| Männliche Kunst & Gewerbe Hamburg |
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Männliche Kunst & Gewerbe ist eine Protestaktion, die das Ungleichgewicht der Sammlung des Museums für Kunst & Gewerbe Hamburg aufzeigt und anprangert. Mit einer Sammlung spekulativer Websites und aktivistischer, digitaler Artefakte möchte das Projekt einen Scheinwerfer auf die dunklen Ecken großer Kunst- und Designinstitutionen richten. In der digitalen Parallelwelt erleichtert der Countdown unbürokratisch die Sammlung um die Hälfte ihrer Werke, werden Forderungen und Fragen mit einer Überheblichkeit à la Mike Meiré gestellt, während wertvolle Werke nicht wiederhergestellt werden können und als ‹Broken Images› in einem unendlichen Scroll in Vergessenheit geraten. |
Autor*in Amyra Radwan Sina Gösele |
Kurse Annoying, Too Loud, Too Messy |
Ausstellungen The F*Room The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen Sofia Star |
| • • • Magazin |
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Das • • • Magazin ist eine automatisch generierte Zeitschrift, deren einzelne Ausgaben sich per Knopfdruck erstellen lassen. In diesem Generierungsprozess setzen sich online abgerufene Bild- und Textinhalte nach bestimmten Parametern zusammen, so dass eine monothematische Ausgabe zu einem bestimmten, zufällig ausgewählten Begriff entsteht. Der Betrachter kann dabei am Bildschirm zusehen, wie sich das Heft vor seinen Augen zusammensetzt. Die Produktionsweise ist vom Fanzine-Format inspiriert und bewusst einfach gehalten: Am Ende des ‹Entwurfsprozesses› wird das Magazin ausgedruckt und kann dann gefaltet, getackert und mitgenommen werden. Jede Doppelseite des Magazins setzt sich nach einem bestimmten System zusammen, das sich dem Leser beim Betrachten und Vergleichen mehrerer Ausgaben erschließt. Einige Elemente lassen sich nur durch das Nebeneinanderlegen zweier Ausgaben vollständig betrachten. Die Gestaltungsmethoden der Zeitschrift sind aus der von Jacques Derrida beschriebenen Theorie der Dekonstruktion abgeleitet. Das Nebeneinanderstellen und Neu-Kontextualisieren der unvorhersehbaren Text- und Bildelemente jeder Ausgabe wird zur gestalterischen Strategie mit ungewissem Ausgang und hinterfragt die Rolle des Gestalters als Bedeutungsgeber seiner Arbeiten. |
Autor*in Timo Rychert |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #1 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| MakroMikroMisere |
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Ein Bewusstsein dafür, wie gravierend die Folgen unseres Plastikkonsums sind und wie wir diesen reduzieren können, entwickelt sich in den letzten Jahren stärker denn je. Und doch ist vielen Menschen nicht klar, welches Ausmaß die Plastikproblematik mittlerweile annimmt und auf welchen Wegen sie selbst — oft unbeabsichtigt — dazu beitragen. MakroMikro ist eine Plakatserie, die auf ihren vier Plakaten zum Nachdenken anregt, die Folgen unseres Plastikkonsums und das Potential des Verbots aufzeigt. |
Autor*in Felicitas Hirmer |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Mann fällt in Loch |
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In ihrer Bachelorarbeit Mann fällt in Loch reflektiert Laura Stieg die von ihr kuratierte Ausstellung Mann fällt in Loch, weil er denkt, es sei Kunst. Wie kann man ein Ausstellung in einen Buchraum übersetzen, so dass die Essenz der Arbeiten erhalten bleibt? Wie überträgt man Klangkunst, Installation und Interaktivität in einen zweidimensionalen Raum? Entstanden ist ein dreiteiliges Buch, das mit dem Katalog, dem Buch als Ausstellungsraum und einem designtheoretischen Text die Abbildbarkeit von Kunst untersucht. |
Autor*in Laura Stieg |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #5 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| Manual Override |
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Autor*in Julia Biedasiek |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Simon Thiefes Prof. Heike Grebin |
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| Mein Körper ist politisch |
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Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht in Artikel 3 Absatz 2: «Männer und Frauen sind gleichberechtigt. [...]». Trotzdem stimmten 1997 über 21% der Abgeordneten im Bundestag gegen die Reform des §177 Strafgesetzbuch (StGB). Sie thematisierte unter anderem, dass Vergewaltigung in der Ehe gegenüber allen Geschlechtern als Straftat anerkannt wird. §218 StGB regelt den Umgang mit Schwangerschaftsabbrüchen: Sie sind immer rechtswidrig, aber nur unter bestimmten Umständen strafbar. Eine Frau, die Opfer einer Vergewaltigung wird, handelt demnach rechtswidrig, wenn sie eine daraus resultierende Schwangerschaft abtreibt, wird jedoch nicht strafrechtlich verfolgt. Wie gnädig. Frauen dürfen demnach nicht frei über ihren eigenen Körper entscheiden. Im Falle von tödlicher Gewalt gegen Frauen gibt es nichtmal einen entsprechenden Paragraphen. Alleine in Deutschland wird mittlerweile jeden zweiten Tag eine Frau von ihrem Ex–/Partner getötet. In den Nachrichten spricht man von ‹grausamen Familiendramen›, in der Polizeilichen Kriminalstatistik von Partnerschaftsgewalt. Dabei geht es um Frauenhass und Machtausübung. Der richtige Begriff dafür ist Femizid. Vor dem Gesetz ist dieser ‹Frauenhass mit Todesfolge› jedoch kein eigener Straftatbestand. Im Zuge ihrer Recherche ist die Studentin auf einige Fälle ungleicher Behandlung von Frauen gestoßen (LGBTQAI+[^LesbianGayBinaryTransQueerAsexualIntersexual und alle dazwischen und außerhalb] Personen werden in den meisten Statistiken gar nicht erst erfasst). Dieses Thema ist so umfangreich, dass es unmöglich ist, es in einem Semester vollständig zu erfassen. Daher hat sie einige Ergebnisse meiner Recherche hier ausgelassen. Aber dies ist ein erster Versuch, sich des Themas anzunehmen. |
Autor*in Julia Biedasiek |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen |
Supervision |
| Memory Index |
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Der Zweck, des Memory index war es, einen digitalen Raum zu schaffen, um Geburtstagskarten, Bilder und andere Dinge, die die Studentin im Laufe ihres Lebens gesammelt hat, zu archivieren. Sie hat ihre Erinnerungsstücke in drei Kisten aufbewahrt, die Momente von vor ihrer Geburt bis vor wenigen Tagen abdecken. Durch diese Website wurde die unübersichtliche Sammlung in einen systematischen Index verwandelt, der die Erinnerungen in einen neuen, dynamischen Kontext stellt, den es vorher nicht gab. |
Autor*in Nele Ewert |
Kurse I Am a Museum of No Particular Type |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| MessAgeMessAge |
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Ausgangspunkt für das Website-Projekt MassAge MessAge ist die Medientheorie von Marshall McLuhan bzw. sein Buch The Medium is the Massage. Die Website setzt sich zum Ziel, die Theorie McLuhans für die Nutzer:innen greifbar und erlebbar zu machen, indem sie in ein experimentelles Erlebnis übersetzt wird, das Interaktivität und medientheoretische Reflexion miteinander verbindet. Im Fokus steht nicht der Inhalt, sondern das Medium selbst als Botschaft und Wahrnehmungsinstrument. Nutzer:innen gestalten aktiv Inhalte und Gestaltungselemente der Website, wodurch das Medium sich stetig verändert. Eine Web-to-Print-Funktion ermöglicht schließlich die Übersetzung in ein physisches Medium, das Plakat, und hinterfragt somit, was bleibt, wenn Interaktion zur Oberfläche wird. |
Autor*in Carla Moje |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Metamorphose |
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Die Arbeit setzt sich auf experimentelle Weise mit der Bildlichkeit und der visuellen Wirkung von Schrift auseinander. Als Ausgangsmaterial dienten die Metamorphosen des römischen Dichters Ovid. Ziel war es, das aufgrund von Umfang und Sprache heute schwer zugängliche Werk intuitiv zu erschließen und der Interpretation durch die Betrachter:innen zu öffnen. Sowohl inhaltlich als auch methodisch stand dabei der Prozess des Entwerfens im Vordergrund. |
Autor*in Milena Bolland |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Casandra Popescu |
| Metronom |
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Das Metronom ist ein Chamäleon. Ursprünglich im 17. Jahrhundert als mechanisches Pendel erfunden, hat es sich allen technologischen Erfindungen angepasst. Es ist ein mechanischer, elektronischer oder auch digitaler Zeitmesser, der durch akustische Impulse ein konstantes Tempo vorgibt. Und es ist ein Sinnbild der vielbeschworenen Interaktion von Mensch und Maschine: Die Maschine gibt den Takt vor und der Mensch reagiert. Dieses Metronom möchte als Rhythmus-Trainings-Apparatur Freude mit Takt stiften. Je lauter und schneller mit geklatscht oder gesunden wird, desto dichter wird die Grafik. Das Metronom macht Spaß und tröstet zugleich: Je wilder und ungenauer es bespielt wird, desto schönere Bilder entstehen. Je präziser jedoch, desto uninteressanter wird das visuelle Geschehen. Vielleicht stimmt ja die These, dass Emotion erst durch Unschärfe entsteht. Im Entwurfsprozess war es etwas anders; es war eher ein Knobelprozess. Ungenauigkeit wurde nicht honoriert, führte aber zwischendurch zu vielen schönen grafischen Erlebnissen, die (zu) oft verworfen werden mussten. Aber mit diesem Metronom kann man auch viele schöne parametrische Bilder erklatschen. |
Autor*in Prof. Heike Grebin |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Timo Rychert Daniel Schröder |
| MFG* Feminist Regards |
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Ein queerfeministisches Glossar. Nicht alle Begriffe, die in der Diversitätsentwicklung verwendet werden, sind einfach oder allen vertraut. Diversitätsentwicklung ist sprachlich innovativ, weil sie etablierte Strukturen verändern will. Manche Wörter, die in der Diversitätsentwicklung gebraucht werden, knüpfen an internationale Diskurse an. Andere finden eine Sprache für Gefühle und Gedanken, die in der Mehrheitsgesellschaft bisher keinen Platz hatten. Für all das braucht es neue Wörter. Klar, das kann irritieren, nachdenklich machen und herausfordern. Aber was wäre, wenn uns die neuen Wörter neugierig machten? Wenn wir sie als Chance verstehen würden, anders miteinander zu sprechen? Dieses Glossar will kein Regelwerk sein, sondern versucht, Sprachgebrauch zu beschreiben und Orientierung zu bieten. |
Autor*in Saskia Kühnemund |
Kurse Listen to the Choir |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Lea Sievertsen Jan Vincent Dufke |
| MFG* Mit feministischen Grüßen |
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In der Arbeit MF*G werden die Potentiale und Herausforderungen einer alternativen Arbeitspraxis herausgearbeitet. In einer Zeit, in der Geschlechterungleichheit und patriarchale Strukturen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft zunehmend in den Fokus geraten, gewinnen alternative Organisationsformen an Bedeutung. In dieser Auseinandersetzung wurde kollektives Arbeiten als alternatives Modell hinsichtlich patriarchalen Arbeitsstrukturen untersucht. Die Bildung von sozialen Gemeinschaften hat auch bereits in der Vergangenheit dazu beigetragen, die Identifikation mit feministischen Anliegen und Zielen zu stärken. Wir verbünden uns, um neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen, widrige Situation gemeinsam zu bewältigen und neue Ästhetiken zu entwerfen, was meist auch mit einer Infragestellung von Hierarchien einhergeht. Die Zusammenarbeit in Kollektiven bietet nicht nur für uns Gestalter:innen zahlreiche Vorteile. Durch das Zusammenkommen verschiedener Köpfe, Perspektiven und technischer Fähigkeiten entsteht im kreativen Prozess ein enormes Potenzial mit spannenden Ergebnissen. Es ermöglicht uns voneinander zu lernen und gemeinsam zu profitieren. Doch worin liegt das Geheimnis dieser neuen, zielgerichteten und temporären kollektiven Arbeitsform? Diese Frage hat dazu inspiriert, die Qualitäten des kollektiven Arbeitens zu erforschen, zu analysieren und durch Interviews mit verschiedenen Kollektiven in einen zeitgenössischen Kontext zu bringen. |
Autor*in Saskia Kühnemund |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Alice Lagaay |
| Miscellaneous Matter |
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Miscellaneous [zusammengesetzt aus Elementen unterschiedlicher Art; etwas von gemischter Zusammensetzung] Kategorisierung ist omnipräsent in unserem Denken und Sein und hilft, die Komplexität der menschlichen Erfahrungswelt zu navigieren. Dies suggeriert eine kollektive, universelle Matrix, die unsere Beziehungen untereinander und zu unserer Umwelt bestimmt, indem sie Wissen sortiert, Sprache formt und Gestaltung beeinflusst. Doch wer oder was entscheidet über diese vermeintlich objektive Struktur? Kann solch eine Matrix überhaupt allgemeingültig sein oder ist sie vielmehr informiert von patriarchalen, kolonialen, kapitalistischen und ableistischen Erben? Die Arbeit ›Miscellaneous Matter‹ von Katharina Wanke untersucht die epistemischen und gesellschaftlichen Dimensionen von Kategorisierung sowie die ihr zugrunde liegenden Machtstrukturen, und betrachtet dabei all das, was über bleibt. Denn offenbar fällt immer etwas durch das Raster: jede:r kennt die berüchtigte Kramschublade, in der alles gesammelt wird, was nirgendwo sonst hingehört und sogar Gefahrengüter, die nicht eindeutig klassifizierbar sind, werden der Kategorie ‹Miscellaneous› zugeordnet. Es ist ein mystischer Ort, an dem die wohl sonderbarsten Dinge zusammenkommen, vereint nur durch ihr Schicksal, nirgendwo sonst Platz zu finden. Aus der systemtheoretischen Spekulation erwächst eine experimentell gestalterische Arbeit, die Werte wie Diversität, Non-Linearität, Gleichzeitigkeit und Ambiguität in eine Gestaltungssprache übersetzt. Eine mixed-media Plakatreihe fordert gestalterische Konventionen heraus und legt das fruchtbare Potenzial frei, das eine Miscellaneous Matter eröffnet. |
Autor*in Katharina Wanke |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Mix&Clash Call Me #8 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Alice Lagaay |
| Mit den Augen denken |
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Als Naturforscher und Sprachwissenschaftler haben Alexander und Wilhelm von Humboldt Weltruhm erlangt. Sie waren dabei keineswegs klassische Entdecker. Als neugierige Beobachter des Andersartigen, Sammler, Vermesser und transdisziplinäre Vernetzer sind sie gereist, um die Welt zu verstehen und und die Gedankenfreiheit zu fördern. Dabei ging es ihnen immer um die Bewegung, nicht darum, ein Ziel zu erreichen. |
Autor*in Janka Wiesenberg |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Mit DHL in’s DHM |
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Das Deutsche Historische Museum Berlin zeigt beide — den (kleinen) großen Bruder Wilhelm und den berühmten Welterforscher Alexander von Humboldt. Und so geben sich in der Ausstellung Kapitalismus und Kolonialismus die Hand. Was hat die Gesellschaft die letzten 200 Jahre geprägt? Worin unterscheiden sich die Zeiten? Wie war und ist der Umgang miteinander, mit der Natur, mit dem Wissen über die Welt und nicht zuletzt mit den Materialien? Der Katalog ist der Versuch einer Visualisierung zweier Perspektiven, meiner und ihrer. Die Falte wirft den Kunststoff auf den Stein. Das Ergebnis ist eine neohistorische Arbeit, die die Gegenwart der Humboldts mit der unseren vergleicht und in Bezug setzt: Alte, feine Schriftschnitte, axial gesetzt, reduzieren auf das Wesentliche — das Lesen. Die Objekte aber sind verpackt, etikettiert, versendet und abkassiert. Unter der glatten Reflexion der Verpackungsfolie sehen die Dinge matt und porös aus. Ein mit einem Versandetikett versiegeltes Buch: Die Gegenwart kann zurückgegeben werden. |
Autor*in Melanie Schwarz |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Mode + Grafik |
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Zum Rundgang Armgartstraße gibt es keine traditionellen Modenschauen, sondern immer wieder überraschende Präsentationsformate. Dieses Mal taten sich die Modestudent:innen mit Studierenden des Kommunikationsdesigns zusammen. Gemeinsam entwickelten sie das Thema: In Zeiten der Digitalisierung gewinnt künstliche Intelligenz immer mehr an Präsenz. Durch menschliches Wirken werden technische Fortschritte zügiger vorangetrieben und die digitale Welt lernt schneller denn je. Ist eines Tages der Punkt erreicht, an dem die künstliche Intelligenz die menschliche eingeholt hat? An diesem Punkt setzt die Performance an — ein abstraktes Zusammenspiel aus Mode, Animation und Projektion. Die Symbiose zwischen Körper und Raum wurde eine fulminante Show, die alle in ihren Bann zog. |
Autor*in Diep Nguyen Wegener Gina Bartzok Hanna Diercks Julian Hahn Luisa Kiendl Lukas Besenfelder Michelle Maicher Tobias Bartenschlager |
Kurse Mode + Grafik |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Kai Dünhölter Verena Kiesinger |
| Modernes Wissen |
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Wilhelm und Alexander von Humboldt waren Entdecker, Abenteurer, Forscher und Erfinder sowie Humanisten und Bildungsreformer. Sie widmeten ihr Leben der Wissenschaft und versuchten, das gesammelte Wissen zu verwalten und zu teilen. Auch bei der Entwicklung des Katalogs stellte sich immer wieder die Frage, wie man an sie erinnert: Als Figuren, die für die Vergangenheit stehen oder für die Zukunft? |
Autor*in Carolin Eberhardt |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| More Than Just a Drink |
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Die Studentin gehört zu den acht Prozent der Deutschen, die keinen Kaffee mögen. Sie mag Tee. Deshalb begab sie sich auf eine kulinarische Tee-Reise durch Hamburg und lernte: Tee ist mehr, als nur ein Getränk. Auf der Website erhält man einen sehr persönlichen Einblick in die Tee-Recherche und kann anhand von Sound-Snippets und vielen Bildern schon fast live dabei sein. |
Autor*in Melina Eggers |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| Moving Archive |
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Human movements surround us constantly, whether conscious or unconscious, communicative or practical. The website Moving archive curates a collection of everyday and extraordinary human movements. What sets this site apart from typical archives is its dynamic navigation, constantly in motion. As a result, the page becomes a stage and a performer at the same time, uniquely engaging visitors. |
Autor*in Fabian Stenzel |
Kurse I Am a Museum of No Particular Type |
Ausstellungen |
Supervision Björn Jeske Tim Rausch |
| Moving Rectangles |
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Basierend auf der Idee eines Plakatgenerators, der ausgewählte Songs visuell gestaltet, entwickelte sich ein faszinierendes Experiment: Ein Impuls des Benutzers aktiviert Elemente, die sich selbst gestalten. Farbbereiche werden sorglos gesetzt, Texte werden mehr oder weniger willkürlich eingespielt, Schriftarten werden entgegen aller Regeln der Kunst in Größe und Form verändert. Die ‹Maschine› hat einfach keinen gestalterischen Willen! Sie wird durch ein parametrisches Regelwerk gesteuert, das aufgrund der zu bewältigenden technischen Herausforderungen nicht ausgefeilt wurde. Diese erfrischende Unvollkommenheit ermöglicht es den Parametern Rhythmus, Lyrics und Lautstärke, den Kompositionen eine anregende Leichtigkeit zu verleihen. |
Autor*in Laurenz Jansen |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Ian Warner |
| Müll |
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Jede:r von uns produziert knapp 500 Kilogramm Müll im Jahr. 2050 wird eine Abfallmenge von rund 3,4 Milliarden Tonnen erwartet. Mikroplastik befindet sich nicht nur in der Tiefsee oder im Schnee der Antarktis, sondern auch überall im menschlichen Körper. Neueren Studien zufolge sogar im Gehirn. Europa und Nordamerika exportieren einen Großteil ihres Plastikmülls (der dann als recycelt gilt) nach Asien. Deutschland exportiert Plastikmüll auf längst überfüllte Deponien, dieser Müll wird verbrannt oder landet in Umwelt, vor allem in den Flüssen und Meeren. In unseren Ozeanen schwimmen rund 5 Billionen Plastikteile. Das Problem liegt bei uns allen. Also: Guck mal, wie viel Müll du machst. |
Autor*in Birla Bublat |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Tschaika Drive |
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Musik wird über das Gehör wahrgenommen und besitzt zunächst keine konkrete Form, weshalb ihre visuelle Übersetzung viel Spielraum zulässt und ein spannendes Feld für Gestaltung darstellt. An einer solchen Übersetzung hat sich die Studentin im Rahmen ihrer Bachelorarbeit probiert, in der sie sich auf die Suche nach einer visuellen Sprache für die Musik der Elektro-Punkband Tschaika Drive begeben hat. Der Name der Band ist eine Referenz an die Kosmonautin Walentina Tereschkowa, die unter dem Spitznamen Tschaika bekannt ist und 1963 als erste Frau in den Weltraum flog. Während Tschaika das feministische Anliegen der Band personifiziert, wurde ihr Raumfahrzeug zum Hauptdarsteller der Gestaltung und bewegt sich in abstrahierter Form durch die Sphären des Weltraums. |
Autor*in Carolin Eberhardt |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge |
| Myth or Love |
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Im Semesterprojekt erforscht die Gestalterin in sieben analogen und digitalen Plakaten die Schnittstellen von Typografie und Bewegung, Sound und Formen. Ausgangspunkt sind Experimente im Raster sowie mit Materialien und Lichtquellen, die digital weitergedacht, animiert und in Bewegung versetzt werden. Wiederkehrende Motive der Überlappung, Transformation, Rhythmus und Fragmentierung verbinden die Arbeiten und erzeugen neue Strukturen, die häufig zwischen Ordnung und Auflösung, zwischen Mythos und Liebe stehen. Es entstehen visuelle Räume, in denen Sprache als Form zerlegt, neu zusammengesetzt und als visuelles sowie auditives Medium erlebbar gemacht wird. |
Autor*in Emily Brünjes |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
| NFT Mania |
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Diese Insel basiert auf Blockchain-Technologie. Wenn Sie es schaffen, Ihre Kunst hier zu verkaufen – herzlichen Glückwunsch! Viele Menschen kommen in der Hoffnung, ihren eigenen Schatz zu entdecken. Doch nicht jeder weiß, wohin. Ist diese Insel ein Paradies für Kunstliebhaber oder nur eine neue Tarnung für Finanzinvestoren? Investieren Sie wirklich in die Zukunft – oder verlieren Sie sich einfach in einer neuen Art von Raserei? Ist diese Insel purer Hype oder die Zukunft selbst? Tauchen Sie ein in die NFT-Manie und ihre wilde Schönheit – eine Welt, in der sich alles neu und chaotisch anfühlt, voller Chancen und Risiken. |
