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ist eine Plattform für parametrisches Design im Grafikdesign. Sie dokumentiert die Arbeit von Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die unter dem Titel „Parametrisches Design im Grafikdesign“ die Bedeutung des Systems als konzeptionelles Modell und Gestaltungsmethode untersuchen.

Beim Design geht es weniger um intuitive, gar geniale „Geniestriche“, sondern vielmehr um einen ganzheitlichen und regelbasierten (systemischen und systematischen) Prozess des Wissenserwerbs und der Formgebung. Es wird immer wichtiger, dynamische Systeme zu entwerfen, die den Designprozess sowohl leiten als auch inspirieren.

Parametrisches Design bezieht sich auf dieses Design in und von Systemen – mit Regeln, ihren Funktionsweisen und ihrer systematischen Manipulierbarkeit. Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Heike Grebin ist integraler Bestandteil der Lehre und zielt darauf ab, das Bewusstsein für Design als performativen Prozess zu schärfen.

Play the System vereint ausgewählte Studienprojekte, in denen das System als Designmethode eine wichtige Rolle spielt – ob analog oder digital. Die Arbeiten entstehen in einer fruchtbaren Symbiose aus Theorie, Design und Technologie. Sozial relevante Themen und Positionen aus Philosophie, Kunst und avantgardistischem Design von um 1900 bis heute werden immer wieder diskutiert.

Play the System ist eine Einladung, sich der systemischen Kompetenz des Grafikdesigns bewusst zu werden und die Reife zu erlangen, die Werkzeuge des digitalen Designs kritisch einzusetzen.

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Die in der Recherche gewonnen Erkenntnissen übersetzen die jeweiligen Arbeitsgruppen in einen Workshop. Die Mitstudierenden gewinnen so Inspiration für ihren weiteren Gestaltungsprozess:

Wo kann man Gedichte finden? In Anlehnung an die Künstlerin Natalie Czech verwandeln die Studierenden komplexe Texte in Poesie. Zur Auswahl stehen Auszüge zweier unterschiedlicher Texte: die Kritik der Urteilskraft (1793) von Emanuel Kant und der Spieltrieb von Juli Zeh (2004). Wie hat die Sprache der Texte die gefundenen Gedichte geprägt? Welche neuen Schätze wurden gehoben?

→ Wählt (nicht mehr als 20) Wörter aus und markiert sie aufgrund
a) ihrer Bedeutung,
b) ihres Klangs oder
c) einfach so.

→ Wählt (nicht mehr als 20) Wörter aus und markiert sie aufgrund
a) eines von euch frei zu wählenden Themas wie Liebe, System‘ Wiederholung und
b) einer optischen und/oder inhaltlichen Sinnfälligkeit.

→ Lest die Wörter nacheinander, entweder
a) unserer normalen Leserichtung (von oben nach unten, von links nach rechts) entsprechend, oder
b) in einer zufälligen Reihenfolge. Ordnet dafür die markierten Wörter neu, nutzt Satzzeichen, um ihnen einen Sinn zu geben.