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ist eine Plattform für parametrisches Design im Grafikdesign. Sie dokumentiert die Arbeit von Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die unter dem Titel „Parametrisches Design im Grafikdesign“ die Bedeutung des Systems als konzeptionelles Modell und Gestaltungsmethode untersuchen.

Beim Design geht es weniger um intuitive, gar geniale „Geniestriche“, sondern vielmehr um einen ganzheitlichen und regelbasierten (systemischen und systematischen) Prozess des Wissenserwerbs und der Formgebung. Es wird immer wichtiger, dynamische Systeme zu entwerfen, die den Designprozess sowohl leiten als auch inspirieren.

Parametrisches Design bezieht sich auf dieses Design in und von Systemen – mit Regeln, ihren Funktionsweisen und ihrer systematischen Manipulierbarkeit. Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Heike Grebin ist integraler Bestandteil der Lehre und zielt darauf ab, das Bewusstsein für Design als performativen Prozess zu schärfen.

Play the System vereint ausgewählte Studienprojekte, in denen das System als Designmethode eine wichtige Rolle spielt – ob analog oder digital. Die Arbeiten entstehen in einer fruchtbaren Symbiose aus Theorie, Design und Technologie. Sozial relevante Themen und Positionen aus Philosophie, Kunst und avantgardistischem Design von um 1900 bis heute werden immer wieder diskutiert.

Play the System ist eine Einladung, sich der systemischen Kompetenz des Grafikdesigns bewusst zu werden und die Reife zu erlangen, die Werkzeuge des digitalen Designs kritisch einzusetzen.

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Simone Schöler und Steffen Schumann von anschlaege.de arbeiten häufig im öffentlichen Raum. Für sie ist Design ein Sprachrohr für diejenigen, die Grenzen überschreiten, Veränderungen anstoßen und ihrer Zeit ein Gesicht geben. Inspiriert von ihren Arbeiten gestalten die Studierenden typografische Plakate.

In Gruppen entstehen zeitbezogene Kommentare mit selbst entworfenen Stencil-Schriften, unterschiedlichen Untergründen und Sprühtechniken – teils beeinflusst vom kräftigen Hamburger Wind und einem feinen Sinn für Sarkasmus. Die Ergebnisse reichen von spontanen Freihand-Aktionen bis zu präzise geschnittenen Formen.

So entstehen zahlreiche groß- und kleinformatige Plakate und Serien. Der doppeldeutige Titel Kommentare zur Zeit zeigt sich nicht nur in den pointierten Texten, sondern auch in der Technik selbst – im Spiel von Positiv- und Negativformen als gestalterischem Prinzip.