Autor*in Thi Tra Giang Nguyen |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Nicht Jetzt! #2 Geld |
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In der aktuellen zweiten Ausgabe dreht sich alles nur ums Geld. Wisst ihr, wo das Geld herkommt? Kenn ihr das Geheimnis des Reichtums? Oder hab ihr auch nur annähernd eine Vorstellung davon, was der Bochumer Kitschmillionär Michael Leicher zum Thema Geld zu sagen hat? Die Antworten bekommt ihr jetzt! Auf unser 24-Karat-Gold-Cover mussten wir leider verzichten. Das liegt daran, dass wir bei jedem Heft offensichtlich zu tief in die Materie einsteigen. Schon mit dem ersten Heft zum Thema Kinder sind wir ironischerweise 9 Monate “schwanger gegangen“. Ganz im Geiste des neuen Themas ist uns dieses Mal kurz vor dem Drucktermin das Geld ausgegangen. Damit stand die Arbeit von dreißig Beteiligten plötzlich auf wackeligen Beinen. Zum Glück wurden wir mit Hilfe der Hochschule, vielen freiwilligen Helfer:innen und einem Verlag mit engelsgleicher Geduld doch noch rechtzeitig fertig. Was wir daraus lernen? Erstens natürlich, dass das Thema des nächsten Heft es weise gewählt sein will. Und zweitens: Wenn es dann endlich fertig vor uns liegt beantwortet sich für uns auch eine andere weltbewegenden Frage: Ja! Geld macht manchmal eben doch glücklich. (Lisa Bucher für die Nicht Jetzt! Redaktion) |
Autor*in Daniel Behrens Lisa Bucher Andreas Klammt Curie Cure Miro Poferl Evelina Augustynska |
Kurse Nicht Jetzt! Magazin |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Nicht Jetzt! #1 Kinder |
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Nachdem sich die Dummy-Redaktion aus dem gemeinsamen Projekt zurückzieht, ziehen die Studierenden das „gemeinsame Kind“ groß. Sie übernehmen nicht nur Fotostrecken, Illustrationen und Gestaltung, sondern auch die gesamte Redaktion: Kinderzimmer in Deutschland werden porträtiert, junge schwule Männer mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund sprechen über ihr Verhältnis zur Familie, Schüler:innen und Lehrer:innen diskutieren über das Waldorf-Schulmodell, und ein Kinderpsychologe erklärt, wie Kinder lernen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. So entsteht ein frisch und eigenständig gestaltetes Magazin zum Thema Kinder, das eine Vielzahl sorgfältig ausgearbeiteter Beiträge – Essays, Interviews, Fotostrecken und Illustrationen – vereint. |
Autor*in Daniel Behrens Evelina Augustynska Lisa Bucher Curie Cure Eva Jauss Andreas Klammt Jörg Haubrichs Gesine Born Miro Poferl Juliane Matthaei Malinka Gdanietz |
Kurse Nicht Jetzt! Magazin |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Andreas Trogisch Prof. Vincent Kohlbecher Prof. Reinhard Schulz-Schaeffer Elvira Barriga |
| Nicht-Orte |
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Nicht-Orte sind nicht ‹leer› – sie sind anders. Ein Ort der Anonymität, der Einsamkeit, der Entwurzelung. Ein Nicht-Ort definiert sich nicht durch seinen Mangel sondern durch die Differenz zu anderen Orten. Modernisierung und Globalisierung führen weltweit zu einer rasanten Zunahme von sinnentleerten Funktionsorten. Diese Räume stiften keine individuelle Identität, haben keine gemeinsame Vergangenheit und schaffen keine sozialen Beziehungen. Der Raum der Nicht-Orte schafft Einsamkeit und Gleichförmigkeit. Nicht-Orte schaffen zwei verschiedene aber in Verbindung stehenden Realitäten: konkreten Räume, die in Bezug auf bestimmte Zwecke (z.B. Verkehr, Transit, Konsum) konstituiert sind, und zum anderen ist es die Beziehung, die das Individuum zu ihnen unterhält. Nicht-Orte zeichnen sich durch ihren provisorischen Charakter aus: Man kann sich an ihnen nur für einen Moment aufhalten, sie sind nicht zum Verweilen gedacht. Sie entsprechen einem offenen Konstrukt, das sich aus einer unendlichen Vielzahl von möglichen Wirklichkeiten zusammen setzen kann, die immer nur für einen kurzen Augenblick in Erscheinung treten, denn Nicht-Orte verkörpern einem im Transit befindlichen Zwischenraum, …dessen Grenzen sich permanent verschieben, ja selbst diskontinuierlich verlaufen und ständig unterbrochen werden. Nicht-Orte existieren niemals in reiner Gestalt, es setzen sich darin neue Relationen zusammen. In der Welt von heute überschneiden und durchdringen Orte und Räume, Orte und nicht-Orte sich gegenseitig. Ort und Nicht-Ort sind fliehende Pole; der Ort verschwindet niemals vollständig, und der Nicht-Ort stellt sich niemals vollständig her, ein verworrenes Spiel von Identität und Relation welches ständig aufs neue seine Spiegelung findet. Es genügt ein Plakat oder ein Bildschirm um durch nichtmenschliche Vermittlung zwischen Individuum und Öffentlichkeit zu kommunizieren. Ein Beispiel für die Besetzung des Raumes durch den Text sind sämtliche Aufforderungen, denen wir auf unseren Straßen, in unseren Einkaufszentren oder an den Vorposten des Bankensystems an unseren Straßenecken begegnen, sie richten sich unterschiedslos an jeden von uns («Vielen Dank für Ihren Besuch», «Gute Reise», «Wir danken für Ihr Vertrauen»), und zwar an jeden beliebigen von uns: Sie erzeugen den «Durchschnittsmenschen», der als Benutzer des Verkehrs-, Handels- oder Bankensystems definiert ist. Sie erzeugen ihn, und am Ende individualisieren sie ihn. Ein Passagier der Nicht-Orte findet seine Identität also nur an der Grenzkontrolle, der Zahlstelle oder der Kasse des Supermarktes. Nicht-Orte beschreiben den Prozess von kulturellen Transformationen. Sie entsprechen realen Orten, die jedoch keineswegs als ein ‹Nichts›, das nirgendwo zugegen ist, zu verstehen sind. Nicht-Orte sind in einem ständigen Werden und Wandel sich befindenden Orte jenseits aller anderen Orte; sie haben sich von dem urbanen Kontext abgehoben und zeigen eine Veränderung sowohl in der sozialen als auch strukturellen Verflechtung des urbanen Netzwerkes an. |
Autor*in Saskia Kühnemund |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Nie wieder Krieg |
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Das Plakat Nie wieder Krieg von Käthe Kollwitz gilt als eines der bekanntesten deutschen Anti-Kriegs-Plakate überhaupt. Die Animation erweckt das Plakat zum Leben, lässt es vibrieren und dann verschwinden, bis es dann wieder im Raster zu erkennen ist. |
Autor*in Johann König |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen |
Supervision |
| No More Fortress Europe |
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Seit 2014 hat sich die Länge der Grenzzäune an den EU-Außengrenzen und innerhalb des Schengenraums mehr als versechsfacht. Darüber hinaus werden diese Grenzgebiete zunehmend militärisch und technologisch aufgerüstet, überwacht durch Satelliten, Drohnen und künstliche Intelligenz. Diese Maßnahmen verletzen oft die Privatsphäre Schutzsuchender und untergraben das Asylrecht. Statt sichere und legale Fluchtwege zu schaffen, setzt die EU auf Abschottung und Abschreckung, missachtet ihre humanitären Verpflichtungen und zwingt Schutzsuchende so auf gefährliche Routen. Die Plakatserie fordert ein Umdenken hin zu einer menschenrechtskonformen und fairen Politik an Europas Außengrenzen. |
Autor*in Lena Wolf |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Noch immer schon wieder |
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Eine künstlerische Untersuchung von wiederkehrenden Prozessen in der Zeichnung: Einmal in Bewegung gesetzt, wird in fünf verschiedenen Zeichnungsräumen, der eigene Erfahrungsprozess, wiederkehrende zeichnerische Prozesse zu durchleben, zum zentralen Thema, wodurch eher beiläufig ein Kunstwerk entsteht, ohne auf ein bestimmtes Endprodukt hinzuarbeiten. Dabei begleiten immer wieder Fragestellungen meinen Prozess. Lässt sich durch die Beschränkung auf Regeln ein experimenteller Raum eröffnen? Kann in der Gleichförmigkeit etwas Neues entstehen? Welches Maß nimmt die Wiederholung im Verhältnis zum Raum ein? Welche Länge hat eine Minute? Was misst die Uhr? Zwischen dem Bewussten und Unbewussten wechselnd, verselbstständigt sich die Hand, verläuft der Übergang vom Jetzt zum Gleich automatisch. So bewege ich mich zwischen Konzentration und losgelöster Kontrolle. Zwischen Zählen und Verzählen, verschieben sich Geschwindigkeiten, messen gleichmäßige Bewegungsabläufe ungleichmäßige, gerate ich aus dem Takt und komme wieder zurück. |
Autor*in Janka Wiesenberg |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Gesa Lange |
| Nostalgie nach Future |
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Zukunft war lange ein Wort, das wie ein Versprechen, wie ein Geheimnis klang. Ein Universum der Möglichkeiten, das es nur zu erreichen galt. Eine Bachelorthesis über unsere Generation als eine postfuturistische, auf der Suche nach der Ästhetik von Zukunft und ihrem Gestaltungsmoment. Melanie Schwarz analysiert in ihrer Arbeit, wie Bilder und Produkte der Zukunft zu einem Klischee und Zukunft selbst zu einem Kitsch werden konnte. Dabei untersucht sie die Gestaltungsmuster des Futurismus und hinterfragt deren Überdauern und deren Gültigkeit im Jahr 2020 im Hinblick auf Lebensrealitäten wie den Klimawandel und die Postwachstumsökonomie. Sie stellt dem Zukunftsdrang der Futuristen die Perspektivsuche der eigenen Generation gegenüber und beurteilt den Hang zur Nostalgie im digitalen Grafikdesign als logische Schlussfolgerung unserer Zeit. Im Stil der Science-Fiction fragt sie, was wäre, wenn Publikation virtuell werden würde und entwirft eine Zukunftsvision über das schwindende Printmedium. Dabei schafft sie neue Medienrealitäten, entdeckt ungewöhnliche typografische Räume und übernimmt in diese historische Techniken des Buchdrucks. Am Ende ist klar: In der Zukunft war alles besser, sogar die Bilder und Visionen werden es gewesen sein. |
Autor*in Melanie Schwarz |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Aram Bartholl |
| Not in Our Name |
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Muss Design protestieren, oder verkaufen? Design kann beides sein, politisches Ausdrucksmittel oder Verkaufsinstrument. Doch welches der beiden ist der erstrebenswertere Zweck. Ist es notwendig mit Design seine Meinung zu aktuellen, politischen Themen kund zu tun, seiner eigenen Ansicht Gehör zu verschaffen? Oder ist es unsere Aufgabe, Produkte und Firmen zu bewerben, ihr Erscheinungsbild zu prägen und zu gestalten. Treffen wir vielleicht unbewusst doch ein politisches Statement durch die Art und Weise wie wir wählen etwas darzustellen und ist die Entscheidung für oder gegen einen Kunden oder ein Produkt schon ein kleiner Protest? Basierend auf diesen Aussagen hat sich Laura Holst die Frage gestellt, ob eben diese sehr politische Einstellung nicht dem Zweck des Designs, den Menschen etwas Schmackhaft zu machen und etwas zu vermarkten, gänzlich entgegengesetzt ist. Oder ist genau diese Einstellung nötig, damit Design wirklich frei ist? Um diese Fragestellung auf die Spitze zu treiben hat sie sich zur Aufgabe gemacht, Freiheit zu vermarkten und eine Serie von Werbeplakaten für die Freiheit zu erstellen. |
Autor*in Laura Holst |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| notamuse–A New Perspective on Women Graphic Designers |
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Ausgehend von dem Wunsch nach mehr weiblichen Vorbildern im Grafikdesign, untersucht ‹notamuse›, die Masterarbeit von Silva Baum, Claudia Scheer und Lea Sievertsen, die fehlende Sichtbarkeit von Grafikdesignerinnen in der Designöffentlichkeit. Dazu führten sie Interviews mit zeitgenössischen Designerinnen, Soziologinnen und Designtheoretikerinnen. Neben der Website www.notamuse.de, die die Gespräche vergleichbar darstellt, entstand das Buch ‹notamuse – A New Perspective on Graphic Design›, das ausschließlich Arbeiten von Grafikdesignerinnen vorstellt und bei niggli verlegt wurde. Notamuse wurde auf der Grafikbiennale in Brünn ausgestellt und in Page und AIGA Eye on Design erwähnt. |
Autor*in Lea Sievertsen Silva Baum Claudia Scheer |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Dr. Anke Haarmann Prof. Heike Grebin |
| Oder hast du das Gefühl, ich vergesse alles? |
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Wie würde eine Website aussehen, die altert? Wie würde eine Website aussehen, die mit den Symptomen von Demenz zu kämpfen hat? Das Projekt Oder hast du das Gefühl, ich vergesse alles? versucht sich diesen Fragen zu nähern. Anhand von visuellen und textlichen Elementen und Überlagerungen, die von verschiedenen Anzeichen der Demenz und anderen Symptomen des Alterns abgeleitet wurden, wird die Website der Zeit ausgesetzt. |
Autor*in Paula Parusel |
Kurse I Am a Museum of No Particular Type |
Ausstellungen |
Supervision Tim Rausch Björn Jeske |
| On the Grid |
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Hans Zeitzschels Projekt ist eine Webanwendung, die auf Basis verschiedener Parameter typografische SVG-Grafiken generiert. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit Festivals, Rastern und modularen Schriften, inspiriert durch Jurrian Schrofers rasterbasierte Schriftsysteme. Daraus entstand die Frage, wie sich alle binären 3×3-Raster zeichnen und generieren lassen. Mit Hilfe von Python-Skripten experimentierte Zeitzschel zunächst mit Rastergrafiken, entwickelte daraufhin eine Pixelschrift und erweiterte sein System um Farbtabellen, die aus Bildsätzen extrahiert wurden. Auf diese Weise konnten Buchstabenmatrizen nicht nur in Schwarz-Weiß, sondern auch mit vielfältigen Farbsets gefüllt werden. In einem nächsten Schritt integrierte er zusätzliche Schriften, Formen wie Kreise sowie dreistufige Matrizen, wodurch neue Effekte und Grauabstufungen möglich wurden. Besonderes Interesse galt der Frage, wie sich unterschiedliche Festivals in ihrer Farbigkeit repräsentieren lassen. Dafür entwickelte er für jedes Festival eigene Farbsets und Plakate, die vollständig mit Code gestaltet wurden. Um die komplexe Arbeit mit den Skripten zu vereinfachen, bündelte Zeitzschel schließlich alle Funktionen in einer Webanwendung auf Basis von Flask. Das Interface ermöglicht es, Parameter wie Textposition, Farbwahl und weitere Gestaltungselemente flexibel anzupassen. |
Autor*in Hans Zeitzschel |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Open Directory |
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Das Internet wurde als Utopie gegründet. Geprägt von den Einflüssen der Gegenkultur der 60er Jahre und einem Techno-Libertarismus war man sich sicher, eine neue Form der Gesellschaft zu gründen — frei, demokratisch, dezentral. Tim Berners- Lee, Erfinder des World Wide Web, teilte seinen Code und machte ihn frei zugänglich, damit gemeinsam an dieser Vision gearbeitet werden konnte — Open Source — ein Konzept von Zusammenhalt, Solidarität und Transparenz. |
Autor*in Clara Grass |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Alice Lagaay |
| Ordnung und Abenteuer |
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«Was nutzt Lesbarkeit, wenn nichts reizt, einen Text überhaupt zur Kenntnis zu nehmen?» Der Grafiker und Typograf Wolfgang Weingart fühlte sich erschöpft von der Gleichmacherei der Schweizer Grafik und begann Ende der 1960er Jahre mit dem Zusammenspiel von Fotografie und Typografie zu experimentieren. Er überlagerte, verdichtete, zerstreute, zerschnitt, ordnete Buchstaben und Formen neu an und schuf so einen divergierenden Gestaltungskanon zum eingefahrenen Schweizer Design. Als Hommage an Weingarts experimentelles Arbeiten wurde eine 14-teilige typografische Plakatserie entwickelt. Informationen, die während des Entwurfsprozesses gesammelt wurden, beeinflussten wiederum die Gestaltung der Plakate, die schlussendlich im Siebdruck gedruckt wurden. |
Autor*in Stefanie Spark |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #2 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| Ordnung und Chaos |
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Die Arbeit von Elisaveta Liubcenco beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld von Ordnung und Chaos im Design. Eine Auswahl von (kultur-)philosophischen sowie designtheoretischen Texten hilft, das Thema von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten und greifbar zu machen. Der Musterkatalog besteht aus Serien von Mustern, die sich schrittweise von Ordnung in Chaos auflösen. Sechs Thesen erläutern die Prinzipien, nach welchen dies geschieht. Alle Muster sind mit Hilfe der Scripting-Library basil.js umgesetzt worden. |
Autor*in Elisaveta Liubcenco |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Other Books and So #2 |
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Autor*in Alexander Brauer |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Other Books and So #3 |
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Autor*in Hanna-Sophie Bresgott |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Other Books and So #4 |
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Autor*in Ana Molina Caminero |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Other books and So #5 |
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Autor*in Bennet de Boer |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Other Books and So #6 |
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Autor*in Corinna Kunst |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Other Books and So #7 |
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Autor*in Kristina Littek |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Other books and So #8 |
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Autor*in Paul Mueller |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Other Books and So #9 |
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Autor*in Marie Nordhoff |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Other Books and So #1 |
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Autor*in Emma Philine Book |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Other Books and So #10 |
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Autor*in Ferdinand Tatarko |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Other Books and So #11 |
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Autor*in Justin Vialon |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Other Books and So #12 |
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Autor*in Leonie Wiebe |
Kurse Typografie Basis: Other Books and So |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Overview |
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Stelle dir einmal unsere Erde aus dem All vor, strahlend blau und umgeben von Dunkelheit. Danach wandere weiter zu den anderen Planeten. Du siehst den Mars, den Jupiter, den Saturn, den Uranus, den Neptun, und den Pluto. Die Milchstraße wird immer kleiner und kleiner. Du kommst an andere Galaxien vorbei und schaust dich um. Du verlässt die lokale Gruppe und tauchst immer weiter ein. Denke nicht nach, was du siehst, sondern fühle dich in die Situation hinein. Es gibt auf der Erde keine Sprache, die das wiedergeben kann, was du in diesem Moment beobachtest. Du schwebst durch den Raum und es fühlt sich familiär an. Du bist eine Anhäufung von Molekülen, welche aus der Entstehung der Sternen zurückgehen. Du bist mit allem verbunden, selbst mit dem Asteroiden, der neben dir durch den Kosmos schwebt. Und jetzt komme zurück zur Erde, werde dir deiner Umgebung wieder bewusst. Sind staatliche Grenzen, Nationalitäten, politische oder religiöse Uneinigkeiten wirklich relevant? In seiner Arbeit thematisiert Maximilian Neretin den Overview Effekt. Astronaut:innen berichten davon, dass sie durch das bloße Betrachten der Erde aus dem All, eine andere Sicht auf das Leben haben. Sie fühlen sich tief verwurzelt mit der Erde. Grenzen, Nationalitäten, politische Streitigkeiten sind von oben aus nicht mehr relevant. Viele der Astronaut:innen verspüren das Bedürfnis, eine planetare Gesellschaft aufzubauen, die gemeinsam der Klimakrise entgegenwirkt und die fragile aussehende Erde beschützen. |
Autor*in Maximilian Neretin |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| p351 | Autor*in |
Kurse |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Per[l]mutare ad Absurdum |
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Per(l)mutare ad absurdum von Sina Gösele und Amyra Radwan untersucht Protestsprache und wiederständige Gestaltung mittels generativer Methoden. Durch spielerische Erzeugung absurder Forderungen attestieren sie einen gesellschaftlichen Bedeutungsverlust früherer Orientierungspunkte von Links / Mitte / Rechts, die sich auch in der Protestsprache und -symbolik widerspiegeln. Der programmierte Forderungsgenerator permutiert Parolen, gefühlte Zumutungen und Hype-Neologismen. In einer rasanten Akupunktur der Triggerpunkte werden die generierten digitalen Artefakte zu immer neuen, irrwitzigen Werken zwischen konkreter Poesie, Design und Netzkunst. |
Autor*in Sina Gösele Amyra Radwan |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Mix&Clash Call Me #8 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Mirjam Schaub |
| Pfade und Fäden |
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Schrift ist ein zentrales Element visueller Kommunikation, doch ihre Gestaltung folgt oft starren Regeln. Das rhizomatische Konzept Pfade und Fäden bricht mit diesem Verständnis und setzt auf einen offenen Ansatz. Basierend auf der Rhizom-Theorie von Gilles Deleuze und Félix Guattari wird Schrift als lebendiges, sich entwickelndes Netzwerk verstanden. Wie ein botanisches Rhizom verbindet das Modell Formen und ermöglicht fließende Übergänge. Durch Achsen und Ligaturen entstehen organisch neue Varianten und dynamische Anpassungen ohne klare Grenzen. Mit Open-Source-Ansatz kann das unendliche Schriftenrhizom kollaborativ wachsen. |
Autor*in Laura Böttcher |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #8 |
Supervision Prof. Pierre Pané-Farré Prof. Heike Grebin |
| Phono |
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Typografie verhält sich zum geschriebene Wort, wie die Stimme zum gesprochenen Wort. Auf Basis dieser Annahme untersucht der klangreaktive Variable Font Phono, wie das Bild der Schrift dem Klang der Sprache entsprechen kann. Das Erscheinungsbild von Phono verändert sich durch das Zusammenspiel von hohen, mittleren und tiefen Frequenzen. Drei äquivalente variable Achsen ermöglichen es dem Font, Klangdetails und Artikulationen auf das Schriftbild zu übertragen. Diese Idee ist stark vom Sonagramm inspiriert, einer grafischen Darstellungsform von akustischen Strukturen, die häufig zur Analyse von Sprachsignalen verwendet wird. Die vierte Achse, Tone of Voice, bietet zusätzlich die Möglichkeit, der Schrift einen scharfen, klaren oder weichen Tonfall zu verleihen. Phono ist das praktische Resultat aus Paul Eslages theoretischer Auseinandersetzung in seiner Masterthesis Type Follows Identity. Die Minisite phono.pauleslage.de bietet die Möglichkeit, in eine klangliche Interaktion mit der Schrift zu treten. |
