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ist eine Plattform für parametrisches Design im Grafikdesign. Sie dokumentiert die Arbeit von Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die unter dem Titel „Parametrisches Design im Grafikdesign“ die Bedeutung des Systems als konzeptionelles Modell und Gestaltungsmethode untersuchen.

Beim Design geht es weniger um intuitive, gar geniale „Geniestriche“, sondern vielmehr um einen ganzheitlichen und regelbasierten (systemischen und systematischen) Prozess des Wissenserwerbs und der Formgebung. Es wird immer wichtiger, dynamische Systeme zu entwerfen, die den Designprozess sowohl leiten als auch inspirieren.

Parametrisches Design bezieht sich auf dieses Design in und von Systemen – mit Regeln, ihren Funktionsweisen und ihrer systematischen Manipulierbarkeit. Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Heike Grebin ist integraler Bestandteil der Lehre und zielt darauf ab, das Bewusstsein für Design als performativen Prozess zu schärfen.

Play the System vereint ausgewählte Studienprojekte, in denen das System als Designmethode eine wichtige Rolle spielt – ob analog oder digital. Die Arbeiten entstehen in einer fruchtbaren Symbiose aus Theorie, Design und Technologie. Sozial relevante Themen und Positionen aus Philosophie, Kunst und avantgardistischem Design von um 1900 bis heute werden immer wieder diskutiert.

Play the System ist eine Einladung, sich der systemischen Kompetenz des Grafikdesigns bewusst zu werden und die Reife zu erlangen, die Werkzeuge des digitalen Designs kritisch einzusetzen.

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Zur Vorbereitung auf das Katalogprojekt Wilhelm und Alexander von Humboldt beschäftigen wir uns mit Werner Herzogs Aguirre, der Zorn Gottes (1972) – einem eindringlichen, grotesken Porträt von Macht, Wahn und dem Scheitern kolonialer Ambitionen. Auf dieser Grundlage entsteht eine individuelle typografische Interpretation des Films in Form einer 16-seitigen Broschüre.

Mit Screenshots, ausgewählten Dialogen, Drehbuchauszügen oder begleitenden Texten wird der Film „zerlegt“ und neu zusammengesetzt. Durch Auswahl, Kombination und gestalterische Transformation entsteht eine persönliche Lesart des Materials.

Ziel ist es, typografisch und bildlich auf das Groteske und die Intensität des Films zu reagieren – auf seine Übersteigerung, Körperlichkeit, sprachliche Exzessivität und nicht zuletzt seine filmische Struktur.

Inhaltlich untersucht das Projekt Parallelen zwischen Aguirre und Humboldt: Beide brechen zu einer Expedition ins Unbekannte auf. Aguirre ist getrieben von Machtgier und dem Mythos von El Dorado, Humboldt von Neugier, Beobachtung und dem Streben nach Erkenntnis. Zwischen wissenschaftlicher Erkundung und zerstörerischem Eroberungsdrang entsteht ein Spannungsfeld, das typografisch, bildlich und konzeptuell erforscht wird.