Die in der Recherche gewonnen Erkenntnissen übersetzen die jeweiligen Arbeitsgruppen in einen Workshop. Die Mitstudierenden gewinnen so Inspiration für ihren weiteren Gestaltungsprozess:
Typografie als System, das Systeme schafft: Inspiriert von den Designern Peter Burnhill und Anthony Froshaug verwandeln die Studierenden komplexe Texte in Poesie. Inwieweit ist der Gestaltungsprozess planbar? Eine Abfolge präziser Arbeitsaufgaben, die den kreativen Freiraum eher einschränken als eröffnen, führt die Studierenden zu überraschenden Lösungen. Sind Systeme kreativ?
→ Entwerft ein Gedicht, das sich nicht reimen muss. Schwärzt dafür die weniger interessanten Wörter im vorgegebenen Text Das Paradox unserer Zeit (Bob Moorehead, 1995).
→ Legt das beiliegende Transparent-Raster auf das Gedicht, darauf wiederum ein leeres Transparentpapier. Malt über den frei gebliebenen Worten die entsprechenden Rasterflächen (Quadrate) farbig aus.
→ Ordnet die grünen Formen auf dem beiliegenden Papier-Raster an. Findet eine schöne Komposition. Fixiert die Formen, wenn ihr zufrieden seid. Scannt das Blatt ein.
→ Legt den Scan auf die Hintergrundebene eines InDesign-Dokuments A3. Positioniert euer Gedicht (oder einen Teil davon) in einer frei gewählten Schrift. Setzt den Text nur auf die Flächen, die durch die grünen Formen im Hintergrund definierten werden.
→ Druckt das Gedicht auf das übermalte Transparentpapier.