Autor*in Paul Eslage |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #7 |
Supervision Prof. Pierre Pané-Farré Prof. Heike Grebin |
| Plakatier |
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Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Ästhetik und den Werkzeugen politischer Botschaften an öffentlichen Wänden. Es ist ein Versuch Grafikdesign und Plakatgestaltung mit dieser einfachen Form des Aktivismus zu kombinieren. Mit Plakatier ist ein Werkzeug entstanden, durch das sich Plakatmotive direkt auf unterschiedliche Oberflächen drucken lassen. Durch die mitlaufende Farbrolle wird das Motiv immer wieder eingefärbt, wodurch lange Bahnen gedruckt werden können. Es ist günstig in der Herstellung und lässt sich einfach transportieren. Plakatier ist ein Werkzeug für politischen Aktivismus. |
Autor*in Johann König |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Plastik. Nein. Danke |
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Es ist paradox: Ein Material, das schätzungsweise 500 Jahre braucht, um sich biologisch abzubauen, wird zum Produzieren von Wegwerfartikeln eingesetzt. Doch genau das tun wir! Ein aus Plastik programmierter Fischschwarm soll uns daran erinnern, dass wir als Konsument:innen eine Verantwortung für die Produktion und Verwendung von dem Kunststoff tragen, der Tag für Tag in unsere Ozeane gespült wird und Millionen von Meerestieren das Leben kostet. |
Autor*in Laura Stieg |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Dorothée Schraudner |
| Poetic Intervention |
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›Poetic Intervention‹ ist eine Web-Anthologie und Bachelorarbeit, die das poetische Potenzial von Design und Code erforscht. Während das Design und die Programmierung von Websites oft auf eine universelle, reibungslose und gewinnorientierte Erfahrung ausgerichtet sind, traut sich Poesie, persönlich, unkonventionell und unfunktional zu sein. Das Projekt nutzt Ideen der Poesie, um mit den ästhetischen Qualitäten von Sprache zu spielen und bricht mit den Konventionen, wie eine Website aussehen und funktionieren sollte. Konkrete und visuelle Poesie haben einen großen Einfluss auf dieses Projekt gehabt. Seit der Antike gibt es Experimente mit der Form von Text, die sich im 20. Jahrhundert stark weiterentwickelt haben. Besonders mit den experimentellen Dichtern der Avantgardepoesie Stephane Mallarmé und Guillaume Apollinaire des späten 19. bzw. frühen 20. Jahrhunderts und Eugen Gomringer, einer der Schlüsselfiguren der konkreten Poesie der 1950er Jahre, habe ich mich beschäftigt. Jedes poetische Experiment, aus dem diese Web-Anthologie besteht, ist ein direkter oder indirekter Verweis auf die Werke visueller Dichterinnen aus unterschiedlichen Punkten der poetischen Zeitgeschichte. Gleichzeitig haben mich alternative Ideen über das Web von zeitgenössischen Grafikdesignerinnen wie Chia Amisola, Laurel Schwulst und Tiger Dingsun oder der Autorin J.R. Carpenter (›A Handmade Web‹) inspiriert. Durch das Medium Web werden diese poetischen Arbeiten mit neuen Möglichkeiten der Interaktion, der Vergänglichkeit und des Zufalls konfrontiert, die in ihrer statischen analogen Form nicht möglich waren. Gleichzeitig eröffnet die Poesie einen interdisziplinären und experimentelleren Blick auf Grafikdesign und Programmierung. Wenn man eine Website wie ein Gedicht behandelt, kann man sie auf offenere und kreativere Weise betrachten. Es hilft dabei, einen Ort zu gestalten, an dem die Besucher*innen selbst kreativ werden können und sich zur Interaktion und Selbstreflexion eingeladen fühlen. |
Autor*in Nele Ewert |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #8 |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes |
| Posthumanism |
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Hat die Menschheit bereits den Höhepunkt der Evolution erreicht? Ist die Technologie das einzige verbliebene Mittel, um ein Upgrade durchzuführen? Zumindest umschließt der Gedanke des Posthumanismus diese Fragen und befasst sich mit dem Entwicklungszeitalter nach der Menschheit. Schaffen wir postmenschliche Körper, weil die Evolution für uns einfach nicht schnell genug ist? Und was sind die Folgen davon? Aus diesen Fragestellungen heraus ist eine Animation entstanden, die die Entfremdung von uns bekannten menschlichen Körperformen und die immer zunehmend größere Verschmelzung von künstlicher Intelligenz und Mensch visualisieren soll. |
Autor*in Martha Jokiel |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| Print2Web2Print |
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Die altbekannte – aber über die Zeit weiterentwickelte — ‹User Experience› des Internets der Anfangsjahre bildet die visuelle Grundlage für diese Sammlung. Sie besteht aus 15 Texten, die sich vor allem mit dem Verhältnis von Web zu Print, mit den neuen Möglichkeiten des Publizierens und der Entwicklung des Buches beschäftigen. Die visuelle Gestaltung der Web- wie auch der Buchgestaltung orientiert sich an den vermeintlich starren Gestaltungsrastern und Regeln klassischer Buchgestaltung. Die Nutzer:in hat die Möglichkeit, eine Auswahl der Texte zu treffen, sie im A4-Format auszudrucken, gegebenenfalls zu binden und somit innerhalb von Minuten eine personalisierte Textsammlung in den Händen zu halten. |
Autor*in Marcel Louis |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision |
| Projektion 68 |
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Sprache ist Protest und Worte haben Macht: Wie sah die Sprache des Protests vor fünfzig Jahren während der Studierendenunruhen 1968 aus? Eine Sammlung von Schlagworten und Fotografien erzählt von einer Zeit, in der die Forderung nach einer neuen Gesellschaft laut wurde. In Projektion 68 werden ausschließlich Fotografien der Ereignisse vom April ’68 gezeigt, die den Höhepunkt der Protestbewegung dokumentieren. Wort und Bild werden in der Installation durch eine Lichtprojektion zusammengebracht und sind für den Betrachtenden in einem immer wieder neuen Kontext erfahrbar. |
Autor*in Julia Schröder Rebecca Schmidtke |
Kurse Wut= |
Ausstellungen Wut= |
Supervision Prof. Dr. Anke Haarmann Prof. Heike Grebin |
| Prozess als Produkt |
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Der Einfluss von Medien und Technik lässt die Welt täglich dynamischer werden und alles wird durch Geschwindigkeit und Wandel geprägt. Conditional Design verfolgt den Ansatz das Hier und Jetzt widerzuspiegeln. Design reagiert sehr stark auf die Gesellschaft, in der wir leben und muss sich dadurch anpassen und verändern. Die Konzentration liegt eher auf Prozessen als auf Produkten. Unterschiede werden klar, Dinge passen sich an Ihre Umgebung an und Veränderungen werden aufgezeigt. Die entstandene Plakatreihe zeigt sowohl den Prozess als auch das Produkt. |
Autor*in Jane Froh |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| Publikation. Ordnung des Wissens |
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Die zweiteilige Publikation Ordnung des Wissens dokumentiert zum einen den Workshop zur datenbasierten Plakatgestaltung (Un)Ordnung des Wissens sowie den Diskurs zur Buchgestaltung: die vergleichende, grafische Analyse historischer und zeitgenössischer Bücher wie auch die reflektierenden Texte. |
Autor*in Finn Reduhn |
Kurse Ordnung des Wissens |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Quadratur der Emotionen |
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Die Emotionen eines jeden Menschen sind höchst subjektiv. Sie können schwer greifbar und verstehbar sein. Die Quadratur der Emotion ist ein Versuch diese Subjektivität durch ein objektives Gestaltungssystem sichtbar und vergleichbar zu machen. Aus einer vorgegebenen Gliederung der Emotionen in: Freude, Trauer, Angst, Wut, Überraschung und Ekel sowie anknüpfenden Sekundäremotionen, hat sich eine kohärente Formensprache für jeden der Emotionsräume ergeben. Aus Formen und Regeln sind Stimmungsbilder in einem zweiwöchigen Zeitraum von vier Personen entstanden. Kern unseres Arbeitens ist ein Buch sowie ein in Riso gedrucktes Heft, dass den Betrachter durch das System der Emotionsmodelle und die Stimmungsbilder der vier Personen führt. |
Autor*in Shaghayegh Galeshialiabadi Laura Drews Gina Maria Selo |
Kurse No Human Is an Island |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge |
| Querlesen |
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Carla Moje hat sich mit dem Lesefluss und somit auch mit den Querverweisen und der Navigation auseinandergesetzt. In der Textsammlung sind ihr Themen aufgefallen, die in mehreren Texten angesprochen werden. Deshalb hat sie ausgewählte Textpassagen zusammengestellt, die sich aufeinander beziehen und somit die Grundlage für die Querverweise bilden. Die Website besteht aus zwei unabhängig voneinander scrollbaren Seiten – links/schwarz und rechts/rot. Diese Einteilung nutzt sie, um die zwei verschiedenen Sammlungen abzugrenzen und die Verweise hervorzuheben. Schwarz stellt dabei einen Bezug zum Haupttext her. Rot hingegen zu allen Inhalten, die sich vom Haupttext aus verlinken lassen – den spezifischen Themen, Anmerkungen und dem Literaturverzeichnis. Der Einsatz von Hyperlinks erleichtert die Navigation durch die Texte und bietet eine angenehme Abwechslung zum bekannten, endlosen Blättern durch ein Buch. In Anlehnung an die Idee, dass jede:r in der Lage sein soll, die Website zu Hause auszudrucken, ist ihr Printprodukt im gängigen A4-Format gehalten. Außerdem hat sie die Verweise statt durch unterschiedliche Farben durch verschiedene Schriftschnitte ausgezeichnet. So bleibt die Zweiteilung der Publikation mit ihren Querverweisen auch im Schwarz/Weiß-Druck sichtbar. |
Autor*in Carla Moje |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision |
| Radikal ist das neue Sexy |
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Radikalität ist in Gesellschaft und Politik meist negativ konnotiert — wer radikal ist, ist nicht nur unangepasst, sondern auch extrem und damit gefährlich. Die Scheu davor, klar Stellung zu beziehen und sich angreifbar zu machen, ist somit groß. In dieser Zeit, in der die größten sozialen und ökologischen Krisen zu bewältigen sind, wird also herumgedruckst, Verantwortung hin und her geschoben und vage Aussagen gemacht. Diejenigen, die mit Dringlichkeit Veränderungen und konkrete Handlungen fordern, werden als hysterisch und extrem abgestempelt. Doch eine Welt mit radikalen Problemen braucht radikale Antworten. In der Kunst und Philosophie ist Radikalität notwendig, gradezu Bedingung einer produktiven Auseinandersetzung. Auch im Design spielen radikale Haltungen eine wichtige Rolle. Grade jetzt kommt eine neue radikale Welle des Designs auf, das grundlegende Veränderungen in der Designordnung anstrebt und den Designkanon hinterfragt. Auch hier müssen patriarchale Hierarchien aufgebrochen und die Geschichte neu geschrieben werden — Gestaltung muss dekolonialisiert, pluralisiert und queerfeministisch werden. Dabei gilt es zu untersuchen: Wie sieht radikales Design aus? Wie funktioniert es? Wie kann es als Katalysator für gesamtgesellschaftliche Veränderungen wirken? Lasst uns Radikalität positiv besetzen und diese Fragen beantworten. Lasst uns endlich dringend die gesellschaftlichen und politischen Probleme ‹an der Wurzel› greifen und grundlegende Veränderung schaffen. Denn Radikal ist das neue Sexy. |
Autor*in Katharina Wanke |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Radiovision |
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Wie differenziert kann die menschliche Stimme typografisch abgebildet werden? In dem Projekt Radiovision formt die Sprache ihr eigenes Schriftbild. Mit Hilfe einer Spracherkennungssoftware verwandeln sich zwölf Radiosendungen zu Texten. Die Radiostimmen wurden aufgezeichnet und ihre akustischen Parameter wurden auf ihre visuelle Erscheinung übertragen. Das Ergebnis: Zwölf typografische Stimmbilder, die so nur durch ihren individuellen akustischen Charakter entstehen konnten. |
Autor*in Dorothée Schraudner |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Rage Against |
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Diese Arbeit thematisiert vermeintliche Erlösungstechnologien bestehend aus bonbonsüßen Märchen und bitterer Gewalt. „Der Zeitindex allen Erlebens hat sich geändert. Aus dem Transit ist ein Prinzip geworden, das In-die-Irre-Gehen des Flaneurs ist dem Zoom gewichen, dem Heran-Beschleunigen, der Verdichtung komplexer Zusammenhänge zu Piktogrammen, Signalen, Effekten, die wie die Verbildlichung von Lust-/Unlust-Impulsen daherkommen. Unsere Existenzform ist die Rasanz. Das ist das Therapeutische am Leben im Medium des Smartphones. Wir erwachen im Goldenen Zeitalter der Ruhelosen und werden sagen können: Wenn wir in den Städten auf die Straße traten, hatte der Kampf um unsere Aufmerksamkeit schon eingesetzt. Die Fassaden schrien uns an, die Nackten umgarnten uns in den Auslagen, immer gab es etwas Hingeräkeltes, Schmeichlerisches, dass uns besser gefallen wollte als alles sonst auf der Welt. Alles Großaufnahme, alles äußerste Steigerungsform, und wir dazwischen, die umkämpften Abgekämpften.“ Roger Willemsen. |
Autor*in Sandy Richter |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Alica Pfister Prof. Heike Grebin Verena Kiesinger |
| Rasender Stillstand |
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Besser, schneller, höher — mehr! Vor allem im letzten Jahrzehnt hat dieser Trend unseren Lebens- und Arbeitsalltag fast ins Absurde geführt. Der Soziologe und Politikwissenschaftler Hartmut Rosa (*1965) etabliert hierfür den Begriff des Rasenden Stillstands. Er vergleicht unsere beschleunigte Gesellschaft mit einer ständig herunterfahrenden Rolltreppe: Während wir versuchen, so schnell wie möglich entgegengesetzt hinaufzusteigen, beschleunigt sie immer weiter, so dass unser Lebenstempo schneller wird, wir aber letztendlich auf der gleichen Stelle stehenbleiben — Rasender Stillstand. Das Tempo des Lebens hat also zugenommen und mit ihm Stress, Hektik und Zeitnot. Obwohl wir auf nahezu allen Gebieten des sozialen Lebens enorme Zeitgewinne durch technische Beschleunigung verzeichnen können, gewinnen wir keine Zeit. Unsere Herausforderung besteht also darin, Zeit zum Durchatmen in unseren eigenen Entschleunigungsoasen zu finden. Laura Drews möchte eine Sensibilisierung für dieses paradoxe Konstrukt unserer modernen Gesellschaft schaffen und den damit einhergehenden Selbstbestimmungsverlust kritisch beleuchten. |
Autor*in Laura Drews |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Raus Damit! |
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Wir leben in einer Welt voller Plastik. Plastiktüten, Plastikbeutel, die Tupperdose für die Banane; selbst Kleidung und Kosmetik bestehen zu großen Teilen aus Mikroplastik. Einst ein willkommenes Produkt, merken wir nun, dass es viele Nachteile mit sich bringt. Denn wohin damit? Vieles landet unter anderem im Meer und richtet dort erheblichen Schaden an. Das bewegte Plakat bietet eine Veranschaulichung diverser Fakten zum Plastikkonsum und regt zum Nachdenken an. |
Autor*in Katrin Suchowski |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Dorothée Schraudner |
| RE70 |
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Pendeln. Did you ever have to regularly commute from one city to another? What seems like an adventure at first, quickly becomes a tiresome and lackluster chore. A draining back and forth. My aim for this project was to portray a repetitive, seemingly never ending cycle, depicting my weekly, wearing experience with the RE70 starting from Hamburgs central station to Nächster Halt: Kiel Hbf |
Autor*in Katja Degraf |
Kurse I Am a Museum of No Particular Type |
Ausstellungen |
Supervision Björn Jeske Tim Rausch |
| Reader |
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Eine Sammlung aller im Kurs bearbeiteten Texte sowie eigene, gefundene Kommentare und Notizen. Ziel war es, die Texte im Originalformat zu belassen und eine zweite Ebene für Kommentare und Notizen zu verwenden — so lassen sich die Texte lesen und bei Bedarf kann man den Reader auseinander falten und zusätzliche Informationen lesen. Da jeder Text aus einem eigenen Heft besteht, lässt sich das modulare System leicht durch weitere Hefte erweitern. |
Autor*in Jan Ploch |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Recharge |
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Der Wecker klingelt. Und wieder mal werde ich viel zu früh aus dem Schlaf gerissen, der mir innerhalb von 5 Stunden nicht die Erholung verschaffen kann, die mein Körper so dringend braucht. Selbst wenn ich meinen einzigen freien Tag im Bett verbringe, bis die Sonne wieder untergeht, habe ich nicht genug Energie für die nächste 40-Stunden-Woche. Ich verlange immer mehr von meinem Körper und gebe nichts zurück. Aber was soll ich tun, wenn selbst die letzten Reserven verbrannt sind und nichts mehr ist? Wenn tägliche Prozesse wie Gehen, Essen oder sogar Sprechen nicht mehr mühelos sind, sondern zur Herausforderung werden? Wo setze ich meine Grenze? Wie teile ich meine Energie so ein, dass sowohl Studium, Job, Beziehungen wie auch Spaß und Erholung nicht zu kurz kommen? Dauerhafte Erschöpfung und Anstrengung machen das Leben zu einer freudlosen Qual. Wenn selbst Spaß zu einer Aufgabe wird, die gemeistert werden will, muss eine radikale Veränderung eintreten. In ihrem Projekt untersucht Saige Hippeli, wie wir Grenzen ziehen können, um eine Überlastung zu verhindern. In ihrer Plakatserie konzentriert sie sich auf die Folgen von Überforderung. Es soll eher ein Kommentar sein als eine Lösung. Grenzen müssen gesetzt und eingehalten werden. Für ein gesundes Leben ist eine Neubewertung notwendig: Psychische und physische Gesundheit müssen an erster Stelle stehen und nicht die Leistung. Sie fordert, nichts zu fordern, um sich nicht mehr zu überfordern! |
Autor*in Saige Hippeli |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Reclaiming Cunt |
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Sexistische Sprache bewusst zu verwenden und in die eigene Gestaltung einfließen zu lassen, kann das feministisch sein? War sexistische Sprache schon immer sexistisch und wo wurde bereits versucht, sich Sprache zurückzuerobern? Mit diesen Themen befasst sich die Abschlussarbeit Reclaiming Cunt – Vom Schimpfwort zum Statement in einer historischen und methodischen Untersuchung von Strategien aus der Kunst, auf Plakaten sowie in einem Printprodukt, dem „Toolkit der Rückeroberung“. |
Autor*in Vanessa Köwing |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Aram Bartholl Prof. Heike Grebin |
| Refugia |
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Während viele Menschen in einer hochmodernen, innovativen Gesellschaft leben, leben andere ein Dasein im tiefsten Mittelalter. Während die einen Freiheit genießen und dies als selbstverständlich erachten, ist das für die anderen unerreichbar und utopisch. Während die einen selbst während einer Pandemie demonstrieren können, reicht für die anderen ein falsches Wort zum Todesurteil. Die Rede ist von Nordkorea, einem Land, das gesellschaftlich kaum gespaltener sein könnte. Man schaue sich Satellitenbilder bei Nacht an und erkennt, in welchem extremen Zustand sich dieses Land befindet. Die Gedanken und Meinungen der Bevölkerung werden durch Zensur und Propaganda zur Fremdenfeindlichkeit geformt. Die Schuld an der gesellschaftlichen und finanziellen Situation wird Außenstehenden gegeben. Fluchtwege scheinen unmöglich. Zwar gibt es jährlich asylsuchende Nordkoreaner, allerdings scheitern die meisten. Die Flucht ist gefährlich. Selbst wenn die Flucht gelingt, werden Freunde und Familie an ihrer Stelle bestraft. Wie schafft man es als Außenstehender, Informationen innerhalb dieser Isolation zu bekommen. Refugia ist sowohl eine Zuflucht, als auch eine Insel der Auflehnung und demokratischen Werte im Kampf gegen Zensur, Überwachung und die Diktatur. Alles was nun fehlt, ist dieses Wissen unter den Bürgern zu verbreiten und zum Handeln aufzufordern. |
Autor*in Christian Kaminsky |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Reiseberichte |
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Das Buch konzentriert sich auf das Reisen, das die beiden Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt verbindet. Für beide war es wichtig, neues Wissen und Erkenntnisse über das Unbekannte im wahrsten Sinne des Wortes zu ‹erfahren›. Die von den Brüdern Humboldt bereisten Orte sind in den Texten markiert. Eine feine Linie verbindet die Orte, an denen sich die Brüder getroffen haben oder sich hätten treffen können — denn selten waren sie zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Die splendide, farblich überraschende Gestaltung des Katalogs basiert auf dem klassizistischen Stil vieler Originalpublikationen von Alexander von Humboldt. Großzügiger Weißraum, Sperrungen der Schrift, Versalsatz, feine Linien und raffinierte grafische Details sowie kunstvolle Kupferstiche, oft mit pastelligen und doch intensiven Farben coloriert, zeichnen die beeindruckenden Folianten jener Zeit aus. |
Autor*in Alina Stegemann |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Reisejournal |
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Alexander von Humboldt versuchte, jedes einzelne Detail korrekt wiederzugeben und in einen größeren Kontext zu stellen. Es war ihm wichtig, die so entstehenden Wissensräume der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seine Forschungen wurden bis ins kleinste Detail notiert und systematisiert. Die Dokumentationen waren so umfangreich, dass Humboldt bis zu seinem Lebensende nicht alle Reiseberichte und mitgebrachten Muster katalogisieren konnte. Die Publikationen jedoch, die er veröffentlichen konnte, zeichnen sich dadurch aus, dass nicht nur das beschreibende Wort, sondern auch die Darstellung von Dingen und Fakten durch Kupferstiche und Tabellen viel Raum einnahmen. Das Gestaltungskonzept dieses Katalogs wurde aus der Arbeitsweise von Alexander von Humboldt abgeleitet. Die Trennung von Text und Abbildung in zwei Bücher schafft für beides einen äquivalenten Raum. Der Text- und der Abbildungsteil verweisen aufeinander. Die beiden Bücher teilen sich einen Rücken und werden so zu einem Objekt. Durch diese ungewöhnliche Bindung wird der Katalog scheinbar endlos — eine Metapher für den gewaltigen Umfang der Sammlungen Humboldts. Als Taschenbuch ist das Buch schnell zugänglich und kann überall gelesen werden. Das kleine Format führte zu einem kompakten Layout. Der Satzspiegel ist teilweise flexibel: Auf der Rückseite wird die Satzbreite durch die Marginalien bestimmt, aber die Vorderseite scheint fixiert. Der strenge Blocksatz wird nur durch die stark verkleinerten Abbildungen unterbrochen. |
