Karl Gerstners morphologische Box („Karls Kasten“) diente als Ideengeber für den ParaMat-Workshop. Im kollektiven Gestaltungsprozess trat der Anspruch an ein bestimmtes (gutes) Design in den Hintergrund, und alle Studierenden begannen, frei und spielerisch zu experimentieren. Innerhalb von acht Stunden entstanden 24 gemeinsam gestaltete Poster: Drei Arbeitsgruppen mit je acht Studierenden entwarfen in acht Runden jeweils acht Poster.
Jeder Studierende wählte spontan eines der mehr oder weniger relevanten Themen (Anarchie, Chaos, Rausch, Jodeln, YouTube, XXL usw.) als Ausgangspunkt für den Gestaltungsprozess. In jeder Runde wurden die Poster anhand ausgewählter Parameter aus „Karls Kasten“ weiterentwickelt, beispielsweise der Parametergruppe Typografie mit Einzelparametern wie Schriftart, -stärke, -breite und -stil. Danach wurde der Posterentwurf im Uhrzeigersinn an ein Gruppenmitglied weitergegeben. Nichts aus der vorherigen Runde durfte gelöscht, sondern nur verändert oder ergänzt werden.
Jeder hatte nur eine halbe Stunde Zeit, auf den vorherigen Entwurf zu reagieren und einen neuen Impuls zu setzen. Am Ende des Workshops war jeder in seiner Gruppe an jedem Poster beteiligt.