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ist eine Plattform für parametrisches Design im Grafikdesign. Sie dokumentiert die Arbeit von Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die unter dem Titel „Parametrisches Design im Grafikdesign“ die Bedeutung des Systems als konzeptionelles Modell und Gestaltungsmethode untersuchen.

Beim Design geht es weniger um intuitive, gar geniale „Geniestriche“, sondern vielmehr um einen ganzheitlichen und regelbasierten (systemischen und systematischen) Prozess des Wissenserwerbs und der Formgebung. Es wird immer wichtiger, dynamische Systeme zu entwerfen, die den Designprozess sowohl leiten als auch inspirieren.

Parametrisches Design bezieht sich auf dieses Design in und von Systemen – mit Regeln, ihren Funktionsweisen und ihrer systematischen Manipulierbarkeit. Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Heike Grebin ist integraler Bestandteil der Lehre und zielt darauf ab, das Bewusstsein für Design als performativen Prozess zu schärfen.

Play the System vereint ausgewählte Studienprojekte, in denen das System als Designmethode eine wichtige Rolle spielt – ob analog oder digital. Die Arbeiten entstehen in einer fruchtbaren Symbiose aus Theorie, Design und Technologie. Sozial relevante Themen und Positionen aus Philosophie, Kunst und avantgardistischem Design von um 1900 bis heute werden immer wieder diskutiert.

Play the System ist eine Einladung, sich der systemischen Kompetenz des Grafikdesigns bewusst zu werden und die Reife zu erlangen, die Werkzeuge des digitalen Designs kritisch einzusetzen.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

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Play the System / Texte /

t17 Positionen. Eugen Gomringer

Durch Max Bill angeregt, beschäftigte sich der Schweizer Lyriker Eugen Gomringer seit Anfang der 1950er-Jahre mit der Konkreten Kunst. Er übertrug deren Idee der formalen Reduktion und geometrischen Konstruktion in die Dichtung und entwickelte die Konkrete Poesie: „Bei mir bestand diese Revolution darin, dass ich mich auf einzelne Lettern und Buchstaben des Alphabets und einzelne Worte und ganz kurze Sätze bezog. Wobei aber jedes Wort seine eigene Betonung seine eigene Bedeutung erhält.“1

Gomringers Gedichte sind spielerische Konstellationen „einer minimalen Anzahl von Wörtern, die, in signifikanter Weise grafisch angeordnet, den Leser dazu bringen, Semantik und Anordnung spielerisch miteinander zu verbinden.“2 Es entstehen Ideogramme mit verblüffend einfachen Spielregeln, die – an John Cage erinnernd – eine oft pardox-komplexe Gedankenwelt eröffnen: Das Ideogramm ‚Schweigen‘ aus dem Jahre 1960 ist so eine visuelle Fragestellung im Grenzbereich zwischen Text und Bild. Ist der Begriff ‚Schweigen‘ sichtbar oder hörbar? Das Wort ‚schweigen‘ ist vierzehn Mal anwesend und wird doch erst durch seine Abwesenheit in der Mitte der Konstallation erlebbar, in der „Figur und Grund in ihrer Wahrnehmungshierarchie sich also umdrehen, der Grund zur alleinigen Figur wird“. 3 4

 

  1. Gomringer, Eugen: Vortrag im Zentrum für Künstlerpublikationen, Bremen, 2011: , letzter Aufruf 5. 6. 2017
  2. Czoik, Peter: Eugen Gomringer, 20. 1. 2015, letzter Aufruf 5. 6. 2017
  3. Lentz, Michael: Die Rede ist vom Schweigen
  4. Auszug aus der Publikation: Stil System Methoden. Ästhetische Positionen & parametrisches Design (2017)