Autor*in Kim Laßen |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Resonare |
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Die Welt klingt, alles ist in Bewegung — Resonanzen begleiten uns tagtäglich, bewusst oder unbewusst in den verschiedensten Bereichen unseres Alltags. Sei es in Musikinstrumenten, in der Architektur oder unserem menschlichen Körper. Unsere Welt ist in ständiger Bewegung und wird durch jeden schwingfähigen Körper dabei weiter beeinflusst. Resonanz ist kein Echo, sondern eine transformative Antwortbeziehung. Das Projekt Resonare nutzt die Theorie der Resonanz, um ein flexibles, transformatives System zu schaffen, das sowohl Klang gesteuerten Input als auch Motion Design integriert. Dabei dient Touchdesigner als Tool, welches Klang mithilfe generativen Designs sichtbar macht. Diese Wechselbeziehung wurde experimentell untersucht, um ein vielseitiges Designsystem zu entwickeln. Ziel der Untersuchung ist hierbei nicht die Theorie des ‹gelungenen Lebens›, vielmehr liegt der Fokus auf der genauen Betrachtung des Resonanzbegriffes und diesen nutzbar zu machen. Inhaltlich wird die Differenzierung des Resonanzphänomens in der Soziologie, Psychologie, Akustik sowie der Physik als Grundlage genommen. Da für eine Entstehung von Resonanz eine Zugänglichkeit zwingend notwendig ist, bietet sich für diese Untersuchung das Plakat als Medium an. Das Tool Touchdesigner stellt hierbei eine Verbindung zwischen Außenwelt und Maschine dar und erzeugt ein schwingendes Verhältnis. Dieses reagiert in Echtzeit auf die Tondauer und Lautstärke, welches die Geschwindigkeit und die Dauer der Bewegung des bewegten Plakates bestimmt. Dadurch resultiert eine Momentaufnahme der Resonanz im Raum mithilfe dieser interaktiven Arbeit. |
Autor*in Laura Drews |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Mirjam Schaub |
| Rhythmus-des-Nichts |
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In seinem Text Lecture on Nothing benutzt John Cage unter anderem Wiederholungen und inhaltslos wirkende Passagen als Mittel, um das ‹Nichts› erfahrbar zu machen. Der Text kann als komponiertes Gespräch aufgefasst werden, bei dem gleiche rhythmische Strukturen wie in Cages musikalischen Kompositionen angewandt werden. Diese Arbeit macht die sich wiederholenden Strukturen innerhalb des Textes sichtbar. Die ursprüngliche Formatierung des Textes wird hierbei verworfen und der Text wird formatfüllend linksbündig gesetzt. Anschließend wird der Text in vierzig Wortgruppen eingeteilt. Die erste Gruppe beinhaltet alle Wörter, die fünf mal vorkommen, die zweite Gruppe alle Wörter die sechs mal vorkommen, die dritte alle die sieben mal vorkommen, usw. Die Lautstärke der Geräusche bestimmt, welche Wortgruppen sichtbar werden. Je lauter es wird, desto mehr Wortgruppen überlagern sich. Die Monospace-Schrift unterstützt den visuellen Eindruck eines rhythmischen Musters und erinnert an Cages Mesostics. |
Autor*in Jan Ploch |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Righty Tighty Lefty Loosey |
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Die Webseite ist ein digitaler Raum für Notizen, um das persönliche Wissen – bisher begrenzt, aber stetig wachsend – zu ihrem Bike und dem Fahrrad fahren generell festzuhalten. Manches sind ‹tight facts›, wie der Aufbau ihres Fahrrads, detaillierte Packlisten und Reisedaten, während anderes vielmehr ‹loose information› ist. Die im englischsprachigen Raum gebrauchte Eselsbrücke Righty tighty, lefty loosey wird verwendet, um die gängige Schraubrichtung zu verinnerlichen und ist das Leitmotiv des inhaltlichen und visuellen Konzepts der Webseite. |
Autor*in Sina Gösele |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision Björn Jeske Tim Rausch |
| Mindfulness and Time Perception |
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Für ihr Projekt hat Linda Wolthaus die 1960er Jahre als Ausgangspunkt gewählt, die eine Zeit des kulturellen und politischen Umbruchs darstellen und geprägt von Optimismus und dem Wunsch nach einer besseren Zukunft waren. Über 50 Jahre später befinden wir uns in dieser „Zukunft“, doch viele der damaligen Herausforderungen bestehen weiterhin und zusätzlich gibt es neue Probleme. Das Projekt beschäftigt sich daher mit der Frage, ob und wie ein Leben im Hier und Jetzt und zukunftsorientiertes Denken in Einklang gebracht werden können, mit dem Fokus auf sechs verschiedene Ansätze — psychologische, neurowissenschaftliche, philosophische und soziologische Perspektiven. Ein virtueller Raum stellt die unterschiedlichen Sichtweisen durch symbolische Gegenstände dar und ein Klick auf die Objekte öffnet den entsprechenden Text. Die Website soll keine reine Plattform für die Wissensvermittlung sein, sondern zum Nachdenken über Achtsamkeit und die individuelle Wahrnehmung von Zeit anregen und zu einer bewussteren Lebensweise ermutigen. |
Autor*in Linda Sophie Wolthaus |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Rubigo |
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Am Anfang steht ein System, ein Muster aus filigranen Elementen. Der Betrachter kann über eine Kameraschnittstelle die Kontrolle übernehmen, das Muster ändern und Feedback erhalten. Die Elemente reagieren durch Vergrößern und Drehen. Die Drehung der umgebenden Elemente erzeugt einen Moiré-Effekt. Das filigrane System erscheint in drei Varianten, die mit einem Mausklick durchgespielt werden können. Während die ersten beiden Muster durch langsame Rotation und Vergrößerung gekennzeichnet sind, bewegt sich das letzte sehr schnell. Die spitzen Elemente machen die Gesten vor der Kamera besser sichtbar. Sobald die Bewegung nachlässt, schrumpfen die Elemente auf ihre ursprüngliche Größe zurück und das Muster befindet sich wieder an seinem Ausgangspunkt. Hier ausprobieren! Funktioniert nur mit Google Chrome und Webcam. |
Autor*in Rebecca Söhlke |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Ruhepol |
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Für Menschen die dem gesellschaftlichen Druck nicht stand halten können. Die Einsamkeit verspüren, wenn sie von Menschen umgeben sind. Für all diejenigen die nicht aussprechen können was sie empfinden, weil sie unter der Masse der eigenen Gefühle begraben werden. Die kein Ziel sehen können sondern nur das Ende. Die überflutet werden vom Chaos. Die sich machtlos hingeben. Kehrt zurück zu euch selbst. Werdet die Insel die euch in dem Chaos Rückzug gewährt. Sucht in eurem Innern und findet Gesellschaft. Wachst aus euch heraus. Sucht euer Ziel. |
Autor*in Mikael Dylla |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Rules |
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Ist Gestaltung, wenn man sich an Regen hält, nicht langweilig und austauschbar? Der amerikanische Grafikdesigner, Schriftdesigner und Auror Jeffery Keedy sagt in seinem The rules of typography according to crackpots/experts: «The first thing one learns about typography & type design is that these rules are made to be broken.» Er ist der Meinung, dass alles erlaubt sein sollte, solange der Kontext rigoros und kritisch hinterfragt wird. Das Letzte, was Designer tun sollten, ist, sich in einen mythischen Kanon des ‹guten Geschmacks› zurückzuziehen, denn Geschmackskriterien sind alles andere als objektiv. |
Autor*in Kim Meixner |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Alica Pfister Prof. Heike Grebin Verena Kiesinger |
| Rumors |
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For current events: poster campaign for the Covid-19 lockdown in spring 2020. |
Autor*in Isabell Henninger |
Kurse Move the System |
Ausstellungen |
Supervision Martin Lorenz Verena Kiesinger Alica Pfister |
| Rundgang. Erscheinungsbild |
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Unter dem Label Behörde für Design entwickeln immer wieder studentische Arbeitsgruppen mit Lust und Liebe das Erscheinungsbild des Departments weiter. Diesmal ging es darum, die Grafik für den Rundgangs der Fakultät DMI zu entwerfen und schlussendlich auch umzusetzen. Die Herausforderung lag darin, ein dynamisches visuelles System zu entwickeln, das die beiden Events unter einen Hut bringt – den Rundgang Finkenau im Sommer und im Winter den Rundgang Armgartstraße. War die Gestaltung im Sommer systematisch und formenbetont, brachte das Winterteam die Farben zum Schillern und experimentierte mit Formaten und Materialien. |
Autor*in Aimie Kaul Julia Liese Finn Reduhn Frederik Engelbrecht Mert Ekinci Alexandra Vögtle Lea Wellern Julija Krunic |
Kurse Rundgang. Erscheinungsbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paul Rutrecht Verena Kiesinger |
| S_C_H_I_R_M |
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Ein Magazinprojekt über die Internet-Kunstbewegung New Aesthetic, die im Grenzbereich zwischen Virtualität und Realität arbeitet. Ausgangspunkt ist ein Essay über die Zukunft dieser Strömung, die innerhalb weniger Tage eine heftige Diskussionen auslöste. Das Magazin gibt diese lebhafte Debatte wider. Gleichzeitig funktioniert ein zugehöriger Blog als Archiv für Arbeiten der New Aesthetic. Ein Projekt als Hybrid aus Blog, Archiv und Magazin. |
Autor*in Artur Neufeld |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Satire und Grafik |
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Schreiben ist Design. Humor ist Kommunikation und Grafikdesign ist auch immer visuelle Übersetzung politischer und gesellschaftlicher Sachverhalte. Text ist nicht nur Inhalt, sondern auch Idee, Form, Rhythmus und Komposition. Diese Arbeit untersucht die Schnittstelle von Satire und Grafikdesign: ihre Wechselbeziehung, ihre ästhetischen Prinzipien und im Besonderen die Rolle weiblicher Perspektiven in der Satire. Dazu werden auch die humoristischen Ästhetiken von Künstler:innen wie Klaus Staeck und Barbara Kruger, aber auch Bewegungen wie die Guerilla Girls und das Aufkommen des Internet Ugly untersucht. Das Buch Ridendo formare verum (Im Lachen die Wahrheit gestalten) versammelt eigene humoristische Grafiken: Collagen, Illustrationen, Infografiken, Memes und Wortkunst. Sie zeigt, wie Sprache und Bild sich gegenseitig verstärken können – und wie Satire dabei als gestalterische Praxis funktioniert. Abschließend lädt die Arbeit Kommunikationsdesigner:innen ein, konzeptionelles und kreatives Schreiben als Werkzeug für ihre Gestaltungspraxis zu nutzen. Denn Satire und Humor sind Übersetzung – sie wollen entschlüsseln, unterhalten und aufdecken. Satire übersetzt das Komplizierte ins Einfache. Das Schmerzhafte ins Erträgliche. Humor vermittelt auf der emotionalen Ebene und gilt deshalb nicht nur in dieser Arbeit als fester Bestandteil des zeitgenössischen Kommunikationsdesign. |
Autor*in Melanie Schwarz |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Aram Bartholl |
| Save the View |
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Save the view ist eine Sammlung von Flächen in Hamburg, die noch frei zugänglich sind, aber demnächst bebaut werden. Auf der Website wird der Blick von einer bestimmten Stelle in sechs Richtungen, wie bei den sechs Seiten eines Würfels, festgehalten. |
Autor*in Emely Farnow |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision Björn Jeske Tim Rausch |
| Schleifen, Schlaufen & Parallelen |
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Schleifen begegnen uns in unterschiedlichen Kontexten – beim Programmieren ebenso wie beim Stricken. In der Informatik sind Schleifen Konstrukte, mit denen bestimmte Befehle wiederholt ausgeführt werden, bis eine festgelegte Bedingung erfüllt ist. Beim Stricken entstehen Maschen, indem ein Faden durch eine Schlaufe gezogen wird. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis das Strickstück die gewünschte Größe erreicht. In beiden Fällen geht es darum, wiederkehrende Abläufe mithilfe klarer Anweisungen zu beschreiben. Die Arbeit untersucht die strukturellen und sprachlichen Gemeinsamkeiten von Strickanleitungen und Programmiersprachen. Stricktechniken wurden lange Zeit vor allem mündlich überliefert, bevor sich mit dem Buchdruck zunehmend schriftliche Anleitungen etablierten. Um Arbeitsprozesse verständlich und reproduzierbar zu machen, entwickelten sich unterschiedliche Notationsformen. Mit der Industrialisierung der Textilproduktion kamen Verfahren hinzu, bei denen solche Anweisungen maschinell gelesen werden konnten. Die formale Codierung manueller Prozesse bildete später eine wichtige Grundlage für frühe Computertechnologien und Programmiersprachen. Im Vergleich von Strickanleitungen und Programmiersprachen zeigen sich deutliche Parallelen in ihrer sprachlichen Struktur. Beide folgen klar definierten Regeln – einem festgelegten Vokabular und einer eindeutigen Syntax –, um ein fehlerfreies Ergebnis zu ermöglichen. Aus der Analyse dieser Gemeinsamkeiten entstand die experimentelle Programmiersprache „Loops“, die Strickanleitungen als Ausgangspunkt für unterschiedliche Formen der Wiederholung nutzt. Auf einer Website lässt sich die Sprache erproben, indem Strickmuster aus rechten und linken Maschen programmiert werden. Sie erscheinen sowohl als textbasierte Maschenfolgen als auch als grafische Strickschriften. Die rasterförmigen Darstellungen machen nicht nur den Herstellungsprozess sichtbar, sondern vermitteln zugleich einen Eindruck vom späteren Erscheinungsbild des Strickstücks. Durch farbliche Übersetzungen der Muster und eine dynamische Anpassung an verschiedene Bildschirmgrößen wird die Website selbst Teil des gestalterischen Prozesses – und zeigt, wie eng Handarbeit, Sprache und Code miteinander verknüpft sein können. |
Autor*in Saskia Hess |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes |
| Schlüsselwörter |
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Schlüsselwörter führt das Projekt der Typografischen Koalition aus dem Stil System Methoden (2) weiter. Es zeigt, wie häufig die Begriffe Arbeit, Flucht und Digital in den Bundestagsreden der einzelnen Fraktionen erwähnt werden. Da der Entwurf auf einem basil.js-Script basiert, können auch andere Schlüsselwörter ausgelesen werden. In diesem Projekt wurden alle Plenarprotokolle seit dem 24. Oktober 2017 ausgewertet. Geplant war ein einziges, sehr großes Plakat. Das war jedoch bei dieser Datenmenge nicht umsetzbar. Entstanden ist eine Plakatserie von stichprobenartig ausgewählten Protokollen. |
Autor*in Karin Krech |
Kurse Ordnung des Wissens |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Schmerz |
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Schmerz ist ein von der Gesellschaft gemiedenes Thema, weil wir damit negative Gefühle assoziieren. Anhand eines über ein Jahr geführten Schmerzkalenders versucht die Arbeit die Gefühle einer Schmerzpatientin im Alltag sichtbar zu machen. Darüber hinaus sind die Radierungen ein Versuch, sich dem Schmerz künstlerisch anzunähern. Die Arbeit dokumentiert eine spezifische Art von Schmerz und versucht, das Thema allgemein zugänglicher zu machen. |
Autor*in Leonie Langer |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| Schwarzes Loch |
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Warum sind psychische Erkrankungen ein politisches Thema? 31% der Gesamtbevölkerung in Deutschland leiden an einer psychischen Erkrankung, das sind 25,73 Millionen Menschen. Ein Drittel davon ist unbehandelt. Es sterben jährlich etwa 11.000 Menschen durch Suizid. Psychische Gesundheit ist eng mit sozialen Faktoren wie Armut, Bildung, Arbeitslosigkeit und den Wohnverhältnissen verbunden. Aktuelle Probleme wie Krieg, Rechtsruck und Inflation sind extrem belastend. Hinzu kommt ein Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit. Außerdem verschärft der Mangel an Therapeuten die Situation psychischer Erkrankungen, da lange Wartezeiten und bürokratische Hürden den Zugang zu notwendiger Behandlung erschweren. Politische Entscheidungen beeinflussen, wie Ressourcen verteilt werden, welche Behandlungen verfügbar sind und wie zugänglich diese Dienstleistungen sind. Es ist notwendig, dass alle Bürger Zugang zu guter psychologischer Behandlung haben. Psychische Erkrankungen werden aufgrund von gesellschaftlicher Stigmatisierung und unzureichender medizinischer Integration immer noch nicht mit physischen Erkrankungen gleichgesetzt. In ihrer Arbeit beschäftigt Pauline Enrst sich mich mit diesen Themen und stellt sie grafisch durch ein Spiel aus Schärfe, Unschärfe und Verzerrung und Deformation dar. Mehr offene Gespräche über psychische Gesundheit in verschiedenen gesellschaftlichen Kreisen! Mehr Therapieplätze und Zugang zu Behandlungen! Mehr finanzielle Mittel und Ressourcen für psychische Gesundheitsdienste! |
Autor*in Pauline Ernst |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Schwurbelkasten |
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Der Schwurbelkasten stellt ein digitales Baukastensystem dar, welches den Nutzer:innen ermöglicht, eigene Verschwörungwelten zu erschaffen. Mit variierbaren Bauteilen, die typischen Elementen realer Verschwörungserzählungen nachempfunden sind, können spielerisch individuelle Geschichten konstruiert werden. Ein begleitender News-Ticker zeigt zudem fortlaufend aktuelle Verschwörungsinhalte aus den sozialen Medien. Ziel des Schwurbelkastens ist es, die Absurdität und Beliebigkeit von Verschwörungskonstrukten sichtbar zu machen und Denkanstöße zur Regulierung des Internets sowie zur Wirkung von Algorithmen auf unsere Wahrnehmung zu geben. |
Autor*in Leonie Wiebe |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Search and Replace |
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Viele historische Designtexte behandeln fast ausschließlich männliche Autoren und Themen. Die ständige Wiederholung derselben Namen prägte den Designkanon der Vergangenheit – und tut dies größtenteils auch heute noch. Diese kodifizierte Geschichte verdunkelt oft die Arbeit weiblicher Designer. Suchen und Ersetzen möchte diese übersehenen Persönlichkeiten sichtbar machen. Historische Texte sind mit klaren Verweisen auf bedeutende Designerinnen der gleichen Epoche versehen. Über diese Links – oder die spezielle Kolumne Female Design – entdecken Leser Essays von oder über weniger bekannte Frauen im Design. Sie können auch ihre eigene personalisierte Broschüre zusammenstellen – die für sie wichtigsten Designerinnen und Texte auswählen – und ausdrucken. |
Autor*in Vanessa Köwing |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes Jan Vincent Dufke |
| Sehe, nicht lese |
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Das Internet ist ein Ort ständiger Bewegung. Websites reagieren auf Interaktionen und werden ständig verändert. Im Gegensatz dazu bleibt ein Buch unverändert. Das Projekt Sehe, nicht lese sucht nach den Schnittstellen zwischen der Flexibilität des Webs und der Beständigkeit im Druck. Was erwarten wir, wenn wir eine Website besuchen? Was beim Aufschlagen eines Buches? Ein Index dient zur Orientierung und ist die Tür zu Textauszügen, die linear oder textübergreifend gelesen werden können. Der Druck wird zu einem Alltagsgegenstand, der die Website in die Realität übersetzt. Der Reader ohne Seitenzahlen und Bindung bietet eine analoge Möglichkeit, Texte individuell zu ordnen und eigene Erfahrungen und Interpretationen zu ermöglichen. |
Autor*in Emely Farnow |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes Jan Vincent Dufke |
| Semikolon |
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Semikolon ist ein Reader, eine Textsammlung nicht chronologisch geordneter Aufsätze. Alle Texte eint die Auseinandersetzung mit Aspekten der intermedialen Beziehungen zwischen Web- und Printmedien. Jeder Text steht für sich, verbreitet seine vielfältige Perspektive, kann und sollte aber dennoch im Zusammenhang mit den anderen gelesen werden. Untersucht wird die Beziehung zwischen analogem und digitalem Raum – zwischen Buch und Website. Die Studentin hat Schnittstellen und Grenzen gefunden und untersucht, inwieweit sich beide Medien kombinieren lassen. Da das Web die Möglichkeit bietet, die kuratorische Kraft einer linearen Leserichtung aufzubrechen, hat sie beide Medien auf ihre etablierten Strukturen und die innewohnenden Hierarchien untersucht. Mit dieser Struktur hat Evelin Dam-Hansen experimentiert und untersucht, welche Bedeutung Hierarchien haben, wenn die chronologische Leserichtung aufgelöst wird. Ihr war es wichtig, die Vieldeutigkeit der Texte zu unterstreichen, sie zu Fragmenten in verschiedenen Konstellationen werden lassen, sie mehrfach kombinieren zu können. Der Text ist nicht mehr an das statische Format gebunden, das den Inhalt in eine Form zwingt. Sie möchte Leser:innen einladen, Texte auch nur ansatzweise oder verschränkt zu lesen, um sich von einem Gedanken zum nächsten treiben lassen zu können. |
Autor*in Evelin Dam-Hansen |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision |
| Serendipity |
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Welche Gewichtung hat Zufall im Designprozess beziehungsweise wie bedeutend kann er sein? Das Projekt beschäftigt sich intensiv mit dem Phänomen der Serendipität und bringt es in Verbindung mit generativer Gestaltung. |
Autor*in Jan Michaelsen |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #8 |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes |
| Sie fürchtet Logik, wird verschmelzen |
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Von Pixel zu Linie, von Text zu Sound. Der Prozess des Codens und analogen Transformierens. Ein festgelegtes Thema gibt es nicht. Das Design entsteht in der Auseinandersetzung mit den Materialien. So entsteht ein Spektrum abstrakter Sätze, begleitet vom Drang nach mehr Inhalt. 1 Ein Spiel mit Rastern und Pixeln. 2 Die Figur spinnt den Inhalt und Sie transformiert das Material. 3 Sie könnte picken, platzen und scrollt den ganzen Tag durch ihr Handy. 4 Sie kritisiert Zensur in Bezug auf rechstextreme Gewalt. |
Autor*in Jana Rienhardt |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
| Signifikat |
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Nach Ferdinand de Saussure beeinflussen hauptsächlich eigene Erfahrungen und Klischees das Signifikat, also die Idealvorstellung eines Subjekts, das aus dem Lesen des dazugehörigen Signifikanten resultiert. David Rudnick geht einen Schritt weiter, indem er behauptet, dass das ästhetische Auftreten der Wortmaterie, des Signifikanten, auch eine Rolle spielt und die Vorstellung des Subjekts verändern kann. Inspiriert an den Aussagen aus Rudnicks Vortrag, untersuchen die vorliegenden drei Plakate dieses Phänomen durch die Erweiterung des Zeichensystems von Saussure. |
Autor*in Marcel Kwapich |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| Situationship of the Spectacle |
