Der Workshop zur Vorbereitung von Albert-Jan Pools Vortrag „Die Geometric Sans – Ein Bauhaus-Mythos?“ konzentrierte sich auf die kritische Auseinandersetzung mit modularem Design: das Raster als nützliches Werkzeug und zugleich gestalterische Einschränkung.
Jedes Plakat basierte auf einer konstruierten oder gefundenen Grundstruktur, in die typografische Elemente sorgfältig integriert wurden. Dabei ging es nicht nur um die Arbeit mit dem Raster, sondern auch um die Hinterfragung seiner Grenzen.
Diese Spannung zwischen Struktur und Freiheit spiegelte sich auch auf konzeptioneller Ebene wider: Gemeinsam enthüllen die Plakate ein Zitat von Immanuel Kant: „Die Ordnung und Regelmäßigkeit der Erscheinungen, die wir Natur nennen, bringen wir selbst in sie hinein – und würden sie dort nicht finden, wenn wir sie nicht ursprünglich selbst hineingelegt hätten.“