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ist eine Plattform für parametrisches Design im Grafikdesign. Sie dokumentiert die Arbeit von Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die unter dem Titel „Parametrisches Design im Grafikdesign“ die Bedeutung des Systems als konzeptionelles Modell und Gestaltungsmethode untersuchen.

Beim Design geht es weniger um intuitive, gar geniale „Geniestriche“, sondern vielmehr um einen ganzheitlichen und regelbasierten (systemischen und systematischen) Prozess des Wissenserwerbs und der Formgebung. Es wird immer wichtiger, dynamische Systeme zu entwerfen, die den Designprozess sowohl leiten als auch inspirieren.

Parametrisches Design bezieht sich auf dieses Design in und von Systemen – mit Regeln, ihren Funktionsweisen und ihrer systematischen Manipulierbarkeit. Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Heike Grebin ist integraler Bestandteil der Lehre und zielt darauf ab, das Bewusstsein für Design als performativen Prozess zu schärfen.

Play the System vereint ausgewählte Studienprojekte, in denen das System als Designmethode eine wichtige Rolle spielt – ob analog oder digital. Die Arbeiten entstehen in einer fruchtbaren Symbiose aus Theorie, Design und Technologie. Sozial relevante Themen und Positionen aus Philosophie, Kunst und avantgardistischem Design von um 1900 bis heute werden immer wieder diskutiert.

Play the System ist eine Einladung, sich der systemischen Kompetenz des Grafikdesigns bewusst zu werden und die Reife zu erlangen, die Werkzeuge des digitalen Designs kritisch einzusetzen.

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Die in der Recherche gewonnen Erkenntnissen übersetzen die jeweiligen Arbeitsgruppen in einen Workshop. Die Mitstudierenden gewinnen so Inspiration für ihren weiteren Gestaltungsprozess:

Typografie als System, das Systeme schafft: Inspiriert von den Designern Peter Burnhill und Anthony Froshaug verwandeln die Studierenden komplexe Texte in Poesie. Inwieweit ist der Gestaltungsprozess planbar? Eine Abfolge präziser Arbeitsaufgaben, die den kreativen Freiraum eher einschränken als eröffnen, führt die Studierenden zu überraschenden Lösungen. Sind Systeme kreativ?

 → Entwerft ein Gedicht, das sich nicht reimen muss. Schwärzt dafür die weniger interessanten Wörter im vorgegebenen Text Das Paradox unserer Zeit (Bob Moorehead, 1995).

 → Legt das beiliegende Transparent-Raster auf das Gedicht, darauf wiederum ein leeres Transparentpapier. Malt über den frei gebliebenen Worten die entsprechenden Rasterflächen (Quadrate) farbig aus.

 → Ordnet die grünen Formen auf dem beiliegenden Papier-Raster an. Findet eine schöne Komposition. Fixiert die Formen, wenn ihr zufrieden seid. Scannt das Blatt ein.

 → Legt den Scan auf die Hintergrundebene eines InDesign-Dokuments A3. Positioniert euer Gedicht (oder einen Teil davon) in einer frei gewählten Schrift. Setzt den Text nur auf die Flächen, die durch die grünen Formen im Hintergrund definierten werden.

 → Druckt das Gedicht auf das übermalte Transparentpapier.