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Die Situationistische Internationale (S.I.) war eine im Jahr 1957 gegründete künstlerische und politische Bewegung, die marxistische Theorie, insbesondere das Konzept der Entfremdung, mit einer avantgardistischen kreativen Praxis vereinte. Nach dem Zweiten Weltkrieg — einer Zeit des aufkommenden Konsumismus und des technologischen Fortschritts in weiten Teilen Westeuropas — sah sich die S.I. mit einer neuen, verderblichen und allumfassenden Form des Kapitalismus konfrontiert. So machten sie es sich zur Aufgabe, neue Methoden zu entwickeln, um den scheinbar unpolitischen und zunehmend gefügigen Zeitgeist in der Bevölkerung zu beschreiben und zu untergraben. Auf diese Weise entwickelten die Situationisten Konzepte, die nicht nur zu ihrer Zeit sehr einflussreich waren, sondern auch in der heutigen Zeit von grösster Bedeutung sind. Die heutigen Modalitäten der Kommunikation und des Konsums in digitalen Räumen machen das Konzept des Spektakels von Guy Debord, dem Begründer und Vordenker der Bewegung, besonders aktuell. In seinem bahnbrechenden Text Die Gesellschaft des Spektakels stellt Debord das Spektakel als ein Werkzeug der Manipulation und Kontrolle dar, das den kollaborativen, kreativen und revolutionären Geist des Menschen sublimiert und ihn durch die künstliche Begierde ersetzt, Statussymbole zu erwerben. Zwischenmenschliche Beziehungen werden dann in ein Faksimile verwandelt, das durch Konsumobjekte und Bilder vermittelt wird. Die heutige, überwiegend online geprägte Landschaft zeigt dieses Spektakel in neuen und immer absurderen Erscheinungsformen, die durch die von internationalen Megakonzernen entwickelten und eingesetzten Instrumente des Social Engineering verkörpert werden. Das Ziel des Webdesign-Projekts, Situationship of the Spectacle, ist es, den Nutzern situationistische Methoden wie dérive und détournement im Kontext von virtuellen Räumen vorzustellen. Debords Konzept des Spektakels wird als primärer analytischer Rahmen verwendet, durch den die Interaktionen dargestellt werden: Oberflächliche Website-Elemente sind blosse Repräsentationen, die ablenken und frustrieren sollen. Bilder der Aufstände vom Mai 1968 in Frankreich, auf die die S.I. grossen Einfluss hatte, werden manipuliert, um einen ansprechenden, aber subversiven interaktiven Raum zu schaffen. Erst durch die Erkundung und anschliessende Bewaffnung mit digitalen Werkzeugen wird der darunter verborgene thematische Kern des Projekts zugänglich. So wie die Situationisten sich die Kulturindustrie durch Détournement wieder angeeignet und infiltriert haben, so müssen die Benutzer ihre eigene Neugier und Kreativität nutzen, um die Botschaften hinter diesem Projekt zu enthüllen. |
Autor*in Mariano Morales Leonhardt |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Social Media Paradise |
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Hier findest du genau das, wonach du schon immer gesucht hast. Freunde dich mit uns an und folge unserem Algorithmus. Deine Augen sind bei uns sicher, denn für uns ist jeder Blick gold wert. Wir führen dich weg von allem, was nicht zu dir passt, hin zu allem, was dich interessieren könnte. Mit deiner Aufmerksamkeit bauen wir dein eigenes Paradies, das du nie verlassen wirst. Verliere in dem Meer aus blinkenden Lichtern nicht das aus den Augen, wonach du suchst. |
Autor*in Viviane Denis |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Soft Glossary |
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Soft glossary — zwischen Code und Design untersucht das Verhältnis von analogen und digitalen Medien und beschäftigt sich mit der Fragestellung wie sinnvoll der Vergleich von Websites mit Print-Objekten ist. Warum werden diese beiden Medien trotz ihrer offensichtlichen Unterschiede immer wieder in Beziehung zueinander gesetzt? Ist das Web eine Weiterentwicklung des Buches und wird es zu dessen Niedergang führen, wie schon häufig prophezeit wurde? Das Medium Buch steht wie kein anderes Objekt für den kulturellen Übergang in eine postdigitale Gesellschaft. Aber Papier ist längst nicht mehr die einzige Möglichkeit, Inhalte zu bewahren und zu verbreiten. Das Konzept des World Wide Web bietet völlig neue Möglichkeiten — dieses Projekt erforscht genau diese. Das Ergebnis sind ein Buch und ein digitales Glossar in Form einer Website, welches die Ergebnisse der Recherche zusammenfasst und gleichzeitig anderen Designer:innen zur Verfügung stellt. |
Autor*in Isabell Henninger Gina Bartzok |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #7 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Alice Lagaay |
| Soundcities |
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Soundcities macht Geräusche aus sehr unterschiedlichen Städten sichtbar und vergleichbar. Zu diesem Zweck wurde auf die Datenbank des britischen Künstlers Stanza zugegriffen, der Audiodateien aus aller Welt sammelt und zur Verfügung stellt. Inspiriert von den grafischen Notationen der Künstler John Cage und Iannis Xenakis, möchte diese Arbeit nicht nur Klänge übersetzen, sondern auch eine Erfahrung oder ein Gefühl vermitteln. Ausgangspunkt des Entwurfsprozesses waren Fotos von Wolkenkratzern von Michael Wolf — Symbole verdichteter Großstädte. Darüber hinaus sollte die Gleichzeitigkeit und Überlagerung von Klängen und Geräuschen im urbanen Raum sichtbar gemacht werden. Das Ergebnis sind individuelle Stadtporträts in einer einfachen Designsprache. Kreise und Quadrate, die sich in Farbe, Form und Größe unterscheiden, reihen sich eng aneinander. Alle Parameter werden durch den Code definiert. Nur die Wahl der Farben wurde als letztes Gestaltungselement individuell beeinflusst. |
Autor*in Friderike Höft |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Ian Warner Daniel Schröder |
| Sparkle |
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We need to be sensible. We need to be honest. We need to be fresh. Play your mind! To have a better understanding of reality rather than acceptance, fed and sourced only by growing old and inhabiting routines. We need to explore our inner child. Free from preformed concepts of thinking. With open minds & open eyes, curiosity and fantasy! Find the sparkle in little things! The magic in everything. Your perception is the island you build yourself, the place you are on. Sparkle is everywhere you want to see it. |
Autor*in Zoë Wilke |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| Stapeln und Rotieren |
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In Stapeln und Rotieren geht es um die Auseinandersetzung mit Schrift als System und ihrer Lesbarkeit unter Anwendung von Methoden generativer Gestaltung. Ein Text Über das Kreisen wird in seine Silbenstruktur zerlegt und mithilfe von basil.js gestalterisch in einem Heft verarbeitet. Ein Silbenexperiment beginnt. Die einzelnen Buchstaben einer Silbe stapeln sich systematisch aufeinander. Gleichzeitig rotiert der jeweils aufgestapelte Buchstabe um 45°. Eine festgelegte Farbstruktur der Buchstaben hilft dem Lesenden das Leseprinzip zu verstehen. Der/die Benutzer:in kann auf einer Website dem Entstehen der Silbenschrift zusehen und damit experimentieren. |
Autor*in Janka Wiesenberg |
Kurse Stil System Methoden 2.0 |
Ausstellungen System trifft Utopie |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Start Repairing! |
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Das niederländische Designstudio Plattform 21 hat ein Projekt gestartet, um die Reparatur von Dingen als Alternative zum Recycling oder zum Wegwerfen zu fördern. Aus diesem Projekt ist das Repair Manifest entstanden. Sie rufen dazu auf, Produkte von Grund auf so zu konzipieren, dass sie langlebiger sind und auch eigenständig repariert werden können. Die Poster Serie soll den Prozess des Reparierens darstellen und verdeutlichen, dass es hinter scheinbar kaputten Dingen viel zu entdecken gibt. |
Autor*in Nadine Harbarth |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| Stereo:Typo |
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Typografische Klischees, die oft unbewusst verwendet werden, können schädliche Stereotypen aufrechterhalten, indem sie bestimmte Schriftarten mit bestimmten Ethnien in Verbindung bringen und so ganze Kulturen falsch darstellen. So kann beispielsweise die Verwendung dekorativer oder kalligrafischer Schriftarten unbeabsichtigt kulturelle Stereotypen hervorrufen, wie etwa die Assoziation von Schriftarten mit nahöstlichen und asiatischen Kulturen oder von Serifenschriften mit europäischen Kulturen. Diese Assoziationen können zu vereinfachten und ungenauen Darstellungen führen, die die Komplexität und den Reichtum verschiedener kultureller Identitäten marginalisieren und untergraben und letztlich Stereotypen verstärken. Hani Wibowo hat ein Projekt zur Erforschung von ethnografischer Typografie und Stereotypen entwickelt: Dieser Reader enthält eine kuratierte Auswahl von Texten und Bildmaterial aus verschiedenen Websites und untersucht kritisch die Rolle typografischer Abkürzungen bei der Aufrechterhaltung von Stereotypen. Durch die Analyse der Assoziationen bestimmter Schriftarten mit Ethnien und Kulturen wird das Bewusstsein für Vorurteile in der typografischen Darstellung geschärft. Letztlich regt sie zum Nachdenken über die Macht der Typografie an, kulturelle Wahrnehmungen zu formen, und soll zu einem differenzierteren Verständnis kultureller Identitäten im Design und im täglichen Leben beitragen. |
Autor*in Hani Wibowo |
Kurse Other Books and Code |
Ausstellungen Other Books and Code |
Supervision Prof. Heike Grebin Simon Thiefes Jan Vincent Dufke |
| Stereotype. Soziokultureller Einfluss von Typografie |
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Stereotype ist eine raumübergreifende Auseinandersetzung mit Fragestellungen zu strukturellen Ungleichheiten und persönlichen Erfahrungen durch Sprache und Schrift. Sie zeigt die politische Kraft sowie das intersektionale Repräsentationspotential von Typografie aus einer feministischen Perspektive, um gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten. Sprachlich und visuell definiert Schrift auch den physischen Raum, in dem wir uns bewegen. Durch AR wird dieser erweitert und Verborgenes sichtbar gemacht. |
Autor*in Deborah Flierl |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #7 |
Supervision Prof. Heike Grebin Frieder Bohaumilitzky |
| Sternchenkriege und andere Krisen |
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Wie können wir eine gerechtere Gesellschaft gestalten? Wer kann sich leisten, kritisch zu sein? Wer kann sich leisten, politisch zu sein? Wer kann es sich leisten, unpolitisch zu sein? Wo muss man Grenzen ziehen? Wie muss ein demokratisches System aussehen, das den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft standhält? Wer bestimmt das Narrativ der Geschichtsschreibung? Wann ist die nächste Sonnenfinsternis? Warum sind so viele Menschen an der Macht, die diese Macht definitiv nicht besitzen sollten? Warum gibt es so viel Korruption? Kommen Hilfspakete da an, wo sie hin müssen? Sind manche Hilfsorganisationen die moderne Form des Kolonialismus? Gibt es Safe Spaces? Kann es so weitergehen? Die Welt ist komplex und schnelllebig. Kriege, Krisen und Debatten prägen den Alltag. Mit über hundert Fragen zu allen möglichen Themen soll diese Überforderung Ausdruck in dieser Arbeit finden. |
Autor*in Jana Konrad |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Stille Phasen |
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«Die Aufgabe ist es, eine Gruppe von Lösungen zu finden, die unter bestimmten Bedingungen die besten sind. Diese Lösungen durchlaufen verschiedene Phasen der Transformation, wobei jede Phase neue Möglichkeiten eröffnet.» — Karl Gestner [^Gerstner, Karl. Tangentielles Exzentrum 1956/57. Zürich: ABC Verlag, 1957.] Im Mittelpunkt der Arbeiten steht das Experiment mit geometrischen Grundordnungen, die verschiedene Phasen durchlaufen. Rotation, Verschiebung und Überlagerung folgen festen Regeln. Im bewussten Stören dieser Regeln entstehen analoge und digitale Plakate, ergänzt durch Animationen in HTML & CSS. Es ergeben sich Momente zwischen Irritation und Struktur – laut und leise. |
Autor*in Marie Nordhoff |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
| Stilvorlagen #1 |
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Die Stilvorlagen starten 2006. Die Pfadfinderei, Henning Wagenbreth, Leonardo Sonnoli, Melk Imboden, Niklaus Troxler und Heinrich Paravicini (Mutabor) geben Einblicke in ihre Arbeitswelt. |
Autor*in Anne Abert Felix Waldow Jan Schaab Johannes Mengel Juliane Matthaei Kathrin Schoele Marc Bronner Marc Wright Margarita Gestrich Michael Beck Natalia Parutkina Ole Utikal Olivier Diekmann Philipp Mechsner Radek Sadowski Thomas Ertmer Till Thomas Vera Tammen Johanna Döring Sünje Hoek-Nelson Doro Sthamer Thomas Ackermann |
Kurse Stilvorlagen. Eine Vortragsreihe zur Design und Gesellschaft |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Stilvorlagen #2 Informationssysteme |
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Der Sommer stand ganz im Zeichen des Themas Informationsdesign. Zu unseren Gästen zählten Ruedi Baur, Andreas Trogisch, Bettina Flittner, Dimitri Nieuwenhuizen (Lust Design), Via Grafik sowie Sibylle Schlaich und Heike Nehl (Moniteurs). |
Autor*in Dirk Kühne Eva Jauss Freya Fleckeisen Jan Lennarz Jan Schaab Jan Tackmann Johanna Koch Johannes Milhoffer Joshua Mackowiak Klaas Horeis Lars Kampf Marc Bronner Marc Wright Martina Lenzin Ole Utikal Pascale Guillon Philipp Mechsner Richard Neumann Jacob Börner Doro Sthamer Sarah März Marco Müller |
Kurse Stilvorlagen. Eine Vortragsreihe zur Design und Gesellschaft |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Stilvorlagen #3 & Sweet Sixteen |
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Unsere Gäste sind Wolfgang Weingart, Martin Majoor, Angela Lorenz, Eike König (Hort) , Akiem Helmling (Underware) & Type Radio und Johannes Erler; |
Autor*in |
Kurse Stilvorlagen. Eine Vortragsreihe zur Design und Gesellschaft |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Stilvorlagen #4 |
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Unsere Gäste sind Luna Maurer (Studio Moniker), Hans Gremmen, Human Empire, Walter Pamminger, David Tartakover und bivgrafik. |
Autor*in Christian Wolff Christoph Bruns Cris Wiegandt Felix Bonge Fiona-Sophie Hinrichs Franziska Ebert Hille Haupt Jan-Hendrik Holst Johannes Milhoffer Julia Kleinwächter Julia Schmidt Julian Krieg Klas Batschkus Lorin Strohm Sophie Kirchner Ruxandra Wöltche Stephanie Wagner Anne Büttner Caroline Göllner |
Kurse Stilvorlagen. Eine Vortragsreihe zur Design und Gesellschaft |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Hannah Bauhoff |
| Stilvorlagen #5 Kommentare zur Zeit |
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Unter dem diesjährigen Leitmotiv Kommentare zur Zeit gewährten unsere Gäste – Jan Banning, Steffen Schumann und Simone Schöler von anschlaege.de, Nicolas Bourquin von onlab, Jan Albert Pool, Atak sowie Michal Sahar – Einblicke in ihre Arbeits- und Lebensweisen. Im Mittelpunkt standen die gesellschaftlich und politisch relevanten Aspekte ihres gestalterischen Schaffens. In Vorbereitung auf die Vorträge entwickelten die Studierenden Plakate mit analogen Techniken – nicht als klassische Ankündigungen, sondern als visuelle Kommentare zu den erwarteten Beiträgen. Es wurde geschnitten, gesprüht und geklebt – ganz im Sinne einer offenen Werkstatt. Das Ankündigungsplakat zur Reihe Stilvorlagen entstand analog und wurde am Lerchenfeld zum Flyer des Monats gekürt. |
Autor*in Aljoscha Siefke Andreas Gebhardt Annabelle Dorn Charlotte Bräuer Tim Stemmann Julia Kleinwächter Larissa Völker Sören Dammann Thomas Korf Robert Siegmund Paula Linke Maximilian Bartsch Lisa Becker Kristina Huber Julian Krieg Jan Reiser Henning Kretschmer Franz Keimel Fiona-Sophie Hinrichs Dominik Krebs Dodo Voelkel Diana Burger Cyrill Kuhlmann Anna-Maria Paschetto Lorin Strohm |
Kurse Stilvorlagen. Eine Vortragsreihe zur Design und Gesellschaft |
Ausstellungen |
Supervision Hannah Bauhoff Prof. Heike Grebin |
| Stilvorlagen #6 Stadt |
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Unsere Gäste sind John Frickey, Till Penzek, Matthias Görlich, Aram Bartholl, Christoph Schäfer, TheGreenEyl sowie Linn Schröder, Annette Hauschild und Julian Röder (Ostkreuz). |
Autor*in Annika Kronitz Carmen Vierbacher Christina Cron David Knappe Elsa Hundertmark Felix Riedel Florian Moser Ganna Kolenchuk Hanna Osen Hellen Gramkow Janna Nikoleit Jasmin Baltres Joana Bunk Jonas Jakelski Julian Mader Laura Stolte Negina Mohibi Michael Felix Kijac Nils Poppe Theresa Volpp Tobias Weber Wiebke Klare Gesa Helmsmüller Melissa Mlynek |
Kurse Stilvorlagen. Eine Vortragsreihe zur Design und Gesellschaft |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Hannah Bauhoff Jan Schaab Janos Erdmann |
| Stilvorlagen #7 Respekt |
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“Es ist viel wertvoller, stets den Respekt der Menschen als gelegentlich ihre Bewunderung zu haben.” (Jean-Jacques Rousseau) Was bedeutet Respekt in der visuellen Kommunikation? Wie gestalten wir den Dialog mit Nutzer:innen und Auftraggeber:innen? Wann ist Gestaltung nutzerorientiert – und wann selbstgefällig? Welche Rolle spielt Haltung bei der Wertschätzung der eigenen Arbeit? Respectus bedeutet Rücksichtnahme – ein zentrales Prinzip des zivilen Miteinanders. Doch angesichts schlechter Bezahlung, unbezahlter Pitches und harter Konkurrenz stellt sich die Frage: Wie respektvoll gehen wir innerhalb unserer Branche miteinander um? Ralph Schraivogel, Heinrich Paravicini (Mutabor), Lutz Issler (systemantics), Catalogtree, Wigger Bierma, Walter Nikkels sowie Cybu Richli & Fabienne Burri (2CF) sprechen über Haltung, Verantwortung und Respekt im Designalltag. |
Autor*in Janna Nikoleit Christian Pietschmann Christina Steinke Simon Goebel Linna Grage Clarissa Heisterkamp Luise Holst Florian Huchthausen Cornelius Altmann Paul Rutrecht Matthias Specht Benjamin Stracker Vassilios Ekoutsidis Matthias Schmitt Jana Federov Carmen Vierbacher Anne Stiefel Seyoung Kang Sophie Klein Svenja Prigge Lena König Larissa Völker |
Kurse Stilvorlagen. Eine Vortragsreihe zur Design und Gesellschaft |
Ausstellungen |
Supervision Thomas Korf Hannah Bauhoff Prof. Heike Grebin |
| Stilvorlagen #8 Behind the Scenes |
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Welcher Prozess steckt hinter einem guten Leitsystem? Was für einer hinter einer überzeugenden Broschüre? Wie wurde diese gemacht? Und welche Überlegungen wurden angestellt – und dann wieder verworfen? Warum sieht das Logo final so aus – und nicht anders? Die internationale Vortragsreihe zu Design und Gesellschaft „Stilvorlagen“ möchte im Frühjahr 2013 Blicke hinter die Kulissen visueller Gestaltung ermöglichen, Arbeitsweisen sichtbar machen – und vor allem verdeutlichen, dass Design (meistens) sehr viel Arbeit bedeutet. Daher unsere Frage an die Referenten: Wie entsteht gutes Kommunikationsdesign? Ist es harte Arbeit – oder reicht Ihnen ein heißes Bad in der Wanne wie Archimedes? Wie entstehen Ideen – und welcher Prozess steht vor und nach dem Entwurf? Wie gehen Sie an Ihre Aufgaben? Wann skribbeln Sie, aber wann nicht mehr? Unsere Gäste sind Eva Rucki (Troika), Emma Thomas (Apfel. A Practice for Everyday Life), Nicolas Bourquin (onlab), Richard Niessen, Christian Riis Ruggaber, I Like Birds, Doro Stahmer, Daniel Behrens, Thomas Ackermannn (public). |
Autor*in Anne Richter Ayala Avraham Christoph Lehner Dorothea Schmidle Melina Jaensch Natalie Forster Niclas Wentz Patricia Wirth Renata Mirón Ricardo Bachmann Stephanie Schulze Thomas Stempel Timo Wrage Victoria Butova Jana Schmidt Laura Stieg María Inés Suárez Hölters |
Kurse Stilvorlagen. Eine Vortragsreihe zur Design und Gesellschaft |
Ausstellungen |
Supervision Hannah Bauhoff Prof. Heike Grebin |
| Stilvorlagen #9 Umbruch |
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Unter dem Titel Umbruch diskutieren wir das digitale Publizieren und die sich verändernde Rolle von Gestalter:innen. Dabei verstehen wir digitales Publizieren umfassend — als Veröffentlichung relevanter Inhalte und Gestaltung kommunikativer Prozesse auf digitalen Plattformen. Designer arbeiten seit Jahrzehnten digital — doch jetzt verändert sich etwas Grundlegendes: Die digitale Welt erreicht die klassische Print-Szene. Bisher nutzten wir digitale Werkzeuge, um analoge Produkte zu gestalten – Bücher, Magazine, Zeitungen. Heute geraten vertraute Strukturen ins Wanken. Große Verlage kämpfen ums Überleben, kleine experimentieren — mit wechselhaftem Erfolg. Gestaltung für Websites, E-Books und digitale Templates gehört längst zum Alltag. Digitale Medien fordern uns heraus: Verengen sie den kreativen Ausdruck? Wird der Grafikdesigner zum Software-Entwickler? Was macht diese Veränderungen spannend — und was bedeuten sie für unser Selbstverständnis? Unsere Gäste waren Jeremy Abbett, Constant Dullaart, Thomas Castro (Lust Design), Remco van Bladel und die ‹Master Pieces›: Martha Starke, Beathe Kapfenberger (morgen), Stephan Kurz, Kris Lüdemann, Dominik Krebs und Robin Hinsch. |
Autor*in Alexandra Kaserbacher Anna Fejer Anna Heinrich Annette Schmid Antonia Rodriguez Christina Gotz Cristina Lopez Dominik Gauly Gladys Pattiiha Julia Valeska Nische Juliana Maurer Katharina Spegel Hannah Göppel Leonie Langer Jasmin Berger Luca Candotti Melissa Mlynek Norman Heck Sophie Popp Skirmante Rudaviciute Sandra Polzin Stephanie Haack Lea Pürling Sarah Schögler Ledün Özdemir |
Kurse Stilvorlagen. Eine Vortragsreihe zur Design und Gesellschaft |
Ausstellungen |
Supervision Christoph Lohse Hannah Bauhoff Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| Stilvorlagen #10 Step Across the Border |
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«Wir leben in einer Zeit der Grenzüberschreitungen, der Auflösung alter Kategorien, des Herumexperimentierens … Alle Medien krempeln uns völlig um. Sie sind so weitreichend in ihren persönlichen, politischen, wirtschaftlichen, ästhetischen, psychologischen, moralischen, ethischen und sozialen Konsequenzen, dass sie keinen Teil von uns unangetastet, unberührt und unverändert lassen.» (Marshall McLuhan, 1967) Die Digitalisierung hat publizierende Medien tiefgreifend verändert – und der Wandel ist längst nicht abgeschlossen. Offen bleibt, in welchen Strukturen Inhalte künftig entstehen, über welche Formate und Kanäle sie vermittelt werden und welche gestalterischen Mittel dafür eingesetzt werden. Als Kommunikationsdesigner:innen sind wir Teil dieses Prozesses. Immer deutlicher erkennen wir unsere Rolle als gestalterische Übersetzer:innen komplexer Inhalte. Wir arbeiten zunehmend interdisziplinär und wollen uns über klassische Grenzen hinaus weiterentwickeln. Unsere Gäste sind Florian Pfeffer, Lars Harmsen, Nina Juric, Ruben Abels & Barbara Asselbergs (DesignArbeid), Vinca Kruk (Metahaven), Richard Vijgen. |
