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ist eine Plattform für parametrisches Design im Grafikdesign. Sie dokumentiert die Arbeit von Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die unter dem Titel „Parametrisches Design im Grafikdesign“ die Bedeutung des Systems als konzeptionelles Modell und Gestaltungsmethode untersuchen.

Beim Design geht es weniger um intuitive, gar geniale „Geniestriche“, sondern vielmehr um einen ganzheitlichen und regelbasierten (systemischen und systematischen) Prozess des Wissenserwerbs und der Formgebung. Es wird immer wichtiger, dynamische Systeme zu entwerfen, die den Designprozess sowohl leiten als auch inspirieren.

Parametrisches Design bezieht sich auf dieses Design in und von Systemen – mit Regeln, ihren Funktionsweisen und ihrer systematischen Manipulierbarkeit. Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Heike Grebin ist integraler Bestandteil der Lehre und zielt darauf ab, das Bewusstsein für Design als performativen Prozess zu schärfen.

Play the System vereint ausgewählte Studienprojekte, in denen das System als Designmethode eine wichtige Rolle spielt – ob analog oder digital. Die Arbeiten entstehen in einer fruchtbaren Symbiose aus Theorie, Design und Technologie. Sozial relevante Themen und Positionen aus Philosophie, Kunst und avantgardistischem Design von um 1900 bis heute werden immer wieder diskutiert.

Play the System ist eine Einladung, sich der systemischen Kompetenz des Grafikdesigns bewusst zu werden und die Reife zu erlangen, die Werkzeuge des digitalen Designs kritisch einzusetzen.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

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Der Kurs Type Out Loud wurde von drei Workshops begleitet, die jeweils von einer Gruppe Studierender für alle anderen entwickelt wurden. 

Unter dem Thema Affirmation gaben Manifeste von Dieter Rams, Paul Rand oder Martin Lorenz den Anstoß für eine Diskussion über Avantgarde, soziale Verantwortung und kommerziellen Mainstream.

In einem ausgeklügelten Workflow entstanden analoge, kollaborative Plakatskizzen, die auf ihre systematischen Gestaltungsprinzipien untersucht und dann digital übersetzt und verfeinert wurden. 

→ Input: Um einen Einblick in das Thema zu geben, werden Arbeiten einiger Designer:innen vorgestellt.

→ Warm-up: Zum Aufwärmen wird ein Blatt mit einem einfachen Gestaltungsraster und den 10 Thesen von Dieter Rams ausgeteilt. Die Aufgabe besteht aus drei Teilen, die jeweils fünf Minuten dauern: Zuerst sucht jede:r eine These aus und zeichnet sie als Überschrift groß in das Raster. Danach werden die Blätter drei Plätze weiter gegeben und jede:r ergänzt im neu vorliegenden Blatt eine grafische Form oder Zeichnung. Das Blatt wird erneut drei Plätze weiter gereicht. Im letzten Schritt wird die Komposition mit Textauszügen vervollständigt. So entstehen viele unterschiedliche Skizzen als Vorlage für den weiteren Entwurfsprozess.

→ Analog: In der dritten Phase geht es um die Entwicklung eigener Raster. Es soll ein konkreter analoger Entwurf für das Plakat gestaltet werden. Es werden Textblöcke in verschiedenen Größen ausgedruckt und verteilt, die die einzigen Gestaltungselemente sind und in dem entstandenen Raster gesetzt werden. Es entstehen außergewöhnliche Rasterformen und Entwürfe, die es im nächsten Schritt digital umzusetzen gilt.

→ Digitalisierung: Es gilt, die bisherigen Entwürfe auf ein vorbereitetes Raster anzupassen und dabei die jeweiligen Besonderheiten zu nutzen. In einem bereitgestellten InDesign-Dokument sind drei verschiedene Raster (eine grobe, eine detailliertere und eine sehr feine Variante) sowie eine Auswahl von Schriften, Formen und Farben vorgegeben. Mit diesen Elementen übertragen die Studierenden die gelernten Methoden in den digitalen Entwurfsprozess.

→ Nachbesprechung: Jede Phase endet mit einer Nachbesprechung, in der wir unsere Erfahrungen teilen. Zum Schluss des Workshops werden die Ergebnisse präsentiert und alle werden überrascht sein, wie natürlich sich Ideen entwickeln können.