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ludovicscript

Sophia Weider

Meine Plakate, habe ich mit basil gescripted. Dabei haben mich die Arbeiten von Ludovic Balland inspiriert; er hat für das Weltformat 217 verschiedene Plakate gescripted. Sein System habe ich analysiert und versucht, in meine Plakate einfließen zu lassen. (Auf jedem Plakat steht ein Satz. Dieser Satz wird in Wörter unterteilt, nach jedem Wort wird die Fläche um 45 Grad gedreht. Parallel dazu entsteht eine schwarze Linie, die die Leserichtung angeben soll. Beginnend nach jeder Drehung ist ein Dreieck und am Ende ein Quadrat.)

Meine Informationen habe ich mir beispielhaft von der Internetseite des Gängeviertels geborgt. Dafür habe ich eine Tabelle  mit sechs Rubriken erstellt (Titel, Ort, Datum, Uhrzeit, Beschreibung, Webseite) – meine eigene kleine Datenbank. Ich habe versucht, die Parameter sinnvoll festzulegen. 

So bin ich auf die Idee der geometrischen Formen gekommen. Für jede Rubrik habe ich eine eigene Form erstellt, die sich immer an der Länge der einzelnen Wörter anpasst. So gibt es zum Beispiel den Titel „Plakat“, der sechs Buchstaben hat. Die Zahl sechs wird dann mal zwei multipliziert, damit die Form größer auf dem Plakat erscheint. Ist ein Feld nicht ausgefüllt, so wird die Form auch nicht auf dem Plakat zu sehen sein.

Die Plakatentwürfe habe ich immer in InDesign begonnen. So konnte ich meine Ideen ausprobieren schnell und die Elemente entsprechend anordnen. Diese  Anordnung habe ich dann mit basil nachgebaut. 

Es war für mich eine große Motivation zu wissen, wie die Plakate am Ende aussehen sollen und ich sie „nur noch“ zu scripten hatte. Die Schwierigkeit für mich bestand darin, ein System zu entwicklen, in dem die Entwürfe sich auch „bewegen“ können und mit viel wie auch wenig Text funktionieren. Ich musste mich stets zwingen, nicht statische, sondern flexible Plakate zu denken.

Technik

InDesign, basil.js