Autor*in Anne Richter Ayala Avraham Christoph Lehner Dorothea Schmidle Jana Schmidt Melina Jaensch Laura Stieg Natalie Forster Niclas Wentz Renata Mirón Ricardo Bachmann Stella Richter Stephanie Schulze Thomas Stempel Timo Wrage Victoria Butova Patricia Wirth |
Kurse Stilvorlagen. Eine Vortragsreihe zur Design und Gesellschaft |
Ausstellungen |
Supervision Hannah Bauhoff Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann Lea Sievertsen Sarah Klingenberg Paul Rutrecht |
| Stimmwandler |
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Was hört die digitale Maschine? Es sind keine Worte, sondern digitale Signale — hohe und niedrige Frequenzen unterschiedlicher Lautstärke. Der Computer versteht nur das Tonsignal, vergleicht es und ordnet es ähnlichen Signalen zu und kann Bedeutungen zuordnen. Um diesen Prozess zu visualisieren und die andere Seite der Mensch-Maschine-Interaktion zu zeigen, wird das eingehende Tonsignal in fünf Frequenzbereiche unterteilt, von Bass bis Hochton. Die ungefähre Sprachgrundfrequenz der menschlichen Stimme wird rot angezeigt. Das digital zerlegte und analysierte Signal wird als ‹Antwort› widergegeben — jetzt aus den zuvor gemessenen Frequenzen synthetisiert. Der Rhythmus der eigenen Stimme ist immer noch erkennbar, aber wir können nichts verstehen. |
Autor*in Frederik Engelbrecht |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Stop People Pleasing |
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Laura Böttcher hat schon immer versucht, es allen Menschen um sie herum Recht zu machen. Dass sie sich dadurch selbst Stück für Stück verloren hat, ist erst aufgefallen, als sie schon gar nicht mehr sie selbst war. Sie dachte, dass es normal ist. Sie hatte nie ein Problem damit, Grenzen zu setzen, weil es nie welche gab. Sie denkt an ihren Alltag und fühlt sich gestresst. Sie hat ein schlechtes Gewissen anderen Menschen gegenüber, sie hat nicht das Gefühl verstanden zu werden. Jetzt geht es darum, für eine neue Selbstverständlichkeit zu sorgen! Grenzen bilden ein Raster, welches dabei hilft. Es muss selbstverständlich sein, nicht jeder Bitte nachzugehen. Es muss selbstverständlich sein, freie Zeit mit sich selbst zu verbringen. Es muss selbstverständlich sein, keinen gestressten Alltag zu haben. Ein Nein muss selbstverständlich sein. Setze Grenzen. Setze Prioritäten. Sag ‹Nein› mit Überzeugung. Nimm Dir Zeit. Sei ehrlich zu dir selbst. Höre auf deine innere Stimme. Frag nach Hilfe. Sei dir bewusst, was du willst. Tu Dir selbst etwas Gutes. Schätze Dich selber wert. Hör auf, andere über Dich selbst zu stellen. Versuch nicht, allen Menschen zu gefallen, dabei kannst du nur verlieren. |
Autor*in Laura Böttcher |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Stream of Emotions |
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Like, love, sad, angry. Auf Twitter (jetzt X) werden pro Sekunde etwa 6000 Kurznachrichten verfasst. Diese Masse an produzierten Daten ist nicht nur im Hinblick auf ihren Inhalt interessant, sondern auch aufgrund der ihnen inhärenten Stimmung. Stream of emotions ist das Ergebnis einer Untersuchung, inwieweit generierte Daten in Echtzeit analysiert und gestalterisch kommuniziert werden können. Dabei bedient sich das Skript einer Software-Bibliothek zur Stimmungsanalyse, die auf dem aus einem Forschungsprojekt hervorgegangenen AFINN-Lexikon basiert. Jedem Worteintrag ist ein Wert zugeordnet, der entweder positiv, negativ oder neutral bewertet ist. So kann mit einer relativ hohen Genauigkeit die Stimmung eines Kurztextes bestimmt werden. Kern der Arbeit ist ein binärer Strom aus positiven und negativen Schlagworte, die miteinander konkurrieren und spontane Gegensatzpaare bilden. Doch bloßgestellt und ihrem Kontext entrissen verlieren sie auch ihre Bedeutung. Erst auf den zweiten Blick erlauben die im Hintergrund laufenden vollständigen Tweets die Einordnung in einen Sinnzusammenhang. Der Stream of emotions stellt damit auch die Frage, wie gut Algorithmen uns verstehen können. |
Autor*in Daniel Schröder |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Ian Warner |
| Streit der Moderne #1 |
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Autor*in Pauline Beckmann |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Streit der Moderne #2 |
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Autor*in Yannik Bera |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Streit der Moderne #3 |
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Autor*in Josephine John |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Jan Vincent Dufke |
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| Streit der Moderne #4 |
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Autor*in Antje Loka |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Streit der Moderne #5 |
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Autor*in Lola Mawick |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Streit der Moderne #6 |
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Autor*in Niklas Schönemann |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge |
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| Streit der Moderne #7 |
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Autor*in Dorothée Schraudner |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Daniel Behrens |
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| Streit der Moderne #8 |
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Autor*in Liyani Vierke |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Paula Miéville |
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| Streit der Moderne #9 |
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Autor*in Vincent Völker |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge |
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| Streit der Moderne #10 |
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Autor*in Insa Wagner |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
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| Streit der Moderne #11 |
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Autor*in Niklas Zeiner |
Kurse Typografie Basis: Streit der Moderne |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Daniel Behrens |
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| Streiten verbindet |
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Nele Ewert beobachtet in der Gesellschaft und in ihr selbst eine immer geringer werdende Bereitschaft, mit Menschen zu diskutieren, dessen Meinung von ihrer abweicht. Diese geringer werdende Kommunikation zwischen politischen Positionen befeuert eine zuspitzende Polarisierung in der Gesellschaft. Steven Levitsky und Daniel Ziblatt beobachten in ihrem Buch Wie Demokratien sterben: «Wenn die Zusammenbrüche von Demokratien in der Geschichte uns eines lehren, dann, dass extreme Polarisierung für Demokratien tödlich sein kann.»[^Levitsky, Steven, and Daniel Ziblatt. Wie Demokratien sterben. Translated by Andreas Wirthensohn. Munich: DVA, 2018] Um dem entgegenzuwirken, ist es essentiell, mehr demokratischen Meinungspluralismus und Diskussionen zuzulassen sowie emphatisch mit anderen Meinungen und Lebenssituationen umzugehen. Dabei ist zu beachten, dass dies nicht grenzenlos passieren muss oder sollte. Die Plakatreihe Streiten verbindet ist ein Plädoyer dafür, Streitkultur zu fördern, Uneinigkeit zu normalisieren und die Nähe von andersdenkenden Menschen zu suchen. |
Autor*in Nele Ewert |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen |
Supervision |
| Structured Knowledge |
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Durch hierarchische Unterscheidung der Textebenen wird der Nachlass der Humboldt Brüder Wilhelm und Alexander strukturiert. Die anfängliche Inspiration aus dem klassischen Zeitungsdesign führte schließlich zu einem Rhythmus aus Textverdichtung und Freiraum. |
Autor*in Robin Detterbeck |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| STYKKY |
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STYKKY brings together Asian designers based in Germany. In our first edition, we highlight six inspiring female Asian designers and their artworks, ranging from illustration to motion design to graphic design and more. We believe that by sharing our experiences and amplifying our voices, we can support each other and empower other young Asian designers. LET’S STYKK TOGETHER! Thanks to all interview partners and to Jot for supporting us with the risoprint. |
Autor*in Hani Wibowo Ngọc Anh Phan |
Kurse Listen to the Choir |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Lea Sievertsen Jan Vincent Dufke |
| Summer of Soul |
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1969 fand in Harlem ein großes Festival der Black Culture statt — und verschwand fast komplett aus dem öffentlichen Gedächtnis. Es fehlte an medialem Interesse, das Filmmaterial wurde kaum beachtet. Während Woodstock gefeiert wurde, geriet das Harlem Cultural Festival in Vergessenheit. Erst 2021 holte der Film Summer of Soul die Geschichte zurück. Die Website greift das auf. Drei Mal die Frage — Are you ready? Bereit wofür? Bereit hinzusehen, zu fühlen, zu handeln? Fenster öffnen sich, Bilder, Texte, Stimmen werden sichtbar. Das Schwarz-Weiß-Design verwandelt sich schrittweise in ein buntes Spektrum – inspiriert von den Bühnenbildern des Festivals. Diese Farbveränderung symbolisiert nicht nur die Lebendigkeit und Vielfalt des Events, sondern auch den Übergang von Unsichtbarkeit zu Anerkennung. |
Autor*in Franziska Bergner |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Surface |
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Als Quelle dieses Semesterprojekts dient das Manifest WHITE NIGHT Before A Manifesto des Designer-Kollektivs Metahaven. Das Manifest oder besser der Vorentwurf eines sehr poetischen Typus, wurde im Mai 2008 publiziert; als die Weltwirtschaft vor ihrem endgültigen Kollaps stand. Dieser damaliger Umstand hielt Metahaven dazu an, die Rolle des Designers im kapitalistischen System zu reflektieren. Janna Thaden bezieht sich auf den ersten Abschnitt des Manifests, mit dem Titel Surface (dt: Oberfläche). |
Autor*in Janna Thaden |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Alica Pfister Prof. Heike Grebin Verena Kiesinger |
| Text in Retrospect |
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Das Textmaterial des Kurses Stil/System/Medien wird als Begleitheft zusammengefasst — mit Texten von Richard Buckminster Fuller, John Cage, Johann Wolfgang von Goethe und anderen. Durch Falzung des unbeschnittenen A4-Bogens ergibt sich eine ‹innere› Kommentar- und Notizebene. |
Autor*in Lynn Dormann |
Kurse Stil System Medien |
Ausstellungen Stil System Medien |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| The Beauty of Errror |
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Was ist eigentlich falsch? Und wer legt fest, was richtig ist? The beauty of errror untersucht die poetische Kraft des Fehlers. |
Autor*in Jonas Lerch |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #8 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Aram Bartholl |
| The Designer as an Activist |
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Viele Designer:innen verstehen ihre gestalterische Arbeit nicht als politisch. Jedoch positioniert sich jede:r Designer:in — bewusst oder unbewusst — zur bestehenden gesellschaftlichen Ordnung. Sie wird bestätigt, unterstützt, kritisiert oder unterlaufen. Gleichzeitig beeinflusst Design unser Denken, unser Handeln und unser Wissen. Es wird vom Politischen bestimmt und bestimmt zugleich das Politische. Mit dem, was wir als Designer:innen erschaffen, repräsentieren und prägen wir zugleich Werte unserer Gesellschaft, und entwerfen Vorstellungen unserer Welt. Dabei können diverse und vielfältige Realitäten sichtbar gemacht werden. Gestaltung kann aber auch Zugang zu Wissen und Informationen erschweren oder erleichtern, ermöglicht oder verhindert Unterstützung und Selbstermächtigung. Wie sieht politisches Design aus? Wie trägt man mit Design zu einer chancengerechteren Welt bei? Welche Möglichkeiten eröffnet feministisches Design? Wie sieht ein nicht eurozentrisches, cis-männlich und heteronormativ geprägtes Design aus? Wie werden marginalisierten Stimmen Raum und Sichtbarkeit gegeben? Wie kann Design als ein Kommunikationswerkzeug genutzt werden, mit dem Menschen inspiriert, zum Nachdenken gebracht und provoziert werden können? Lasst uns gestalterische Antworten auf all diese Fragen jenseits der Normen finden! Lasst uns gesellschaftliche Verantwortung übernehmen! Lasst uns politisches Design entwerfen! Lasst uns als Designer:innen Aktivist:innen sein! |
Autor*in Hani Wibowo |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| The Future Island. Vacation on The Moon |
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In der Zukunft könnte der Weltraum das nächste Reiseziel und die Planeten die neuen Inseln sein. Urlaub im Raumanzug anstatt im Bikini. Das Flugzeug wird durch eine Rakete ersetzt. Die Flugzeit steigt erheblich. Dafür erhält man eine unvergleichliche Aussicht und einen kompletten Planeten zum Entdecken. Sind solche Reisen in der Zukunft möglich? Was macht das mit dem Menschen und den Planeten? Wie sah das ganze aus der Sicht der sechziger/siebziger Jahre aus? Als die Menschen angefangen haben den Weltraum zu erkunden und sogar die ersten Fußabdrücke auf dem nächsten Planeten in unserem Sonnensystem hinterlassen haben. Im Vergleich dazu stehen aktuelle Forschungen und Ereignisse wie z.B. das Space X Projekt von Elon Musk. Im Fokus soll unser Mond stehen. Wie sieht die Reise dorthin aus? |
Autor*in Jan Schulz |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| The Human Cosmos |
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Der menschliche Körper ist eine biologische Maschine, zusammengesetzt aus verschiedenen Systemen. Nur wenn all diese System perfekt zusammenarbeiten, ist Leben ist möglich. Der menschliche Körper ist eine isolierte Welt, ein eigener Kosmos — eine Insel. |
Autor*in Elika Lakner |
Kurse archipel.mov |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge Paul Rutrecht |
| The Law of Attraction |
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In einer Leistungsgesellschaft soll jeder Mensch funktionieren. Dabei geraten viele in eine Art Stressspirale und physische, sowie psychische Probleme sind die Folge. Wie können wir unsere Gesellschaft verändern, damit sie das Wohl der Menschen in den Vordergrund stellt und ihn vom Leistungsdruck wegführt? Vielleicht durch The Law of Attraction (Gesetz der Anziehung)? Seitdem sie ein kleines Mädchen war, hat sich Valeria Schribers Familie mit dem Gesetz der Anziehung beschäftigt und sie hat sich immer gefragt, wie sie es schaffen, ohne Stress durch das Leben zu gehen. Aber was ist dieses Gesetz und wie funktioniert es? Das Gesetz der Anziehung ist eine Philosophie, die besagt, dass positive Gedanken positive Ergebnisse in das Leben einer Person bringen, während negative Gedanken negative Ergebnisse nach sich ziehen. Es basiert auf der Überzeugung, dass Gedanken eine Form von Energie sind und dass positive Energie in allen Lebensbereichen, einschließlich Gesundheit, Finanzen und Beziehungen, den Erfolg anzieht. In ihrer Arbeit hat sie sich mit den Regeln des Gesetzes der Anziehung beschäftigt. Das Gesetz ist zwar keine unmittelbare Lösung für alle Herausforderungen des Lebens, aber es kann helfen, eine optimistische Einstellung zum Leben zu entwickeln. Es kann auch helfen, motiviert zu bleiben und weiter auf Ziele hinzuarbeiten — jedoch ohne Stress. |
Autor*in Valeria Schriber |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| The Society of the Spectacle |
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Mit ihrer Plakatserie möchte Sophie Bohne auf den französischen Philosophen Guy Debord aufmerksam machen. Obwohl sein gesellschafts- und medienkritisches Werk Die Gesellschaft des Spektakels schon 1967 erschien, ist es heute aktueller denn je. Die gesellschaftlichen Probleme, die Debord kritisiert, lesen sich wie Beschreibungen unserer Zeit — unseres ständigen Vernetztseins und Konsumierens von Eindrücken. «Das ganze Leben der Gesellschaften, in welchen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Sammlung von Spektakeln. Alles, was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine Vorstellung entwichen.» Das Spektakel sind die Massenmedien, die uns die Welt erklären und den Eindruck einer über Raum und Zeit hinweg verbundenen Gesellschaft schaffen. Das reale Leben wird durch eine gefährliche Simulation ersetzt, in der Authentizität verdrängt wird. Im Spektakel hat die Wirtschaft sich verselbstständigt und durch generierte Bilder und Ideen wird eine Vorstellung verkauft. Auf der Suche nach Erfüllung durch Konsum von Bildern, Ideen, Waren, ist die Interaktion mit dem Spektakel, die Aufmerksamkeit selbst zur Ware geworden. Mit ihrer Arbeit möchte sie unser Bewusstsein für unsere Teilnahme am Spektakel schärfen — durch unser permanentes Instagram-Scrollen oder unserem ‹ein Youtube-Video nach dem anderen Ansehen›. Denn das Spektakel verändert aktiv unsere Wahrnehmung, Interaktion und Entscheidung. |
Autor*in Sophie Bohne |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| The Song of GPG |
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Diese interaktive Animation möchte auf die Gender Pay Gap aufmerksam machen. Die abstrakten Formunterschiede runder und scharfer Formen bildet den Verdienstunterschied von Frauen und Männern in Deutschland ab. Während sich die scharfen Formen nach außen ausbreiten können, hat die Kugel keinen Platz zur Entfaltung. Jede Bewegung reagiert auf einen Ton. Je höher der der Ton, desto höher der Gehaltsunterschied. Zum Beispiel verdienen Frauen in Bereichen der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie in der Kunst, Unterhaltung und Erholung 31% weniger als Männer. In Banken und Versicherungen sind es 28% und in Bereich der Information und Kommunikation 25%. Durch diese Zahlen entsteht eine Tonabfolge, die seltsam unharmonisch klingt. Während die Formen auf die einzelnen Töne reagieren, kann die Betrachter:in per Maus die Animation bewegen und sich ins Geschehen einmischen. |
Autor*in Martha Jokiel |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| The Sound of Type |
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Das Projekt The sound of type untersucht, ob typografische Zeichen neben ihrer ‹üblichen› phonetischen Bedeutung eine unabhängige akustische Ausdrucksform erhalten können. In Versuchsanordnungen, die für das jeweilige Experiment und den typografischen Zusammenhang konstruiert werden, entstehen Klänge, die die Grundlage für acht Tracks bilden. Analog auf Vinyl-Schallplatte geschnitten und digital als Stream veröffentlicht, werden die Experimente und ihr theoretischer Hintergrund in einem begleitenden Buch (im Format eines LP-Covers) dargestellt und erklärt. Die Themen der Tracks erstrecken sich von der Vertonung grafischer Formen einzelner Buchstaben über die synästhetische Wahrnehmung der Blindenschrift Braille, der akustischen Übertragung von Serif- und Grotesk-Fonts auf das Morse-Alphabet bis zur Auseinandersetzung mit der Häufigkeitsverteilung von Buchstaben und der Klangfarbe von handgeschriebenen Lettern. Als Mittel zur Vertonung kommen hauptsächlich technisch generierte Sinustöne zum Einsatz, deren Frequenz durch Hüllkurven, Lautstärke und Stereosignale moduliert oder als Midi-Signal im Sequenzer zum Klingen gebracht werden. |
Autor*in Lorin Strohm |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Asmus Tietchens |
| Theater |
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Wie macht man das Unsichtbare sichtbar, für Betrachter:innen erfahrbar? Inspiriert von dieser dramaturgischen Frage entwickelt sich eine Serie von bewegten Plakaten: Als würde man durch eine Lupe schauen, verzerren unsichtbare Körper den Titel des jeweiligen Theaterstücks. Die Körper werden zum Störfaktor und verschmelzen gleichzeitig mit der Schrift. Eine rhythmisch gebrochene, dynamisierte Typografie zieht die Aufmerksamkeit der Betrachter:innen an. |
Autor*in Lukas Siemoneit |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Dorothée Schraudner |
| Theorie und Praxis |
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Im Kurs Stil, System, Methode entstand der gleichnamige Sammelband, der 25 Positionen zu den diskutierten Themen vorstellt. Es werden Texte und ihre Autoren wie Goethe, Adorno und Rheinberger sowie künstlerische Arbeiten und ihre Schöpfer (Gomringer, Gerstner und Studio Moniker und andere) präsentiert. Auf John Cage und Richard Buckminster Fuller als Vertreter aus Theorie und Praxis wird besonderes Augenmerk gelegt. Begleitet werden die vorgestellten Arbeiten von eigenen Notizen und Kommentaren sowie zusätzlichem Bildmaterial. |
Autor*in Katharina Spegel |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| There Will Be Blood |
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Die Studierenden widmeten sich dem Thema Menstruation – mit dem Ziel, diesem natürlichen Prozess mehr Raum und Aufmerksamkeit zu geben und die Schönheit sowie Individualität jedes Zyklus zu feiern. Sie dokumentierten ihre Menstruationsdaten und übersetzten sie in eine visuelle Sprache: Ein in p5.js programmierter Code generiert ein Muster, das den jeweiligen Zyklus repräsentiert – jede Information erhält eine eigene Form. Das Erscheinungsbild verändert sich abhängig von den gewählten Parametern und ihrer Intensität, sodass für jede menstruierende Person ein individuelles Muster entsteht. Die Studierenden druckten ihre Zyklusmuster auf ein sechs Meter langes Banner, den Roten Teppich, der ihre Zyklen wie ein Kalender von September 2022 bis Februar 2023 dokumentiert. |
Autor*in Julia Biedasiek Carla Günther Jana Konrad |
Kurse Annoying, Too Loud, Too Messy |
Ausstellungen The F*Room The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen Sofia Star |
| Toxic Masculinity |
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In seiner Arbeit möchte Niklas Wolf die Aufmerksamkeit auf Toxic Masculinity (toxische Maskulinität) lenken und das Wissen über klassische Geschlechterrollen erweitern. Typische Kriterien für toxische Maskulinität sind beispielsweise, dass Männer immer Härte zu zeigen haben, Emotionen unterdrücken müssen und glauben, dass sich Konflikte nur durch Gewalt lösen lassen. Ebenso zählen Dominanz, die Verweigerung zur Kooperation sowie die Sexualisierung und Unterdrückung der Frau dazu. Dieses Selbstverständnis entspricht weder unserem heutigen Bedürfnis nach einem respektvollen Umgang miteinander noch passt es grundsätzlich in unsere heutige aufgeklärte Gesellschaft. Solche Verhaltensmuster sind seit Jahrhunderten gesellschaftlich akzeptiert und wurden über Generationen weitergegeben, so dass den meisten Männern gar nicht auffällt, wie schädlich ihr Verhalten teilweise ist. Es ist wichtig, diese vermeintlich Normalität in Frage zu stellen und zu überwinden. Sein Ziel ist es, uns für diese Problematik zu sensibilisieren und auf eine gesamtgesellschaftliche Überwindung von Geschlechterarchetypen hinzuwirken. Menschen sollten sich nicht diskriminiert fühlen, wenn sie nicht den überholten Klischees entsprechen, ihr Verhalten sollte unsere Umgangsformen prägen. |
