Im Workshop „Paramat“ bzw. Karl’s Kasten, der vom morphologischen Kasten Karl Gerstners inspiriert war, entstanden in 8 Stunden 24 kollektiv gestaltete Plakate. In drei Arbeitsgruppen und acht Durchläufen entwarfen jeweils acht Studentinnen acht Plakate.
Jedes Plakat hatte ein spezifisches Thema, wie beispielsweise Anarchie, Beschränkung, Chaos, Utopie. In jedem Durchlauf wurden die Plakate anhand von bestimmten Parametern aus Karls Kasten› (z. B. Parametergruppe Schrift mit den einzelnen Parametern wie Font, Schriftstärke, Schriftbreite und Schriftlage weiterentwickelt. Ein Durchlauf dauerte 35 Minuten, in denen wir uns mit dem jeweiligen Thema inhaltlich und formal auseinandersetzten.
Nach jedem Durchlauf wurde der Plakatentwurf im Uhrzeigersinn an ein Gruppenmitglied weitergegeben. Dabei durfte nichts von dem vorherigen Durchlauf gelöscht, sondern nur verändert oder hinzugefügt werden.
Im kollektiven Gestaltungsprozess befreiten wir uns von imaginären Erwartungshaltungen und begannen, frei und spielerisch zu experimentieren. Am Ende des Workshops war jeder von uns an jedem Plakat der eigenen Gruppe beteiligt.