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ist eine Plattform für parametrisches Design im Grafikdesign. Sie dokumentiert die Arbeit von Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die unter dem Titel „Parametrisches Design im Grafikdesign“ die Bedeutung des Systems als konzeptionelles Modell und Gestaltungsmethode untersuchen.

Beim Design geht es weniger um intuitive, gar geniale „Geniestriche“, sondern vielmehr um einen ganzheitlichen und regelbasierten (systemischen und systematischen) Prozess des Wissenserwerbs und der Formgebung. Es wird immer wichtiger, dynamische Systeme zu entwerfen, die den Designprozess sowohl leiten als auch inspirieren.

Parametrisches Design bezieht sich auf dieses Design in und von Systemen – mit Regeln, ihren Funktionsweisen und ihrer systematischen Manipulierbarkeit. Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Heike Grebin ist integraler Bestandteil der Lehre und zielt darauf ab, das Bewusstsein für Design als performativen Prozess zu schärfen.

Play the System vereint ausgewählte Studienprojekte, in denen das System als Designmethode eine wichtige Rolle spielt – ob analog oder digital. Die Arbeiten entstehen in einer fruchtbaren Symbiose aus Theorie, Design und Technologie. Sozial relevante Themen und Positionen aus Philosophie, Kunst und avantgardistischem Design von um 1900 bis heute werden immer wieder diskutiert.

Play the System ist eine Einladung, sich der systemischen Kompetenz des Grafikdesigns bewusst zu werden und die Reife zu erlangen, die Werkzeuge des digitalen Designs kritisch einzusetzen.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

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Play the System / Projekte /

p195 Ich sag, Klaus …

… wir hätten damals mehr die Omi fragen müssen! Um die Erinnerungen ihrer Großfamilie festzuhalten, interviewte Eva Mitschke ihre Großmutter und ihren Großonkel und übersetzte deren mündliche Zeitzeugenberichte in einen typografisch modellierten Erzählstrom, der sich durch Gedächtnislücken, Gedankensprünge, Widersprüche und Abschweifungen auszeichnet. Die Erzählungen der beiden Hauptprotagonisten werden durch Nachfragen und Kommentare der Autorin unterbrochen und durch nachträglich hinzugefügte Informationen sowie Verweise auf zugehörige Bilder und Textstellen ergänzt. Es werden Erinnerungsorte und Begriffe hervorgehoben, die für die Familie von Bedeutung sind, Gedächtnislücken und Gedankensprünge gekennzeichnet. Sinnzusammenhänge, die im Erzählen auseinandergerissen wurden, werden durch gebogene Linien neu verbunden. Die typografische Bearbeitung des fließenden Stroms erleichtert es einerseits, den Gedankengängen zu folgen. Andererseits offenbaren sich dadurch Zusammenhänge in der Familiengeschichte, die im Zuhören nur schwer zugänglich sind. Mit dieser Arbeit wurde eine Darstellungsform für ein Familiengedächtnis erarbeitet, die anregt, zwischen den Zeilen zu lesen.