Autor*in Niklas Wolf |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Transform, Learn, Liberate |
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Transform, learn, liberate ist ein systematischer Leitfaden für den Aufbau webbasierter generativer Designsysteme mit kreativem Coding. Das Hauptziel ist es, zu zeigen, wie Designer:innen ihre eigenen Tools entwickeln und sich von vorformatierter Software, die von großen Unternehmen vorgegeben wird, unabhängig machen können. Der Leitfaden, der in Transformationen, Parameter, Iterationen und Instanzen unterteilt ist, wird durch Anwendungsfälle aus der Industrie und drei generative Designsysteme unterstützt, die im Laufe eines Jahres entwickelt wurden: Type Morpher, Flexible Motion Grid und Rhythmic Glyphs. Deren Ausgaben können dynamisch für verschiedene Anwendungen generiert werden. Alle Systeme können über tll-creativecoding.com einfach über den Browser aufgerufen und genutzt werden. |
Autor*in Esteban Barco |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #8 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Pierre Pané-Farré |
| Triptychon |
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Diese Installation ist von Kandinskys Zeichnungen inspiriert. Der Entwurfsprozess begann mit einfachen Bleistiftskizzen und ziellosem Experimenten in der Skriptentwicklung. Die Herausforderung bestand darin, die geometrischen Formen zu bewegen und mit der Musik zu kombinieren. Das Triptychon entstand im Zusammenspiel von Zeichnung, Musik, Bewegung und Code — und mit diesem traditionellen Format der (analogen) Kunst schließt sich der Kreis. |
Autor*in Nina Büscher |
Kurse Gruppenbild |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Ian Warner |
| Trust Makes it Simple |
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Die Volksrepublik China hat 2014 angekündigt, bis zum Jahre 2020 ein verpflichtendes Sozialkreditsystem einzuführen. Viele Unternehmen arbeiten unabhängig voneinander an einer Umsetzung dieses Systems, ein Anbieter ist Alipay mit seiner Anwendung Sesame Credit. Über eine App können Nutzer sämtliche Zahlungsvorgänge verwalten, anfallende Daten werden gesammelt und daraus ein Scoring zur Bewertung des Bürgers errechnet, wie auch in Deutschland bei der Schufa üblich. Anders als bei uns, sind die zur Verfügung stehenden Daten jedoch viel umfangreicher. Diese Arbeit, betitelt nach dem Slogan von Alipay, versucht ein solches System zu rekonstruieren und dessen Auswirkungen für den Benutzer sichtbar zu machen. |
Autor*in Jannik Schießwohl |
Kurse Stil System Methoden 2.0 |
Ausstellungen System trifft Utopie |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Another Version of the Truth |
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Die digitalen Medien unterstützen die Verbreitung bequemer Halbwahrheiten. Abseits von offensichtlichen ‹fake news› gibt es eine Grauzone, in welcher Informationen durch subtile Eingriffe oder radikale Kürzungen ihre ursprünglichen Aussage verlieren und ‹alternative facts› den Glauben an die Richtigkeit und Überprüfbarkeit von Nachrichten unterwandern. Die ‹veränderten› Wahrheiten werden von unterschiedlichsten Interessengruppen zusammengesponnen. Das Projekt Another Version of the Truth verfolgt live, wie sich Informationen sich auf den Plattformen der verschiedensten Nachrichtendienste in Form und Inhalt wandeln. |
Autor*in Marco Wesche |
Kurse Stil System Methoden 2.0 |
Ausstellungen System trifft Utopie |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Tune In |
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Gibt es bei dem Phänomen Festival eine Ästhetik, die unabhängig von Zeit und Ort, Musikrichtung und Besucherzahl existiert? Ist der Einfluss Woodstocks, das in den Medien oft als ‹Mutter aller Festivals› bezeichnet wird, bei modernen Festivals wie dem MS Dockville spürbar? Mögliche Antworten auf diese Fragen liefert unserer kollektives Gedächtnis: die Bilder. Ausgewählte Fotografien vom Woodstock-Festival (1969) und dem Hamburger Festival MS Dockville (2016) suchen in dieser Zusammenstellung Verbindungen zwischen den beiden Events. Der Atlas besteht aus neun zweimal gefalteten Postern, die ineinander gelegt ein Heft ergeben. Durch Umsortieren der Seiten können verschiedene Bilder gegenübergestellt, neue Zusammenhänge und sinnliche Erfahrungen des Phänomens ‹Festival› selbst erforscht werden. Die acht Poster lassen sich im aufgefalteten Zustand zu einem großen Bild zusammensetzen. Das Bild gibt einen kollagenartigen Überblick und hält meinen Forschungsstand fest. Das neunte Poster bildet den Umschlag und löst auf, welches Bild wann und von welchem Fotografen gemacht wurde. |
Autor*in Julia Schröder |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Urs Spindler |
| Typografische Koalition |
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Bundestagswahl 2017. Drei Parteien schaffen es nicht, sich zu einigen, um eine Koalition zu bilden. Beim Bier am Abend kommen Fragen auf: Habt ihr die Wahlprogramme gelesen? Was genau steht da eigentlich drin? Wo und wie stark unterscheiden sich eigentlich die einzelnen Parteien? Schnell kam die Idee, die Wahlprogramme typografisch zu vergleichen. Hier wurden die drei Jamaika-Parteien CDU/CSU, die Grünen und FDP nebeneinander gestellt und die Themen Arbeit, Flucht und Digitalisierung mit farbigen Punkten hervorgehoben. Ganz nebenbei wurde offensichtlich, dass die Grünen das längste und die CDU ein überraschend kurzes Wahlprogramm haben. |
Autor*in Karin Krech |
Kurse Stil System Methoden 2.0 |
Ausstellungen System trifft Utopie |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Uncertainty |
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The pandemic made many people very insecure, especially in the first few months of 2020. Unrest spread, and the credibility of the media, science, and politics was called into question. Confidence sank, and the first myths arose. Insecurity is the basis for many irrational actions. The animated poster series encourages you to stay strong and not let your insecurity influence you too much. |
Autor*in Sebastian Hagen Ziemann |
Kurse Move the System |
Ausstellungen |
Supervision Martin Lorenz Alica Pfister Verena Kiesinger |
| Uncollected Memories |
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The more digital information we create over time, the more scarce our capacity to remember what we have created and digitally stored in any way or medium becomes. Esteban Barco calls this ‘Attentional Obsolescence’. From text messages, images, passwords, on clouds, hard drives, phones, to saved online, locally, shared with other people, from apps, every single fragment of information has a meaning to us. Some objects we remember with no problem at all, while others we forget in minutes. Uncollected Memories is a personal place where all these ‘objects’ are collected under the same roof, and allows anyone to participate by asking you something to remember or to look for. |
Autor*in Esteban Barco |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision Björn Jeske Tim Rausch |
| Ungleichgewicht |
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Das Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern in der Designöffentlichkeit wird immer lauter und geballter angesprochen, Initiativen zur Verbesserung ergriffen. Als Designstudentin ist es fast unmöglich, diesen Diskurs nicht zu verfolgen, der so omnipräsent ist und schließlich auch die eigene Zukunft betrifft. Trotzdem fällt es kaum auf, wenn in Vorträgen zum Bauhaus oder Swiss Style keine Arbeiten von Frauen gezeigt werden. Es ist keine Neuigkeit, dass in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Frauen eingeschränkte Möglichkeiten hatten, um einen Designberuf zu ergreifen und Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erhalten. Aber heute, trotz aller Liberalisierung und Digitalisierung, ist es noch immer Thema. Ernsthaft? In der Plakatserie habe ich Positionen gesammelt, die die Situation von Frauen in der Designbranche thematisieren. Von Walter Gropius, der 1919 verkündete, dass es „keine Unterschiede zwischen dem schönen und dem starken Geschlecht“ am Bauhaus geben würde, nur um kurze Zeit später seine progressive Haltung über Bord zu werfen, nachdem deutlich mehr Frauen als Männer ein Studium am Bauhaus aufnahmen. Oder den Herausgeberinnen von Notamuse, die in ihrem Buch die Arbeiten von zeitgenössischen Grafikdesignerinnen sichtbar machen und mit ihnen Gespräche über die Wahrnehmung von Frauen in der Designszene führten. |
Autor*in Carolin Eberhardt |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister Verena Kiesinger |
| Uprooted. Dekolonialisierung des Möbeldesigns |
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Die Kolonialisierung hat viele Aspekte unseres Lebens geprägt, darunter auch die Möbelgestaltung. Mit dem Projekt Uprooted möchten Valeria Schriber und Niklas Wolf die kulturellen Hintergründe traditioneller Fertigungs- und Kulturpraktiken aufzeigen, die oft vergessen wurden. Ihr Kompendium setzt Möbel in ihren historischen, kulturellen und ökologischen Kontext. Das Buch ist in die Schwerpunkte ‹Form› und ‹Material› gegliedert. Es beleuchtet die kulturspezifische Formgebung und Materialien, die durch die Kolonialisierung ins westliche Möbelhandwerk gelangten. Sie erklären die ökologischen, ökonomischen, sozialen und politischen Folgen und Zusammenhänge, um ein umfassendes Verständnis der kulturellen Auswirkungen von Kolonialisierung und Globalisierung im Möbeldesign zu vermitteln. |
Autor*in Valeria Schriber Niklas Wolf |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #8 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Alice Lagaay |
| Ursula und Albrecht |
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Dieses Buch ist eine visuelle Biographie – die Lebensgeschichte des Ehepaares Ursula und Albrecht Paschke. Das Haus in der Artur-Brocke-Allee 44, in dem Ursula und Albrecht seit über 50 Jahren wohnen, wird als autobiografisches Archiv betrachtet. Ihr gemeinsames Leben wird durch die Dinge, die sich im Haus befinden, sichtbar. Die Auswahl der präsentierten Objekte wurde von Ursula und Albrecht selbst zusammengestellt. Sie zeigt, welche Teile ihres Besitzes für sie eine besondere Bedeutung haben und lässt ein objektgebundenes Portrait der beiden Personen entstehen. Die visuelle Erscheinung wird mit jedem neuen Objekt umfassender und konkreter. Die Fülle der Objekte entwickelt eine narrative Struktur. Das Leben von Ursula und Albrecht wird stellvertretend durch die ausgewählten Objekte schweigend und doch sprechend erzählt. Die Bedeutung der Gegenstände für Ursula und Albrecht wird nicht direkt benannt. Die Informationen und die Fotos der Objekte bleiben auf einer faktischen und sachlichen Darstellungsebene und sind – nach verschiedenen Kriterien sortiert – im Anhang verzeichnet. Da die Objekte frei von vorgegebenen Bedeutungen sind, entsteht ein vom Betrachter abhängiges individuelles Lebensbild von Ursula und Albrecht. Der eigentliche Sprecher der Geschichte sind also nicht die stummen Gegenstände, sondern die Imagination und Assoziationen des Betrachters. |
Autor*in Paul Rutrecht |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #1 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Stefan Stefanescu |
| Variable Visuelle Systeme |
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«Keine Dimension, Proportion, Form; keine Farbe, die nicht stetig in eine andere überführt werden könnte. Alle Elemente kommen in Reihen oder in Gruppen vor.»[*] — Karl Gerstner Bei der Übersetzung von dynamischer Identität und ihrer diversen Botschaften ins Visuelle stoßen statische Gestaltungssysteme an ihre Grenzen. In Variable Visuelle Systeme widmet sich Nils Hölscher der Aufgabe, die Fluidität von Gestaltungselementen zu ermitteln und dabei mögliche variable Parameter zu untersuchen, zu kategorisieren und zu beschreiben. Zu diesem Zweck stellt er diverse philosophische und gestalterische Positionen gegenüber (unter anderem von Niklas Luhman, Richard Buckminster Fuller, Ulrike Felsing, Martin Lorenz und Karl Gerstner), analysiert verschiedene flexible Gestaltungssysteme und führt zahlreiche grafische Experimente durch. Fluide Variationsräume in visuellen Systemen machen es möglich, zur Formulierung präziser und diverser Botschaften aus diesem Spektrum zu schöpfen. Die Entwicklung Variabler Visueller Systeme resultiert aus einer Haltung, in welcher Kommunikationsprozesse erkannt und ernst genommen werden und stellt einen emphatischen Schritt in Richtung natürlich-dynamischer und visuell-eloquenter Kommunikation dar. Das über 200 Seiten starke Buch wird ergänzt durch eine Serie animierter Poster sowie den Prototypen einer experimentellen variablen Schrift. |
Autor*in Nils Hölscher |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Michaela Diener |
| Verschiebungen |
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Das massenhaft produzierte Handyfoto ist trotz seiner verschiedenen, teils widersprüchlichen Bedeutungen und medialen Funktionen vergänglicher als jedes Bild zuvor — oder vielleicht doch nicht? Natalie untersuchte ihre Handyfoto-Sammlung auf deren Bedeutung: Inwieweit lassen sich scheinbar beiläufige Schnappschüsse verallgemeinern? Gibt es eine visuelle Struktur des Alltags? In drei Broschüren wurden Fotos zusammengestellt, konkrete editorische und gestalterische Entscheidungen wurden einem Skript übertragen. So verlieren die Fotos ihren bisherigen Kontext und eine neue ästhetische Dimension verändert den Blick auf scheinbar wertlose Bilder. |
Autor*in Natalie Forster |
Kurse Stil System Methoden 1.0 |
Ausstellungen Stil System Methoden |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Virtual Body |
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Die Bachelorarbeit widmet sich der Fragestellung, wie wir im Cyberspace existieren und wie dies aussehen kann. Ein Video und ein dazugehöriger Katalog zeigen eine Interpretation eines ‹virtuellen Körpers› und machen auf das mangelnde Bewusstsein für unsere Bewegung in der virtuellen Welt und die ‹digital traces›, die wir dort hinterlassen, aufmerksam. |
Autor*in Marie Dommenget |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen Call Me #2 |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. Anke Haarmann |
| Visible Borders. Detroit |
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Die Abschlussarbeit von Ricardo Bachmann umfasst die Gestaltung von sozialer Segregation und städtischer Ausgrenzung. Für seine zugrunde liegende Recherche reiste das Arbeitskollektiv Bang of Urban Districts BoUD, (Kimara Hungerbach & Ricardo Bachmann) für sechs Monate nach Detroit. Dort dokumentierte BoUD die produzierte geografische, sowie die alltägliche Segregation innerhalb der Gesellschaft im Stadtraum Detroits. Der Begriff ‹Redlining› wird dabei im historischen Kontext erklärt und veranschaulicht das bewusste institutionelle Handeln in der Vergangenheit, um den Prozess der ethnischen Spaltung und der räumlichen Ausgrenzung in amerikanischen Städten zu unterstützen. Anhand konkreter Beispiele und Orte gesellschaftspolitischer Fragestellungen, ist seine Untersuchung nach der Aufteilung des städtischen Raums, sowie der Analyse von Machtstrukturen dokumentiert und zeigt die resultierende Reaktion derer, die in dominanten Systemen oft das Nachsehen haben. Das Medium der Kartografie dient dabei als kritische Hinterfragung räumlicher Verhältnisse und Sichtbarmachung raumbezogener Daten, die in einer Wechselbeziehung zueinander Macht und Machtlosigkeit offenlegen. |
Autor*in Ricardo Bachmann |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Dr. Anke Haarmann Prof. Heike Grebin |
| Visualization of Sound |
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Musik ist laut, leise, beruhigend, aufregend, schnell, langsam — sie atmet. All das kann man hören und auch fühlen. In diesem Projekt wird das auditive Erlebnis mit einem visuellen verknüpft. Wie verhält sich Form in Bezug auf Musik? Welche Parameter kann man verändern, um ein spannendes Ergebnis zu bekommen? Es entsteht eine dynamische Form, beeinflusst durch das Fließen und Pulsieren der Musik. Besonders interessant wird die Geometrie im dreidimensionalen Raum. Ändert man einige Werte der mathematischen Formel nur minimal, verändert sich doch die gesamte Form. |
Autor*in Julia Liese |
Kurse Stil System Methoden 2.0 |
Ausstellungen System trifft Utopie |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| Vom Hüpfen und Blinken |
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Die individuelle Wahrnehmung ist etwas, was wir nur schwer teilen können und doch versuchen wir es immer wieder — auf unterschiedlichste Weise. Evelin Dam-Hansen möchte sich auf die visuelle Gestaltung unseres Alltags und ihre Beobachtungen hierzu konzentrieren. Sie beschäftigen Orte und Zustände, die zu Reizüberflutung, Überforderung, Unterforderung und letztlich zu einer Wahrnehmungsverschiebung führen. Wie sieht die Welt — ihre Welt — aus, bevor sie kippt? Sie hat Reize an verschiedenen Orten aufgenommen und gesammelt: am Bahnhof, im Kiez, auf der WG-Toilette … Um ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen zu visualisieren, reduziert sie sie in ihrer Gestaltung auf Typografie, Farbe und Fläche. Dabei ist es wichtig, möglichst subjektiv zu bleiben, denn sie möchte keine Allgemeingültigkeit behaupten, die es nicht geben kann. Als Gestalter:innen tragen wir einen großen Teil der Verantwortung für die visuelle Reizüberflutung unserer Umwelt und sollten sie eigentlich ehrlicher und angenehmer gestalten können. Schon 1964 forderte der Designer Ken Garland mit dem Manifest First Things First, die Gestaltung in einem inkludierenden, positiven Sinne zum Wandel der Gesellschaft zu nutzen. Und warum tun wir das nicht? Evelin Dam-Hansen möchte den Raum für notwendige Überlegungen öffnen: Was kann Gestaltung sein — weg von der Betonung sich ständig ändernder Banalitäten, weg von blinkenden, tanzenden Buttons und schreiender Neonreklame? |
Autor*in Evelin Dam-Hansen |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Vom Raumschiff zum strahlenden Erbe |
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Raumschiff Erde ist ein Konzept Buckminster Fullers indem er schon in den 60er Jahren beschreibt, die Erde als geschlossenes System, ähnlich einem Raumschiff zu sehen und deren Ressourcen sorgfältig zu nutzen. Doch was ist daraus geworden? Eben so zu der Zeit wie Fuller war die Atomenergie prägend. Damals was sie ein Symbol für technologischen Fortschritt und Hoffnung auf eine saubere Energiequelle, heute regiert die Angst vor der Radioaktivität und die Folgen der Strahlung. Diese sind oft erst Jahre oder Jahrzehnten später spürbar. Ein Gefühl der Unkontrollierbarkeit und der potenziellen Gefahr. Doch was ist aus unserem Raumschiff Erde geworden? Die Endlagerung von Atommüll stellt eines der größten ungelösten Probleme der Nukleartechnik dar. Radioaktive Abfälle enthalten hochgiftige, langlebige Substanzen, die über Tausende von Jahren gefährlich bleiben. Diese Abfälle müssen sicher verwahrt werden, um Mensch und Umwelt vor Strahlung zu schützen. In ihrem Projekt beschäftigt sich Lena Meier kritisch und auch ironisch mit der heutigen Situation mit der menschliche Angst vor Radioaktivität, die auf der Unsichtbarkeit der Strahlung und den unvorhersehbaren, langfristigen Auswirkungen beruht. Es geht um ist die Auseinandersetzung mit der Endlagerung von Atommüll. Abfälle bleiben über Tausende von Jahren gefährlich und müssen langfristig geschützt werden. Doch trotz intensiver Forschung und politischer Bemühungen gibt es weltweit nur wenige sichere und politisch akzeptierte Lösungen. In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, wird das Thema Atomenergie zunehmend verdrängt oder aufgeschoben, obwohl die Gefahren nach wie vor existieren. |
Autor*in Lena Meier |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Von 2D zu 3D |
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Von 2D zu 3D und zurück. In der Ausstellung The F*Word haben die Arbeiten von Tereza Ruller, auch bekannt durch ihr Studio The Rodina, die Student:innen neugierig gemacht. Basierend auf ihrem Ansatz, komplexe Themen in die Gestaltung zu integrieren, laden sie mit ihrem Workshop study-work-life balance sowohl zum gestalterischen Experimentieren, als auch zum Nachdenken über das Leben als Gestalter:in ein. Thematisch geht es um die Vereinbarkeit von Studium, Arbeit und Beruf in einem kreativen Studiengang. Dies verband die Gruppe mit ihrer Recherche zur zwei- und dreidimensionalen Gestaltung, deren Ergebnisse auf einem Würfel und einer Website dokumentiert wurden. |
Autor*in Emma Schmalisch Mona Hallweger Saskia Hess Tabea Mertens |
Kurse Annoying Toolkit |
Ausstellungen |
Supervision |
| Vorlesungsverzeichnis 2010 |
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Autor*in Nadja Niemann Maria Skov Petersen Dominik Krebs Paula Linke Cyrill Kuhlmann |
Kurse Behörde für Design |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Vorlesungsverzeichnis 2007/08 |
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Autor*in Daniel Behrens Curie Cure Doro Sthamer |
Kurse Behörde für Design |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Vorlesungsverzeichnis 2008 |
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Autor*in |
Kurse |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Vorlesungsverzeichnis 2008/09 |
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Autor*in |
Kurse Behörde für Design |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Vorlesungsverzeichnis 2009 |
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Autor*in Gesa Hansen Ruxandra Wöltche Stefan Kaetz Dirk Kühne |
Kurse Behörde für Design |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Vorlesungsverzeichnis 2009/10 |
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Autor*in Dirk Krüger Astrid Mahrt Anna-Maria Paschetto Sören Dammann Simone Gödecke |
Kurse Behörde für Design |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Vorlesungsverzeichnis 2010/11 |
