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Mit den Augen denken

Janka Wiesenberg

Als Naturforscher und Sprachwissenschaftler haben Alexander und Wilhelm von Humboldt Weltruhm erlangt. Sie waren dabei keineswegs klassische Entdecker. Als neugierige Beobachter des Andersartigen, Sammler, Vermesser und transdisziplinäre Vernetzer sind sie gereist, um die Welt zu verstehen und und die Gedankenfreiheit zu fördern. Dabei ging es ihnen immer um die Bewegung, nicht darum, ein Ziel zu erreichen.
 
Im Ausstellungskatalog begibt sich der Leser auf seine eigene Entdeckungsreise. Beim Lesen und Blättern taucht er in die Humboldt-Welt ein und entdeckt die Ausstellungsobjekte durch Ausschnitte in der Buchseite. Wie durch das Guckloch eines Fernrohres fokussiert er seinen Blick auf die Details. Beim Umblättern der Seite wird schließlich das große Ganze erkennbar. Inhaltliche Beziehungen zwischen Text und Bild werden beim Betrachten der Seiten von allen Seiten erfahrbar und bleiben als Metapher der Bewegungen im gesamten Buch deutlich.