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Autor*in Michaela Benecke Vassilios Ekoutsidis Kris Lüdemann Bengt Ott Jutta Regenhardt |
Kurse Behörde für Design |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Vorlesungsverzeichnis 2011 |
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Autor*in Jana Federov Dodo Voelkel Kristina Huber Carsten Lerch |
Kurse Behörde für Design |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Vorlesungsverzeichnis 2011/12 |
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Bei der Gestaltung des Vorlesungsverzeichnisses 2011/2012 legen die Studierenden besonderen Wert auf Übersichtlichkeit und schnellen Zugriff auf alle Informationsgruppen. Die Rückseite der Schweizer Broschur ist zu einem Leporello gefaltet, auf dem der Wochenplan – eine nach Wochentagen und Uhrzeiten geordnete Übersicht aller Lehrveranstaltungen – abgebildet ist. So lassen sich Lehrangebote und Wochenplan bei der Kurswahl gleichzeitig einsehen. Hell gefärbte Seiten heben die übergeordneten Curricula der Studiengänge deutlich von den semesteraktuellen Informationen ab. |
Autor*in Larissa Völker Dodo Voelkel Sören Dammann Aljoscha Siefke |
Kurse Behörde für Design |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Andreas Trogisch |
| Vorlesungsverzeichnis 2007 |
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Autor*in Dirk Krüger Astrid Mahrt Anna-Maria Paschetto Sören Dammann |
Kurse Behörde für Design |
Ausstellungen |
Supervision |
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| Vorlesungsverzeichns 2012 |
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Der Farbverlauf von Rot nach Blau, der sich durch das gesamte Vorlesungsverzeichnis zieht, sorgt nicht nur für gute Laune, sondern spiegelt auch den prozesshaften Charakter des Kurses wider. Was so einfach aussieht, ist es auch, wenn der Farbwechsel von Seite zu Seite – wie alle anderen Gestaltungsformen der Informationen – erst einmal programmiert ist. |
Autor*in Inga Albers Cornelius Altmann Matthias Specht Nora Stögerer |
Kurse Behörde für Design |
Ausstellungen |
Supervision Andreas Trogisch Prof. Heike Grebin |
| Wabi-Sabi |
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Wir leben in einer Zeit, in der es um Optimierung und Perfektion geht — um unseren makellosen Auftritt und die ständige Arbeit daran. Wir streben nach einer äußeren Schönheit, die im Grunde dem natürlichen Lauf des Lebens widerspricht. Die Digitalisierung verstärkt diesen Trend. Der Einsatz von Filtern macht es möglich, unser Erscheinungsbild durch ständige Überarbeitung schnell und einfach zu verfälschen. Das beunruhigt Carla Günther, denn es entspricht nicht dem realen Leben und funktioniert nur in der virtuellen Welt. Indem Dinge unauthentisch perfektioniert werden, wird die Realität verklärt. Es sind die vom Leben gekennzeichneten Dinge, die einen wirklich starken Charakter haben und uns berühren. Sind es nicht gerade die kleinen ‹Fehler›, Asymmetrien, Narben, Falten, die einzigartig und besonders machen? Liegt Schönheit nicht genau in dieser Einzigartigkeit? Halten wir es überhaupt noch aus, Dinge einfach so zu lassen wie sie sind? Auch in der Gestaltung versuchen wir eine ‹perfekte› Arbeit zu machen, indem wir auf richtige Verhältnisse, Anordnungen und Hierarchien achten. Wir retuschieren und kaschieren so lange an Dingen herum, bis sie für unser Auge ‹perfekt› sind. In der Philosophie des Wabi-Sabi — einem japanischen Konzept von Schönheit und ihrer Wahrnehmung — gibt es kein hierarchisches Denken, es herrscht eine Atmosphäre der Gleichheit. Sie beschreibt die Bedeutung unvollkommener, vergänglicher und unvollständiger Dinge, denen die Spuren der Zeit anzusehen sind. Und genau darin liegt ihre Schönheit. Alles ist auf perfekte Weise nicht perfekt! |
Autor*in Carla Günther |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Warum festhalten? |
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Warum festhalten? bewegt sich zwischen digitaler und analoger Wahrnehmung. Erste Schritte im Coding mit HTML und CSS eröffneten einen Zugang zu Transformationen, Grid-Strukturen, Poesie und soundreaktiven Schriften. Doch es ging weniger um Technik als um die Frage, wie Formen, Überlagerungen und Verzerrungen unsere Wahrnehmung verschieben können. Im Analogen entstanden neue Erfahrungen durch Transparenzen oder Bewegungsunschärfen. So untersucht das Projekt, wie Effekte, Fehler und Irritationen eine eigene Ästhetik hervorbringen und den Blick auf das Verhältnis von Kontrolle und Zufall lenken. |
Autor*in Pauline Ernst |
Kurse Hope You Like It! |
Ausstellungen Hope You Like It! |
Supervision |
| Warum Intersektionalität uns alle betrifft! |
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Wer bist du? / Wer bin ich? / Welche Möglichkeiten hast du? / Welche Möglichkeiten habe ich? / Woher kommst du? / Woher komme ich? / Wo willst du hin? / Wo will ich hin? / Wo kannst du hin? / Wo kann ich hin? / Was bekommst du? / Was bekomme ich? / Wie siehst du aus? / Wie sehe ich aus? / Was fühlst du? /Was fühle ich? / Wie wirst du gesehen? / Wie werde ich gesehen? / Was kannst du? / Was kann ich? / An was glaubst du? / An was glaube ich? / Wer glaubt an dich? / Wer glaubt an mich? / Wer willst du sein? / Wer will ich sein? / Was darfst du? / Was darf ich ? / Wie verhältst du dich? / Wie verhalte ich mich? / Was liebst du? / Was liebe ich? / Wieso bist du du? / Wieso bin ich ich? / Wieso hast du diese Möglichkeiten? / Wieso habe ich diese Möglichkeiten? / Wieso kommst du von da? / Wieso komme ich von da? / Wieso willst du dorthin? /Wieso will ich dorthin? / Wieso kannst du dorthin? / Wieso kann ich dorthin? /Wieso bekommst du das? / Wieso bekomme ich das? / Wieso siehst du so aus? / Wieso sehe ich so aus? / Wieso fühlst du so? / Wieso fühle ich so? / Wieso wirst du so gesehen? / Wieso werde ich so gesehen? / Wieso kannst du das?/ Wieso kann ich das? / Wieso glaubst du daran? / Wieso glaube ich daran? / Wieso glaubt wer an dich? / Wieso glaubt wer an mich? / Wieso will ich so sein?/ Wieso willst du so sein? / Wieso darfst du das? / Wieso darf ich das? / Wieso verhältst du dich so? / Wieso verhalte ich mich so? / Wieso liebst du das? / Wieso liebe ich das?/ Wieso bist du, wie du bist? / Wieso bin ich, wie ich bin? |
Autor*in Niklas Schütz |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Was die KI nicht sieht |
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Aufbauend auf einer intensiven Recherche und Feldforschungsphase zum Thema Aufwertung und Verdrängung im Viertel St. Georg, entstand die Bachelorarbeit Was die KI nicht sieht mit der dazugehörigen Gentrimap: St. Georg (vgl. Andrej Holm, Humboldt-Universität zu Berlin). Die gesammelten räumlichen Informationen zur Gentrifizierung in St. Georg wurden in einem kartografischen System zusammengefasst. Die Karte soll eine Möglichkeit schaffen, die Entwicklung und den aktuellen Zustand des Bahnhofsviertel kritisch zu untersuchen, zu diskutieren und zu erforschen. |
Autor*in Alena Grönwoldt Cortes |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Sören Koswig |
| We didn't start the fire |
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In typografisch-gecodetem Spagat zwischen We didn't start the fire von Billy Joel und einem New York Times Polit-Podcast entstand diese Website, die versucht, die besorgniserregende Lage in den USA nachzuvollziehen (Januar 2025). Es mischen sich Auszüge aus der politischen Geschichte des Landes mit Zeilen eines Popsongs, der meint, wir wären dem Lauf der Dinge seit eh und je tatenlos ausgeliefert. Doch können wir uns unter diesem Vorwand unserer Pflicht entziehen, die Welt aktiv mitzugestalten und zu verbessern? Jetzt, wo viele der Errungenschaften, die aus den Bewegungen der 60er Jahre in den USA geboren sind, dort akut zersetzt, zurückgefahren und zerstört werden? Wo das Feuer eine real gewordene Metapher ist? |
Autor*in Fam-Catherine Löber |
Kurse From Grid to Groove |
Ausstellungen Under Construction |
Supervision |
| Weltentwerfen mit Kommunikationsdesign? |
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Entwicklung einer kritisch-reflektierten Haltung gegenüber dem eigenen Designschaffen In ihrer Bachelorarbeit geht es Lisa Lenkersdorf um die Auseinandersetzung und Einsicht zur Komplexität von Designentscheidungen und der eigenen gestalterischen Haltung sowie deren Folgen, Bedingtheiten und Einflüsse auf die eigenen Umwelt. Mithilfe von Designtheorie versucht sie das eigene gestalterische Handeln — und dessen Folgen — in seine vielschichtigen Kontexte einzuordnen und aufzuzeigen. Wie eng sind die persönlichen, gestalterischen Überzeugungen und das daraus resultierende Designverständnis mit ökologischen, ökonomischen, gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklungen verknüpft? Die gewonnen Erkenntnisse zu teilen und diese anderen zugänglich zu machen, standen im Zentrum dieser praktischen Arbeit. Sie entwickelte einen Prototypen eines Wissenspool — eine Art Designkanon — welcher Umfang ihrer Überlegungen, deren Vielschichtigen Verknüpfungen und die Verbindungen von ausgewählten Designspezifischen Akteur:innen und Informationen visualisiert, dokumentiert und einen Wissenstransfer ermöglicht. Dieser Kanon soll sich in stetiger Weiterentwicklung befinden und durch die Zusammenarbeit weitere Akteur:innen wachsen. Die Überlegungen reichen bis hin zu einer Verwendung in der Bildung, um an die Designtheorie heranzuführen und designspezifische Verknüpfungen verständlich und sichtbar zu machen. |
Autor*in Lisa Lenkersdorf |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Dr. phil. Tom Bieling |
| Weltentwurf |
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Gutes Design ist entwerfend, schlechtes ist unterwerfend. Der Philosoph, Autor und Designtheoretiker Friedrich von Borries schreibt in seinem Buch in penibler Genauigkeit, wie das Design und die Tätigkeit von Gestalter:innen einen Beitrag leisten, zur Befreiung aus der Unterwürfigkeit, die die Gesellschaft und Gestaltung von uns verlangen. Der Text, der die theoretische Auseinandersetzung mit der Thematik durch Beispiele aus der aktuellen Designpraxis veranschaulicht, schafft durch seine Lesart, Thesen mit Handlungsaufforderungen. In verschiedenen, präziser werdenden Thesen entsteht eine Logik des Manifesthaften. Aktueller denn je, ist die Betrachtung der Gestaltung, als eine politische Praxis. Hierzu gehört ebenso das wachsende Selbstverständnis der Gestalter:innen als politisch Handelnde. Von Borries' Thesen bieten die ideale Grundlage einer Formulierung von Handlungsanweisungen für Gestaltende. Drei Plakate greifen in einem neu formulierten Wortlaut den Ansatz und das Bestreben auf und vermitteln diese Inhalte durch anregende Typografie, die in der Animation eine weitere inhaltliche Ebene eröffnet |
Autor*in Janos Urbanyi |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Alica Pfister Prof. Heike Grebin Verena Kiesinger |
| Weltformat |
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Die Schweiz hat das Weltformat – eine Norm für Papierformat und Papiergröße. Was der Chemiker Ostwald 1911 als Weltformat festlegte, wurde wenige Jahre später vom Deutschen Institut für Normung e. V. mit der DIN 476 abgelöst. Zu verschieden waren die Auffassungen in den einzelnen Ländern, zu groß die Differenzen zwischen den Anforderungen der Industrie und den Möglichkeiten des System des Weltformats. Die Schweiz jedoch hält daran fest: Bis heute ist in der Schweiz die Normgröße für Werbeplakate das Weltformat XIV. Mit 905 x 128 mm ist es etwas größer als das entsprechende Format DIN A0 (841 x 1189 mm), aber erheblich größer als das in Deutschland übliche A1-Plakat (594 × 841 mm). Eine selbstbewusste Eigenwilligkeit, die in dieser Serie auf die Spitze getrieben wird – das Erste, das Höchste, das Größte! |
Autor*in Christina Hauszer |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| What is Known |
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Das niederländische Designertrio Experimental Jetset steht für konstruktives Design. Wenn sich Gestalter:innen ausschließlich an Marketingkonzepten und Zielgruppen orientieren, entsteht kein innovatives Design. Vertreten Gestalter:innen hingegen einen unabhängigen gestalterischen Standpunkt, können sie mit der Gesellschaft am besten in einen produktiven Dialog treten. Die Poster greifen die gestalterischen Ansätze von Experimental Jetset mit ihrem reduzierten sowie klaren Design auf. |
Autor*in Annelen Sachse |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Verena Kiesinger Alica Pfister |
| What the Fake |
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The faked fake festival. |
Autor*in Saskia Ritters |
Kurse Move the System |
Ausstellungen |
Supervision Alica Pfister Martin Lorenz Verena Kiesinger |
| Where’s the Clitoris? |
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Where’s the clitoris? Und was ist das überhaupt? Das haben sich im Laufe der Zeit so einige Menschen gefragt, die sich mit dem weiblichen Geschlecht befassten – vor allem Männer. Vom antiken Rom, über die Hexenprozesse in der Frühen Neuzeit bis hin zu dem, was wir heute über die Vulva wissen, wird hier dargelegt, was sie über die Zeit alles erlebt hat und wie über sie aufgeklärt wurde. |
Autor*in Julia Biedasiek |
Kurse On Becoming a Filter |
Ausstellungen |
Supervision Björn Jeske Tim Rausch |
| Why So Serious? |
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Design sollte sich nicht zu ernst nehmen. Design darf spielen, Spaß machen, Leichtigkeit vermitteln. Menschen schätzen Dinge, die auf direktem Wege die Emotionen ansprechen, denn sie lösen unmittelbar Emotionen aus und bleiben im Gedächtnis. |
Autor*in Pia Osterloh |
Kurse Type Out Loud 1.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 1.0 |
Supervision Alica Pfister Prof. Heike Grebin Verena Kiesinger |
| Wissen in der Jackentasche |
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Das Buch mit den Abmessungen 135 x 187 Millimeter passt einfach in die Jackentasche. Atypisch für einen Ausstellungskatalog. Das Format, das Material sowie die einfache und kostengünstige Herstellung im Schwarzweißdruck sollen die Leser:innen zu einem lockeren Umgang mit dem Buch einladen. Gelesen werden darf ruhig unterwegs, um der Reiselust der Humboldtbrüder nachzuspüren. Gestalterisch bezieht sich der Entwurf auf das systematische Denken und Arbeiten der Humboldt-Brüder. Die tabellarischen Strukturen und die verschwenderische Verwendung von Linien in den Originalveröffentlichungen werden lustvoll ins Heute übertragen. |
Autor*in Charlotte Hafke |
Kurse Humboldt-Kosmos |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin |
| Wohn(traum) – Albtraum |
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Wohnst du schon oder lebst du noch? Habt ihr schon alle Tassen im Schrank? Lebensqualität oder Dauerhustle? Wohnraum ist knapp. Wohnungssuche ist maximal belastend. Vor allem wenn man auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung ist. Jährlich will die Bundesregierung 400 000 neue Wohnungen bauen, ein viertel davon sollen sozial gefördert werden. Aber diese Ziele wurden bisher noch nie erreicht und somit bleibt der Wohnungsmangel bestehen. Da das Angebot niedrig, im Gegensatz dazu, die Nachfrage derart hoch ist, schießen die Mietpreise in die Höhe. Und das wiederum sorgt dafür, dass viele Menschen in beengten Wohnverhältnissen leben müssen. Diese angespannte Situation wird auch deutlich, wenn man Wohnungsgesuche in der App Kleinanzeigen liest. Manche Menschen schreiben von ihrer Eigenbedarfskündigung, von Trennung und Jobwechsel. Andere träumen von ihrer ersten eigenen Wohnung, von mehr Platz oder besserer Anbindung. Familien berichten über Zuwachs oder davon, dass es ihnen in der jetzigen Wohnung zu eng wird. Der Wohnungsmarkt nimmt zunehmend glücksspielhafte Züge an. Zwar ist die Gewinnchance immer noch ein bisschen besser als 1:140 Millionen wie bei Lotto 6aus49, aber es braucht auch jede menge Glück die oder der eine aus 1400 anderen Bewerber:innen zu sein. P.S.: Falls ihr von einer freien, bezahlbaren 3,5-4 Zimmerwohnung wisst, gerne Bescheid geben unter wohn(t)raum@gmail.com |
Autor*in Mona Hallweger |
Kurse Politics in Motion |
Ausstellungen Politics in Motion |
Supervision |
| Work Songs |
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Ein Manifest zeichnet sich dadurch aus, dass Ziele, Absichten, Werte, Wünsche und Gedanken öffentlich erklärt werden. Es gibt unzählige Manifeste, sie wurden niedergeschrieben, vorgelesen, ausgesprochen, verkündet und oft genug archiviert. Der Student hat sich auf die Suche gemacht. Er wollte die Manifeste derer lesen, die als schwarze Menschen während und nach der Kolonialzeit Sklaverei erlebten, ihrer Freiheit beraubt wurden und unter unmenschlichen Bedingungen lebten. Wie konnten sie ihre Würde bewahren? Ihre Manifeste könnten schwarzen Menschen, die bis heute unter den Folgen von Sklaverei und Kolonialisierung leiden, neue Kraft geben. Trotz intensiver Suche konnte keine Manifeste, die seiner Vorstellung entsprechen, gefunden werden. Es schien, als würden die Frage nach den Zielen, Werten, Wünschen und Gedanken der versklavten Menschen für ihn unbeantwortet bleiben. Eine große Leere. Doch er entdeckte die Worksongs, die diese Leere mit ihrem einzigartigen Klang erfüllen. Es ist die Abwesenheit von etwas, das einmal da war, aber unsichtbar und unerreichbar scheint. Das Porjekt soll mit Hilfe der Worksongs diese Abwesenheit zeigen und zugänglich machen. Gestalten, um Raum zu schaffen, denn die Abwesenheit lenkt die Aufmerksamkeit auf ihre Existenz, in der sie verharrt. |
Autor*in Mikael Dylla |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| X und Y. Spielerische Zusammenarbeit |
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Die Studierenden haben ein Spiel gebaut. Ziel des Spieles ist, alle Hindernisse gleichzeitig zum Leben zu erwecken. Statt Joystick und Controller braucht es nur die menschlichen Instinkte – und zwar doppelt. Person x lotst mit ihrer Nase den Spielball nach links und rechts, während ihr Partner, die Person y durch in die Hände klatschen den Ball in der Luft jongliert. Eine Kamera und ein Mikrofon erkennen dabei die Posen und Laute beider Spieler:innen. Nach kurzer Lebenszeit verlieren die Animationen an Energie und kehren zurück in den Winterschlaf. Je fortgeschrittener das Level, desto schneller passiert das. Nur zusammen und mit guter Abstimmung werdet ihr erfolgreich. |
Autor*in Oskar Nehry Evelin Dam-Hansen Marike Sauvant |
Kurse No Human Is an Island |
Ausstellungen Annoying, Too Loud, Too Messy |
Supervision Prof. Heike Grebin Benedikt Rottstegge |
| Yfitops |
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A Playlist Poster Project: Wie kann ich Musik ein Gesicht geben? Welche Farbe hat Funk? Welche Bewegung passt zum Blues? Welche Form hat elektronische Musik? Welche Schrift symbolisiert Schnelligkeit? In einer fortlaufenden Reihe von Postern gestaltet der Student Playlisten aus seinem Spotify-Repertoir. |
Autor*in Vincent Lange |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert Dorothée Schraudner |
| Zeit |
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Zeit ist immer gegenwärtig, Zeit wird immer da sein, sie bestimmt unser Leben. Verlorene Zeit können wir nicht zurückholen. Zeit ein komplexes, von uns Menschen geschaffenes Konstrukt, auf die wir uns weltweit geeinigt haben und mit dem alle leben müssen. Zeit ist eine Definition, die Ereignisse beschreibt und angibt, wie groß oder klein der Abstand zwischen zwei Ereignissen ist. Wir haben alle gleich viel Zeit, jedoch vergeht sie für jede:n von uns unterschiedlich schnell. Jede:r nimmt sie unterschiedlich wahr: Oft haben wir zu wenig, selten zu viel. Manchmal fürchten wir uns vor ihr, manchmal gibt sie Hoffnung. Wir tauschen Zeit gegen Geld. Man könnte sagen, Zeit ist wahrer Luxus. |
Autor*in Elijah Ofosu |
Kurse Type Out Loud 2.0 |
Ausstellungen Type Out Loud 2.0 |
Supervision Prof. Heike Grebin Alica Pfister |
| Zirkuläres Irresein |
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Zirkläres Irresein ist ein Buch, das fragmentarische Texte des französischen Schriftstellers und Dadaisten Henri Michaux enthält. Seine Schriften entstehen, als er sich selbst als ein «Fall von zirkulärem Irresein» sieht. Gequält von seiner nie enden wollenden inneren Rastlosigkeit, beschreibt er Städte, die auseinander brechen und erzählt von Riesen, die sich verstümmeln. Er fühlt sich «gleichzeitig träge, schlaff und unter Druck, nervös». Mal sieht er sich als «Skifahrer am Boden eines Brunnens», mal als «Wort, das mit der Geschwindigkeit des Gedankens voranzukommen sucht.» Anfangs werden die Leser:innen nur leicht irritiert, der Satzspiegel beginnt zu tanzen, die Zeilen nehmen anfangs kaum wahrnehmbare Wellenformen an. Später zerfällt die gesamte Konstruktion des Textes. Bedruckte Folien, die auf Texten liegen und von den Leser:innen verschoben werden, irritieren durch Transparenz und Überlagerung. |
Autor*in Carmen Vierbacher |
Kurse Abschlussarbeiten |
Ausstellungen |
Supervision Prof. Heike Grebin Prof. Vincent Kohlbecher |
| Zwischen den Zeilen |
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Das Plakat — ein Zwischenspiel mit dem Sichtbaren und dem im Raum Verborgenen. Ein unmittelbarer Kontakt zwischen Auge und Bild, eine leise Ahnung der Worte zwischen den Zeilen. Die Bewegung bringt das Unerwartete ins Rollen. Im Zusammenspiel der Raster wird nun Schrift und Form veränderbar. Ob durch Geräusche oder die spielerische Führung der Maus — der Betrachtende wird selbst zum kinematischen Element und gibt den Bewegungsimpuls. Sind wir in der Lage, zu verweilen und zu begreifen? Oder sind wir gehetzt von der Zeit? |
Autor*in Janka Wiesenberg |
Kurse Moving Poster |
Ausstellungen Moving Poster |
Supervision Prof. Heike Grebin Timo Rychert |
| zwist.men |
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[Zwist — Durch Uneinigkeit hervorgerufener Zustand des Zerwürfnisses; durch meist langwierige, oft mit Verbissenheit geführte Streitigkeiten charakterisierter Konflikt] Hier wurde die Diskussionskultur in den sozialen Medien in Bezug auf die Themen Sexismus, Misogynie und Antifeminismus untersucht. Es ist aufgefallen, dass es bei frauenfeindlichen Äußerungen im Internet selten eine fundierte Gegenmeinung in den Kommentaren gibt. Um dem entgegenzuwirken und die Kommentarsektionen als eine art Informationsplattformen neu zu denken, kann man sich auf der Website zwist.men über verschiedenen Themen informieren. |
Autor*in Jan Michaelsen |
Kurse Annoying, Too Loud, Too Messy |
Ausstellungen The F*Room The F*World |
Supervision Prof. Heike Grebin Lea Sievertsen Sofia Star |
| • • • z | Autor*in |
Kurse |
Ausstellungen |
Supervision Andreas Trogisch Frieder Nake Luna Maurer Anja Groten Prof. Dr. Edmund Weitz Prof. Dr. phil. Tom Bieling |